- lange Suche und ein "glückliches" Ende? Beitrag #1
Michelis82
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Hallo ihr lieben,
seid Wochen kämpft Bibi mit einer Gastritis. Immer Sodbrennen, ewiges Grasen, Schmerzen bis zum Winseln und und und...
Da ich selbst vor kurzem nen Helicobacter hatte, war das natürlich die erste Vermutung. Eine Gastroskopie zeigte, dass die Magenschleimhaut und der erste Teil des Darms hochgradig entzündet und bereits chronisch verändert waren. Die dabei entnommenen Biopsien brachten keinerlei Aufschluss über die Ursache. Kein Helicobacter, keine allergische Ursache, keine anderen Erreger... Also weiter Medikamente und Schonkost.
Der zufällig in den Zeitraum gefallene Leischmaniose-Nachtest fiel hoch positiv aus. Die Tierärzte waren sich ziemlich sicher, dass es eine seltene Form von Leischmaniose-Schub sein müsse, der auf den Magen gegangen ist. Also Elektroforese zur geaueren Abklärung und Therapie...
Kaum war das angelaufen, bekam ich einen Anruf vom TA: Dem Labor tue es sehr leid, aber aufgrund eines technischen Problems sei es zu einem falsch positiven Ergebnis gekommen. Richtig sei, dass der LM-Titer von Bibi negativ sei.
Unter Medikamenten zeigte die Maus zu dem Zeitpunkt kaum noch Symptome. Ließ ich die Medis aber weg, ging es binnen weniger Stunden wieder los. Röntgenaufnahmen und U-Schall zeigten, dass alles sehr gereizt war. Milz vergrößert, Darmschlingen verlagert und und und... Als letzte Möglichkeit sah unser Doc dann eine Laparoskopie, um sich "das Ganze mal aus der Nähe anzuschauen". Die Symptome waren ihm einfach zu heftig, um das ganze auf sich beruhen zu lassen. Er war sich sicher, dass irgendwo eine deutlich Ursache zu finden sein müsse.
Gestern wurde sie aufgeschnitten. Gegen eine Laparoskopie hatten wir (Doc und ich) uns kurzfristig entschieden, weil er den Bauchraum auf jeden Fall spülen und alle Organe durchtasten wollte. Es waren etliche Verwachsungen zwischen den einzelnen Darmschlingen. Der Darmbereich war total gereizt und ziemlich trocken. Die Darmschlingen haben richtig aneinander festgepappt. Die Milz war extrem vergrößert, teils mit dem Magen verwachsen und drückte auf den Magen. -> Ursache gefunden! Bauchraum wurde gespült und alle Verwachsungen gelöst.
Der Hammer war aber:
An der Milz waren zwei größere und mehrere kleinere Tumore zu sehen. Also wurde die ganze Milz entfernt. Der Doc sagte mir, dass ich echt froh sein könne, dass die Tumore jetzt als "Zufallsbefund" aufgefallen sind, weil Milztumore wohl oft sehr lange unentdeckt bleiben und dann auch manchmal platzen, wodurch der Hund verbluten kann. Da an der Milz wohl häufig Hämangliosarkome auftreten, wären Metastasen am ehesten in der Leber zu vermuten. Da ist bisher GsD nichts zu auszumachen.
Im Gegensatz zu "normalen" Bauch-OPs wie Kastra, müssen sich jetzt wohl alle Organe "neu einsortieren", weil mit der Milz so ein großes Organ weg ist. Auch der Kreislauf muss sich wohl umstellen. Sie soll jetzt absolut keinen Stress und keine Anstrengung haben.
Momentan ist sie noch ziemlich ürig. Stöhnt viel, schmatzt immer wieder und mag kaum essen. Habe das Gefühl, dass ihr ziemlich übel ist. Sie hat jetzt Metacam und MCP bekommen und sich vor den Kamin gelegt.
Ich bin super froh, dass ich nicht auf die Leute in meinem Umkreis gehört habe, die mich für verrückt erklärt haben, weil ich "nur wegen Sodbrennen" den Hund aufschneiden lassen wollte. Jetzt muss ich erstmal abwarten, was für Tumore das waren (wurden natürlich eingeschickt). Hoffe nur, dass falls es Hämangliosarkome oder was anderes bösartiges waren, alles früh genug rausgekommen ist und Bibi alles gut verpackt.
