- Was tun bei zwei Kaninchen - eines alt mit wenigen Zähnen? Akzeptieren oder ändern? Beitrag #1
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margafly
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Hallo =)
(Bin neu hier und habe auch schon die Suchfunktion versucht zu benutzen, aber fand nichts.. insofern wäre es auch okay, wenn jemand zu einem bereits vorhandenen Thread, der das gleiche Problem behandelt, verlinken würde!)
Mein Mann und ich haben zwei Kaninchen, ein Männchen und ein Weibchen. Beim Weibchen wissen wir, dass es etwa 6 1/2 Jahre alt ist, beim Männchen ist es leider unklar, er kam damals aus dem Tierheim, ist aber mindestens 5 Jahre alt, vermutlich aber schon ca. 8 Jahre (seine Vorbesitzerin sagt, er könnte theoretisch auch schon 10 Jahre alt sein). Als wir ihn adoptiert haben (haben zuerst ihn adoptiert, dann später das Weibchen dazu geholt, damit er nicht mehr alleine sein musste), war ich mit ihm beim TA zum Check und er meinte, dass Sam (Männchen) schon ein paar Zähne gezogen wurde - das erklärt auch, warum er immer so lange beim Fressen braucht. (Seine Vorbesitzer wussten scheinbar nichts davon.) EDIT: Habe vergessen zu erwähnen, dass wir das mit den Zähnen erst später erfahren haben. Beim Check meinte der TA, Sam hätte einen Zahnstummel und er müsste ne Zahnkorrektur machen (also mit Narkose). Erst nach dieser "OP", die keine war, da es durch unsere Futterumstellung (kein Trockenfutter mehr aus dem Zoohandel) von selbst besser wurde, hatte der TA so richtig sehen können, dass Zähne gezogen wurden. Da hatten wir das Weibchen bereits.
Zur Zeit ist er krank - schwer erkältet, zwei Antibiotikum-Spritzen hatte er schon (nicht auf einmal!), es geht ihm besser und ab heute bekommt er auf oralem Wege Medizin. Ich vermute, dass er neben der Innenhaltung, die wir inzwischen umgeändert haben (s.u.), auch deshalb krank geworden ist, weil Mari (Weibchen) ihm das meiste Futter aka Vitamine wegfrisst, er ist auch ein bisschen dünner geworden und sie dafür etwas fetter :roll: Wir sollen nun sein Gewicht 1x die Woche kontrollieren und das werden wir tun, aber irgendwie ist auch klar, dass er ohne Aufsicht nicht viel zu fressen bekommt, da er nun mal nicht schneller mümmeln kann. Mari hat immer alles ratzfatz weggeputzt und dann bleibt für Sam nichts mehr übrig...
Hinzu kommt - ihr könnt's euch sicher schon denken -, dass sie die Dominante ist (für meinen Geschmack etwas zu dominant, aber ist mein Problem) und er derjenige, der immer schön unterdrückt wird, wenn sie entweder aggressiv ist oder alles haben will. Normalerweise kann er sich manchmal auch durchsetzen und schubst selber zurück, aber momentan halt nicht, weil er noch etwas geschwächt ist. Beim Saubermachen des Geheges ist meinem Mann auch aufgefallen, dass viele Haare rumlagen. Es ist zwar gut möglich, dass Sam aufgrund des Alters etwas Fell verliert und es dann normal ist, aber ich glaube, dass Mari auch 'ne Mitschuld trägt, weil sie sich gerne festbeißt beim Berammeln und er inzwischen ein bisschen mehr Fell verloren hat. Sams letzte Partnerin hatte ihn sogar oft gebissen (weiß ich von seiner Vorbesitzerin), insofern wäre das kein so abwegiger Gedanke, dass er evtl. zu stark unterdrückt wird.
