Hund plötzlich erblindet

Diskutiere Hund plötzlich erblindet im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich schreibe das hier für alle, die wie ich vor 14 Tagen, verzweifelt nach Hilfe suchten als ihr Hund plötzlich blind wurde. Ich habe...
  • Hund plötzlich erblindet Beitrag #1
liebling2

liebling2

Beiträge
3
Punkte Reaktionen
0
Hallo,
ich schreibe das hier für alle, die wie ich vor 14 Tagen, verzweifelt nach Hilfe suchten als ihr Hund plötzlich blind wurde. Ich habe eine 13 Jahre alte Jack Russel Hündin, immer noch fit ist wie ein Turnschuh. Sie hat zwar schon seit 2 Jahren leicht trübe Linsen, aber damit hatte die Erblindung nichts zu tun.
Am Samstag vor 14 Tagen hatte sie an einem Auge eine Bindehautentzündung, was sofort beim Doc behandelt wurde und sich dann auch besserte. Am Donnerstag danach merkte ich plötzlich abends, dass sie Ihre Futterschüssel nicht gleich fand und sich erschreckte wenn ich sie streicheln wollte, sie sah meine Hand gar nicht kommen. Ich wedelte mit dem Ball direkt vor ihrem Gesicht herum, keine Reaktion. Am Freitagmorgen war sie kplt. blind. Schock.
Sie lief gegen die Wand, fand die Wasserschüssel nicht, wäre fast die Treppe runter gestürzt, beim Gassi gehen schlich sie nur noch, total verunsichert……. Ich, sofort zum Doc (geht zu einem Tierarzt, der sich auf Augenheilkunde spez. hat) Alle möglichen Untersuchungen gemacht, keine Erklärung gefunden. Der Hund war blind! Verdacht auf SARD, was leider nicht heilbar ist. Um eine Entzündung tatsächlich auszuschließen, denn dafür lag kein Befund vor, gab sie mir vorsichtshalber Antibiotika und hoch dosiert Kortison (Vorsicht, bei Verabreichung von Kortison muss vorher ausgeschlossen werden, dass die Erblindung nicht durch Diabetes verursacht wurde). Wir glaubten zwar alle nicht an eine Besserung, aber wollten auch alles versuchen was ging. Nach 5 Tagen zur Nachuntersuchung, wir konnten es nicht fassen, auch der Doc nicht, auf dem linken Auge waren leichte Reaktionen zu bemerken, sie sah wieder ein bisschen, zwar nicht viel aber immerhin. Ich gebe Ihr die Tabletten weiter, welche sie, Gott sei dank, auch gut verträgt und mit jedem Tag bessert sich Ihr Zustand.
Sie sieht zwar nicht mehr so wie früher, vor allem rechts so gut wie gar nicht, aber es ist ausreichend. Sie kann sich wieder frei bewegen, die Treppe hoch und runter, beim Gassi voraus pirschen, sogar ihrem Ball jagt sie wieder hinterher, da muss sie allerdings genau sehen wo er hin rollt, aus der Entfernung sieht sie ihn nicht, aber egal.
Wir hatten das Glück, dass sie nicht kplt. Blind geblieben ist. Also, wenn was ist, sofort zum Arzt, nicht lange warten. Sollte es aber so sein, dass euer Liebling doch blind bleibt, es gibt ja hierfür viele Ursachen, dann nicht verzweifeln. Ich habe zwar auch am ersten Tag nur geheult, weil es mir fast das Herz brach zu sehen wie sie z.B. an die Wand lief und ich dachte, jetzt hat sie keine Lebensqualität mehr, aber, Falsch! Vor allem nicht den Fehler begehen, den Hund jetzt zu verhätscheln, das hilft ihm nämlich am aller wenigsten. Weiter machen wie bisher.
Es tut weh wenn man sieht wie er an den Stuhl läuft oder orientierungslos im Raum steht etc.
aber einfach lassen, der tut sich schon nix. Natürlich jetzt nicht die Möbel verrücken oder ähnliches. Alles an seinem Platz lassen, auch die Hundeschüssel. Ich bin Ihr zwar immer, allerdings auf Abstand, hinterher wenn sie los marschierte, aber nur um zu sehen was sie macht und einzuschreiten wenn was sein sollte, nicht das sie die Treppe runter fällt, ansonsten habe ich mich unbemerkt wieder zurück gezogen. Am Anfang habe ich ihr durch rufen den Weg zu ihrem Schüsselchen gezeigt, genauso beim Gassi gehen, wenn sie nicht weiter wusste, einfach rufen, mir ihr reden, sie hat sich daran orientiert. Ich habe mit ihr das Treppen laufen geübt, damit sie ganz alleine raus und rein kann, wann SIE Lust dazu hat. Hoch ging ganz schnell, runter nicht so, da brauchte sie noch Hilfestellung, aber auch hier musste sie es alleine schaffen, ich habe sie nicht getragen! Die ersten zwei Nächte hat sie press an mich gekuschelt bei mir im Bett geschlafen, das durfte sie dann auch, denn ich hatte das Gefühl, dass es ihr irgendwie Sicherheit gibt. Das legte sich allerdings von alleine, denn mit jedem Erfolg den die kleine Maus im Alltag verbuchte, wurde sie selbstsicherer, blieb dann auch wieder in ihrem Körbchen. SIE half mir fast mehr damit, zu sehen das ihr trotzdem gut ging und wie gut sie damit zurecht kam, als ich ihr. Auch das zusammen leben mit meiner 2. