(Gnaden-)Pflegestelle werden - unverantwortlich und unrealisierbar!?

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Erdbeerchen

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Hallo ihr Lieben!

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...
Ich bin Studentin und lebe in einer eigenen Wohnung - leider ohne Tiere. Ich habe ziemlich viel Zeit, die ich Zuhause bin (bzw. es so einrichten kann) und kam auf die (blöde?) Idee, mir in den Kopf zu setzen, Pflegestelle für einen alten Hund zu werden.
In Tierheimen gibt es immer so viele alte Hunde, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre letzten Monate und Jahre dort verbringen müssen und einsam sterben, weil niemand sich mehr so einen alten Hund anschafft (besonders auch wegen TA-Kosten). Ich würde sehr gerne Zeit und Mühen opfern, um zumindest einem von diesen Hunden zu helfen, indem ich ihn bei mir aufnehme.
An sich ein echt guter und sehr gut gemeinter Gedanke - wenn da nicht die ganzen Schwierigkeiten wären...

Ich habe mich ausgiebig darüber informiert, mit welchen Einschränkungen ich zu rechnen hätte, wenn ich einen (alten) Hund beherbergen würde. Viele davon wären mit Kompromissen meinerseits und einigen Umständen verbunden, aber doch machbar (Unflexibilität, Kosten, Inkontinenz im Alter etc.).
Aber dann sind da noch diese (unüberwindbaren?) Probleme, für die ich einfach keine Lösung weiß:
1. In zwei Jahren beende ich mein Bachelor-Studium und weiß nicht, ob ich für meinen Master nicht in eine andere Stadt ziehe (wo ich einen Hund wohl nicht mitnehmen könnte). Zwei Jahre wären garantiert, aber sollte der Hund länger leben (was man ja nie weiß), steht noch in den Sternen, ob ich ihn dann noch behalten kann. Ich würde mal sagen, 50:50, dass ich doch noch weitere zwei Jahre hier wohnen bleibe.
Zurückgeben ins TH wäre für den Hund dann natürlich schlimmer, als wenn er da nie rausgekommen wäre, so viel ist klar.
2. Allergie meines Freundes: Mein Freund hat eine mittelmäßig starke Allergie gegen Hundespeichel. Das wäre eigentlich ja ein Ausschlusskriterium, allerdings führen wir eine Fernbeziehung und sehen uns eh nur alle zwei Monate etwa. Trotzdem muss ich das natürlich berücksichtigen, weil es dann natürlich sein könnte, dass er mich nicht mehr besuchen könnte, wenn ein Hund bei mir wohnen würde. Eventuell wäre das machbar (z.B. wenn der Hund nicht ins Schlafzimmer kommt), aber so etwas muss man ja 100%ig vorher wissen.
3. Das allergrößte Problem: Die Semesterferien! Zum Studieren bin ich in eine andere Stadt gezogen, die etwa 500 km von meiner Heimatstadt Köln entfernt ist. In den Semesterferien (und manchmal über lange Wochenenden) bin ich dann immer in Köln. Dort wohne ich dann bei meiner Mutter, wo ich auf keinen Fall mit Hund aufkreuzen könnte. Außerdem - selbst wenn - wäre das Problem noch mit der langen Fahrt.
Das ganze Jahr über hier zu bleiben, kommt für mich nicht in Frage, weil ich dann meine Familie und meine Freunde gar nicht mehr sehen würde! - Ich würde gerne Opfer für einen Hund bringen, aber das wäre dann echt zu viel. Ich wäre bereit, das ein wenig einzuschränken, aber ganz auf meine Semesterferien in Köln verzichten, möchte ich nicht.

Okay, jeder normale Mensch würde jetzt sagen: Es geht nicht! PUNKT. Ist einfach nicht realisierbar und wäre unverantwortlich dem Tier gegenüber.
Aber ich komme von diesem Gedanken nicht wirklich los. Denn ich weiß: Wenn ich das jetzt nicht mache, werde ich es nie machen. (Später kommt dann das Berufsleben, Kinder etc.) Und es wäre wirklich schön für einen alten Hund, für die restliche wenige Zeit doch noch ein "Zuhause" zu finden. Ich hätte die Zeit und könnte es einrichten. Es scheitert dann echt nur an der Sache mit den zwei Orten...

