Hallo Amie,
natürlich besteht immer ein Risiko - bei jeder Narkose, ob im Human oder Veterinärbereich.
Du meinst, sie sei so zierlich.
Im Verhältnis zu einem Meerschweinchen oder so manchem Kaninchen, bringt sie sicherlich einiges mehr auf die Waage. Und die werden eben täglich auch kastriert.
Ebenso werden winzige Chihuahuas zur Zahnsteinentfernung in Narkose gelegt. (Ohne geht es bei den meisten nicht).
Das Krebsrisiko mit hineinzubringen finde ich etwas befremdlich.
Demnach müsste man allen Rüden die Hoden entfernen, da hier die Gefahr des Hodeskrebses gegeben ist.
Nehmen wir auch noch gleich die Milchleiste komplett bei allen Hündinnen mit raus, damit auch hier vorgesorgt wird.
Bei vielen Tieren ist es die genetische Veranlagung Krebs zu bekommen, unabhängig davon, ob nun kastriert wird oder nicht.
Im "Praktikum der Hundeklinik", H.G. Niemand u. Peter F. Suter, ist folgendes zu lesen:
Kastrieren vor der ersten Läufigkeit, Tumoranfälligkeit bei 0,5 %.
Nach der ersten Läufigkeit bei 8 %.
Nach der zweiten Läufigkeit bringt es also rein gar nichts mehr in Hinsicht auf das Tumorrisiko, denn dann liegt es im Mittel wie bei unkastrierten Hündinnen bei 26%.
Ich meine...ohne medizinischen Indikation...keine Kastration.
Im übrigen... auch unkastrierte Hündinnen - ebenso wie Rüden - leiden mit zunehmendem Alter häufig unter Inkontinenz. Ich kenne aktuell zwei Hündinnen, unkastriert (!), die zur Zeit aus diesem Grund eine Bioresonanz-Therapie erhalten.
Gruss