Ach ja, die Fragen kommen ja fast immer: Bibi ist ca. 10Jahre alt und ein Podenco-Mix.
seid Wochen kämpft Bibi mit einer Gastritis. Immer Sodbrennen, ewiges Grasen, Schmerzen bis zum Winseln und und und...
Da ich selbst vor kurzem nen Helicobacter hatte, war das natürlich die erste Vermutung. Eine Gastroskopie zeigte, dass die Magenschleimhaut und der erste Teil des Darms hochgradig entzündet und bereits chronisch verändert waren. Die dabei entnommenen Biopsien brachten keinerlei Aufschluss über die Ursache. Kein Helicobacter, keine allergische Ursache, keine anderen Erreger... Also weiter Medikamente und Schonkost.
Der zufällig in den Zeitraum gefallene Leischmaniose-Nachtest fiel hoch positiv aus. Die Tierärzte waren sich ziemlich sicher, dass es eine seltene Form von Leischmaniose-Schub sein müsse, der auf den Magen gegangen ist. Also Elektroforese zur geaueren Abklärung und Therapie...
Kaum war das angelaufen, bekam ich einen Anruf vom TA: Dem Labor tue es sehr leid, aber aufgrund eines technischen Problems sei es zu einem falsch positiven Ergebnis gekommen. Richtig sei, dass der LM-Titer von Bibi negativ sei.
Unter Medikamenten zeigte die Maus zu dem Zeitpunkt kaum noch Symptome. Ließ ich die Medis aber weg, ging es binnen weniger Stunden wieder los. Röntgenaufnahmen und U-Schall zeigten, dass alles sehr gereizt war. Milz vergrößert, Darmschlingen verlagert und und und... Als letzte Möglichkeit sah unser Doc dann eine Laparoskopie, um sich "das Ganze mal aus der Nähe anzuschauen". Die Symptome waren ihm einfach zu heftig, um das ganze auf sich beruhen zu lassen. Er war sich sicher, dass irgendwo eine deutlich Ursache zu finden sein müsse.
Gestern wurde sie aufgeschnitten. Gegen eine Laparoskopie hatten wir (Doc und ich) uns kurzfristig entschieden, weil er den Bauchraum auf jeden Fall spülen und alle Organe durchtasten wollte. Es waren etliche Verwachsungen zwischen den einzelnen Darmschlingen. Der Darmbereich war total gereizt und ziemlich trocken. Die Darmschlingen haben richtig aneinander festgepappt. Die Milz war extrem vergrößert, teils mit dem Magen verwachsen und drückte auf den Magen. -> Ursache gefunden! Bauchraum wurde gespült und alle Verwachsungen gelöst.
Der Hammer war aber:
An der Milz waren zwei größere und mehrere kleinere Tumore zu sehen. Also wurde die ganze Milz entfernt. Der Doc sagte mir, dass ich echt froh sein könne, dass die Tumore jetzt als "Zufallsbefund" aufgefallen sind, weil Milztumore wohl oft sehr lange unentdeckt bleiben und dann auch manchmal platzen, wodurch der Hund verbluten kann. Da an der Milz wohl häufig Hämangliosarkome auftreten, wären Metastasen am ehesten in der Leber zu vermuten. Da ist bisher GsD nichts zu auszumachen.
Im Gegensatz zu "normalen" Bauch-OPs wie Kastra, müssen sich jetzt wohl alle Organe "neu einsortieren", weil mit der Milz so ein großes Organ weg ist. Auch der Kreislauf muss sich wohl umstellen. Sie soll jetzt absolut keinen Stress und keine Anstrengung haben.
Momentan ist sie noch ziemlich ürig. Stöhnt viel, schmatzt immer wieder und mag kaum essen. Habe das Gefühl, dass ihr ziemlich übel ist. Sie hat jetzt Metacam und MCP bekommen und sich vor den Kamin gelegt.
Ich bin super froh, dass ich nicht auf die Leute in meinem Umkreis gehört habe, die mich für verrückt erklärt haben, weil ich "nur wegen Sodbrennen" den Hund aufschneiden lassen wollte. Jetzt muss ich erstmal abwarten, was für Tumore das waren (wurden natürlich eingeschickt). Hoffe nur, dass falls es Hämangliosarkome oder was anderes bösartiges waren, alles früh genug rausgekommen ist und Bibi alles gut verpackt.
Ach ja, die Fragen kommen ja fast immer: Bibi ist ca. 10Jahre alt und ein Podenco-Mix.