Was wünsche ich mir jetzt von euch? Mmmh, gute Frage ;)
Vielleicht - was ich nicht erwarte - habt ihr ja die schlagende Idee für die Lösung des Problems! ;)
Oder BITTE schlagt mir den Gedanken aus dem Kopf! Ich weiß, dass es nicht realisierbar ist, so wie es momentan aussieht, aber habe immer noch die kleine Hoffnung im Hinterkopf, dass es vielleicht doch noch eine Lösung gibt. Jemand Außenstehendes, der da einen nüchternen Blick drauf hat, wird das ganze realistischer sehen.

Was meint ihr?
(Bitte lyncht mich nicht! - Ich meine das echt nur gut und würde mir natürlich keinen Hund anschaffen, ohne mich vorher gründlich informiert zu haben und alle Eventualitäten abgeklärt zu wissen!)

Liebe Grüße,
Larissa.
 
  • (Gnaden-)Pflegestelle werden - unverantwortlich und unrealisierbar!? Beitrag #2
Wie darf ich das allgemeine Schweigen verstehen? ;)
 
  • (Gnaden-)Pflegestelle werden - unverantwortlich und unrealisierbar!? Beitrag #3
Hallo,

dann werde ich mich mal ans Antworten machen! :D

Also ich bin selbst Studentin und Hundebesitzerin, seit einem halben Jahr zählt mein Rudel drei Wuffs, der zuletzt hinzugekommene ist ein Senior (wird im Januar 2012 13 Jahre alt), weshalb ich mich jetzt mal als einigermaßen kompetent erachte zu antworten! ;)

1. Hund und Studium: eine Herausforderung, auch wenn man ein junges, gesundes Tier an seiner Seite hat! Wer geht mit dem Hund raus, wenn du an der Uni bist? Wer versorgt den Hund, wenn du mal ein Seminar/längeres Praktika hast? Bist du bereit auf bestimmte Aktivitäten zu verzichten, z.B. Kaffeetrinken mit den Kommelitonen am Nachmittag, schließlich musst du erst nach Hause und den Hund versorgen? Wer versorgt den Hund wenn du mal in Urlaub willst? etc. pp

Fragen die man sich ausführlich und kritisch stellen sollte!

Ich stehe morgens um fünf auf, ich verbringe meine Nachmittage, auch bei Regen und Schnee, in Wald und Wiese, ich fahre nicht in Urlaub und wenn dann nur so, dass meine Hunde mit können, meine Freizeit spielt sich größtenteils auf Hundwiesen/Hundeplätzen ab und ich bin ziemlich unflexibel, was schon so manchen Bekannten in den Wahnsinn getrieben hat...:roll: Aber ich will es so, ich liebe meine Hunde und es gibt für mich kein anderes Leben!!!

2. Alter Hund und Studium: Wie lange kann der Hund noch einhalten (Thema Inkontinenz etc.)? Kann der Hund überhaupt noch alleine bleiben (Angst, Verwirrung etc. können zu starker Anhänglichkeit führen? Wenn ja - dieser Zustand kann sich jeder Zeit ändern! Medikamente geben/häufige TA-Besuche etc. sind zeitaufwendig und binden einen an einen klaren Zeitplan, man wird also unflexibel.

Momentan habe ich hier einen relativ fidelen Hundesenior sitzen, der noch alles ohne Murren mitmacht, im Rudel gut alleine bleibt (alleine allein ist immer noch mal was anderes, meiner Meinung nach!), Blase und Co noch im Griff hat und auch noch im Kopf, mit den Augen und allem gut beinander ist, aber das kann sich schnell ändern und dessen bin ich mir bewusst!

