Zeitungsbericht

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  • Zeitungsbericht Beitrag #1
Prinz Mio

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Hallo,
ich bin eigentlich dreifache Katzenhalterin. Bin aber mit Hunden aufgewchsen.
Hab eben in der Zeitung gelesen, dass der Dackel eines Jägers von einem Adler angegriffen wurde. Der Jäger hat daraufhin den hund mit einem Stock verteidigt und wohl den Alder getötet.
Das ging bis vor´s Oberlandesgericht.
Jetzt soll der Jäger 15.000€ Strafe zahlen und die Greifenwarte, zu der der Alder gehörte, im Gegenzug 512€ der Tierarztkosten des Dackels übernehmen.

Was sagt ihr dazu? Ich find das nicht fair. Natürlich verteidigt man doch sein Tier draußen, oder wie hättet ihr reagiert? Und dann 15.000€??
Lieben Gruß Lea
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(Neuer Post des gleichen Users unten angefügt)
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Wow, offenbar bin ich wohl die einzige, die ihrem Tier zu Hilfe geeilt wäre....
 
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  • Zeitungsbericht Beitrag #2
Hallo Lea,

nun ja ... zunächst einmal hat sich der Adler während einer Flugschau der Greifenwarte entfernt und war drei Tage unaufindbar.
Der Jäger hat den Adler dann auf einem Wanderparkplatz entdeckt und ist dann mit dem angeleinten Hund auf den Adler zugegangen.

Soviel erstmal dazu ...

Und ansonsten :
Wer so dämlich ist, sich einem Greifvogel von der Größe eines Adlers einfach so nähern, muß schon einen gewaltigen Sockenschuß haben ...

Wenn man dann noch einen Dackel mitschleppt, der sich von der Größe her für den Adler nun mal ideal als Appetizer eignet, brennt die Wurst aber lichterloh ...

Und wenn der Typ dann noch Jäger ist und somit eine gewisse Ausbildung in Bezug auf Wildtiere genossen hat kann ich nur hoffen, dass sich die zuständigen Ordnungsbehörden noch zusätzlich zum zivilgerichtlichen Verfahren dazu durchringen, dem Mann aufgrund charakterlicher Uneignung sowohl Jagdschein als auch Waffenbesitzkarte zu entziehen.

Für mich stellt sich die Frage nach dem "zu Hilfe eilen" in diesem Fall also gar nicht erst ...

Herzliche Grüße

Mat
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #3
@Mat
Da gebe ich dir recht. Er ist zu dem Adler hingegangen, noch dazu mit einem Hund, der Adler hat richtig reagiert, der Jäger nicht.
Gruß HelgaK
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #4
Ich habs in der TAZ gelesen und da stand nichts davon, das der Jäger auf den Adler zugegangen sei.
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #5
Ich finde es völlig richtig das der Jäger verurteilt wurde.
Adler sind bedrohte Tiere, es ist verboten sie zu töten, für was auch immer. Auch wenn sie im "Privatbesitz" sind (Der Jäger sollte vielleicht wissen das sich neben seinem Revier eine Greifvogelwarte befindet, 1 und 1 zusammenzählen konnen und sich denken können das der Vogel da her stammt, und dort anrufen können anstatt von selbst auf den Adler zuzugehen).
Klar tut mir der Dackel leid und wahrscheinlich wäre jeder Besitzer auf den Adler losgegangen wenn der seinen Hund in den Klauen hätte, aber, wie Mat schon sagte, muss man umbedingt mit einem Kleinhund auf einen Adler zugehen? Wenn er das gelassen hätte, oder vielleicht den Hund auf den Arm genommen hätte, wäre nichts passiert.
Und so einfach dürfte es auch nicht sein einen Adler mit einem Stock zu erschlagen... Hätte es vielleicht nicht auch gereicht auf die Flügel zu zielen (woran der Adler kaum gestorben wäre)?
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #6
Jeder von uns häte seinen Hund verteidigt, das ist wohl hier nicht die Frage. Aber deswegen ein so grosses Tier wie einen Adler totschlagen? Liegt das in der Natur der Jäger oder sollte man einfach mal einen Intelligenztest für Jäger einführen? Ich finde die Strafe mehr als nur gerecht! Erst hat er seinen eigenen Hund völlig unnötig in Gefahr gebracht und dan hat er auch noch ein seltenes Wildtier TOTGESCHLAGEN! Was soll man tun? Diesen Herrn zu dieser Intelligenzleistung auch noch beglückwünschen?
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #7
Finde es richtig, dass der Jäger verurteilt wurde, wer die Lobby der Jäger kennt, weis das die Jäger in der Regel (Ausnahmen bestätigen die Regel) sowieso machen was sie wollen.
Ob da der Adler den Hund einfach so angegriffen hat, will ich bezweifeln. Der Adler hat sich und sein Terrain wahrscheinlich nur verteidigt.
LG
Jumpy;)
 
