ich sehe das alles relativ locker...

Meine beiden (und div. andere Hunde in meinem Umfeld) laufen schon am Fahrrad mit, seit sie sogar weniger als 1 Jahr alt sind. Heisst nicht, dass ich das grundsätzlich befürworte: aber ich kenne bisher noch keinen Hund, dem das (bei richtigem Aufbau) geschadet hat. In Absprache auch mit Physiotherapeuten, Hundesportlern (unter anderem CH-Agility-Natitrainer) und Tierärzten, vertrete ich seit Jahren die Theorie (welche auch Stoffel sehr gut beschrieb), dass es für einen Hund, der nicht überzüchtet wurde (sprich, Schädigungen oder Qualzüchtungen an den Atmungsorganen, extrem kurze oder extrem lange Beine hat, extrem massiger Körperbau) bestimmt schlimmer für die Gelenke und die Knochen ist, wenn er mit anderen Hunden rumtobt, rennt, Haken schlägt, sich überkugelt, einem Ball nachrennt und dann Stopps reisst... als wenn er locker am Fahrrad trabt (und
das heisst für mich Fahrradfahren, lockerer Arbeitstrab, nicht gestreckter Galopp!) Wobei das Herumtollen ja auch für die Psyche eines jungen Hundes gut ist--letztendlich schadet dies aber den Gelenken bedeutend mehr als lockeres Traben. :eusa_think:
Mit meinen Hunden (wenn Kylja, als 11 jährige dabei ist) bin ich auf einer grösseren Tour gut und gerne meine 15-20 km am Fahrrad unterwegs. Im lockeren Trab. Wenn ich mit Nupri alleine geht, baue ich auch mal ne Sprintstrecke ein oder mache auch oft gezieltes Intervalltraining zum Muskelaufbau (Trab langsam, Trab verstärken, Trab langsam, Trab verstärken, mal ne Strecke zügig galoppieren, wieder langsamer Trab). Wenn ich dem Rhein entlang fahre, ist da auch noch regelmässiges Schwimmen mit dabei.
Ganz wichtig finde ich, was Mischling angesprochen hat: immer langsam starten, lieber zu Fuss. Dann im langsamen Trab die ersten Kilometer, dann erst, wenn der Hund warm gelaufen ist, verstärken. Und ganz wichtig eben auch, den Hund am Ende locker austraben lassen... Damit er auch runterfahren kann. Sonst heisst es dann wieder, gerade in Bezug auf Border oder Aussies, "man muss die Hunde ruhig halten, auf keinen Fall hochpuschen, immer schön langsam machen, die sollen in den ersten Monaten nur Schlafen lernen..." :roll: Ne, so ist es nicht, man kann auch so einen Hund auspowern-- er soll dann aber (bevor man heim kommt) wieder runtergefahren werden. Macht man dies nicht, wundert es nicht, dass der Hund dann völlig überhitzt zu Hause ankommt und weiter Party machen will. :silence: Und dann heisst es eben wieder "sobald man die Hunde mal powert, sind die gleich völlig überdreht". Meiner Meinung nach ist dies nur das Problem eines falschen Aufbaus... :silence:
Wichtig ist noch, wenn man längere Strecken auf Teer fährt (manchmal gehts halt nicht anders), haben sich Schlittenhunde-Booties sehr bewährt. Die sind aus ganz leichtem Stoff aber sehr stabil und verhindern den Abrieb der Ballen. Auf langen Touren (also lang ist bei meinem gut trainierten Hund, der auch schon Rennen im Schlittenhundegespann mitgemacht hat wirklich lang, das sind dann 25- ?? km) hat sich dies sehr bewährt. Grundsätzlich würde ich bei regelmässigem Biken oder Inlinern mit dem Hund sowieso immer ein Auge auf die Pfoten haben. Ist der Boden heiss, gibt es auch gerne mal Blasen. Auch da sind die Booties genial.
