Total Steif auf der rechten Seite!

Diskutiere Total Steif auf der rechten Seite! im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo Ihr Lieben, ich hab ein Problem mit meinem Nano. Also ich habe ihn Anfang Febuar in Beritt gegeben und da sagte mir der Bereiter das er auf...
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Hallo Ihr Lieben,

ich hab ein Problem mit meinem Nano. Also ich habe ihn Anfang Febuar in Beritt gegeben und da sagte mir der Bereiter das er auf der einen Seite etwas Steif ist aber das sie dran arbeiten. Nun habe ich
ihn Ende April wiedergeholt und er stand denn 3 Wochen weil er krank war. So nun haben wir wieder angefangen heute und wenn er linksrum läuft dann läuft er total schwungvoll, locker und stellt sich schön nach innen und rechtsherum geht er immer mit dem Kopf nach außen und geht steif, kein Schwung.
Als ich ihn denn geritten bin konnte ich recht kaum durch die Ecken reiten und ihn stellen. Rechtsrum wieder total flüssig.

Was meint ihr ist es normal das ein Pferd so einseitig steif ist? Bevor er in Beritt gegangen ist wurde er nochmal durchgecheckt und es war alles in Ordung.

Soll ihn jetzt erstmal gymnastiezieren oder lieber gleich einen TA holen?

Ach ja er ist 4 Jahre alt, ein Deutsches Reitpony und steht im Offenstall.

lg
Anni
 
22.05.2010
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
ShiGi

ShiGi

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Eine gewisse Steifheit auf einer Seite ist völlig normal. Wie stark diese sich auswirkt ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Bei deinem Nano hört sich das aber doch sehr extrem an.

Ich würde das zur Sicherheit mal einen Osteopathen anschauen lassen, bevor du versuchst, in durch Gymnastizierung locker zu bekommen. Vielleicht hat er einfach nur irgendwo eine Blockade und geht deshalb so steif.
Das krank Sein hat aber nichts mit einer Verletzung zu tun, oder?

Es könnte auch sein, dass deine bessere Seite genau wie bei ihm die Linke ist. Das würde das Problem natürlich noch verstärken. Aber dass es allein daran liegt, kann ich mir nicht vorstellen. Und wenn ich dich richtig verstanden habe, ist er ja auch ohne Reiter rechts extrem steif.
 
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Hey,

danke für die Antwort!
Also ja er geht auch ohne Reiter extrem steif.

Nein als er krank war hatte er eine Bronchitis.

Ich hab schon überlegt ob die lange Pause ihm nicht gut getan hat, weil in dem Stall wurde er 5 Tage die Woche geritten und dann wurde er krank und hat 3 Wochen nix mehr getan. Er musste sich bei uns denn an einen anderen Sattel gewöhnen.

Ich denke ich rufe nächste Woche einen Osteopathen, vorsichtshalber.

viele Grüße
Anni
 
ShiGi

ShiGi

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Klar, eine lange Pause tut nie gut. Er wurde drei Wochen lang nicht mehr gymnastiziert und ist dadurch auf der rechten Seite wieder steifer geworden als vorher.
Wie gesagt, ist es aber eher ungewöhnlich, dass ein Pferd von Natur aus so extrem steif ist, dass es kaum um die Ecken kommt... Und lieber man lässt das Pferd einmal zu viel durchchecken als dass es später dauerhafte Probleme hat:)
 
S

schäfirex

Guest
hey,
ich habe im moment auch son pferd, die guckt immer nach außen und stellen ist auch total schlecht, richtig schlimm wie ich finde. bei einem fjordi hatte ich das auch mal, ich bin mit ihm dann 3 wochen ins gelände gegangen. als ich danach (aufgrund schlechten wetters) wieder in der halle geritten bin, war er auf einmal total locker, ob ich damit was bewirkt habe weiß ich nicht....aber das fjordi kann mittlerweile enge wendungen ohne steif zu wirken.
ich versuche das grad mit dem pferd auch. ich melde mich ob es bei der auch so gut klappt ;);)
 
*Daisy*

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Hey,

also heute bin ich zur Weide und da kam er schon steif auf mich zu. Ich denke da steckt irgendwas hinter ich suche mir morgen gleich mal eine Nummer von einem Osteopathen raus und mach einen Termin.


