Zweifel...

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blackdobermann

blackdobermann

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Ja mir kommen Zweifel auf, wenn der Tage X der Hundeplanung da ist.
Und dann natürlich auch der Hund.
Werde ich ein guter Hundehalter sein?
Ein guter Hundetrainer?
Ein guter Hundekumpel?
Guter Hundemanager (Rudelchef)?

Einerseits weiss ich um mein Wissen...welches ich über Jahre angesammelt habe (und noch lange nicht ausgereift)...
Aber Therorie ist was anderes als Praxis...

Habe Angst, es zu verbocken.
Einen unausgelasteten, gestreßten, oder rumstreßenden Hund geformt zu haben.
Habe Angst, es mit meinem Hund nicht aufnehmen zu können....

Andererseits stelle ich doch fest.... "Andere haben doch auch nicht einfache Rassen...und kommen mit denen klar, ohne sich näher mit dem Hundeverhalten ausseinander gesetzt zu haben... dann schaffe ich es doch auch?"

Und dann immer diese Fragen... Dobiwelpe oder Mischlingshund aus dem Tierheim?
Ok, dass könnt ihr mir nicht abnehmen.... hat alles beides seine Vorteile und Nachteile (wobei ich gestehen muss, mehr Nachteile bei der Anschaffung eines Welpen zu sehen).

Nur habe ich Bedenken, dass es vlt nur ein einziger Hund in meinem Leben sein könnte, wer kann schon in die Zukunft blicken.... und dann tendiere ich stark zu ersterem...

Oh man...könnt ihr das Verstehen :(?
 
  • Zweifel...

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  • Zweifel... Beitrag #2
Klar kann ich das verstehen, jeder andere hier bestimmt auch.
Und ich kann dir gleich sagen: Das bleibt auch so :p. Ich habe heute bei meinem zweiten Hund noch jeden Tag Zweifel, ob ich ihm gerecht werde, mich gut genug um ihn kümmere und ihn gut erziehe.
Genau das macht dich aber zu einem guten Hundehalter, denn ständige Selbstkritik führt auch zu ständiger Verbesserung und du bist auch mal im Stande, die Meinung anderer anzunehmen und etwas dazuzulernen. Das ist doch durchaus positiv ;).
Nur vergiss unter all dem ganzen Zweifel nicht, dass du auch mal Recht hast. Ein bisschen Selbstbewusstsein und daraus folgende Bestimmheit und Souveränität gehören ebenso zum Dasein als Hundehalter wie Kritikfähigkeit und stetes Auffrischen und Ergänzen von vorhandenem Wissen. Ab und an musst du auch hinter dem stehen, was du tust und es durchsetzen können, gegen deinen Hund und vielleicht auch gegen andere.

Auf die Mischung aus beidem kommt es letztlich an. Du solltest so überzeugt von dir sein, dass dein Hund es dir anmerkt und du Sicherheit und Stärke ausstrahlst, das wird ihm auch zur Ruhe verhelfen. Andererseits solltest du ab und an auch mal zugeben können, dass du ein Mensch und nicht Gott bist ;).

Mach dir keinen Kopf, du hast dich gut vorbereitet. Du wirst nicht perfekt sein, du wirst Fehler machen, aber es werden wenige und kleine sein, die nur halb so schlimm sind, wie du gerade vielleicht denkst. Entspann dich einfach und verlass dich auf dein Wissen und vor allem auf dein Gefühl.

Off-Topic
Was wird's denn? Ein Dobi nehm ich an :D? Wann ist es denn so weit???? *hibbel*

Liebe Grüße
 
  • Zweifel... Beitrag #3
Danke für deine aufmunternden Worte *stein vom Herzen fällt*

Ich werde bezüglich "Wann" nichts sagen können.
Und sicherlich bin ich dann auch so bösartig und werde es euch ne Weile verheimlichen, um euch dann mit Bildern und Infos zu bombardieren *fG*
Erstmal muss mein Privatleben stimmen (Heißt: ANDERE ARBEIT SUCHEN :))

Klar ein Dobi. Wenn ein Hund vom Züchter, dann Dobermann.
Wenn ein Hund vom Tierheim: egal. Aber wenn mir zuufälligerweeeeiiiise eine Dobi-Hündin zuzwinkert....und wir uns gut verstehen...dann isses ja klar ;)


Ja, ich werde meine Ohren auf und Augen zu... äh auch auf halten und mein Gehirn weiter updaten und mit vielen Infos zu spamen.
Nur irgendwie....fühle ich mich manchmal auch so, als hätte ich doch schon alles durch. Wo nochmal kontrollieren?
Da man sich ja vieles, wenn man sich mit der Psychologie beschäftigt hat, dann selbst denken kann, wie ein Hund da und da reagieren könnte, wie man dies und das beheben kann, ect pp. Weist du was ich meine?

