Vertrauensübung und Bodenarbeit

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Jacky28490

Jacky28490

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Hi,

ich habe mein Pferd aus Zeitgründen in den letzten 3 Jahren nicht reiten oder nicht mit ihr arbeiten können. Jetzt da ich wieder zuhause bin und Nachts
arbeite, würde ich gerne wieder mit ihr arbeiten. Da ich aber keine große Erfahrung mit Vertrauenübungen und Bodenarbeit habe, wollte ich fragen ob ihr nicht ein paar Tipps für mich habt???

Hab schon viel gelesen, von Führübungen und so, aber in jedem Buch steht was anderes und jeder sagt auch was anderes, jetzt bin ich etwas iritirt.
Ich wollte erst mit Vertrauensübungen wie die Führübung anfangen, weil ich schon gemerkt habe, das Vertrauen und auch der Respekt fehlt.

Freeu mich schon auf eure Antworten!!!
 
18.05.2010
#1
A

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Guest

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D

dark_vampire

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Du könntest z.B. mit ihr üben auf Kommando loszulaufen und stehenzubleiben, bis sie so auf dich fixiert ist und du nichts mehr sagen musst.
 
Jacky28490

Jacky28490

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Ok, danke. Das werd ich gleich morgen mal ausprobieren.

Freu mich auf weiter Tipps!! :)
 
G

Geraldine

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Also ich arbeite gern nach dem Buch "Peter Kreinbergs Bodenschule". Das ist ein sehr abwechslungsreiches Gelassenheits- und Vertrauenstraining. Bodenarbeit am Leitseil und Knotenhalfter. Habe mein Pferd ja erst seit knapp 2 Monaten und durch die Arbeit nach Kreinberg hat sich unsere Bindung schon ziemlich gefestigt... (Dem Pferd wird halt auch nicht so schnell langweilig dabei, was bei meinem Flegel sonst recht schnell der Fall ist)
 
Jacky28490

Jacky28490

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Was kostet das Buch den? Dann schau ich mal ob ich es mit bestelle.
 
L

lee

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Es ist schön, dass du wieder mit deinem Pferd arbeiten willst.
Beim Führen ist schonmal das A&O, dass du dein Pferde Niemals überholen lässt. Will es die Chef-Position und somit die Stelle vor dir einnehmen, sofort "bestrefen" mit, wenn du ein Sensibelche hast einem Ruck am Strick und wenn er darauf nicht reagiert, dann kannst du ihm/ihr (hast du eine Stute oder einen Wallach?) ruhig eins mitm Strick gegen die Brust geben, bis er es kapiert hat. Versuche bei der Arbeit den Strick immer möglichst locker zu lassen. Bleib auch öfters mal ruckartig stehen. Wenn dein Partner nicht sofort auch stehenbleibt und dich überholt, nehm den Strick, geb ihn eins auf die Brust und lass ihn rückwärts auf die Position hinter/neben dir gehen. Wechsle weiterhin oft die Richtung , geh 8-ten, ...
Wenn du das konsequent durchziehst, wirst du beim Führen wenig Probleme haben. Schlussendlich sollte das alles mit losen Strick funktionieren.
Und achte darauf, dass wenn du mit ihm auch außerhalb der Halle läufst, er dann immernoch seine Führposition einbehält. Man achtet da nämlich meistens nicht so drauf, und schwupps, steht der kleine vor einem ..

Wenn wir dir noch mehr erzählen sollen, oder du konkrete Fragen hast, stell die ruhig. ICh weiß jetzt nicht, ob du all das schon gewusst hast, oder nicht und ob ich dir helfen konnte.
 
Jacky28490

Jacky28490

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Ich habe eine Stute sie heist Lissy, eigentlich Elisha, sie ist ein früheres Schulpferd. Sie ist auf dem Bild in meinem Profil. Ja so was hab ich schon gelesen, aber du hast mir schon geholfen. Und ich würde mich über mehr sehr freuen.