Nun frage ich mich angesichts dieser Punkte, ob es für Sam eine bessere Lösung gibt, z.B. Trennung beim Füttern (sie kriegen Karotten-/Gemüsestücke oder/und Karottengrün, im Gehege wurden sie auch schon mal verteilt, aber es ist ja klar, dass er dann nur ein Stück abbekommt, weil er so langsam ist), aber da habe ich Bedenken, dass Mari das bewusst mitbekommt, sauer wird und ihn danach berammelt. Oder ein drittes Kaninchen (Kastrat), der ggf. Gruppenoberhaupt wird und nicht so einen Stress macht wie Mari. So langsam tut er mir nämlich leid und ich frage mich, ob Mari überhaupt eine gute Wahl ist, weil sie halt noch alle Zähne hat, total fit ist, einen anderen Charakter hat und im Gegensatz zu ihm offensichtlich auch eine viel bessere Vergangenheit hatte. Bevor wir uns zu einem Partner für Sam entschlossen hatten, hatten wir ihn auch erst einmal beobachtet, ob er überhaupt Gesellschaft möchte oder eher ein Einzelgänger ist. Er kam uns zunehmend einsam & lethargisch vor (wie zuvor bei den Vorbesitzern auch) und dann fanden wir Mari, die zumindest von der Rasse und vom Alter her am besten zu ihm passte. Bei der VG hatte Sam sie auch kräftig berammelt, dann drehte sie den Spieß um und seitdem ist sie die Dominante. Das ist auch völlig okay, wäre da nicht der Knackpunkt mit den wenigen Zähnen, dem Futter und dem Fell. Ich bin mir nämlich schon fast sicher, dass es manchmal zu viel mit der Dominanz ist, weil er so klein und alt ist. Allerdings: er blüht in Gesellschaft mehr auf, traut sich mehr zu und hoppelt auch viel eher rum als wie wenn er alleine wäre. Insofern ist Gesellschaft schon gut, aber müsste ggf. verbessert werden?
Was meint ihr? Wir werden es natürlich auch weiterhin beobachten, evtl. wird es von selbst besser, wenn er wieder gesund ist. Sie leben mittlerweile in einem kleinen Zimmer (ca. 6qm) und haben Auslauf in der Wohnung. Davor waren sie zwar auch schon in dem Zimmer, aber es stand zusätzlich der Schreibtisch meines Mannes drin, deshalb war es manchmal wärmer. Aber als Sam krank wurde, haben wir das alles kräftig umgeändert und nun haben die beiden das komplette Zimmer für sich allein (Auslauf natürlich weiterhin) und es wird auf Empfehlung des TA absolut gar nicht mehr geheizt, nur noch bei geschlossener Tür gelüftet. Könnte also gut sein, dass auch nur die vorherige Innenhaltung das Problem war und dann alles in Ordnung ist (Sam lebte vorher nämlich in Außenhaltung, die Umgewöhnung ist also vielleicht nicht so reibungslos verlaufen; Mari selbst war bereits in Innenhaltung).
Nichtsdestotrotz ist meine Frage, ob & wie man dies bezüglich des Futters verbessern könnte und ob die aktuelle Paarhaltung der beiden überhaupt empfehlenswert ist oder sie besser in einer größeren Gruppe leben sollten, damit Sam ggf. mehr in Ruhe gelassen wird?
Viele Grüße!
(Bin neu hier und habe auch schon die Suchfunktion versucht zu benutzen, aber fand nichts.. insofern wäre es auch okay, wenn jemand zu einem bereits vorhandenen Thread, der das gleiche Problem behandelt, verlinken würde!)
Mein Mann und ich haben zwei Kaninchen, ein Männchen und ein Weibchen. Beim Weibchen wissen wir, dass es etwa 6 1/2 Jahre alt ist, beim Männchen ist es leider unklar, er kam damals aus dem Tierheim, ist aber mindestens 5 Jahre alt, vermutlich aber schon ca. 8 Jahre (seine Vorbesitzerin sagt, er könnte theoretisch auch schon 10 Jahre alt sein). Als wir ihn adoptiert haben (haben zuerst ihn adoptiert, dann später das Weibchen dazu geholt, damit er nicht mehr alleine sein musste), war ich mit ihm beim TA zum Check und er meinte, dass Sam (Männchen) schon ein paar Zähne gezogen wurde - das erklärt auch, warum er immer so lange beim Fressen braucht. (Seine Vorbesitzer wussten scheinbar nichts davon.) EDIT: Habe vergessen zu erwähnen, dass wir das mit den Zähnen erst später erfahren haben. Beim Check meinte der TA, Sam hätte einen Zahnstummel und er müsste ne Zahnkorrektur machen (also mit Narkose). Erst nach dieser "OP", die keine war, da es durch unsere Futterumstellung (kein Trockenfutter mehr aus dem Zoohandel) von selbst besser wurde, hatte der TA so richtig sehen können, dass Zähne gezogen wurden. Da hatten wir das Weibchen bereits.
Zur Zeit ist er krank - schwer erkältet, zwei Antibiotikum-Spritzen hatte er schon (nicht auf einmal!), es geht ihm besser und ab heute bekommt er auf oralem Wege Medizin. Ich vermute, dass er neben der Innenhaltung, die wir inzwischen umgeändert haben (s.u.), auch deshalb krank geworden ist, weil Mari (Weibchen) ihm das meiste Futter aka Vitamine wegfrisst, er ist auch ein bisschen dünner geworden und sie dafür etwas fetter :roll: Wir sollen nun sein Gewicht 1x die Woche kontrollieren und das werden wir tun, aber irgendwie ist auch klar, dass er ohne Aufsicht nicht viel zu fressen bekommt, da er nun mal nicht schneller mümmeln kann. Mari hat immer alles ratzfatz weggeputzt und dann bleibt für Sam nichts mehr übrig...