Ein eigener Hund währer ein guter Leherer wie ich finde..und das ein Leben lang...
 
  • Zweifel... Beitrag #4
Dann bin ich ja mal gespannt und freue mich auf den Bilderhagel :mrgreen:.

Welche Bereiche ich wichtig finde, sind eigentlich auch die, welche hier im Forum als Unterforen zu lesen sind: Ernährung, Haltung/Bestimmungen, Verhalten/Körpersprache, Auslastung/Hundesport, rassespezifische Bedürfnisse und Gesundheit (von möglichen Krankheiten bis hin zu "welche Symptome passen zu welcher Krankheit"). Wenn du in all diesen Bereichen schon ein Grundwissen hast steht der Sache doch gar nichts im Weg. Viele holen sich mit weniger Wissen einen Hund und lernen dann von ihm (was zugegebener Maßen nicht immer gut geht). Außerdem hast du so wie ich dich hier lese einen gesunden Menschenverstand und das ist das wichtigste überhaupt. Sollte mal die Situation kommen, in der das Wissen aus Büchern nicht ausreicht, werden dir deine Intuition und dein Verstand sagen, was zu tun ist. Dazu gehört eben auch ein gewisses Gespür für den Hund, was aber in Zusammenhang zum jeweiligen Individuum steht. Hast du denn "praktische Erfahrung", z.B. durch Gassihunde oder Arbeit in einem TH?

Schlussendlich kann es immer passieren, dass dir alles Wissen nicht hilft und du dich auf dein Gefühl verlassen musst. Kein Hund ist gleich und folglich trifft auch nicht jedes Buch und jede Studie auf jeden Hund zu ;). Aber es ist natürlich hilfreich, verschiedene Ansätze zu kennen, solange man diese auch immer kritisch hinterfragt. Es gibt glaube ich kein Buch, in dem von vorne bis hinten nützliche und wahrheitsgemäße Tipps stehen, zumindest nicht auf den eigenen Hund als Individuum bezogen.

Hast du denn das Gefühl, dich irgendwo nicht so auszukennen? Manche Dinge muss man wirklich auf sich zukommen lassen, da kann man noch so gut vorbereitet sein. Denn erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt :p. Mach dich also nicht verrückt, solange es gar keinen Grund dazu gibt.

Liebe Grüße
 
  • Zweifel... Beitrag #5
Das Gefühl habe ich eben nicht, ich möchte aber Punkte wie "Aggession" oder "Beschwichtigungssignale" nochmals "bearbeiten".
In Punkto Ernährung habe ich beschloßen, zu barfen. Ich kann hochwertige Hundefuttersorten von anderen unterscheiden.
Rassespezifische Krankheiten, Bedürfnisse ect habe ich mich natürlich auch beschäftigt.
Auch an Auslastungsmöglichkeiten wie "Mantrailing" "Agility" "Dog dance" "Fährtensuche" und soweiter habe ich auch schon Vorstellungen.

Früher habe ich ja ein EQJ im Tierheim Leipzig gemacht..das war der Beginn des "Über Hunde lernen"s. Mit vielen Fehlern ect :roll:
Ist schon einige Jahre her... und ich will sort auch wieder häufiger erscheinen, um noch praktische Erfahrungen zu sammeln.

Aber naja...anscheinden hat man immer Zweifel... nicht nur wenn es um den besten Freund des Menschen geht....


Off-Topic
die Seite wird bei mir nur klein angezeigt, also auch kleine Schrift ect, bin wohl mit meinem Bein oder so an die Tastatur gekommen...hatte ich schoneinmal....aber wie komme ich wieder zu normaler Größe *help*?
 
