Wie rettet man am besten eine "Futtermaus"?

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Dezembra

Dezembra

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Hallo liebes Forum,

ich bin vor zwei Jahren zur Mäusehalterin geworden, als ich eine so genannte "Futtermaus", ein Weibchen, vor dem Schlangenkäfig gerettet habe. Ich habe ihr noch zwei Farbmäusinnen zur Gesellschaft dazu gekauft und sie hatte ein schönes langes Leben. Nun ist sie vor einigen Wochen gestorben und ich hatte eigentlich beschlossen, wieder speziell eine "Futtermaus" für meine Mäusefamilie zu kaufen, um ihr
das Leben zu retten.
Gestern war ich in der Tierhandlung ("Zoopalast" in Wiesbaden Biebrich) und habe nach einer weiblichen Futtermaus gefragt. Die beiden Mitarbeiter haben mich angesehen, als ob ich sie nicht mehr alle hätte. "Für 1,60 Euro machen wir uns nicht die Mühe, die nach Geschlecht zu trennen", bekam ich dort als Antwort, und "Die sind eh nicht so lange bei uns, dass sie werfen würden, deshalb macht das keinen Sinn." Ich hätte die Wahl gehabt, halt zu riskieren, ein Männchen zu bekommen. Zurücksetzen wäre gar nicht gegangen, denn die beiden hatten offensichtlich gar keine Lust, sich wegen mir da jetzt extra Arbeit aufzubürden.
Ich werde mich wohl jetzt mal an die umliegenden Tierheime wenden und schauen, ob es da vielleicht ein "Futtermäuschen" gibt. Auf der anderen Seite denke ich, dass die Mäuse, die in den Tierheimen sind, ja schon "gerettet" sind und nicht verfüttert werden. Nur die armen Mäuse in der Zoohandlung werden wahrscheinlich total beengt und schlecht gehalten und dann auch noch verfüttert. Das deprimiert mich total.
Wisst Ihr, wie man da am besten vorgehen sollte? Kennt jemand vielleicht einen Zoohändler im Rhein-Main-Gebiet, der die Futtermäuse nach Geschlecht getrennt verkauft?

Liebe Grüße,
Anne
 
27.05.2010
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Alexandra zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Lubaya

Lubaya

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Bitte hol eine Maus aus dem Tierheim. Den auch nur weil sie dort nicht verfüttert werden, brauchen diese Mäuse auch dringend ein zuhause.
Wenn man im Zoohandel eine Maus kauft, werden meist zwei nach produziert.
Man kann einfach nicht jede Maus retten. Und Schlangen müssen halt auch was Essen.
 
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Angelus Noctis

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@Dezembra
Sei mir nicht böse, aber was Du da schreibst, ist gelinde gesagt, extrem naiv. Zur Mäuserettung daher HIER ein kleiner Gedankenanstoß.

Und daß Mäuse im TH gerettet sind, ist auch so ein Ding für sich. Es gibt einige wenige TH, die sind für Mäuse der Himmel auf Erden. Dann gibt es welche, wo man sich zwar bemüht, aber meistens gehen sie eben doch unter. Und dann gibt es eine gar nicht so kleine Zahl von TH, die sind die Mäusehölle auf Erden. Auch TH verfüttern mitunter Mäuse. Viel schlimmer finde ich aber TH, wo die Tiere in winzigen Knästen mit Futter am Rande der Zumutbarkeit und ohne TA vor sich hingammeln, vielleicht sogar frieren, hungern und dursten oder sich gegenseitig zerfleischen. Die fühlen sich wahrscheinlich nicht sehr gerettet!

Falls Du also einen so extremen Rettungsdrang haben solltest, dann kann ich Dir wärmsten so einige Tiere empfehlen. Es gibt da u.a. auch ein paar, wo mir zu dem TH nur noch einfällt: Raus! Ganz, ganz schnell raus da!


Angelus
 
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SusanneC

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Außerdem: für jede maus, die im tierheim sitzt können fünf weitere nicht aufgenommen werden, da muss das Tierheim eben irgendwann sagen "es tut uns leid, aber wir sind voll und KÖNNEN nicht" - und die werden dann erst recht Schlangenfutter. Insbesondere unerwünschte Würfe.

