- Belehrungsresitente Hundebesitzer Beitrag #1
DyingDream
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Ich muss mir grade auch einmal Luft machen...
Wisst ihr - ich bin eigentlich so ein Typ der sich über alles mögliche an hilfreichen Tipps freut und auch Verbesserungsvorschläge gerne annimmt.
Ich bin so dankbar, dass es dieses Forum gibt und ich meinen Tieren dadurch ein noch schöneres Leben mit ganz kleinen Veränderungen bieten konnte.
Aber ich könnte heulen, wenn ich mir den größten Teil meines Umfeldes anschaue. :/
Ich will auch Niemanden zwingen etwas zu verändern und wenn ich so manches höre oder sehe, versuche ich dann auch nur davon zu erzählen, wie ich es mache und warum und wieso ich dieses und jenes mit meinen Tieren niemals (mehr) machen würde.
Auch suchte ich schon ab und an weitere Informationen (z.B. Futter) raus, wenn die anderen Besitzer ein Stück Interesse zeigten.
Aber geändert wird am Ende doch nichts...
Mal ein paar Beispiele...
- Es wird stolz erzählt, dass der 'gut genährter' Rüde, stehts das leckere Frolic in seinem Futternapf zur Verfügung stehen hat.
Im nächsten Satz wird sich darüber beschwert, dass der Hund sich ja überhaupt nicht mit Futter motivieren lässt und ja meistens auch nur nach dem kleinen Spaziergang etwas frisst. Die tollen Pedigree-Zucker-Leckerlis bekommt er dann regelmäßig als 'Nachtisch' zugesteckt.
- Es wird sich darüber beschwert, dass der Hund stets im Auto jault, wenn es zum Spaziergang (1-4 Mal in der Woche.. -.-) los gefahren wird. Und dann hat man ja auch schon alles versucht. (Hund anschreien, Antibell-Halsband, mit irgendwas 'bewerfen' oder auch mal eine Fahrt ignoriert, ...) Dann wird ernsthaft daran gedacht, den Hund in den Kofferraum zu packen - mit Deckel oben drauf. :|
- Ein Rüde zieht an der Leine so doll, dass Spaziergänge ja gar keinen Spaß machen. Also wird nicht mehr Spazieren gegangen oder nur ohne Leine, wo der Hund sich dann Meilenweit entfernt.
Dazu kommt dann ja noch, dass der Hund ja einfach sämtliche Hunde bespringt und rumjault und abhaupt, wenn eine der vielen Hündinnen läufig ist. Da das Grundstück nicht gut gesichert ist, wird eben auch mal quer über die Bundesstraße gerannt.
- Eine andere Besitzerin beschwert sich über ihren Hund, der ja soooo stur ist und nur dann was macht, wenn er es will. Aber das Frauchen den Hund auch immer machen lässt, wozu Hundilein Lust hat fällt ja nicht weiter auf. So ist Frauchen unmotiviert und hat zu nichts richtig Lust und erwartet ein überdrehtes Energiebündel.
Dazu ist er vom billig Futter auch noch zu dick - aber besseres Futter kann man sich ja nicht leisten, weil es ja auch ein großer Hund ist der viel frisst.
- Ich bin schon wieder beim Futter.
Die nächste Besitzerin füttert so richtig tolles Royal Canin und Pedigree. - Das hat man ja schon bei den letzten 4 Hunden so gemacht und alle sind zwischen 8 und 16 Jahre geworden. Also wird das Futter jetzt auch weiter und weiter gefüttert. Dass der Hund seit Beginn wirklich regelmäßig Durchfall hat - heißt 1-2 Haufen der täglichen Häufchen-Ration ist matschig. Dazu frisst der Hund nun auch noch häufig Erde, etc. - aber das Fell glänzt ja so schön also ist das Futter super.
- Konsequenz? Das lohnt sich bei den Hunden von einer Besitzerin ja überhaupt nicht. Es wird ununterbrochen (!) auf dem ganzen Spaziergang auf die Hunde eingeredet. Die Hunde machen im Grunde genommen was sie wollen und die Besitzerin freut sich, wenn der Hund mal aus Zufall wirklich gekommen ist. Aber man kann die Hunde ja zum Glück die meiste Zeit an der Flexileine halten. Und der eine Hund hat auch fast keine Angst mehr vor den Leinen, nachdem er sich einige Male darin vertüddelte oder sie ihm hinterflog.
- Nächster Hund ist nun total hyperaktiv. Das puscht die Besitzer so schön auf und man weiß gar nicht mehr, ob Hund oder Besitzer nervöser durch die Gegend bellen.
