Eine Frage der Ethik

Diskutiere Eine Frage der Ethik im Ratten Gesundheit Forum im Bereich Ratten Forum; Hallo Hallo, ich bin hin und her gerissen. Ich habe 7 Rattis, nur leider geht es zwei davon etwas schlechter. Die eine, Cruella, ist nun 2 1/2...
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  • Eine Frage der Ethik Beitrag #1
Zwicki

Zwicki

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Hallo Hallo,

ich bin hin und her gerissen.
Ich habe 7 Rattis, nur leider geht es zwei davon etwas schlechter.
Die eine, Cruella, ist nun 2 1/2 Jahre alt und leidet an Alterslähmung, das ist nun mittlerweile so schlimm geworden, dass sie nur noch von den andern, ich nenne es mal "gemobbt" wird und sie ständig irgendwo runterfällt. Ich habe den Käfig schon "Behinderten gerecht gemacht, dass ich einen Schlafplatz, Fressplatz und Trinkplatz unten habe, die Treppen behindertengerecht gemacht habe, aber sie fällt trotzdem ständig runter.
Die andere, Mrs Brisby, bekommt immer wieder Eiterstellen, diese stinken und sind wie ein tiefes Loch an ihrer Haut. Ich habe es schon ein paar mal behandeln lassen, aber es kommt immer wieder.
Ich weiß eigentlich sollte man mit den Geld nicht argumentieren, aber ich bin Student und kann mir diese Behandlungen einfach nicht mehr leisten und ich möchte auch der Ratte nicht mehr den Stress antun, dass wir immer zum Tierarzt müssen...

Ich tendiere sehr dazu, die beiden einschläfern zu lassen, bin aber trotzdem im Zwiespalt, da diese beiden noch Essen und Trinken und das ist meinst ein gutes Zeichen.

Ich hätte gerne euren Rat.

Danke.:|


Liebste Grüße, Zwicki
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #2
Huhu,
einschläfern sollte man immer nur dann, wenn das Leben nicht mehr Lebenswert ist, heißt das Tierchen quält sich. Ob das nun bei deinen Nasen der Fall ist kannst nur du entscheiden, aber Geld und Zeit sollte dabei wirklich garkeine Rolle spielen. Ratten sind nunmal nicht grade die billigsten Haustiere und grade im Alter werden sie leider sehr schnell krank und das kann sehr teuer werden, gehört nunmal zum Rattenhalterdasein dazu.

Wie sieht den das mobben aus? Was heißt behindertengerecht? Dann dürfte sie ja nirgends mehr runterfallen können.

Was hat der TA den zu den Eiterstellen diagnostiziert? Fistel oder Abzess? Wie wurde es behandelt. Hat sie Antibiotika bekommen und wenn ja, welche?

Ich finden, nachdem was du schreibst, kann man den beiden noch ein schönes Leben machen, man muss es nur richtig machen.

LG Debbi
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #3
Huhu,

ich habe hier einen Wicht, der auch an einer massiven HHL leidet. Aber was viele Rattenhaltern, die einen solchen Patient hatten, sagen, ist wahr. In der Regel haben die Tiere die wenigstens Probleme damit. Mein Whiskey kann zwar nicht mehr laufen und "schleppt" sich eher durchs Leben, aber im Auslauf ist er so agil, ich denke nicht einmal daran, ihn gehen zu lassen. Er "laeuft" staendig durch die Gegend, ist kaum im Dom zu halten, wenn er denn endlich schlafen gehen soll und auch am Morgen versucht er staendig auszubrechen, damit er sich bewegen kann. Allein wegen der HHL wuerde ich ein Tier nicht gehen lassen, da muss es schon zeigen, dass es ihm schlecht geht oder eine weitere schwerwiegende Erkrankung vorliegen (so hatte Whiskeys Bruder neben der HHL ein Schlaegli und hatte dadurch Gleichgewichtsprobleme, weshalb wir ihn gehen liessen). Natuerlich bedarf ein HHL Patient regelmaessiger Pflege und man muss ihm Brei machen und regelmaessig anbieten, da sie festes Futter nur schlecht halten und fressen koennen, aber sie haben in der Regel noch Lebensqualitaet.
Cruella ist ein Weibchen, oder. Weiss man, woher die HHL kommt ? Nicht selten hat man Tumore, die das verursachen. Das macht die Sache nicht unbedingt leichter. Aber solang sie sich bewegt und keine weiteren Probleme hat und Lebensfreude zeigt, wuerde ich sie lassen. Sie ist alt, als Mensche wuerde sie einen Rollator bekommen, man kann sie pflegen, man muss nur wollen. Sie wird dir schon zeigen, wann es Zeit ist, dass sie geht.
Das Mobbing ist so eine Sache .. bei alten Tieren kann es leider vorkommen. Man kann ihnen aber helfen und sie z.B. laenger in den Auslauf lassen, sodass sie Ruhe haben. Wenn es ganz schlimm wird, kann man das Rudel splitten, sodass ein-zwei freundliche Tiere bei der alten Dame bleiben. Wenn man die Tiere weiterhin taeglich mehrere Stunden im Auslauf zusammenlaesst und am Ende wie bei der richtigen Inte vor der Rueckfuehrung den Kaefig putzt und umraeumt, hat man in der Regel kaum Probleme. Ich habe das bisher einmal machen muessen, weil ein Tier immer wieder auf meine herzkranke Dame gegangen ist, nachdem wir die aber erloesen mussten, koennte ich das Rudel problemlos zusammenfuehren. Ueberleg es dir, wenn das Mobbing zu stark wird. Aber das ist die letzte Moeglichkeit.
Ansonsten sollte sie wirklich nirgens runterfallen koennen. Haeng Haengematten unter die Aufgaenge, dann faellt sie wenigstens weich. Und kontrollier die Fuesschen regelmaessig und behandel bei wunden Stellen, damit sie keine Bumbles bekommt.