  • Zweifel... Beitrag #6
Off-Topic
Entweder STRG und + (Numpad) oder STRG und Mausrad nach vorne bewegen, dann wird's wieder größer ;).


Worüber machst du dir denn Sorgen, du hast gar keinen Grund dazu. Du bist seit langem mal wieder ein User von dem ich lese, der sich wirklich mit der Sache beschäftigt hat, sich belesen hat, Erfahrungen gesammelt hat und das in allen Bereichen, und dazu noch auf den richtigen Zeitpunkt in seinem Leben wartet und den Hund nicht jetzt sofort anschaffen will. Was will man eigentlich mehr? Alleine dass du dich so gut vorbereitet hast zeigt doch schon, dass du ein Hundemensch bist und dir wirklich viel daran liegt, daher wage ich mal zu behaupten, dass du auch noch das nötige Gespür mitbringst ;).

Du könntest höchstens noch Gespräche mit anderen Hundehaltern, Züchtern oder Ausbildern führen, dann kannst du dich auch gleich mal nach einem Hundeplatz in deiner Nähe umsehen. Das wäre soweit das einzige, was mir noch einfallen würde. Da ist aber Vorsicht geboten, denn nicht jeder der glaubt, ein guter Hundehalter zu sein, ist auch einer. Allerdings ist es auch eine gute Übung, Techniken, Tipps und Tricks von anderen zu analysieren und dir zu überlegen, ob es für den Hund sinnvoll war, es auf diese Weise beizubringen. Mir hat es sehr geholfen, mir bei jeder Methode zu überlegen: Kann der Hund es so überhaupt verstehen, ist es vielleicht noch zu viel für ihn? Muss man es komplett anders machen oder nur verbessern? Muss er das überhaupt können? Könnte ich es dem Hund nicht anders beibringen, mit einer eigenen Methode? Wenn man sich diese Fragen immer wieder stellt wird man auch immer auf den richtigen Weg zur Ausbildung kommen, denn das ist das wichtigste, was man beachten sollte: Kann der Hund es kapieren und will er das auf diese Weise überhaupt?

Was möchtest du denn zu den Calming Signals noch auffrischen? Die gängigsten kennst du wohl schon, Schlecken, Kopf drehen, Hinliegen, Wegsehen usw.. Wie kommst du darauf, dass da noch eine Wissenslücke ist?

LG
 
  • Zweifel... Beitrag #7
Naja, die Wichtigesten zu wissen ist schonmal gut. Aber ich will sie alle die je beobachtet wurden ;)
Der Hindergrund ist nicht dieser, dass ich sie nachahme. Aber wenn auf der Hundewiese viel los ist, möchte ich den größtmöglichen Überblick haben, auch wenn mein Hund nicht unbedingt mit macht. Ich bin da einfach wissensdurstig.

Och weiß auch nicht warum ich mir Sorgen mache.... ich hätte ja sogar meine beste Freundin, die privat Hundetrainerin war (bald sicher wieder sein wird)...
Sie beschäftigt sich länger mit den Hunden, durch sie bin ich erst zu den Tieren gekommen (früher kannte ich nur den Schäferhund *lach*)
Und ich kann auch trotz dass ich später angefangen habe, mit ihr schon mithalten und Tipps geben, an die sie selber nicht gedacht hatte.

Deine Worte beruhigen mich.
Wenn ich mal wieder in Zweifel gerate, dann lese ich sie mir nochmals durch ^^

Die Zweifel kommen aber auch bezüglich der auch so nicht Anfänger geeigneten Rasse Dobermann.
Ich aber, wie die meisten hier auch, vertrete natürlich die Meinung, dass nicht jeder Hund für einen geeignet ist, aber es immer einen Topf und einen passenden Deckel gibt, egal ob der Topf schon je einen besessen hatte (anders gesagt, es gibt keine Anfängerrassen, sondern nur Mensch-Hund kombinationen)

Überall wird imme rwieder gesagt "Wie ach so sensibel sie ist und gleichzeitig so viel Konsequenz braucht als andere Rassen"
Ja....manchmal, wenn das so rauf und runter gebetet wird, fragt man sich doch wie dass denn nu gemeint ist.
Schlagen, grundloses Anschreien hat nirgendwo in einer Hundeerziehung zu suchen, Konsequent und Ausdauer bei jeder. Tja, und dass Hunde mit einem Befehl mal nicht so zufrieden sind, und ihn manchmal nur wiederwillig ausführen, ist auch klar. Und danach "rumdickchen".
Und wegen Besitzerwechsel brauchen wir mal nicht zu reden....