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  • Zeitungsbericht Beitrag #8
Nabend Zusammen,

also bitte ... haltet mal den Ball flach !

Liegt das in der Natur der Jäger oder sollte man einfach mal einen Intelligenztest für Jäger einführen?
wer die Lobby der Jäger kennt, weis das die Jäger in der Regel (Ausnahmen bestätigen die Regel) sowieso machen was sie wollen.
Wer meint, einen Intelligenztest für Jäger einführen zu müssen, sollte erst mal die Jägerprüfung bestehen und danach die Klappe aufreißen !

Ja, die Jägerlobby ... nun, mit Jägern ist es wie mit allen anderen "Randgruppen" auch; was Otto-Normal-Nichtjäger erfährt, betrifft i.d.R. lediglich die schwarzen Schafe der Zunft.

Die Arbeit, die von den restlichen 99% beispielsweise dort geleistet wird, wo die Natur nicht mehr als Regulativ dienen kann, Mountainbiker das Unterholz plattwalzen und lediglich der Mensch in seinem fahrbaren Untersatz als letzter natürlicher Feind in Überpopulationen eingreift, kommt selten an die Öffentlichkeit.

Herzliche Grüße

Mat
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #9
Selbst wahrscheinlich Jäger und fühlt sich angesprochen, ich würde den Ball mal selber flach halten, mein Dad führt gerade einen Prozess gegen diese Lobby als renomierter Tierschützer.
Diese Sprüche sind mehr als nur bekannt.
LG
Jumpy
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #10
Jetzt beruhigt euch mal wieder, soweit ich das hier lesen konnte hat dieser Jäger wirklich alles falsch gemacht was möglich war, aber deshalb muß man noch lange nicht alle Jäger für schlecht halten. Mat hat da schon recht, aber wenn die Mountainbiker auf den Wegen bleiben kann die Natur damit auch zurecht kommen.
Etwas Rücksicht auf die eh schon sehr eingeengten Wildtiere tut wohl keinem weh.
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #11
Hallo Jumpy,

ich bin kein Jäger und war auch nie einer; ich gehe lediglich mit offenen Augen durch die Welt.

Dabei sieht man dann beispielsweise Grünflächen, die nach dem Durchzug einer Rotte Wildschweine nur noch zum Unterpflügen und zur Neusaat taugen, Verbißschäden an mühsam aufgeforstetem Gehölz, nordic-walkende Walküren welche bevorzugt in Rudeln auftreten und dabei mühelos zwei Quadratkilometer Wald beschallen ...

Ja, ich kenne auch die Fraktion, die alles niederknallt was ihnen vor die Flinte kommt um sich ihre Jagdpacht aus dem Bestand herauszuschießen, verhinderte Hilfspolizisten und Freizeit-Ordnungshüter ... ich kenne auch von Stolperfallen übersähte und durch herumliegendes Geäst geradezu unpassierbare Reitwege.

Aber ich kenne ebenfalls die Leute, denen man mal eben eine neue Mountainbike-Strecke durch´s Revier legt ... oder die Leute, die jedes Wochenende anderthalb Kubikmeter Müll aus ihrem Pirschbezirk herauskarren.

Die Welt ist nicht nur Schwarz/Weiß ...

Herzliche Grüße

Mat
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #12
OK Mat ! FRIEDEN !!
hast ja recht, aber leider gibts genug von den verhinderten !
LG
Jumpy
 
  • Zeitungsbericht Beitrag #13
Wir sprechen von einen Greifvogel und nicht von einen Steinadler . Eigentlich , im normal fall wäre das Tier wegeflogen.
 
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