@ Schäfirex: war es bei die auch einseitig oder zweiseitig?
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Hey du !
Da du grad einen Sattelwechsel ansprichst. War der Sattel zuvor vielleicht schief ? Mein Pony trug beim Vorbesitzer auch einen sehr schiefen Sattel (lag rechts weiter vor) und war auch nach dem Wechsel auf einen passenden Sattel noch sehr steif auf der rechten Hand. Wir haben ihn damals dann noch von einer Osteopathin behandeln lassen, leider mit Effekt gleich null... (vielleicht war die Frau auch gerade eine von denen die unfähig sind) Wir haben dann viel Gymnastizierung gemacht, sowohl Springen als auch Dressur. Hat länger gedauert, aber er lief dann nach einiger Zeit auf beiden Seiten wieder locker.

Da das bei dir aber etwas extremer klingt, als es bei uns war, würde ich da auch nochmal mit dem Tierarzt Rücksprache halten. Wenn der Osteopath net hilft, würde ich vielleicht sogar zu einem Röntgenbild raten... ich weiß net obs jetzt wirklich so ist, aber klingt sehr heftig, dass ich schon zu solchen Mitteln greifen würde.
 
S

schäfirex

Guest
hey,
das fjord-pferd war beidseitig steif...aber wie gesagt jetz läuft es wieder :)
und die stute die ich im moment reite ist links sehr steif.... egal ob mit oder ohne sattel...
und was mir aufgefallen ist, sie lässt sich auf der linken hand auch nicht fallen (mit dem kopf) kann es sein das ihr der rücken wehtut?? groß schmerzen zeigt sie nicht und druckstellen oder sowas hat sie auch keine.....:eusa_think:
 
*Daisy*

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Huhu,

ich kann mir nicht vorstellen das er bei dem Bereiter einen schiefen Sattel hatte, die arbeiten mit einem Sattler zusammen. Und da hatte er das erste mal einen Sattel auf.

Bei uns bekam er denn den anderen und der passt laut Sattler auch.

Kann es vielleicht sein das ich schief sitze? Ich hatte letztes jahr im September einen Autounfall bei dem mein Becken sich verschoben hatte, das wurde zwar gerichtet aber vielleicht nehme ich eine unbewusste, unnatürliche Haltung ein um es zu entlasten.

Er gallopiert auf der Seite auch immer falsch an.

lg
Anni
 
I

Integra

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hi

ich hatte mit meinem kleinen genau das gleiche problem das er rechts rum immer nach außen schaut und sich nicht stellen lässt
er ist gerade 3 und noch nicht unterm sattel

wir hatten dann nen osteopaht draufschauen lassen und der hat auch was gefunden, undzwar war hintenrechts das becken eingeklemmt und somit konnte er nicht schwingen demnach ist er immer rechts auf der äußeren hand gelaufen

wir fangen jetzt langsam wieder an zu trainieren ncoh geht er rechts rum nach außen aber es fällt ihm schon deutlich leichter in die spur zu treten

lg

Integra
 
*Daisy*

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Hallo Ihr Lieben,

ich wollte nochmal berichten: also Nagano ist total verspannt! Ich soll jetzt mit ihm spatzieren gehen, Bodenarbeit machen und lockeres Longieren.

Er soll die nächsten 2 Monate nicht geritten werden und dann langsam anfangen. Dann wird ein Sattel angepasst weil der andere wohl doch nicht so optimal war wie es mir gesagt wurde. Jetzt wird Maß genommen.