- Den nächsten zwei kleinen Hunde wird seit Jahren der Kontakt zu anderen Hunden untersagt, weil die Hündin ja tatsächlich einmal etwas gezickt hatte, weil ein anderer Hund zu aufdringlich war.
Inzwischen werden natürlich alle anderen Hunde von den beiden lauthals angekläfft. Ja, ja - es sei denn das Frauchen kennt die Namen der fremden Hunden, was sie dann ihren Hunden erzählen kann und *ah*
- Der nächste Hund wird stets für mehrere Stunden im Garten alleine gelassen. Ist natürlich auch direkt an einem Fußweg, wo der Hund nun fleißig alles was 4 Pfoten hat durch den Zaun hindurch angehen will.
Okay - solche Hunde gibt es hier noch mehr. Und einige verteidigen das Grundstück dann auch fleißig gegen Menschen. Und die Zäune hier? Na, die sind ja auch mindestens nen Meter hoch, so dass 'schlaue' Fußgänger vorher schon die Straßenseite wechseln.
- Eine andere Besitzerin hat eine sehr ängstliche Hündin und streichelt und redet auf diese Hündin auch ein. Es werden alles mögliche an schlimmen Situationen vermieden - ABER - manchmal muss der Hund dann wieder von 0 auf 100 durch.
- Von einer anderen Besitzerin schrieb ich hier schon mal, die ganz stolz ihre Borderhündin (die auf andere Hunde agressiv reagiert) mit einem anderen Border aus dem Bekanntekreis hat decken lassen. Sie wollte ja einmal nen Welpen. ...mit viel Werbung und Zeitungsanzeigen ist sie die übrigen dann aber auch noch 'los' geworden.
- Eine andere Bekannte will ihre Mischlingshündin demnächst dann auch mal decken lassen, weil die Tochter sich ja noch einen Welpen wünscht und der Nachbarsrüde ja ganz gut passen könnte.
- und so weiter und so weiter...
Ich könnte grade einfach nur noch heulen, weil mir die Hunde so leid tun.
Ich kann doch auch nicht mehr als informieren und Hilfestellung geben, wenn sich die Leute dann bei mir über ihre Hunde beschweren.
Aber weil alles nen klein wenig mehr Zeit und/oder Geld kostet wird natürlich nichts gemacht.
Ach... *argh*
Und nein - natürlich gibt es hier in der Gegend auch ein paar Leute, die ihre Hund klasse beschäftigen, ernähren, etc.
Aber der größte Teil - ... es macht mich einfach traurig.
~§~
Wisst ihr - ich bin eigentlich so ein Typ der sich über alles mögliche an hilfreichen Tipps freut und auch Verbesserungsvorschläge gerne annimmt.
Ich bin so dankbar, dass es dieses Forum gibt und ich meinen Tieren dadurch ein noch schöneres Leben mit ganz kleinen Veränderungen bieten konnte.
Aber ich könnte heulen, wenn ich mir den größten Teil meines Umfeldes anschaue. :/
Ich will auch Niemanden zwingen etwas zu verändern und wenn ich so manches höre oder sehe, versuche ich dann auch nur davon zu erzählen, wie ich es mache und warum und wieso ich dieses und jenes mit meinen Tieren niemals (mehr) machen würde.
Auch suchte ich schon ab und an weitere Informationen (z.B. Futter) raus, wenn die anderen Besitzer ein Stück Interesse zeigten.
Aber geändert wird am Ende doch nichts...
Mal ein paar Beispiele...
- Es wird stolz erzählt, dass der 'gut genährter' Rüde, stehts das leckere Frolic in seinem Futternapf zur Verfügung stehen hat.
Im nächsten Satz wird sich darüber beschwert, dass der Hund sich ja überhaupt nicht mit Futter motivieren lässt und ja meistens auch nur nach dem kleinen Spaziergang etwas frisst. Die tollen Pedigree-Zucker-Leckerlis bekommt er dann regelmäßig als 'Nachtisch' zugesteckt.
- Es wird sich darüber beschwert, dass der Hund stets im Auto jault, wenn es zum Spaziergang (1-4 Mal in der Woche.. -.-) los gefahren wird. Und dann hat man ja auch schon alles versucht. (Hund anschreien, Antibell-Halsband, mit irgendwas 'bewerfen' oder auch mal eine Fahrt ignoriert, ...) Dann wird ernsthaft daran gedacht, den Hund in den Kofferraum zu packen - mit Deckel oben drauf. :|
- Ein Rüde zieht an der Leine so doll, dass Spaziergänge ja gar keinen Spaß machen. Also wird nicht mehr Spazieren gegangen oder nur ohne Leine, wo der Hund sich dann Meilenweit entfernt.