3. Alter Hund allgemein: Bist du bereit ein Tier beim Sterben zu begleiten? Bist du bereit einen tierischen Pflegefall zu betreuen, vielleicht über Wochen/Monate? Sicher ein Hund kann auch einfach tot umfallen, aber wie wir werden Tiere immer älter und dank moderner Medizin ist viel möglich - also in wie weit bist du bereit das Alles mitzutragen? Was erwartest du von deinem Hund? Wenn du einen Senior übernimmst kann es sein, dass er quietschfidel ist und alles, aber schon ein halbes Jahr/Jahr später ist er krank, also man muss mit allem rechnen! Wie altersgerecht ist die Wohnung? (Treppen, Wiesenzugang etc.) usw.


So, und ehrlich gesagt mit einem Allergiker als Freund (der sich in gesundheitliche Gefahr bringt!) und einer Zukunft, die ungewiss ist, würde ich ganz allgemein von einem Hund abraten! Gerade dein Gedanke einen alten Hund vor dem Tod im TH zu bewahren, sagt es doch schon, oder? Ich denke für den Hund ist es schlimmer zwei Jahre eine eigne Bezugsperson zu haben und umsorgt zu werden und dann wieder im TH zu landen (weil du ihn nicht mitnehmen kannst), als wenn er einfach in gewohnter Umgebung (dem TH) bleibt und sich nicht noch dauernd umstellen muss...

Mein Opi ist bevor er zu mir kam auch herum gereicht worden, weil er bei seiner Besitzerin nicht bleiben konnte und die Endstation wäre das TH gewesen. Er hatte starke Leckekzeme, Kreislaufprobleme und war mehr oder weniger unausstehlich, d.h. er war an seiner psychischen Grenze! Ich will nicht wissen, was passieren würde, müsste er jetzt nochmal wo anders hin...alte Hunde sind da auch oft nicht ganz so flexibel wie junge...

Ich finde deine Idee sehr schön, zumal ich eine ähnliche Idee verfolge und vielleicht schon nächstes Jahr Senior Nummer zwei einzieht...:roll: Aber ich organisiere mein Leben nach den Hunden und nicht die Hunde nach meinem Leben...und das muss man wirklich wollen, sonst wird man unzufrieden und unglücklich und dann ist keinem geholfen, weder dem Tier noch dir!

Denk also noch mal nach, iwie hast du dir die Antwort ja schon selbst gegeben (Allergie, Ungewissheit, Ferien...), oder?
 
  • (Gnaden-)Pflegestelle werden - unverantwortlich und unrealisierbar!? Beitrag #4
Danke für deine Antwort erstmal :)
Ich finde es echt super, dass du die selbe Idee hattest (und die auch umsetzen kannst :) )

Das waren jetzt ja eine Menge Denkanstöße, über die ich größtenteils auch schon nachgedacht hatte:


1. Hund und Studium: eine Herausforderung, auch wenn man ein junges, gesundes Tier an seiner Seite hat! Wer geht mit dem Hund raus, wenn du an der Uni bist? Wer versorgt den Hund, wenn du mal ein Seminar/längeres Praktika hast? Bist du bereit auf bestimmte Aktivitäten zu verzichten, z.B. Kaffeetrinken mit den Kommelitonen am Nachmittag, schließlich musst du erst nach Hause und den Hund versorgen? Wer versorgt den Hund wenn du mal in Urlaub willst? etc. pp