Was sagt ihr zu der Diagnose?

lg
Anni
 
ShiGi

ShiGi

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Ich finde, das ist eigentlich eine recht positive Diagnose. Nagano hat keine dauerhafte Schädigung und die Verspannung ist zwar schmerzhaft, lässt sich aber relativ gut therapieren, vorallem, da die Ursache bekannt ist.
Dass dir gesagt wurde, der Sattel passe, obwohl das nicht der Fall war, ist natürlich ziemlich blöd. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass er keine Abneigung gegen Sättel entwickelt hat. Aber da sich etwas derartiges bis jetzt noch nicht geäußert hat, wird es wohl auch so bleiben.
Gute Besserung deinem Kleinen;)
 
M

Machtnix

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Ich glaub mich tritt ein Pferd, dass du sowas mitmachst und auch noch bezahlst.

Wenn ein Pferd halbwegs gut trainiert ist und stehengelassen wird, baut es überall Muskulatur ab. Es wird nicht steif, sondern unterbemuskelt. Diese Unterbemuskelung betrifft beide Seiten eines Pferdes, es sei denn, das Pferd ist lahm oder im Bewegungsablauf eingeschränkt.

Sehr viele Leute geben ihre Jungpferde früh in Beritt und gönnen ihnen danach eine Weidepause, das ist für viele Leute normal und hat sich -leider- bewährt.
Hätte der Bereiter gute Arbeit geleistet, wäre das Pferd jetzt nicht in einem Zustand in dem es nichtmal geritten werden kann.

Leider reiten doch sehr viele Bereiter mit ungeeigneten Sätteln - die Erfahrung musste ich leider auch machen. Leider für mich und noch viel mehr LEIDER für mein Pferd. Ein Bereiter bevorzugt eben den Sattel, der für seinen Hintern und Rücken am Bequemsten ist. Er muss immerhin täglich mehrere Pferde reiten und reitet sich auf Korrekturpferden seinen Rücken kaputt - Berufsrisiko.
Was sagt denn der Bereiter dazu, dass das Pferd von ihm zurück kommt und lt. TA unter so schlimmen Verspannungen leidet (vom Weidegang - bei Husten eben - kommen keine Verspannungen), dass es nichtmal reitbar ist?

Eines meiner Pferde war auch in Beritt, da es Talent für eine Disziplin zeigte, in der ich selber kein Profi bin. Auch in diesem Beritt erkrankte das Pferd an einem hartnäckigen Husten und konnte nicht gefordert werden. Das Pferd hatte täglich Weidegang und wurde täglich geritten. Ein hustendes Pferd kann man sehr wohl mit viel Schritt und Konzentrationsarbeit reiten (auch Trab und Galopp - aber nur wenig eben).
Ein Pferd mit Husten kann man sehr wohl dehnen und lösen.
So ein Pferd einfach stehen zu lassen ist Quatsch, damit macht man es sich als Bereiter natürlich leicht. Stehen ohne Freigang (bei Regen eben mit Regendecke) und lösende Schrittarbeit oder gar Bodenarbeit ist natürlich für einen Bereiter eine große Arbeitserleichterung.

Sorry aber so wie du das darstellst, hast du dich reinlegen lassen und dein Pferd schlechter zurückbekommen als es zuvor war, denn wenn du mit der Therapie fertig bist wird das Pferd vielleicht durchs Longieren und die Bodenarbeit besser sein, bestimmt aber nicht durch den Beritt.

Ich weiß, dass ich mir mit diesem Posting viele Feinde mache, nämlich die Leute, die so arbeiten und sich nur mit einigen leichten und talentierten Pferden Mühe geben.
 
*Daisy*

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Hallo,

also erstmal zum Husten, dieser ist nicht beim Bereiter entstanden sondern bei uns. Ich kann nicht erklären wieso, ich habe ihn nicht nass geritten und dann einfach hingestellt oder ähnliches. Nagano hatte eine Bronchitis mit Fieber und der TA hat ausdrücklich gesagt KEINE Bewegung/Belastung. Aber zu diesem Zeitpunkt war er schon wieder bei mir.Er steht im Offenstall.