Vielleicht sollte ich noch sagen, das ich leider keine Halle weden einen Platz habe, ich muss das alles auf der Koppel machen, oder besser geasagt bei uns im Garten, der ist recht groß, nur das Problem was ich mir denke, ist das sie ihn auch als Koppel benutzen, jetzt denk ich halt, da sie da nicht arbeitet, sondern meint sie darf auf die Koppel, ist das ein Problem?

Wäre longieren für den anfang schlecht oder gut? Weil ich merke schon wie sie laufen möchte. Und wenn ich sie longiere kann siedas doch, oder soll ich damit noch warten?
 
G

Geraldine

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Gegen Longieren spricht nichts. Im Gegenteil: dabei lernt sie ja auch deine Stimme und deine Art, Kommandos zu geben kennen und sie kann lernen, dass das was du sagst, gemacht wird. Hinzu kommen die üblichen Vorteile wie Konditionsaufbau, Gymastizieren, Biegung, usw...
'ne Freundin von mir hatte lange dasselbe Problem mit Koppel=Reitplatz. Sie hat es so gelöst, dass die das Pferd immer ohne Halfter auf die Koppel gelassen hat (wenn "Koppelzeit" war) und sobald Halfter (oder Knotenhalfter, oder Trense oder was auch immer) angezogen wurde, hieß es arbeiten. Ihr Pferd hatte es relativ schnell raus, dass "mit Halfter auf der Koppel" keinen Feierabend bedeutet sondern arbeiten...
 
Jacky28490

Jacky28490

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Ja die Idee ist gar nicht so schlecht, das werd ich mal so machen.

Und werde die Führübungen maachen und werde das mit dem longieren abwechseln.

Vielen Danks schon mal.

Freue mich über weitere Tipps, und Übungen die ich noch machen kann.
 
DyingDream

DyingDream

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...

[xxx] sofort "bestrefen" mit, wenn du ein Sensibelche hast einem Ruck am Strick und wenn er darauf nicht reagiert, dann kannst du ihm/ihr (hast du eine Stute oder einen Wallach?) ruhig eins mitm Strick gegen die Brust geben, bis er es kapiert hat. [xxx] nehm den Strick, geb ihn eins auf die Brust
Tut mir leid - aber wie kann man Vertrauen mit 'Strafe' aufbauen?

Klar muss man konsequent sein - aber ich würde wohl bei keinem Tier einen solchen Erziehungsstil ausüben.
Mein Pferd soll mir vertrauen und gerne mit mir Arbeiten und sich nicht lediglich unterordnen und wie ein Sklave das tun, was der holde Mensch verlangt, weil es andernfalls 'Strafe' gibt.

Letztlich muss das natürlich jeder selbst wissen. Nur ich würde derartiges nie machen, geschweige denn anderen raten.


--

Longieren oder Bodenarbeiten eignen sich nach so einer 'Pause' sicherlich gut. Ausritte im Schritt, die langsam gesteigert werden schaffen gemeinsame Erlebnisse und damit auch ein gewisses Vertrauen zwischen euch.
Das Liebe oftmals durch den Magen geht, wissen wir ja alle - und auch Streicheleinheiten (massierendes Putzen z.B.) sind angenehm für das Pferd.
Manchmal ist es auch einfach nur toll -da- zu sein. Sich ne Stunde mit einem Buch zum Pferd auf die Weide setzen und mit einem Auge beobachten. <3

Bei der Bodenarbeit viele Wendungen machen. Schlangenlinien, Kreise, ...

Du kannst auch mit für das Pferd ungewohnte Sachen arbeiten. Z.B. eine große Plastikplane über die ihr gemeinsam geht. Ein großer Gymnastikball oder Regenschirm, etc..
Wichtig ist, dass du sicher auftritts und deinem Pferd deine Sicherheit auch vermittelst.
Macht es die Sache gut, gibt es ein Stück Möhre und es geht weiter.
Pferdchen lernt also: Ich kann mit 'meinem' Menschen durch dick und dünn gehen und mir passiert nichts.

Zieht das Pferd nun wie die Hölle, würde ich ohne viel Gezupfe die Richtung wechseln, stehen bleiben oder einen Kreis gehen.