- Wer geht mit dem Hund raus, wenn ich in der Uni bin? : Darüber habe ich mir schon Gedanken gemacht. Da ja ein Großteil des Studiums Selbststudium ist und ich auch einige Seminare am Wochenende habe, verteilt es sich ganz gut, sodass ein Hund bei mir nur in absoluten Ausnahmefällen länger als 4 Stunden alleine sein müsste. Man kann bei uns sogar den Hund mit in die Uni nehmen - das macht eine Freundin von mir hin und wieder. Die Frage ist dann ja nur, ob der Hund überhaupt alleine bleiben kann. Das wäre aber etwas, was man zu einem gewissen Teil schon vorher abklären könnte.
- Bereitschaft, auf Aktivitäten zu verzichten: Ja, dazu wäre ich bereit. Ich bekomme es bei der eben erwähnten Freundin mit - die ist kaum unterwegs, weil ihr Hund so sehr auf sie fixiert ist. Ich wäre auch bereit, da Kompromisse einzugehen. Es ist ja auch nicht so, als könnte man mit Hund gar nichts machen. In manche Cafés kann man Hunde ja mitnehmen und zu Freunden nach Hause sicherlich auch das ein oder andere Mal. Ich bin ja eh der Meinung, dass man, wenn man die Verantwortung für ein Tier übernimmt, eh immer Kompromisse eingehen muss. Darauf muss man sich schon einstellen.
- Wer versorgt den Hund im Urlaub/im Praktikum? : Das ist genau der Haken bei mir - eben das Ding mit den Semesterferien... :/

2. Alter und Inkontinenz: Das ist ein guter Punkt! Ich hatte schon ziemlich lang gegoogelt, um herauszufinden, wie lange denn ein alter Hund überhaupt noch maximal "einhalten" kann (auch in der Nacht und so). Aber ich habe da nichts konkretes gefunden - außer eben, dass es nicht mehr so lang geht wie bei einem jungen Tier. Wie lang geht's denn bei deinem Opi noch?

3. Alter allgemein: Ich habe mich ausgiebig informiert und bin mir im Klaren darüber, dass die Pflege eines alten (und evtl. kranken) Hundes sehr viel aufwändiger ist als die eines jungen. Klar bin ich bereit, einen alten Hund beim sterben zu begleiten - das ist schließlich der Plan. Dazu gehört natürlich im Fall eines Falles auch den Hund zu pflegen, mit ihm zum TA zu gehen, evtl. Medikamente zu verabreichen etc.
Meine Wohnung wäre perfekt für einen Senior ;) Ich wohne im Erdgeschoss und habe nur drei Treppenstufen zu meiner Wohnung zu laufen. Das wäre also nicht das Problem. Der Vermieter hat auch keine Probleme mit einem Tier, Platz hätte ich genug. (Nur keinen eigenen Garten)

Deine Kritikpunkte kann ich absolut nachvollziehen! Das sind ja auch die Aspekte, über die ich mir Gedanken mache.
Ich würde es nicht übers Herz bringen, den Hund - wenn ich tatsächlich in zwei Jahren wieder umziehe und das Tier bis dahin noch leben würde - wieder abzugeben. Denn damit würde ich bestimmt mehr kaputt machen, als wenn der Hund von Anfang an nie mehr aus dem TH rausgekommen wäre.

Danke auf jeden Fall für deine Denkanstöße :)


P.S.: Denkt bitte nicht, ich hätte mich nicht informiert oder mir über die eben genannten Punkte vorab keine Gedanken gemacht. Ich weiß, dass ein Hund - vor allem ein alter - eine große Verantwortung ist und viele Kompromisse erfordert. Und dass es nicht immer so einfach ist wie mit vielleicht jüngeren Tieren.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es mit Einschränkungen meinerseits (zu denen ich bereit wäre) machbar wäre - wenn da nicht das Problem mit den Semesterferien und den zwei Orten wäre...
 
  • (Gnaden-)Pflegestelle werden - unverantwortlich und unrealisierbar!? Beitrag #5
Hallo!

wenn es dir weiterhilft, kann ich mal kurz zusammenfassen, wie es sich bei mir derzeit mit meiner knapp 16 Jahre alten Hündin verhält:

Alleine lassen geht nun seit gut einem 3/4 Jahr eigentlich gar nicht mehr. Sie ist dement und hat Probleme mit der Hüfte. Sie ist aber noch ziemlich aktiv und das ist unglaublich anstrengend. Geh ich mal kurz mit meinem Rüden raus, schreit sie das ganze Haus zusammen, wenn sie festliegt, muss sie wieder auf die Beine gestellt werden, wenn sie das möchte, sonst heult sie. Muss ich sie, weil ich gerade keine andere Lösung habe, doch mal kurz alleine lassen (z.B. kurz einkaufen gehen o.ä.) hab ich nur meinen Hund im Kopf und was jetzt wohl gerade Zuhause los ist. Im Grunde genommen ist meine Hündin mittlerweile ein Fulltime-Job. Ich bin froh, dass meine Mutter gleich ums Eck wohnt - da kann ich sie, wenn ich Termine o.ä. habe, nahezu immer in Beaufsichtigung geben, anders ging es nicht. Ach ja, und mit dem Einhalten klappt es auch schlecht. Sie geht zwar noch gern raus, aber irgendwie interessiert sie sich da für alles und jeden und vergisst, warum sie eigentlich draussen ist. Kaum daheim, setzt sie sich dann hin :( Also wenn man Pech hat, hat man einen sehr pflegebedürftigen Hund und das schränkt einen schon in vielen Bereichen extrem ein.
 
  • (Gnaden-)Pflegestelle werden - unverantwortlich und unrealisierbar!? Beitrag #6
Hey, wie gesagt, ich finde deine Idee wunderbar und würde dir auch gerne einfach schreiben: JA, mach es! Nur empfinde ich vorallem die Allergie deines Freundes und die Ungewissheit was in zwei Jahren ist, als Hindernisse, die nun mal ziemlich groß sind...

Ich persönlich fände es absolut inakteptabel den Hund dann wieder ins Th zu bringen, selbst wenn er auf eine andere Pflegestelle wechseln könnte, alte Hunde sind wie alte Menschen oder wie sagt man so schön: Alte Bäume verpflanzt man nicht...

Außer du versuchst alles um den Hund dann mitzunehmen, aber ob das die Stundenzahl und der Aufwand eines Masterstudiums zulässt ist eben die Frage, zumal ein alter Hund dann schon sehr alt wäre und die von tanja_79 beschriebenen Probleme einfach verstärkt/vermehrt auftreten können.

Mein Opi kann noch "ganz normal" einhalten. Tagsüber können meine Hunde, bin ich zuhause, praktisch rein und raus wie sie wollen, bzw. ich mache immer mal wieder die Türe auf (hab ne eingezäunte Terrasse und nen kleinen Garten). Bin ich weg lässt meine Vermieterin sie so alle 4 Stunden raus, bzw. nimmt sie mit zu sich. Nachts schlafen meine Hunde teilweise 12-14 Stunden ohne Aufzuwachen (ich habe es inzwischen aufgegeben sie nachts nochmal rausschmeißen zu wollen, ich ernte nur Unverständins...:lol:). Also das Thema ist bei uns noch nicht aktuell, zum Glück!

Da ich allerdings beim TA arbeite, bzw. aus dem Bereich der Tierpflege komme, weiß ich wie schnell und plötzlich das Alter einen dann doch einholen kann...und aus einem fiten, mobilen Hundesenior wird quasi über Nacht ein Pflegefall...ich bete, dass Giotto steinalt wird, dabei gesund (gut Herzmedis bekommt er) bleibt und einfach iwann nicht mehr aufwacht, aber diesen Traum träumt jeder Hundebesitzer und meistens leider vergeblich...

Ich will dich wirklich nicht entmutigen, aber ich denke du solltest es sein lassen...

Vielleicht kannst du ja im TH Senioren-Patin werden und dich einfach verstärkt mit den "Omis und Opis" beschäftigen, mit ihnen verschiedene Sachen unternehmen, ihren Alltag einfach etwas bewegter gestalten etc. Am besten du fragst mal nach, wie und was du da helfen/machen kannst. Aus meiner TH-Zeit kann ich dir sagen, dass wir immer froh waren, wenn wir mal Leute hatten, die sich auch einfach nur mal mit nem Hundesenior (den die "normalen" Gassigeher links liegen ließen, da zu langsam o.ä.) auf die Wiese gesetzt haben, bzw. einfach für ihn da waren: kuscheln, spielen etc.
 