Ob der Bereiter einen vernünftigen Sattel benutzt hat kann ich nicht sagen. Er sagte die sprechen das mit einem Sattler ab. Er hat eben nur als er ihn mir vorgeritten hatte gesagt das die eine Seite ein bisschen schwierig ist, sie aber dran arbeiten. Mit kam der Bereiter sehr professionell vor.
Ich habe den Bereiter nicht davon erzählt das Nano jetzt krank ist. Ich habe ihn abgeholt und so war es für mich erledigt. Also ich habe keinerlei Verbindung mehr zum Bereiter. Ich denke auch nicht das er was dazu sagen würde, er würde sagen das kommt von den 3 Wochen stehen.

Der Sattel den er denn bei mir bekommen hat, der passte nicht richtig. Jetzt habe ich mir einen richtig guten Sattler empfehlen lassen.

Also ich denke nicht das ich mich hab verarschen lassen. Vielleicht bin ich an allem Schuld. Weil er ist bei MIR krank geworden nicht beim Bereiter. Ich mach mir eh schon Vorwürfe weil es meinem Süßen so mies geht.

Du hast mich jetzt nicht zum Feind;) Du hast deine Meinung gesagt und das mit vernünftigen Argumenten und in einem vernünftigen Ton. Nicht so wie einige die einfach drauf los meckern.
Ich habe einiges Erklärt.

Fakt ist meinem Pferd geht es schlecht und das liegt sicher nicht an Nano sonern an mir...

viele Grüße
Anni
 
M

Machtnix

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OK, ich hatte das so verstanden, dass das Pferd beim Bereiter krank geworden ist.

Wenn du nach dem Beritt einen unpassenden Sattel benutzt hast ist das sehr schlecht - leider.
Du wirst das mit Sicherheit nicht extra gemacht haben! Wer will schon seinem Pferd schaden?
Der Husten ist zwar ärgerlich aber für die Rittigkeit zweitrangig.
Die schlimmen Verspannungen deines Pferdes kommen nicht vom Husten.

Es kann sehr gut sein, dass das Pferd im Beritt gedehnt wurde und gelockert wurde - Dehnungsschmerz ist auch Schmerz. Dem Pferd fällt also nach 3 Monaten Training das Dehnen auf der schlechten Seite (die äußere) noch immer schwer, die Muskulatur ist zwar dann gedehnt -je nachdem wie schlimm es war- aber evtl. noch nicht aufgebaut. Daher hast du möglicherweise ein Pferd in einer sensiblen Phase zurückbekommen.
Wenn du dann einen unpassenden Sattel benutzt, der genauf auf die Seite drückt, ist der ganze gute Beritt relativ schnell dahin und das Pferd ist schlimmer dran als zuvor, da eine gedehnte aber noch nicht gekräftigte Muskulatur sehr sensibel ist und das Pferd durch Schmerz oder Druck (schlechts Material) schnell wieder in seine alten Gewohnheiten zurückfällt und Ausgleichsmuskultur aufbaut (schlechte Seite/gute Seite).

Den Kopf hängen lassen muss man aber nicht. Man sollte daraus lernen, dass man nachdem ein Pferd aus gutem Beritt kommt, auch das Material anpassen muss. Es ist durch den Beritt einfach anders bemuskelt.

Mach es jetzt einfach besser. Longieren ist nicht gleich longieren. Du hast viel in dein Pferd investiert, versuche dir also auch zum Longieren Hilfe zu holen, damit dein Pferd dabei wirklich die richtige Arbeit erhält -nicht nur blöd im Kreis rumlaufen. Man kann auch mit der Doppellonge bei solchen Pferden viel erreichen - wenn mans kann.
Hast du während des Beritts mal zugesehen und dir das Pferd vorreiten lassen oder bist es selber geritten? Das ist wichtg. Wenn das OK war würde ich versuchen mit dem Bereiter Kontakt aufzunehmen - er wird dir weiterhelfen.
Wenn nicht, dann bist du auf dich allein gestellt und musst versuchen das Pferd im Sinne seines Trainings weiterzuarbeiten. Ein permanenter Wechsel des Trainingsprogramms verwirrt ein Pferd und ist nicht gut - wobei neue Ideen sicher gut sind, jedoch kein totaler Wechsel des Programms, es sei denn, das zuvorige Programm war für das Pferd nicht das Richtige.

