Notwendig ist es nicht, eine Kastration hat Vor- und Nachteile.
Wie schon gesagt, Hündinnen werden zweimal im Jahr läufig. Sie bluten dabei etwas aus der Scheide, sind interessant für Rüden und manche werden während der Läufigkeit etwas zickiger.
Vorteile der Kastration sind:
- Du bekommst mit Sicherheit keine ungewollten Welpen, so mancher Rüde ist ganz schön hartnäckig wenn er eine läufige Hündin riecht... Und Welpen gibt es schon genug auf der Welt, es ist wirklich nicht nötig noch weitere zu "produzieren" solange die Tierheime überfüllt sind.
- Die Läufigkeit ist ganz schön lästig, wegen der Blutung, den Rüden vor der Haustür... Das fällt damit weg.
- Kastrierte Hündinnen haben ein sehr viel geringeres Risiko an Milchleistenkrebs zu erkranken. Dafür ist es wichtig die Kastration möglichst früh durchzuführen, am besten vor der ersten Läufigkeit, spätestens aber vor der zweiten.
- Die Hündin kann keine Gebärmutterentzündung mehr bekommen, da diese entfernt wird. Auch Scheinträchtigkeiten fallen weg.
Nachteile:
- Es ist und bleibt ein zumindestens unangenehmer Eingriff für die Hündin, mit Narkose, Bauschschnitt, danach muss sie ein paar Tage lang einen Halskragen tragen (damit kam meine Hündin zb. überhaupt nicht klar). Und jede OP ist mit einem Risiko verbunden, das allerdings sehr gering ist wenn sie vernünftig durchgeführt wird.
- Hündinnen die sehr früh kastriert werden (vor der ersten Läufigkeit) bleiben auch charakterlich "kindlicher". Das mit dem Charakter (spielfreudiger, meist weniger agressiv mit Artgenossen) kann man auch als Vorteil sehen.
- Manche kastriere Hündinnen behalten ihr Welpenfell, das Fell ist "wolliger" und stumpfer.
- Viele kastrierte Hündinnen, gerade grosser Rassen, werden später Inkontinent, zeigen also Harnträufeln.
- Kastrierte Hündinnen werden verfressener. Darauf muss man bei der Fütterung achten, damit der Hund nicht zu fett wird.
Meine Hündin ist übrigens kastriert.