  • (Gnaden-)Pflegestelle werden - unverantwortlich und unrealisierbar!? Beitrag #7
Huhu,


erstmal Respekt über den Gedanken, einen alten Hund aufzunehmen. Für viele Tierfreunde selbstverständlich... Für andere aber so gar nicht! Was mir aufgefallen ist, dass du einfach alles Mögliche für das Tier geben würdest und das finde ich klasse. Aber - wie du selbst vielleicht unbewusst schon eingesehen hast - die Umstände sind einfach schlecht. Klar gibt es den berühmten Spruch "Wo ein Wille, da ein Weg!" aber wenn wir mal ehrlich sind, wird hier der Wille nicht reichen. Du könntest den Hund nicht zur Familie nehmen, dein Freund hat eine Allergie und auch wenn ihr euch nur alle 2 Monate sieht, soll er ja keinen allergischen Schock bekommen ;) Den Hund mit zur Uni zu nehmen wäre zwar eine Möglichkeit, aber die recht kurze Zeit, die du dann wirklich weg bist, ist ja nun wirklich das kleinere Problem *g*

Die Frage ist natürlich auch, wie aufwendig der Hund wirklich wird. Ich hatte neulich stark gesundheitliche Probleme mit meiner Hündin, die gerade mal 2 Jahre alt ist. Viele Tage war ich Tag und Nacht wach, ich konnte sie nicht allein lassen - nichts ging. Ich bin tagsüber in der Uni fast eingeschlafen *facepalm* Ich meine, ich bereue es nicht und ich würde es auf der Stelle sofort wieder tun, aber dem Studium ist das Schnurz. Andererseits hatte ich früher einen Hund, der immer irgendwie gesund war und erst zwei Wochen vor seinem Ableben zusammengesackt ist. Vorher konnte er Bäume ausreißen. Aber da steckt man vorher ja leider nie drin. Von den Kosten fange ich gar nicht an. Ein alter Hund kostet fast immer einen Haufen Geld. Er bekommt Wehwehchen, er braucht ein weicheres Bett, er braucht dieses und jenes Mittelchen. Sicherlich bezahlbar, aber hätte ich nicht schon seit vielen Jahren Geld angelegt, würde ich in so manchen Monat, wo Uni und Leben einen Batzen Geld kosten, wirklich rudern.

Was ich dir nur ans Herz legen kann: Werde Pate für einen Hund. Geh Gassi mit ihm und kümmere dich in deiner freien Zeit. Das ist für den Hund immer noch nicht optimal, aber "besser" als nichts. Oder du wechselst die Tierart. Ich will mich da auch nicht falsch ausdrücken, aber ich könnte es natürlich verstehen, wenn das nicht dein Ding ist. Ein Hund, der wirklich aktiv mit seinem Halter zusammenwohnen will ist nicht durch einen Fisch zu ersetzen, um es mal überspitzt auszudrücken. Aber im Tierheim warten viele Kleintiere. Vielleicht solltest du dich einfach mal ein paar Etagen tiefer im Forum erkunden, ob dies eine Möglichkeit wäre. Ich weiß nun so gar nicht, ob es dir um den Tierschutz an sich geht in Form von ungewollte Tiere aufnehmen, oder dass du gerne einen Hund hättest! Daher ein kleiner Gedankenanstoß, ob das auch etwas für dich wäre.

Liebe Grüße
Pewee
 
  • (Gnaden-)Pflegestelle werden - unverantwortlich und unrealisierbar!? Beitrag #8
Vielen Dank für eure Erfahrungsberichte und Meinungen :)

Hachja, es ist wohl Zeit, sich von dem Gedanken, einen Hundesenioren aufzunehmen, komplett verabschieden zu müssen...
Ich war letzte Woche schon das erste Mal hier an meinem neuen Wohnort im TH, um mit einigen Hunden Gassi zu gehen. Wenn ich's schaffe (der Weg ist ziemlich weit und mal schauen, ob es im Winter noch machbar ist ohne Fahrrad und Auto), werde ich zukünftig regelmäßig vorbeischauen. Das hatte ich eh schon geplant :)

Liebe Grüße,
Larissa.
 
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