Hinzu kommt - ihr könnt's euch sicher schon denken -, dass sie die Dominante ist (für meinen Geschmack etwas zu dominant, aber ist mein Problem) und er derjenige, der immer schön unterdrückt wird, wenn sie entweder aggressiv ist oder alles haben will. Normalerweise kann er sich manchmal auch durchsetzen und schubst selber zurück, aber momentan halt nicht, weil er noch etwas geschwächt ist. Beim Saubermachen des Geheges ist meinem Mann auch aufgefallen, dass viele Haare rumlagen. Es ist zwar gut möglich, dass Sam aufgrund des Alters etwas Fell verliert und es dann normal ist, aber ich glaube, dass Mari auch 'ne Mitschuld trägt, weil sie sich gerne festbeißt beim Berammeln und er inzwischen ein bisschen mehr Fell verloren hat. Sams letzte Partnerin hatte ihn sogar oft gebissen (weiß ich von seiner Vorbesitzerin), insofern wäre das kein so abwegiger Gedanke, dass er evtl. zu stark unterdrückt wird.
Nun frage ich mich angesichts dieser Punkte, ob es für Sam eine bessere Lösung gibt, z.B. Trennung beim Füttern (sie kriegen Karotten-/Gemüsestücke oder/und Karottengrün, im Gehege wurden sie auch schon mal verteilt, aber es ist ja klar, dass er dann nur ein Stück abbekommt, weil er so langsam ist), aber da habe ich Bedenken, dass Mari das bewusst mitbekommt, sauer wird und ihn danach berammelt. Oder ein drittes Kaninchen (Kastrat), der ggf. Gruppenoberhaupt wird und nicht so einen Stress macht wie Mari. So langsam tut er mir nämlich leid und ich frage mich, ob Mari überhaupt eine gute Wahl ist, weil sie halt noch alle Zähne hat, total fit ist, einen anderen Charakter hat und im Gegensatz zu ihm offensichtlich auch eine viel bessere Vergangenheit hatte. Bevor wir uns zu einem Partner für Sam entschlossen hatten, hatten wir ihn auch erst einmal beobachtet, ob er überhaupt Gesellschaft möchte oder eher ein Einzelgänger ist. Er kam uns zunehmend einsam & lethargisch vor (wie zuvor bei den Vorbesitzern auch) und dann fanden wir Mari, die zumindest von der Rasse und vom Alter her am besten zu ihm passte. Bei der VG hatte Sam sie auch kräftig berammelt, dann drehte sie den Spieß um und seitdem ist sie die Dominante. Das ist auch völlig okay, wäre da nicht der Knackpunkt mit den wenigen Zähnen, dem Futter und dem Fell. Ich bin mir nämlich schon fast sicher, dass es manchmal zu viel mit der Dominanz ist, weil er so klein und alt ist. Allerdings: er blüht in Gesellschaft mehr auf, traut sich mehr zu und hoppelt auch viel eher rum als wie wenn er alleine wäre. Insofern ist Gesellschaft schon gut, aber müsste ggf. verbessert werden?
Was meint ihr? Wir werden es natürlich auch weiterhin beobachten, evtl. wird es von selbst besser, wenn er wieder gesund ist. Sie leben mittlerweile in einem kleinen Zimmer (ca. 6qm) und haben Auslauf in der Wohnung. Davor waren sie zwar auch schon in dem Zimmer, aber es stand zusätzlich der Schreibtisch meines Mannes drin, deshalb war es manchmal wärmer. Aber als Sam krank wurde, haben wir das alles kräftig umgeändert und nun haben die beiden das komplette Zimmer für sich allein (Auslauf natürlich weiterhin) und es wird auf Empfehlung des TA absolut gar nicht mehr geheizt, nur noch bei geschlossener Tür gelüftet. Könnte also gut sein, dass auch nur die vorherige Innenhaltung das Problem war und dann alles in Ordnung ist (Sam lebte vorher nämlich in Außenhaltung, die Umgewöhnung ist also vielleicht nicht so reibungslos verlaufen; Mari selbst war bereits in Innenhaltung).
Nichtsdestotrotz ist meine Frage, ob & wie man dies bezüglich des Futters verbessern könnte und ob die aktuelle Paarhaltung der beiden überhaupt empfehlenswert ist oder sie besser in einer größeren Gruppe leben sollten, damit Sam ggf. mehr in Ruhe gelassen wird?
Viele Grüße!
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