Wie wurden denn die Eiterstellen von Mrs Brisby behandelt bisher ? Abzesse entfernt, nur geoeffnet, gespuelt, Leukasekegel ? Antibiotisch abgedeckt ?
Kennt man die Ursache ?

Essen und Trinken ist in der Regel kein Anhaltspunkt. Wenn die Tiere Futter und Trinken verweigern, ist es meist schon viel zu spaet. Es gibt kleinere Nuancen, die man als Halter feststellt. Es ist z.B. die Bewegungsfreude oder der Blick, der einem zeigt, wann es Zeit ist, Abschied zu nehmen. Oder einfach der Rat eines Tierarztes, der einem klar macht, dass die Situation nicht besser, sondern sehr bald sehr viel schlechter wird. Man soll die Tiere in Wuerde ziehen lassen, aber nicht voreilig, wenn sie noch gute Tage erleben koennen.
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #4
@ Debbi:
Also, sie wir richtig gebissen und sie wird auch nicht in Ruhe gelassen, so dass sie schon Wunden davon trägt. Ich lasse den ganzen Tag die Tür auf. Die haben einen 4 Etagen Käfig, ist ein alter Schrank umgebaut und da habe ich natürlich zu einem Treppen und dann ist halt zu den Türen immer noch ein Abstand, so dass die Rattis auch am Gitter hoch und runter können...und da hangelt sich Cruella auch immer hoch und dann kann sie sich nicht halten oder sie rutscht beim Essen weg und fällt einfach, weil sie durch igre Lähmung nicht mehr richtig sitzen kann. Sie saß da auch schon einmal ganz benommen. Sie schläft auch sehr viel, so dass ich sie zu den Mahlzeiten wecken muss, sonst isst sie nichts und schläft nur. Brei gebe ich ihr auch noch ectra, obwohl sie das Essen noch gut halten kann.
Der Tierarzt meinte, dass es ein Abzess sei und ich habe diese schon zwiemal mit Antibiotika behandeln lassen, zweimal, mit zwie verschiedenen, weil diese immer wieder kommen. Hab auch 2 mal täglich eine Salbe drauf getan.
Also, ich war auch schon bei einem anderen Tierarzt, weil der erste mir nicht so gepasst hat und jetzt ist es schon wieder da...:-(


@Nienor:
Wie gesagt bei Mrs Brisby wurde eben nur 2 mal was gespitzt und ich hab eine Salbe aufgetragen.
Die Füße von Cruella sind in Ordnung, Tumore hat sie auch keine weiteren und mit den Hängematten habe ich auch schon gemacht, nur leider werden diese immer kaputt gemacht...Hm. Ich bin ratlos.