Dazu kommt dann ja noch, dass der Hund ja einfach sämtliche Hunde bespringt und rumjault und abhaupt, wenn eine der vielen Hündinnen läufig ist. Da das Grundstück nicht gut gesichert ist, wird eben auch mal quer über die Bundesstraße gerannt.
- Eine andere Besitzerin beschwert sich über ihren Hund, der ja soooo stur ist und nur dann was macht, wenn er es will. Aber das Frauchen den Hund auch immer machen lässt, wozu Hundilein Lust hat fällt ja nicht weiter auf. So ist Frauchen unmotiviert und hat zu nichts richtig Lust und erwartet ein überdrehtes Energiebündel.
Dazu ist er vom billig Futter auch noch zu dick - aber besseres Futter kann man sich ja nicht leisten, weil es ja auch ein großer Hund ist der viel frisst.
- Ich bin schon wieder beim Futter.
Die nächste Besitzerin füttert so richtig tolles Royal Canin und Pedigree. - Das hat man ja schon bei den letzten 4 Hunden so gemacht und alle sind zwischen 8 und 16 Jahre geworden. Also wird das Futter jetzt auch weiter und weiter gefüttert. Dass der Hund seit Beginn wirklich regelmäßig Durchfall hat - heißt 1-2 Haufen der täglichen Häufchen-Ration ist matschig. Dazu frisst der Hund nun auch noch häufig Erde, etc. - aber das Fell glänzt ja so schön also ist das Futter super.
- Konsequenz? Das lohnt sich bei den Hunden von einer Besitzerin ja überhaupt nicht. Es wird ununterbrochen (!) auf dem ganzen Spaziergang auf die Hunde eingeredet. Die Hunde machen im Grunde genommen was sie wollen und die Besitzerin freut sich, wenn der Hund mal aus Zufall wirklich gekommen ist. Aber man kann die Hunde ja zum Glück die meiste Zeit an der Flexileine halten. Und der eine Hund hat auch fast keine Angst mehr vor den Leinen, nachdem er sich einige Male darin vertüddelte oder sie ihm hinterflog.
- Nächster Hund ist nun total hyperaktiv. Das puscht die Besitzer so schön auf und man weiß gar nicht mehr, ob Hund oder Besitzer nervöser durch die Gegend bellen.
- Den nächsten zwei kleinen Hunde wird seit Jahren der Kontakt zu anderen Hunden untersagt, weil die Hündin ja tatsächlich einmal etwas gezickt hatte, weil ein anderer Hund zu aufdringlich war.
Inzwischen werden natürlich alle anderen Hunde von den beiden lauthals angekläfft. Ja, ja - es sei denn das Frauchen kennt die Namen der fremden Hunden, was sie dann ihren Hunden erzählen kann und *ah*
- Der nächste Hund wird stets für mehrere Stunden im Garten alleine gelassen. Ist natürlich auch direkt an einem Fußweg, wo der Hund nun fleißig alles was 4 Pfoten hat durch den Zaun hindurch angehen will.
Okay - solche Hunde gibt es hier noch mehr. Und einige verteidigen das Grundstück dann auch fleißig gegen Menschen. Und die Zäune hier? Na, die sind ja auch mindestens nen Meter hoch, so dass 'schlaue' Fußgänger vorher schon die Straßenseite wechseln.
- Eine andere Besitzerin hat eine sehr ängstliche Hündin und streichelt und redet auf diese Hündin auch ein. Es werden alles mögliche an schlimmen Situationen vermieden - ABER - manchmal muss der Hund dann wieder von 0 auf 100 durch.
- Von einer anderen Besitzerin schrieb ich hier schon mal, die ganz stolz ihre Borderhündin (die auf andere Hunde agressiv reagiert) mit einem anderen Border aus dem Bekanntekreis hat decken lassen. Sie wollte ja einmal nen Welpen. ...mit viel Werbung und Zeitungsanzeigen ist sie die übrigen dann aber auch noch 'los' geworden.
- Eine andere Bekannte will ihre Mischlingshündin demnächst dann auch mal decken lassen, weil die Tochter sich ja noch einen Welpen wünscht und der Nachbarsrüde ja ganz gut passen könnte.
- und so weiter und so weiter...
Ich könnte grade einfach nur noch heulen, weil mir die Hunde so leid tun.
Ich kann doch auch nicht mehr als informieren und Hilfestellung geben, wenn sich die Leute dann bei mir über ihre Hunde beschweren.
Aber weil alles nen klein wenig mehr Zeit und/oder Geld kostet wird natürlich nichts gemacht.
Ach... *argh*
Und nein - natürlich gibt es hier in der Gegend auch ein paar Leute, die ihre Hund klasse beschäftigen, ernähren, etc.
Aber der größte Teil - ... es macht mich einfach traurig.
~§~