Und auch wenn die Tierheime sich mühe geben, ein dauerzustand istdas nicht, meistens zu kleine Käfige, Futter gibts meistens so eine rundumschlagmischung für alle kleintiere, weil es zu aufwändig ist, für farbmäuse, rennmäuse und hamster jeweils extra zu mischen, es beschäftigt sich keiner damit...

und der Zooladen - naja, der sagt "wir haben letzten Monatso viel umsatz mit Futtermäusen gemacht, bestellen wir nächstes mal gleich 30 Stück mehr".
 
Dezembra

Dezembra

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Hm, ich finde es komisch, wie man hier immer gleich angegangen wird. Das hier soll doch wohl ein Forum sein, in dem Fragen beantwortet werden und nicht jeder sofort kritisiert und niedergebrüllt wird. Wir sind doch alle Mäusehalter.
Danke für deinen Hinweis auf meine Naivität, Angelus, aber ich traue mir sehr wohl eine eigene Meinung zu, was die "Lagerung" von Futtermäusen im Tiergeschäft betrifft. Und meinen so extremen Rettungsdrang, wie du ihn so von oben herab bezeichnest, nennt man auch Mitgefühl mit anderen lebenden Wesen. Ich werde mich bestimmt nicht dafür schämen, dass ich deshalb gestern im Tiergeschäft war. Aber danke für deine mitfühlenden Worte. :eusa_doh:
Darüber hinaus habt Ihr recht damit, dass sicher viele Mäuse im Tierheim auch leiden. Und ich denke nicht darüber nach, ENTWEDER aus dem Zoogeschäft ODER aus dem Tierheim eine Maus zu holen, sondern beides. Leider gibt es in den Tierheimen in unserer Region immer nur sehr wenige Mäuse, weil die meisten wohl leider immer noch schutzlos ausgesetzt werden und dann einen schlimmen Tod sterben. Aber ich erkundige mich regelmäßig nach Mäusen dort.
 
Sina

Sina

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Hallo Dezembra,

ich fand, die anderen haben doch eigentlich sehr nett reagiert. Deinen Wunsch, eine Maus aus der Zoohandlung aufzunehmen, kann ich in gewisser Weise verstehen, ich werde ihn jedoch - wie die anderen - nicht unterstützen. Mit jeder Maus, die Du aus der Zoohandlung "rettest", stürzt Du zahlreiche andere ins Verderben, so hart das klingt. Rollt der Rubel beim Verkauf der Futtermäuse, werden beim nächsten Mal halt mehr bestellt.
Ich würde an Deiner Stelle männliche Binis aus Notfällen holen. Die will niemand, weil die Kastration teuer und Binis unbeliebt sind. Da tust Du wirklich Gutes.
 
S

SusanneC

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die Frage ist halt auch, was Du denn mit der nachkommenschaft deiner Futtermaus anstellen willst? für 300-500 euro alle Männchen kastrieren lassen und zusammen mit den Weibchen behalten? was ist wenn die krank sind?

es ist eine sache, 3-5 Mäuse zu halten, aber eine futtermaus, die aller wahrscheinlichkeit nach trächtig zu Dir kommt und dann 10 junge wirft, da steigt man schon ziemlich groß ein...

und an die stelle dieser einen maus treten eben ihre brüder und schwestern... du rettest niemanden, sondern unterstützt ein fatales system.
 