Im schlimmsten Fall hast du wirklich umsonst in den Beritt investiert und musst jetzt von vorn anfangen, was ich nicht hoffen will. Wenn das Pferd sich beim Bereiter verbessert hat, solltest du dich um engen Kontakt -nötigenfalls per Telefon oder Email mit Videoaufnahmen- bemühen.
Guten Bereitern liegen ihre Schützlinge auch am Herzen und sie sind auch unglücklich, wenn es den Pferden anschließend nicht gut geht - du bist da nicht allein.
 
*Daisy*

*Daisy*

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Hallo,

das traurige bei dem nicht passenden Sattel ist: er wurde von einem Sattler ausgesucht:evil:
Ich hab mir denn eine zweite Meinung eingeholt und die sagte, zum einen das der Sattel schief ist und allgemein einen blöden sitz hat.
Jetzt sitze ich auf dem Sattel der meinem Pferd nicht passt:(
Nagano hat beim Aufsatteln und reiten nicht einmal gezickt. Er ist ganz brav gewesen der arme Kerl.

Longieren kann ich also richtig. Ich weiß was du meinst, longieren ist nicht gleich longieren. Ich habe 2 Longierkurse gemacht, 1 normale Longe, den anderen Doppellonge und habe beides öfters angewendet. Bei dem Bereiter habe ich auch zugeschaut und er hat mir alles erklärt.
Wobei Nagano Doppellonge nicht so toll findet....

Ich werde jetzt schauen wie sich Nagnao entwickelt in den nächsten 2 Monaten. Ansonsten werde ich in nochmals in Beritt geben.

viele Grüße
Anni
 
M

Machtnix

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Wirklich blöd. Da sucht man sich einen Profi und der hat nicht mehr Ahnung als man selber.
Passiert leider überall, egal ob TA, Schmied, Sattler, Bereiter... und immer haben die Leute viele tolle Erklärungen, können alles für den Laien (der vertraut) erklären und machen einen kompetenten Eindruck.
Vielleicht war es aber auch ein guter Sattler, der einfach einen schlechten Tag hatte oder einfach einen Fehler gemacht hat. Wer immer ohne Fehler arbeitet, soll sich bitte melden! Auch dein erster Sattler hat sicher auch zufriedene Kunden (ob deren Pferde auch zufrieden sind, sei dahingestellt).

Du bzw. dein Pferd hat jetzt den Preis dafür bezahlt und du bist nicht die Erste und wirst nicht die Letzte sein, die den falschen Leuten vertraut.