Ein Dobi ist auch nur ein Hund. Facettenreich, aber auch nur ein Hund.
 
  • Zweifel... Beitrag #8
Boah Blackdoberman ich seh mich in die wieder. Ich Plane ja auch schon Jahre auf einen Hund hin und nun ist es hoffe ich bald soweit. Auch mir kommen ma Zweilfel oder ich hab dann wieder Tsge wo ich sehr sicher bin.

Gerade die Tage hab ich beschlossen das ich mir Zuerst eine Arbeit suche und Dann kommt der Hund (Bzw möchte ich gezielt nach einer Home arbeit oder anderes suchen wo der Hund mitdarf). Vor einigen Wochen war mein Plan ja noch "Ach werd ich mal arbeitslos und Hol mir in der Zeit einen Hund" Das ich in der Zeit warscheinlich grademal Geld für mich/das Leben habe und der Hund warscheinlich drinter leiden wird daran hab ich nicht gedacht. Wer weis villt ergibt es sich ja dennoch noch so das er in der Arbeitslosen Zeit kommt aber hald nur wenn alles abgesichert ist mit Geld usw

Du siehst ich kann dich sehr gut verstehen
 
  • Zweifel... Beitrag #9
Hallo,
ich kann dich sehr gut verstehen, denn genau so ging es mir auch. Ich denke auch vielen anderen geht es so. ;) Das zeigt nur, dass du dir viele Gedanken machst und es möglichst richtig machen willst.
Ich habe mich auch auf alles vorbereitet, habe zu der Zeit sogar meine SKN-Trainerausbildung hinter mir gehabt und in den Welpenstunden geholfen. Ich bin mit zwei Hunden aufgewachsen, darunter mein Goro (HSH), von dem ich 12,5 Jahre gelernt habe. Ich habe viele Hunde spazierengeführt (Tierheim und Privat) und unterschiedliche kennengelernt. Und trotzdem, auf Kira war ich nicht vorbereitet. ;) Hunde können so unterschiedlich sein, das habe ich mit Kira umso mehr gelernt. Das was ich über Goro und HSH-Hunde gelernt hatte, hat mir bei Kira nicht viel geholfen (bis auf die Grundlagen).
Ich finde es schwierig auf alles vorbereitet zu sein, das ist fast nicht möglich. Also entweder du hast Glück und bekommst einen Hund, der dir viel "schenkt" was die Erziehung angeht, oder eben nicht. ;)
Du hast nur die Möglichkeit die möglichst vielseitig und umfangreich vorzubereiten um gute Chancen zu haben.

Wenn du bereits eine Rasse im Auge hast (was hier wohl der Dobi sein wird), dann würde ich so wie möglich mit Besitzern der Rasse in Kontakt treten und mir auch von den nicht so schönen Seiten berichten lassen. Du sagst ja, du hast dich bereits über wichtige Dinge informiert. Ich fände noch wichtig, mit anderen über den Alltag mit Hund zu sprechen und über die genrelle Einstellung und verhalten auf Spaziergängen. Auch hier wichtig, nicht einfach alles glauben und übernehmen (so schätze ich dich jetzt mal nicht ein). Du kannst das ganze ja für dich hinterfragen usw. Bis du irgendwann eine persönliche Haltung zu den Dingen findest, wobei sich das auch meist erst mit der Hundehaltung ausbildet. Aber je eher du weisst, was du willst, um so leichter wird es für dich.

LG
 
  • Zweifel... Beitrag #10
Nun ich gehe ja auch im Tierheim spazieren, lerne da Unterschiedliche Rassen (auch natürlich mein Favorit) und Mischungen kennen.
Naja, gebissen wurde ich mal :roll:
Ich lerne da auch Hunde kennen, mit denen ich überhaupt nichts anzufangen wüsste. Hunde die total dessinteressiert am Menschen sind, und NUR die Nase am Boden haben -.-
Auch konnte ich schon einschätzen, wie sich Neuankömmlinge im Heim zeigen werden.
Naja, ich kann einfach arbeitsbedingt nicht viel ins Tierheim. Nicht bei 11 Stunden auf Arbeit rumlungern (13 Stunden ca. also gar nicht at home), und froh sein, mal einen oder zwei Tage frei zu haben.
Aber die Zeit wird kommen, ich suche ja schon nach was anderem... am besten was um den Hund ^^


Auf was warst du denn allgemein nicht vorbereiten bei Kira? Welche Einstellungen musstest du ändern?