Ich weiß es eben nicht. Ich kann das einfach nicht mehr mitansehen, wie sie sich da rumquält, weil sie mal so fit war, immer gekommen ist wenn ich gerufen habe und nun, nichts...
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #5
Huhu,

verstehe ich das richtig, an den Abzessen selbst wurde nur Salbe aufgetragen und es wurde Antibiotika gespritzt ? Es wurde nichts gespuelt oder operiert ?
Abzesse sind abgekapselte Entzuendungen. Wenn die einmal abgekapselt sind, kommt da keine Antibiotika ran - und auch keine Salbe von aussen.
Wenn sie sich oeffnen oder geoeffnet werden, ist es verdammt wichtig, dass sich die Wunden schliessen OHNE dass da auch nur eine Bakterie in der Wunde verbleibt. Es ist also wichtig, die Wunde regelmaessig zu spuelen, damit sie sauber bleibt, bis sie zu ist. Oder aber man naeht einen Leukasekegel ein, der die Bakterien in der Wunde in Schach haelt. Nur Antibiotika wirkt in den seltensten Faellen.
Also gib der Kleinen die Chance, dass der Abzess einmal richtig behandelt wird, mit ein wenig Glueck seid ihr das Leiden dann endlich los.

Solang deine HHL Dame noch Kletterversuche startet, wuerde ich sie nicht gehen lassen. Das zeigt ja, dass sie noch agil ist. Es waere aber wichtig, dass du irgendwie die Fallhoehe verringern kannst, wenn sie an der Tuer hochklettert .. kannst du unter die Etagen Bretter anbringen, die bis ans Gitter gehen, sodass sie nicht sehr hoch klettern kann ? Ist zwar dann bloed fuer die anderen, aber die Sicherheit geht vor.
Gegen das Umfallen beim Fressen kann man wenig tun .. Es gibt Leute, die empfehlen eine Art Stuetze, aber das Tier muss das auch selbststaendig nutzen. Mein Whiskey hat eine interessante Methode entwickelt, die super funktioniert .. wenn er in seinem Haeuschen auf dem Handtuch liegt, hat er sich eine Art Kuhle zurechtgelegt, sodass er nicht mehr umkippt, wenn er beide Vorderpfoetchen zum Fressen nutzt oder sich putzt. Ansonsten kannst du auch viel Breifutter anbieten, da brauchen sie keine Pfoten und koennen die zum Gleichgewichthalten nutzen.
Dass sie viel schlaeft, wuerde mir aber sorgen machen. Schlaeft sie wirklich oder liegt sie gelangweilt rum ? Die Umgebung um die Huetten sind aber fuer sie zu bewaeltigen, oder ? Ist sie auch so ruhig, wenn sie allein im Auslauf ist ? Vllt versteckt sie sich auch einfach vor den Mobbern ?
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #6
Ich kann dich gut verstehen.
Ich persönlich fande die Idee von Nienor gut:
Man kann ihnen aber helfen und sie z.B. laenger in den Auslauf lassen, sodass sie Ruhe haben. Wenn es ganz schlimm wird, kann man das Rudel splitten, sodass ein-zwei freundliche Tiere bei der alten Dame bleiben.
Würde ich mal so ausprobieren wenns garnicht mehr geht

mfg
sweetgera
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #7
Ich habe ja die Tür immer offen. Die haben immer Auslauf.
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #8
Ja, alle haben immer Auslauf ;) Versuch doch mal, die alte Dame allein raus zu lassen oder sie, wenn die anderen rumtoben, allein im Kaefig mit einer Schale super leckeren Brei zu lassen .. eine Stunde Ruhe vor Mobbereien ist besser als nichts ..
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #9
Hm, ja, werde ich mal machen.
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #10
War nun nochmal beim Tierarzt und hab Cruella hinter die Regenbogenbrück gehen lassen...Es war wirklich besser so.

Mrs Brisby habe ich nochmal behandeln lassen...
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #11
Huhu,

ich hab gerade das heftigste erfahren, da hat ne flüchtige Bekannte von mir ihre Ratten mit Rattengrift einschläfern lassen...
Ich bin weiß gar nicht was ich sagen soll...
Leiden die bei Rattengift oder haben sie gelitten? Was passiert denn da?
Ich kann das gar nicht fassen!
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #12
Rattenngift,
Da leiden die Tiere meines Erachtens, den sie verbluten ja innerlich...
Meine ehemalige Schäferhündin (ExPartnerin meines jetzigen Hundes) ist durch Rattengift ums Leben gekommen, und es war wirklich eine Qual, da sich das Gift wohl recht schnell zwar im Körper verteilt aber sie eben innerlich verbluten...
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #13
Oh man...wie schrecklich!
Das tut mir sehr leid für dich!
 
  • Eine Frage der Ethik Beitrag #14
Ich meine sogar, dass es nicht legal ist, Heimtiere mit Rattengift zu toeten, es sind ja keine wilden Schaedlinge, die Seuchen verbreiten koennen .. da greift sicherlich das Tierschutzgesetz.
 
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