Jetzt machst du es jedenfalls richtig und ich hoffe, dass die Probleme deines Pferdes schnell erledigt sind.
Ich habe bei Muskelproblemen sehr gute Erfahrungen mit Magnetfeld, Rotlicht, richtigem Reiten (nach Anweisung des TA) und Vitamin B12 gemacht.
Eine gute Magnetfelddecke ist sehr teuer (auch das Leihen) und man muss wirklich 2xtäglich therapieren -am besten morgends und abends. Sollte das nicht möglich sein, kann man sich das Geld sparen.
Sollte am Stall ein Pferdesolarium sein, kann dein Pferd natürlich VOR der Arbeit drunter, das ist super. Nach der Arbeit bringt das wenig, vor allen Dingen da dein Pferd im Offenstall steht. Die Muskulatur wird dann angewärmt und durchblutet und dann Wind und Wetter ausgesetzt und verspannt möglicherweise noch mehr.
Ich habe damals für einen extrem schwierigen Fall einen Stall ausgesucht, der Warmwasser und Solarium mit extra schaltbarem Rotlichanteil hatte. Das half zusammen mit der Magnetfelddecke sehr gut. Dein Pferd hört sich jedoch nicht so schlimm an, wie dieser Fall.
Vitamin B12 lockert die Muskulatur und verbessert die Nervenleitungen. Es wird idealerweise gespritzt (ich kenne das z.B. aus dem Rennsport, nach einem Rennen werden die Pferde mit Vit B12 gespritzt, das verhindert Muskelkater und Verspannungen, lockert und lässt die Pferde daher das nächste Rennen motivierter angehen).
Man muss immer beachten, dass Dehnungsschmerz auch Schmerz ist und so ein Pferd daher sehr viel Motivation braucht.
Daher würde ich nicht ausschließlich longieren, sondern auch Dehnungsübungen bei der Bodenarbeit und beim vorsichtigen Reiten machen. Kurze Trainingseinheiten, viel Loben, viele Pausen, viel Kuscheln sind Pflicht. Du solltest dich daher abzüglich des Putzens mit dem Pferd mind. 2 Std. beschäftigen und ihm dabei eben die entsprechenden häufigen kurzen und mind. 2 lange Pausen gönnen. Das beschäftigt das Pferd, macht dich für das Pferd angenehm und motiviert, so dass es die vergangenen erlittenen Schmerzen zwar nicht vergisst, jedoch nicht mehr jedes Mal ein De Javue bekommt und wieder verspannt. Das Pferd muss merken, dass es sich lohnt, wenn es sich für dich anstrengt und auch Dehnungsschmerz erträgt.
Falls du nicht die Möglichkeit hast, das Pferd unters Solarium zu stellen und den Stall nicht für einige Monate wechseln willst, kannst du das Pferd auch eindecken. Bei kühlem Wetter mit einer ungefütterten Regendecke, damit die Muskulatur nicht kalt wird, ansonsten nach dem Reinholen erstmal Möhren füttern und eine kuschlige Abschwitzdecke drauf. Dann beim Putzen darauf achten, dass die Decke nicht komplett abgenommen wird - Zugluft auf jeden Fall vermeiden. Und niemals das kalte Pferd dehnen, egal was verschiedene Physiotherapeuten sagen - manche sind da recht eigen und dehnen sofort nach dem Putzen.
Das Pferd beim Putzen gut durchmassieren, sanft streicheln und angenehm sein. Lymphdrainage (kann man ganz leicht und schnell lernen) sorgt für den guten Abtransport der Abfallstoffe aus der Muskulatur.

Die Arbeit dann ganz auf den Zustand des Pferdes abstimmen. Wo muss gelockert werden, wo muss gedehnt werden, welche Schulter muss angehoben werden, wo liegen die ernsthaften Probleme des Pferdes.
Bei der Arbeit dann genau auf diese Stellen vorsichtig aber konsequent eingehen. Das Pferd sehr gut anwärmen, das bedeutet mind. 10 Min. flotten Schritt. Da der Darm eines Pferdes sehr lang ist und bei einem physiologisch gehaltenen Pferd auch immer gut gefüllt ist, ist das Gros des Blutvolumens des Pferdes im Darm. Das Herz-Kreislaufsystem des Pferdes benötigt round about 10 Min. um das Gros des Blutvolumens vom Magen-Darmtrakt in die Muskulatur zu pumpen. Vorher musst du also gar nicht anfangen, das kann nur die Verspannungen verschlimmern.

Vor dir liegt viel Arbeit aber es lohnt sich und du kannst nach einiger Zeit ein sehr gutes und vor allen Dingen hochmotiviertes Pferd bekommen.

Mein schlimmster Fall damals läuft heute ganz hervorragend und hat auch schon Erfolge. Und das obwohl ihm damals 2 TA keine Chance mehr gegeben hatten (eine meinte, dass wir ihn aus Tierschutzgründen besser töten lassen sollten, einer meinte, dass er bedingt reitbar wird. Erst der 3. TA gab ihm eine reelle Chance wieder schmerzfrei zu laufen. Sein psychischer Schaden war allerdings sehr viel schlimmer und er läuft bisher nur unter 2 Reitern gut, ansonsten können sich die weltbesten Reiter draufsetzen, da macht er nix. Aber wie gesagt, er war sehr, sehr, sehr viel schlimmer dran als dein Pferd).
Die anderen Fälle hatten einfach verkürzte und verspannte Muskulaturen oder neigten beim Reiter dermaßen unter Spannungen, dass sie anschließend heftigen Muskelkater (lahm) oder Keurzverschlag hatten.
 
*Daisy*

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Guten Morgen,

erstmal viele, vielen Dank für deine Hilfe. Das hätte ich nicht alles gewusst.

Also ein Solarium haben wir leider nicht. Den Stall würde ich ungern wechseln weil er darauf etwas sensibel reagiert.

Also die Möglichkeit ihm zweimal eine Magnetdecke aufzulegen hätte ich bzw. Meine Mama und ich könnten uns abwechseln. Muss ich da fürs leihen den TA drauf ansprechen?
Er kommt heute und ich frage auch gleich wegen der Vitaminspritze. Wobei ich fast die Befürchtung habe das es wieder ein Akt wird. Er lässt sich kaum vom TA anfassen.

Also ich habe jetzt ja schon mit ihm gearbeitet und er macht super mit, scheint auch richtig Spaß daran zu haben. Allerdings habe ich auch die Dehnungsübungen noch nicht gemacht. Wobei Nano wirklich sehr motiviert ist und immer voll dabei ist.

Der Süße scheint mir das echt nicht übel zu nehmen. Immer wenn ich komme, saust er ganz schnell zu mir (schon wenn er das Auto vom weiten sieht, sehe ich ihn los laufen) denn legt er seinen Kopf auf meine Schulter und lässt sich kuscheln. Bei putzen fordert er auch seine Streichel einheiten.Und zum Ende lässt er sich denn nochmal richtig kuscheln. Er lässt sich überall anfassen auch am Rücken.

Süß war gestern, da habe ich ihn erst longiert und dann Bodenarbeit gemacht und die Longe bei Seite gelegt. Als wir denn fetig waren ist er denn hinter mir her und auf dem Weg sind wir ander Longe vorbei, er hat sie denn auf gehoben und mitgenommen:) Als wenn er sagen wollte "Frauchen du hast was vergessen, wenn du mich nicht hättest":D

Ich werde jetzt auf jedenfall heute mal die Dehnübungen machen und werde mal schauen was er dazu sagt.. Das ist zwar eine Menge arbeit aber mit Nano macht das so viel Spaß.
Ich berichte mal wie er das heute fand.

lg
Anni
 
M

Machtnix

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Wenn er so motiviert ist und sich für dich wirklich Mühe gibt um dir zu gefallen, musst du sehr aufpassen, dass du ihn nicht überforderst.
Fang mit den Dehnungsübungen ganz langsam und planvoll an.

Der Hals
Im Stand den Hals so weit wie möglich nach rechts und links dehnen, dabei darauf achten, dass du eine seitliche Zügelführung (Hand nicht zu tief, sondern in normaler Höhe) hast und nicht rückwärts einwirkst. Es soll ja nur Dehnen sein.

Die Schulter
Die gleiche Übung wie im Stand jetzt im Schritt auf einem kleinen Kreis.

Die Brust und untere Halsmuskulatur
Schenkelweichen, wenns gut klappt eine HH Wendung in Konterstellung. Darauf achten, dass er nicht wie wild kreuzt, sondern dass er mit dem äußeren Vorderbein weit nach außen tritt (geschickt treiben).

Die Lende und seitliche Bauchmuskulatur
Travers und Renvers im Schritt. Dabei darauf achten, dass er nicht langsamer oder schneller wird.

Alles kannst du im Schritt reiten.
Es kommt natürlich darauf an, wo genau dein Pferd die Verspannungen hat. Entsprechend kannst du noch Übungen dazunehmen.

Die Vitamin B12 Spritzen bringen übrigens nur was, wenn man sie täglich nach dem Reiten verabrecht. Du solltest also schon selber spritzen können. Es ist nur ein Vitamin und kein Wundermittel.
 
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