Dezembra

Dezembra

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Hallo Susanne und Sina,

Ihr habt natürlich recht mit dem, was Ihr schreibt. Ich finde halt nur, der Ton macht die Musik. Und wie manche hier reagieren muss doch echt nicht sein.
Falls die Futtermaus schwanger gewesen wäre, hätte ich die männlichen Nachkommen natürlich getrennt gehalten oder kastrieren lassen. Das ist schon ein Risiko, dessen ich mir bewusst bin. Aber immer noch besser, als ein Männchen zu bekommen und zu riskieren, dass meine anderen Mäusedamen dann allesamt trächtig werden. Meine erste Maus aus Futterhaltung war auch nicht schwanger, es scheint also solche und solche Fälle zu geben.
Natürlich ist das ganze ein fataler Kreislauf, da hast du schon recht, Susi. Aber ich denke, dass es immer noch besser ist, wenigstens einer oder ein paar Kreaturen ein würdiges Mäuseleben zu bieten als sie alle sterben zu lassen, nur weil man das System nicht unterstützen will. Mein Freund ist Schlangenhalter und bestellt jetzt nur noch tiefgefrorene Mäuse für seine Schlangen. Die kommen in riesigen Packungen in großen Kisten, und wo sie herkommen, sterben noch Tausende mehr. Von daher ist es wohl eine Illusion, zu hoffen, dass wenn der Zoohandel nicht mehr bestellt, die Mäuse überleben oder weniger stark nachgezüchtet würden.
Meine Farbmäuse stammen auch aus dem Zooladen, weil ich bisher nicht das Glück hatte, Mäuse aus dem Tierheim zu finden. Und auch da sehe ich das ähnlich: Sie sind nun einmal da und leben auch und haben auch das Recht, ein schönes, mäusegeeignetes Zuhause zu finden. Nicht nur die Mäuse im Tierheim leiden, auch die im Laden. Sie hatten kein Laufrad und nur ein einziges Häuschen, kein Nistmaterial zum Nestbauen, keine Klettermöglichkeiten, ein winziges Gehege für viel zu viele Mäuse... Ich verstehe Eure Bedenken und teile sie, aber nur, weil die Maus im Zooladen leidet und nicht im Tierheim kann man doch nicht kategorisch sagen, sie hat dann halt Pech gehabt.
 
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Angelus Noctis

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@Dezembra
Das mit dem naiv war nicht böse gemeint. Es war einfach eine Feststellung. Ich hab auch mal gedacht wie Du. Und was hab ich im Rückblick erreicht? Nichts, außer einigen lehrsamen Katastrophen, die ich mir eingehandelt habe.
Rückblickend war ich extrem naiv - eben so wie Du. Ich wußte gar vieles nicht, was ich heute weiß. Ich hatte damals vieles noch nicht gesehen. Bilder die ich heute manchmal gern vergessen würde.

Leid tun sie mir alle, egal woher sie kommen. Aber allen helfen kann ich nicht und können wir alle nicht. Also müssen wir uns entscheiden: Setzen wir da an, wo wir wirklich was bewirken oder zumindest kein neues Leid provozieren oder ist es uns egal und wir nehmen, was uns über die Füße läuft?
Da es immer noch viele Leute gibt, die denken wie Du, setzen die Zooläden viele "arme Mäuse" ab. Und dann wachsen natürlich auch "arme Mäuse" wieder nach. Schlangen fressen wegen geretteter Mäuse aber nicht weniger. Die Gesamtnachfrage steigt also. Was passiert? Die Massenzuchten verkaufen mehr an die Zooläden, also züchten sie mehr. Das einzige, was die Rettung vor der Schlange/aus dem Zoola also bringt, ist eine ganze Armada von Tieren (die ohne Retter nicht da wären!), die durch die Hölle gehen, aus der EINE Maus gerettet wurde.

Mir fällt es schwer, mich umzudrehen, zu gehen und sie da zu lassen. Daher geh ich nicht mehr in solche Läden. Dafür hab ich dann Platz für andere arme Seelen: Socke aus dem TH K., der mit mehr Haarlingen als Haaren kam (und im TH eingeschläfert statt behandelt worden wäre), Opa aus dem TH R. (der dort fast an einem Infekt erstickt wäre), die Marsmaus aus dem TH L. (der sein kurzes Leben in Ruhe und medizinisch betreut verbringen konnte), Pirat aus dem TH F. (der dort nach einem Jahr Einsamkeit verrückt geworden ist und hier wieder eine Familie fand), Negerlein aus dem TH D., und so weiter...
Es gibt in Deutschland unzählige Tiere, deren Schicksal schlimmer ist als ein schneller Tod und das Ende im Schlangenmagen. Sie leiden Wochen, Monate, manchmal Jahre. Aber sie leiden still. Und sie leben ja - na ja, zumindest existieren sie, irgendwie. Also sind sie ja gerettet. Daß sie niemand abholt, niemand will und sich niemand um sie kümmert, daß sie oft nur ein lästiger Klotz am Bein der TH sind, der Geld kostet und Platz braucht (und auch so behandelt werden!), das ist egal. Das sieht man ja nicht. Und TH sind vom Tierschutz, deshalb ist es dort besser als bei der Schlange. Ein Trugschluß, der immenses Leid kaschiert!