Und Dobi-Besitzer kenne ich persönlich nur die Schwester meines Freundes. Die nicht in Leipzig wohnt, also nur in den Sommerferien (da haben wir uns um den Hund die meiste Zeit gekümmert), Weihnachten ect.
Ansonsten null.
Vieleicht auch besser so, will ja nicht dass der Dobi mehr Beliebtheit bekommt, als seine Gesundheit zulässt (Modehunde)
 
  • Zweifel... Beitrag #11
Huhu,

mir ging es da irgendwie anders als vielen hier. Ich hatte eigentlich nie Zweifel und war mir immer recht sicher, dass ich das packe. Meine Familie und ich haben von Anfang an versucht, die größten No- Gos zu vermeiden. Wir haben drauf geachtet, dass wir immer einen finanziellen Puffer haben, dass die Hunde ein recht auf ihr Rudel haben und nie länger als 4 Stunden am Stück allein sind (das ist unsere private Meinung). Außerdem war es mir immer irgendwie egal "wie der Hund ist". Wären meine Eltern mit einem tauben Hund gekommen, hätte ich gelernt, damit umzugehen. Hat der Hund stärker ausgeprägten Hütetrieb, wäre es nicht gerade meine erste Wahl was "Triebe" angeht, aber ich hätte mich stärker informiert. Egal welche Rasse, ich wusste, wenn ich meinen Hund nur gut beobachte, weiß ich, wie ich ihn im Sinne aller erziehen kann.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe, was ich von dem Hund erwarte. Ich habe jeden meiner Hunde genommen, wie sie sind, habe ausprobiert, was ihnen liegt und das entsprechend gefördert. Problematisch wird es dann, wenn man das nicht möchte (was natürlich kein Vorwurf ist), wenn man direkt den Charakter haben will, den man sich unter der Rasse vorgestellt hat. Ich kann es gut verstehen, wenn man eine bestimmte Rasse möchte und man irgendwie auch hofft, dass sie dem Rassestandard entspricht (wieso sollte man sonst eine bestimmte Rasse wollen *zwinkerklimper*), damit es keine bösen Überraschungen gibt. Aber ich muss auch ehrlich sagen: Würde man mir jetzt statt einem Setter den 5. Mischling aus 7. Generation aus Buxtehude ohne Kenntnisse über die Vergangenheit in die Hand drücken - dann wäre das einfach so und ich würde ihn dennoch lieben.

Ich schätze dich so ein, dass du deinen künftigen Hund über alles lieben wirst, du wirst ihn beobachten und schnell herausfinden, wie er tickt. Hunde sind kein Mysterium, sie sind Lebewesen, die einfach lernen müssen, was sich im Rudel gehört und was nicht. Da gibt es viele Wege und für jeden Hund findet man etwas.

Die einzigen Zweifel, die ich hatte, war die Frage, ob Hannas Einzug der richtige Zeitpunkt ist. 3 Jahre haben wir geplant einen zweiten Hund zu holen und irgendwann war sie eben da und es ist gut. Ich hatte vorher weder Ahnung, wie man mit Kleinhunden umgeht, noch wie man mit einem Terrier- Jagdhund umgeht, geschweigedenn wie ich einen Hund behandele, der ständig und überall aufgedreht ist, wenn man ihn lässt. Und jetzt? Ich weiß, wie ich mit Jagdtrieb umgehe, ich weiß, wie ich sie zur Ruhe kriege, ich weiß, wie ich ihr etwas beibringe und ich weiß sie zu beobachten und fördere ihre Talente. Für das alles reicht es zu beobachten und sich in die Gebiete einzulesen/einzuarbeiten. Man muss sich nur sicher sein, dass man es will und man muss dafür auch Zeit einplanen.

