Rimadyl

Diskutiere Rimadyl im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hi, zum Thema Rimadyl wird viel gegensätzliches gesagt, aber erstmal die Ausgangssituation: Meine Hündin Nelly ist eine portugiesische...
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  • Rimadyl Beitrag #1
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Hi,

zum Thema Rimadyl wird viel gegensätzliches gesagt, aber erstmal die Ausgangssituation:

Meine Hündin Nelly ist eine portugiesische Wasserhündin, 5 Jahre, stammt aus schlechter Haltung. Sie ist zudem nur 40 cm groß, da sie einen sehr langen Rücken bzw. zu kurze Beine hat, Ursache unbekannt.
Wegen sinkender Aktivität und Problemen beim aufstehen sind wir mit ihr zum TA. Er hatte Vermutungen und hat uns daher für eine Woche Rimadyl gegeben, um zu sehen, in wie weit sich ihr Verhalten ändert. Mit dem Ergebnis, dass sie ein völlig anderer Hund war - sie war kaum klein zu kriegen... Ich könnte weinen, was für Schmerzen hatte sie bisher!
Ursache dafür ist die Hüfte, der TA hat uns über die verschiedenen Optionen aufgeklärt, von künstlichem Hüftgelenk über eine andere OP an den Nerven, Physiotherapie und Schmerzbehandlung. Selbstverständlich wurde auch ein Termin zum Röntgen gemacht, um das Krankheitsbild genauer erfassen zu können.
Dann kam der Schock: Röntgenbildkategorie D: die Gelenkpfannen sind kaum noch vorhanden, zerbröselt, zerbröckelt, Arthrose!
Der TA hat sich gewundert, dass sie überhaupt noch gelaufen ist - andere Hunde laufen mit der hälfte an Befund schon nicht mehr...
Und ich habs nicht mitbekommen! Rückblickend fallen einem dann Anzeichen ein, wie dass meine Schwester (wie ich jetzt weiß, fälschlicher weise) im Scherz sagte, mein Hund hätte mit der Hüfte geknierscht - es ist ein Alptraum!
Die Behandlungsmöglichkeiten sind wie ein Kartenhaus in sich zusammen gefallen (waren bei verschiedenen TÄ): Für die OP's ist es zuspät und alles andere nur in Verbindung mit Schmerzmittel...
Kein Hundesport mehr, keine Ausritte, kein Fahrradfahren, kein Joggen, nur halbe-Stunde-tatta-gehen.
Sie bekommt jetzt erstmal Rimadyl in Verbindung mit anderen Präparaten für Knochen, Korpel etc...

Jetzt würde ich gerne genau wissen, wie es um Rimadyl steht und ob und wie zwingend/dringend wir eine andere Lösung finden müssen.
Habt ihr seriöse Quellen zu Rimadyl (sry, aber "Rimadyl ist okay" ; "das ist Quatsch" hilft leider nicht weiter, in der SUFU kam auch gegensätzliches ohne Quellen...)
Hat irgendwer ein ähnliches Problem - Erfahrungen?

LG Laura
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Rimadyl Beitrag #2
Hi!
Wir haben unserem alten Rüden auch Rimadyl in Verbindung mit Arthrovet gegeben, weil er im Alter auch Arthrose bekam. Rimadyl lässt angeblich die Leberwerte ansteigen. Gegenteiliges kann ich nicht behaupten, da während der Schmerzmittelgabe keine Bluttests gemacht wurden. Wir haben Rimadyl einmal täglich verabreicht über 18 Monate bis zu seinem Tod mit 14 Jahren. Er war, ebenfalls wie Deine Hündin, wie ausgewechselt. Ich würde an Deiner Stelle Rimadyl weiterhin verabreichen und die Blutwerte in regelmäßigen Abständen überprüfen lassen. Solange die sich nicht drastisch verändern, würde ich sie weiterfüttern. Leider weiß ich nicht, ob irgendwann die Wirkung nachlässt.
LG
 
  • Rimadyl Beitrag #3
Naja, im Grunde ist Rimadyl auch nichts anderes als ein Schmerzmittel, bzw. ein NSAR, also ein Schmerzmittel mit entzündungshemmender Wirkung. Zusätzlich gibt es jedoch (im Vergleich zu anderen NSAR) Studien, die belegen, daß sich Carprofen positiv auf die Knorpel bei Hunden mit Arthritis auswirken kann.

Ohne jetzt konkret zur Gabe bei Arthrose bei Hunden was sagen zu können (da habe ich keine Erfahrungen): Wie bei allen NSAR sollten bei langfristiger Gabe Leber- und Nierenfunktionen überwacht werden, und auf Anzeichen für Magengeschwüre/-Blutungen ist zu achten.
 
  • Rimadyl Beitrag #4
Okay, danke für die Antworten...

Werde dann noch mit dem TA wegen den Abständen zwischen den Untersuchen machen (oder weiß da einer ungefähre Zahlen?)!