Aber einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied gibt es: TH kurbeln nicht die Produktion neuer Tiere an. Da steht keine kommerzielle Maschinerie dahinter. Wenn sie Mäuse haben, haben sie Mäuse. Wenn sie keine haben, haben sie keine (kaufen eben auch keine armen Socken an). Deshalb und weil das Leid hier deutlich größer als in (fast) jedem Laden sein kann, drehe ich mich im Zoola um und gehe ohne Tier. Jedes Tier, das ich dort mitnehme, besetzt einen Platz, auf den Dutzende, wenn nicht Hunderte Tiere im TH warten. Es gibt genug Sitzenbleiber. Es müssen nicht noch mehr werden.

Wenn Du also unbedingt richtig arme Socken retten willst, dann guck halt mal in entferntere TH. Es gibt genug Tiere und es gibt Mifas...
Und dann gibt es da noch das TH WI, das die klassischen Futtermäuse (VZM) hat. Dann wären da noch die TH Heppenheim, Offenbach, Frankfurt Nied, Wetzlar, Mainz und Hanau, von denen in den letzten 4 Wochen Mäuse gemeldet wurden und die weniger als 100km von WI weg sind. Wo hast Du denn geschaut?


Angelus
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Von daher ist es wohl eine Illusion, zu hoffen, dass wenn der Zoohandel nicht mehr bestellt, die Mäuse überleben oder weniger stark nachgezüchtet würden.
Ersteres ist tatsächlich eine Illusion, letzteres nicht. Würde der Lebendtierverkauf eines durchschnittlichen Ladens mit Terraristikabteilung wegfallen, würde die Nachfrage um ca. 1000 lebende Mäuse im Jahr sinken. Gehen wir weiter vom Durchschnitt aus, werden etwa 800 Tiere als Frostfutter verkauft. 200 fallen komplett weg, da als Haustiere "gerettet". Wenn der Züchter die nicht mehr abgenommen kriegt, wird er weniger züchten. Simpelste BWL: Sinkende Nachfrage, sinkendes Angebot.


Angelus
 
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Anna-Lena

Anna-Lena

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Hallo
ich kann dich gut verstehen, wenn ich vor einem der vielen Käfige in einer Zoohandlung stehe würde ich sie auch am liebsten alle mitnehmen, doch auch wenn du ein Mäuschen mitnimmst rücken wie schon gesagt 2 nach UND was für mich immer am wichtigsen war, ist es den Massenzüchtern von denen die Mäuse aus dem ZooLa sind egal ob die zuchttiere genetisch nicht zur Zucht geeignet sind, die produzieren einfach drauf los. Was dazuführen kann, das deine Maus krank ist und viele Kosten und auch Nerven verloren gehen. Und eventuel besteht auch die Gefahr, bei Futtermäusen, dass sie nicht nach Geschlechtern getrennt sitzen und dann eventuel noch schwanger sind!
Auch Tierheime haben manchmal Probleme mit der Haltung von Mäusen, zum Beispiel wenn sie nicht darauf eingestellt sind und die Kleienn in zu engen Käfigen halten müsen und sie bekommen im Tierheim auch nicht die Zuwendung die sie brauchen.
Den Mausis im TH geht es auch nicht besser als den im ZooLA:D
Kannst es dir ja überlegen im endeffekt musst du sowieso alklein entscheiden, niemand kann dir (egal in welchem Ton) vorschreiben wo du den Tier kaufst
 