Das sollte jetzt natürlich kein "Haha, du machst dir viel zu viele Sorgen"- Beitrag werden. Aber ich möchte dich gerne etwas beruhigen. Ich bin keine Hundetrainerin, war nie in der Hundeschule und habe das meiste Wissen irgendwie über selfmade- Methoden erlernt und trotzdem habe ich meist (;)) wohlerzogene Hunde, die sich hier gut fühlen und die wissen, dass sie geliebt werden. Und das sage ich in dem Wissen, dass gerade Hanna (auch wenn sie als Kleinhund oft nicht ernst genommen wird) nicht weniger anstrengend ist als so mancher Aussie oder mancher Jacky.
 
  • Zweifel... Beitrag #12
Hi, :D

Ich denke, man kann sich noch so akribisch einlesen und theoretisch vorbereiten, die praxis ist aber immer nochmal eine ganz andere Sache.
Klar sollte man sich gründlich einlesen und über gewisse Themen einfach bescheid wissen, bevor man sich einen Hund anschafft, aber große Teile der Hundehaltung sind meiner Erfahrung nach wirklich "learning by doing"
Da spielt dann natürlich auch der individuelle Charakter eines Hundes, egal ob Rassehund oder Mischling, eine wesentliche Rolle.
Ich denke du bist mehr als gut theoretisch vorbereitet und hast definitiv das nötige know how für die Hundeanschaffung. Der Rest kommt dann schon von ganz alleine ;)

Zum Thema zweifel.
Bei Kati hatte ich auch große bedenken, ob ich das packe. Der erste eigene hund und dann auch noch ein Problemhund. Nicht gerade die einfachste Aufgabe für einen 17-jährigen Hunde Neuling. Aber ich wusste, dass ich alles in meiner Macht stehende tun werde, um diesem Hund ein glückliches Leben zu ermöglichen. Das ist schonmal der wichtigste Faktor, denn wenn man dazu bereit ist, kann man es auch schaffen.

Bei miro dagegen hatte ich keine bedenken. Ich hatte schon Hundeerfahrung und eben auch schon Erfahrungen mit der Rasse, ich wusste einfach recht genau, was auf mich zukommt.
Trotzdem war auch miro kein zuckerschlecken und völlig anders als Kati es ist. Aber wieder habe ich es geschafft, weil ich einfach offen für alles war.
Wie Pewee schon sagte, muss man sich auf jeden Hund individuell einstellen und auf seine ganz spezifischen Bedürfnisse und Stärken eingehen können.
Problematisch finde ich es, wenn man etwas ganz bestimmtes sucht, denn auch innerhalb einer Rasse gibt es einen gewissen Spielraum und natürlich auch Hunde, die völlig vom Standard abweichen. Deswegen sollte man mMn schon eine gewisse "Grundoffenheit" haben.

Bei dana wiederum waren die Sorgen schon groß. Eine so anspruchsvolle Rasse... schaffe ich das? Ich denke da wird es dir nicht anders gehen ;)
Mir haben gespräche mit Haltern, Züchtern und meinen Trainern unglaublich geholfen. Ich hab mir von positiven und negativen Seiten berichten lassen und schon vorher genau durchdacht, wie ich diesen Hund auslasten kann, damit er bei mir nicht unterfordert ist und ob das zeitlich überhaupt dauerhaft machbar ist. Das würde ich dir auch raten. Sprich die Leute wirklich an. Ich habe einfach jeden angequasselt, der mit Dobi an der Leine an mir vorbeigekommen ist^^
Da hat mir natürlich geholfen, dass ich regelmäßig auf den großen Ausstellungen bin, wo man natürlich Züchter und auch viele Halter auf einem Haufen hat.:mrgreen:

Ich denke, wenn man sich solche Sorgen macht und zweifelt, ist das eigentlich ein gutes Zeichen. Denn es bedeutet, dass man sich ernsthaft gedanken macht und sich darum sorgt, dass es dem Hund auch wirklich gut geht.

Auch wenn ich dich nicht persönlich kenne, habe ich absolut keine Bedenken, dass du einen Hund nicht packen würdest. ich bekomme ja mit, wie sehr du dich informierst und sämtliche Informationen aufsaugst wie ein schwamm *lach*

Leichter gesagt als getan, aber mach dir nicht so einen Kopf. Das wird schon alles werden und ich bin mir ganz sicher, dass du, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, ein fantastischer Hundeführer werden wirst:D
 
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