Aquaristik

Steckbrief: Antennenwels
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Er hat viele Namen: blauer Antennenwels, brauner Antennenwels, Putzer, Saugmaul, Ancistrus, Antenni, Algenputzer, Scheibenputzer oder einfach nur Wels. Gemeint ist immer er, der vermehrungsfreudige relativ anspruchslose Wels der zur Gattung Ancitrus gehört, dessen genaue Art aber nicht mehr zugeordnet werden kann. Wie sieht der Antennenwels aus? Wir reden hier von einem meist brauen Harnischwels mit Saugmaul, sein Körper ist – je nach Stimmung bräunlich mit kleinen hellen Punkten oder braun gelblich gefleckt (auch hier sind die Punkte noch zu erkennen). Ausgewachsene Männchen tragen eine stattliche Anzahl von Antennen und werden meist etwas größer als die Weibchen. Er erreich 12–15cm Körperlänge. Inzwischen gibt es eine reihe von Zuchtformen, z. B. Den Schildpatt‐Ancistrus, Gold‐Ancistrus oder Schleier‐Ancistrus. Wie viele Antennenwelse sollte man halten? Je nach Becken Größe ein Männchen und ein bis zwei Weibchen. Aber auch die Einzelhaltung nehmen sie einem nicht böse. Möchte...
Das Biotopaquarium für Neons
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Da es sich bei den Neons um Schwarzwasserfische handelt, ist ein Aquarium ohne Pflanzen gar nicht so eine schlechte Idee, da in diesen Gewässern am Naturstandort auch so gut wie keine Pflanzen vorkommen, dafür jedoch viele im Wasser versunkene Wurzeln und Hölzer sowie eine dicke Laubschicht auf dem Boden. Das Wasser dort ist durch Huminsäuren stark braun gefärbt, sehr weich und hat einen sauren PH‐Wert. Um ein Biotopaquarium für Neons zu machen, sollten diese Voraussetzungen möglichst erfüllt werden. Die Braunfärbung des Wassers erreichst Du durch eine Filterung über Torf und die Verwendung von vielen Wurzeln. Einen tollen Effekt bekommt man, indem man nun das Aquarium nur ganz schwach beleuchtet. Hierzu nimmt man am besten kleine und schwache Halogenspots mit einem möglichst kleinen Abstrahlwinkel. So entstehen im Aquarium Lichtkegel, die die Illusion einzelner Sonnenstrahlen, die durch ein Blätterdach scheinen, ergeben. Die Fische bleiben so fast unsichtbar und nur der blaue...
Ein Aquarium einrichten
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Bevor man ein Aquarium einrichten kann, muss man sich erst einmal Gedanken darüber machen, ob ein Aquarium das Richtige für einen ist. Denn ein Aquarium kostet sehr viel Geld. Nicht nur die Anschaffung, sondern auch die Jahre danach muss man Strom, Wasser und das, was sonst noch anfällt, bezahlen. Zudem benötigt ein Aquarium sehr viel Pflege und ist deshalb auch kein Dekogegenstand, sondern ein arbeitsreiches Hobby. Größe des Aquariums Diese Frage ist ganz leicht beantwortet! Für einen Anfänger empfiehlt sich eine Beckengröße zwischen 112 und 200 L zu wählen. Damit erhält man ein großes Beckenvolumen, dass kleiner Pflegefehler verzeiht und hat eine große Auswahl an möglichen Pfleglingen und Einrichtungsmöglichkeiten bietet. Je nach Platz und Bedarf kann sich die Aquariengröße aber von 12 bis über 1000 L erstrecken. Standort des Aquariums Der Standort eines Aquariums muss sorgfältig ausgewählt werden. Das Becken sollte in einer dunklen und ruhigen Ecke stehen (nicht neben einer...
Grundlagen zur Haltung von lebendgebärenden Zahnkarpfen
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Beckengröße Für Guppys und Platys reichen Becken ab 54 L Inhalt aus, Mollys benötigen zur artgerechten Haltung Becken mit min. 112 L Fassungsvermögen und Schwertträger sollte man ab 200 L pflegen. Wasserwerte Lebendgebärende fühlen sich in Hartem Wasser mit einem gH‐Wert ab 12 und einem pH‐Wert zwischen 7 und 8,5 am wohlsten. Was die Wasserqualität angeht sind sie sonst recht anspruchslos (verschiedene Zuchtformen lassen sich auch bei abweichenden Wasserwerten pflegen) Futter Die Fütterung ist recht einfach. Alle Arten von Flocken, Frost und Lebendfutter werden genommen. Vor allem Mollys, aber auch alle anderen Arten sind für das beifüttern von Gemüse und Algen dankbar. Vergesellschaftung Sie sind sehr friedliche Fische, die mit anderen Arten ohne Probleme zu vergesellschaften sind. Nur mit zu kleinen Zwerggarnelen sollte man vorsichtig sein. Kleinere Lebendgebärende wie z. B. Guppys sollte man auch nicht mit großen Barschen vergesellschaften. Geschlechtsunterschiede Bei den...