Ebenso würde ich die Situation aufschlüsseln -warum zieht das Pferd?-. Will es zurück zum Stall/Weide? Hat es vor einer Situation Angst? Ist es unausgelastet? Etc.
~§~
 
Askan

Askan

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Google einfach mal - meistens findet man da gute tipps und bücher.

Mein Tipp: ließ dir ne menge an (monty roberts, gerd römbke, tellington jones ... usw) und entwickel deine eigene Methode, die zu deinem pferd passt. man kann eigentlich nie genauso arbeiten wie die "Profis". es hängt vom pferd ab. ich hatte mal eins im stall, das gar nicht auf das join up reagiert hat. ein anderes aber sofort. manche pferde können nichts mit der arbeit von gerd römbke anfangen... usw.

Wichtig ist, nicht strafen, ob durch schlagen oder peitschen. davon halte ich gar nichts!!!!! Auch nicht, wenn jemand sagt: ich peitsch mein pferd damit ich seine aufmerksamkeit habe... das ist quatsch! Dadruch bekommst du nur die angst deines pferdes. lieber dann mal ne stunde mit auf der koppel sitzen ;-)

Viel spaß und glück!
 
Jacky28490

Jacky28490

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Schlagen würde ich mein Pferd nie und nimmer.
Ja ich probier das alles mal. werde euch dann berichten wie es läuft.

Danke für die Tipps.

Wenn es mehr gibt bin ich natürlich sehr gespannt auf eure Antworten.
 
Jacky28490

Jacky28490

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Ich wollte nur mal bescheid geben, ich habe mir das Buch Bodenarbeit mit Pferden gekauft, vom Verlag Kosmo. Und ich habe angefangen nach dem Buch zu arbeiten, die Rangordnung geklärt und angefangen mit den Basisübungen, und bin gerade bei dem schrecktraining. Und ich muss sagen das das Buch klasse ist. Sie beschreiben es gut und erklären es auch mit Bildern. Mein Pferd ist super und versteht alle meine Komandos. Jetzt muss ich nur dran bleiben.

Also vielen danke, wollte euch nur bescheid sagen wie es sich alles entwickelt hat.

Ganz liebe Grüße Jacky
 
DyingDream

DyingDream

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...

Welche Kommandos hast du deinem Pferd denn inzwischen beigebracht? *neugier*

Ansonsten weiterhin viel Erfolg! :)
~§~
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Ich denke strafen ist in bestimmten Momenten einfach nur richtig. Aber am Strick rucken würde ich nicht, das kann zu Kopfscheuheit führen. Lieber ein Schlag gegen die Brust oder die Stimme erheben oder ein lautes Geräusch machen oder worauf auch immer das Pferd hört. Es bringt nichts zu brüllen, wenn das Pferd sich sowieso nicht dafür interessiert und es bringt auch nichts gegen die Brust zu hauen, wenn dem Pferd das vollkommen Banane ist.
Das hat dann aber eher schon was mit Respekt zu tun. Aber Respekt gehört eben auch zum Vertrauen. Dass man nicht ne Stunde lang Doktor Prügelpeitsch spielen kann und dann noch erwartet, dass der Gaul einem vertraut, ist natürlich Unsinn.
Aber wenn das Pferd aufbraust rechtfertigt das meiner Meinung nach die Mittel.


Und ist schön, dass du dich da mit Buch reinhängst, ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg und Spaß bei der Sache ;)
 
S

Sunny96

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Hi,

1.Übung: Wenn du sie von der Weide holst und sie zu dir kommt, ein Leckerlie geben und sie loben.

2.Übung: Geh und Haltesignale üben. Wenn sie steht und du gehen möchtest kannst du als Signalwort z.B.: Los! nehmen. Fürs Pferd ist es oft hilfreich wenn du eine Gehbewegung machst(auf der stelle gehen)
Wenn du anhalten möchtest zähl in deinem Kopf bis drei. Bei 1 und 2 wirst du langsamer und bei drei hebst du leicht vom Boden ab, gehst in die Knie und kombinierst das mit einem Halt!!! oder Pscchsch!!!. Wenn sie kooperiert lobst du sie .

Diese beiden Übungen müssen du und dein Pferd beherrschen um darauf aufbauen zu können.
 
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Vertrauensübung und Bodenarbeit

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