S

SusanneC

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Ganz ehrlich, die frostmäuse für deinen freund leben ja erst recht erbärmlich. Das ist pure massenvermehrung, regale mit 10 Stockwerken plastikboxen übereinander, in jeder Mäuse mit ihren Jungen, genau so viel futter und wasser wie zwingend notwendig, und alle paar wochen wird nachwuchs rausgeholt. Ein teil wird getötet, tiefgefroren und dann verschickt, ein andere kommt lebend als nachschub in Zooläden. nur nur mäuse, auch hamster, ratten, meerschweinchen leben so.

da ist es schöner, wenn jemand mit großen käfigen gezielt eine Gruppe Weibchen, eine Gruppe Böckchen mit kastrierten böckchen zusammen und einen dritten käfig für Männlichen nachwuchs, und da dann gezielt wenn er nachschub braucht eines der Weibchen zum Bock setzt - eben alles in schönen großen Käfigen mit einrichtung und guter Versorgung. Böcke müssen meist schnell verfüttert werden, weil sie unkastriert streiten, aber immerhin die Weibchen dürfen alt werden...
 
Summer_xD

Summer_xD

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ich kann dich ja wirklich verstehen, aber muss mich leider dem gesagten der anderen anschließen.

ich bin regelmäßig im zoogeschäft, aber nur um futter und streu zu besorgen, ich weis das die käfige direkt nebenan sind, aber mittlerweile bin ich so weit, das ich da nen großen bogen drum rum mache.
Seit ich da mal gesehen habe wie eine EINZELLNE ratte an ein kleines kind verkauft wurde und wie die verkäuferin über die haltung von farbmäusen geredet hat (das es jedem verantwortungsbewussten halter die fußnägel hochrollt) bleib ich da fern, weil ich das leid der tiere nicht sehen kann und dann ein super schlechtes gewissen bekommen, wenn ich gehe und sie da lass. aber dann sag ich mir, es geht nicht anders und denke an die armen nasen die ich aus dem TH oder pflegestelle habe und die da wohl noch sitzen.
hart ist es, wenn du mit einer tüte futter an der kasse stehst und vor dir ein schlangenhalter, eine einzellen binbi farbmaus in einer minikleinen plastikbox wo eigentlich insekten drinn sind, die verzweifelt versucht da raus zukommen und angst hat.
da hab ich mich weggedreht, weil mir wirklich schlecht! geworden ist. aber ändern kann ich es auch nicht.

es gibt IMMER eine möglichkeit auf Notfallmäuse. 2 meiner mädels (eins ist leider schon gestorben) hab ich von angelus aus dem TH Lüneburg... sie kamen mit dem zug und ich hab sie dann bei mir in Ulm abgeholt und bin mit ihnen heimgefahren. meine 6 neuen jungs kamen aus der pflegestelle münchen, auch vom mäuseasyl... da bin ich mit meinem dad runtergefahren, hab ihm halt den sprit gezahlt das waren 60 (!!) euro für 6 kastraten + 25 euro sprit. da für hättest du 100. von mäusen bekommen, im zooladen, aber das war mir egal.
man kann nicht alles retten, das muss man leider einsehen.
 
E

Emblazoned

Guest
da ist es schöner, wenn jemand mit großen käfigen gezielt eine Gruppe Weibchen, eine Gruppe Böckchen mit kastrierten böckchen zusammen und einen dritten käfig für Männlichen nachwuchs, und da dann gezielt wenn er nachschub braucht eines der Weibchen zum Bock setzt - eben alles in schönen großen Käfigen mit einrichtung und guter Versorgung. Böcke müssen meist schnell verfüttert werden, weil sie unkastriert streiten, aber immerhin die Weibchen dürfen alt werden...
Für den einzelnen an sich (ich meine jetzt Schlangenhalter) rentiert sich das aber nicht.
Meine Schlange zB braucht jede Woche 2 Babymäuse. Und ich verfütter tot. Wo wir schon bei dem Punkt wären dass man als "Laie" keine Wirbeltiere töten darf.