Pflege von Aquarien
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Damit ein Aquarium richtig läuft, muss man viele Dinge in Hinsicht auf die Pflege beachten. Manche Sachen muss man täglich, wöchentlich oder jährlich abarbeiten. Aber manche Sachen sind auch nur nach Bedarf zu erledigen. Pflegeplan für das Aquarium Tägliche Pflege des Aquariums Zur täglichen Pflege gehört das kontrollieren der Technik, sowie das der Temperatur. Natürlich darf man das Fische füttern auch nicht vergessen! Je nach Art kann ein Futterintervall, von mehrmals täglich bis zwei mal wöchentlich auftreten. Täglich sollte außerdem der bestand kontrolliert werden: Sind noch alle Tiere da? Zeigen sie ungewöhnliches Verhalten, evtl. Verletzungen oder Anzeichen von Krankheit? Oder will sich vielleicht ein Pärchen fortpflanzen und müssen dafür Vorkehrungen getroffen werden? Bei einigen Düngemethoden muss die Düngung täglich vorgenommen werden. Wöchentliche Pflege des Aquariums Wöchentlich muss ein Teilwasserwechsel durchgeführt werden, bei kleineren Aquarien kann er auch...
Kleine Wasserchemie
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Wasserwerte geben an, was man für eine Wasserqualität im Aquarium hat. Sie sollten den Fischen angepasst sein, denn die nicht passenden Wasserwerte können bis zum Tod der Tiere führen. Hier werden die Wasserwerte vorgestellt, die für die Aquaristik relevant sind. Es wird auch beschrieben, wie man sie notfalls verändern sollte. PH‐Wert Der PH‐Wert gibt an, ob das Wasser sauer (unter 7), neutral (7) oder alkalisch/basisch (über 7) ist. Schon geringe Schwankungen des Wertes sind für die Schleimhaut der Fische schädlich. Idealer Wert: vom Fischbesatz abhängig. Bei den meisten Aquarienbewohnern liegt er zwischen 5,5 und 8. Wert zu hoch: Teilwasserwechsel mit saurerem/destiliertem Wasser. Es können auch Erlenzapfen oder Eichenblätter ins Wasser gegeben werden. Wert zu niedrig: Teilwasserwechsel mit alkalischerem Wasser. Gesamthärte (GH) Die Gesamthärte wird bestimmt durch den Kalzium‐ und Magnesiumgehalt im Wasser (positive Teilchen im Wasser). Sie beeinflusst das Wachstum von Pflanzen...
Grundlagen für den Aquarienanfänger
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Zu einem Aquarium gehört das Becken, eine Heizung, sofern ihr keine Kaltwasserfische pflegt, Beleuchtung und ein Filter, um die technische Mindestausstattung zu nennen. Das Becken Bei einem Anfänger sollte das Becken nach Möglichkeit nicht kleiner als 54 Liter sein. Kleinere Becken sind zu instabil. Wer die Möglichkeit eines größeren Beckens hat, sollte sie auch wahrnehmen, schon allein weil dann die Auswahl an Fischen nicht so eingeschränkt ist. Bei einem gebrauchten Becken kann man die Dichte prüfen, in dem man es einige Tage einfach mit Wasser gefüllt stehen lässt. Vor Benutzung bite gründlich mit Wasser reinigen. Reinigungsmittel wie Seife haben im Becken nichts verloren. Die Heizung Das ist in den meisten Fällen ein Heizstab. Die Leistung sollte der Beckengröße angepasst sein, das steht aber auf der Verpackung. Die Beleuchtung Wichtig fürs Pflanzenwachstum. Sonnenlicht führt bei Aquarien häufig zur Veralgung, also das Becken besser an einem dunklen Platz aufstellen. Bei der...
Wo sollte ich meine Fische kaufen?
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Als Aquarianer stellt sich ja öfter mal die Frage, wo bekomme ich meine Fische her? Einzelne Möglichkeiten sollen hier mit Vor‐ und Nachteilen aufgelistet werden. Fische aus der Zoohandlung Vorteile leicht zu finden große Auswahl es müssen keine Weiten strecken zurückgelegt werden Nachteile oft werden auch Kranke Tiere verkauft Fische leben häufig steril und wenn sie ins «heimische» Aquarium kommen, sind sie mit gewöhnlichen Krankheitserregern überfordert meist schlechte Beratung Fische sind sehr gestresst, durch zu kleine Becken, Transport, hohe Besatzdichte etc. Fische von Tierbörsen Vorteile große Auswahl gute Beratung oft kleine Preise meist Gesunde Fische Nachteile sehr viel los unübersichtlich evtl. langer Anfahrtsweg und damit langer Transport der Tiere Fische von Privatleuten und aus Aquarienvereine Vorteile gesunde Fische gute Beratung (In den Vereinen, gibt es für fast jeden Fisch einen Experten.) auch ausgefallene Arten Nachteile schwer zu finden Fische vom...
Steckbrief: Zwerggarnelen
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Was sind Zwerggarnelen? Zwerggarnelen sind Wirbellose, die zur Familie der Krebstiere gehören. Als Zwerggarnelen bezeichnet man vorrangig Arten der Gattung Cardinia und Neocardinia, die nicht größer als 5 cm werden. Es gibt sie in vielen verschiedenen Arten und Farbvarianten zur Haltung im Aquarium zu erwerben, die sich – mit kleinen Ausnahmen alle in der Haltung gleichen. Wie unterscheiden sich die Geschlechter? Bei den Weibchen ist der Panzer am Schwanz weiter heruntergezogen, bei den Männchen nicht – sie wirken dadurch filigraner. Die Weibchen werden bei den meisten Arten etwas größer als die Männchen und sind auch häufig farbiger (z. B. Red Fire). Wie sollte das Aquarium für Zwerggarnelen aussehen? Zwerggarnelen können schon in ganz kleinen Aquarien ab 10 L gehalten werden (Ausnahme: Amanos). Diese Becken fordern allerdings viel Aufmerksamkeit und Pflege (häufiger Wasserwechsel, genaues beobachten der Wasserwerte), weswegen man als Einsteiger lieber etwas größere Becken...