Erstmal, es tut mir leid wegen Elma
Wurde der Pilz denn genau untersucht, also wurde der Vogel nach seinem Tod seziert oder ein Kropfabstrich unter dem Mikroskop untersucht? Hat der TA dir genau gesagt was für ein Pilz es war? Candida, Aspergillus...?
Schimmelpilze (Aspergillose) sind relativ selten bei Kanaris. Das bedeutet nicht das sie nicht vorkommen, aber die "Pilzgeplagten" sind vor allem die tropischen Papageien. Bei anderen Vögeln kommen Pilze eigentlich eher vor wenn der Vogel schon vorher durch eine andere Erkrankung geschwächt war.
Candida, also ein Hefepilz, ist was anderes, der kann auch Kanaris befallen. Ist zwar nicht umbedingt die häufigste Erkrankung bei ihnen (typische Candida-Patienten sind handaufgezogene Papageienbabys und andere Vögel bei Vitamin-A-Mangel) aber es kann wie gesagt auch bei Kanaris vorkommen. Die Behandlung ist wirklich einfach und hat praktisch kaum Nebenwirkungen (Medikament Nystatin, wird direkt in den Schnabel gegeben und wirkt nur per Kontakt, geht also nicht mal in den Blutkreislauf über, daher gibt es auch kaum Nebenwirkungen). Was mich wundert ist das der TA schon ab dem erstem Verdachtsmoment nicht gleich behandelt hat? Zumal sich Candida meistens sogar im Kot nachweisen lässt (der Pilz sitzt im ganzem Verdauungstrakt, nicht nur im Hals).
Nach den Tips die der TA dir gegeben hat, scheint er aber eher einen Schimmelpilz zu vermuten (vermuten oder eindeutig diagnostiziert? Wurde geröntgt?), was mich ehrlich gesagt etwas wundert da selten bei Kanaris und eher im tieferen Atemsystem (Lunge, Luftsäcke) als im Hals! Was bei einem Schimmelpilz eine Kropfspülung bringen soll weiss ich auch nicht, ist nicht gerade logisch. Da schon eher wieder bei Candida zur genauen Diagnose, aber da frage ich mich wiederum warum nicht vorsorglich Nystatin gegeben wurde beim Verdacht als du das erste mal da warst, sondern Antibiotikum. Antibiotikum ist bei Pilzen jedenfalls völlig unwirksam, kann sogar eher schädigen da das Antbiotikum auch die "Nutzbakterien" abtötet und dem Pilz praktisch freie Bahn bereitet.
Und Atemnot wegen Candida, naja... ist auch nicht umbendingt erstes Symptom. Eher typisch für Schimmelpilze, aber da frage ich mich wieder was eine Kropfspülung soll...
Wie gesagt, das sind alles nur Spekulationen, ich war nicht dabei und weiss nicht was genau gemacht wurde, bzw. was genau die Verdachtsdiagnose war. Aber so wie du es erzählst, bist du absolut sicher das der TA wirklich vogelkundig war?
Wurde ganz sicher ausgeschlossen das Elma Lüftröhrenmilben hatte? Die sind nämlich ziemlich häufig bei Kanaris und verursachen genau das was du beschreibst, also Atemgeräusche, Stimmveränderung, Atemnot, nicht sehr gestörtes Allgemeinbefinden bis der Befall massiv ist, aber wenn er erstmal massiv ist kann der Vogel auch daran ersticken.
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(Neuer Post des gleichen Users unten angefügt)
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Mir ist noch was eingefallen: wurde auf Trichomonaden untersucht? Das sind Parasiten die im Rachen leben und dort kleine gelbe Knötchen verursachen (sehen auf dem ersten Blick aus wie Pilzknötchen) die massive Atemnot verursachen. Würde jedenfalls ziemlich genau auf Elmas Symptome passen.
Falls Trichos nicht ausgeschlossen wurden und du noch weitere Kanaris hast solltest du die umbedingt darauf untersuchen lassen (eventuell bei einem anderem TA...) , da die Krankheit ansteckend ist!