Zusätzlich gibt es jedoch (im Vergleich zu anderen NSAR) Studien, die belegen, daß sich Carprofen positiv auf die Knorpel bei Hunden mit Arthritis auswirken kann.

Bezugsquelle/Link ? :rolleyes:

LG Laura
 
  • Rimadyl Beitrag #5
Abgesehen vom Medikament gäbt es doch noch Möglichkeiten für deinen Hund ein einigermassen normales Leben zu führen.

Les mal bei Wikipedia nach


Wir haben auch sehr gute Erfahrungen mit Physiotherapie und Wasserlaufband gemacht. Zudem könntest du auch noch Traumeel ausprobieren. Ist ein rein natürliches Schmerzmittel. Auch Kuren mit Vermiculite D6 schlagen immerwieder sehr gut an
 
  • Rimadyl Beitrag #6
Hallo,

hab dem nächst noch einen TA-Termin, werde es mal abklären, danke für die Hilfe.

Gestern war wieder so ein ganz schlimmer Tag :( sie wollte nicht raus gehen. Ich habe sie dann weiter motiviert, allerdings hat sies nur bis in die Einfahrt geschafft. Ihre Hinterbeine haben zu sehr gezittert - sie hat sich dann hingelegt/gesetzt und sich nur in die Hüfte gezwickt und geleckt d.h. ich musste meine 20kilo-Maus dann ins Haus tragen - und das alles trotz Rimadyl. Heute läuft sie zum Glück wieder besser...

LG Laura
 
  • Rimadyl Beitrag #7
Bezugsquelle/Link ? :rolleyes:

LG Laura

Warum bekomme ich für diesen Hinweis auf die Wirkung von Carprofen bzgl. der Knorpel einen augenrollenden Smiley?

Der TA sollte dir das auf jeden Fall erklären können, ansonsten z.B.

Zusätzlich zu der entzündungshemmenden Aktivität von Carprofen wurde in einer experimentellen Studie an Chondrozyten-Zellkulturen ein direkter Einfluss des Wirkstoffes auf die Aktivität der Chondrozyten von Hunden festgestellt. Carprofen stimuliert signifikant die Glykosaminoglycan-Syntheserate und übt einen positiven Einfluss auf die Synthese der Knorpelmatrix aus. Bei Konzentrationen von 20 µg/ml Carprofen in Knorpel-Zellkulturen wurde jedoch ein hemmender Effekt auf die Glukosaminoglykan-Synthese durch Chondrozyten festgestellt








oder auch ganz banal Wikipedia:


um nur ein paar Verweise zu nennen. Per Google findest du sicher noch mehr, diese Studien sind kein Geheimnis.
 
  • Rimadyl Beitrag #8
Hi,

...das sollte kein 'genervtes' Augenrollen, sondern eher was in Richtung 'verlegen' sein!

Danke für die Links!

Googlen ist immer relativ :/ wenn man keinen Plan von einem bestimmten Thema hat, trifft man gerne auf falsche Aussagen etc. ohne es zu merken - sei es bei Referaten in der Schule oder bezüglich Tierhaltung...
Daher frag ich lieber Eingeweihte nach "seriösen Links", um sicher zu gehen, dass ich mir da keinen Müll aneigne :silence:

LG Laura
 
  • Rimadyl Beitrag #9
Rimadyl bitte IMMER mit Magenschutz geben, sonst kann es sein, dass dein Hund plötzlich mit Erbrechen oder sonstigem anfängt, weil er ein Magengeschwür hat.

Was ich nicht ganz verstehe ist, warum ein künstliches Hüftgelenk unmöglich is. Eigentlich ist diese OP Technik ja für höchstgradige HD erfunden worden... :eusa_think:
 
  • Rimadyl Beitrag #10
Off-Topic

Hi,

...das sollte kein 'genervtes' Augenrollen, sondern eher was in Richtung 'verlegen' sein!

Danke für die Links!

Na dann ;) ich hatte mich da nur echt gewundert...
 
  • Rimadyl Beitrag #11
Hi,

Was ich nicht ganz verstehe ist, warum ein künstliches Hüftgelenk unmöglich is. Eigentlich ist diese OP Technik ja für höchstgradige HD erfunden worden... :eusa_think:

Klar wäre das möglich, sorry hab grad gesehen, dass in meinem Text da was falsch ist ;)

Für die Nerven-OP ist es zu spät und die künstlichen Hüftgelenke sind problematisch wegen der anschließenden aufwegdigen Pflege. Ich habe Schule und komme erst gegen 2-3 Uhr nach Hause. Wer kümmert sich dann um sie? Normalerweise nimmt meine Mutter sie vormittags mit raus, wenn sie die Pferde macht o.Ä, muss aber die restliche Zeit schlafen, da sie nachts arbeitet. Hinzu kommen dann noch die Kosten...

LG
 
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