Theoretisch ist das ne nette Idee mit "Artgerechte Haltung für Futtermäuse" - aber das ist ähnlich wie mit dem Schweinefleisch. Solange die Nachfrage da ist wird produziert.

LG
 
S

SusanneC

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Wenn ein paar schlangenhalter vernünftig züchten würden und einige kollegen mitversorgen wäre es ja kein Problem...
 
A

Angelus Noctis

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@Summer
In dem Laden würde ich gar nichts mehr kaufen. :?
Ich kauf hier nur noch in einem. Da ist die Haltung und die Beratung i.O. und die haben ordentliches Futter für meine Kurzen. Im anderen Laden (bei mir um die Ecke) kauf ich gar nichts mehr. Seit kurzem weiß ich, daß das auch gut so ist. Von da kamen Tiere mit einer hochansteckenden Seuche! :shock:

@Emblazoned
Natürlich darfst Du Wirbeltiere töten. Dafür gibt es einen Sachkundelehrgang für Halter der entsprechenden Arten. Das weiß ich sogar, ohne eine Schlange zu haben. Frage einfach mal das Vet-Amt danach.

Und natürlich rentiert sich nicht für jeden Schlangenhalter eine Zucht. Aber wenn sich mehrere zusammentun und zusammen bei einem des Verbundes eine entsprechend geplante Zucht unterhalten, geht das sehr wohl!
Ich hab mich gefreut, in Schlangenforen schon Leute anzutreffen, die über Mäuse nicht mehr reden wie über Pellets aus der Dose. Aber sind wir mal ehrlich: Den meisten Terrarianern mit Mausbedarf ist das einfach zu kompliziert. Es ist anstrengender und teurer, selber zu züchten, als in den Laden zu gehen.
Ich hab selber Futtertierzuchten, ich weiß, wovon ich rede - auch wenn meine Futtertiere 6 Beine haben. ;)


Angelus
 
S

SusanneC

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Dieser Sachkundeschein ist für schlangenhalter ohnehin sinnvoll, auch wenn es mal probleme mit vermietern oder vetamt geben sollte. Ist auch nciht teuer.

Wer Angelt macht ja auch einen angelschein, wo man nebenbei auch lernt, Fische schmerzarm und schnell zu töten.

was mir nicht ganz klar wird ist ja, dass schlangenhaltern ihren wirklich teuren, wertvollen und hochempfindlichen Tieren da den letzten Müll verfüttern, statt gesund gehaltener und gesund ernährter Mäuse. das schlägt sich ja auch auf Vitamingehalt, level an stresshormonen, evt. medikamente etc. nieder. jetzt füttere ich ja sogar heimchen erst einige tage mit Salat und haferflocken bevor ich sie verfüttere...
 
Summer_xD

Summer_xD

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@angelus: leider ist es der fressnapf von dem ich hier gerade spreche, auch wenn es manche wohl nicht glauben!
ich hab mal rein interessehalber gefragt wie viel farbis die in so nem glaskasten setzen dürfen.. das ding hat so geschätzte 60x70 cm fläche... die antwort der verkäuferin, die sich nicht mal mehr schlecht gefühlt hat: also laut auflagen dürfen da 20 (!!!!!!!) mäuse pro kasten rein.
mir sind erst mal fast die augen aus dem kopf getreten...
momentan hab ich halt noch kein auto... der andere fressnapf, der keine tiere verkauft ist halt in neu-ulm und da da momentan noch die nächste zeit baustelle ist, fährt da kein bus mehr hin...
der kleine tierladen ums eck, wo ich sonst gern rein bin, der auch keine tiere verkauft hat, hat wegen den zwei großen FN schließen müssen, weil er kein geschäft mehr gemacht hat :|
 
A

Angelus Noctis

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Wie schaut es mit Onlineshop aus? ;)


Angelus
 
Summer_xD

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wenm du mir einen guten nennen kannst wo ich gleich kiloweise bestellen kann? sonst lohnt das einfach nicht mit porto und so ;) möchte ja nicht alle paar wochen neu bestellen.
 
Sina

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Für Futter, für Einstreu!
 
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Wie rettet man am besten eine "Futtermaus"?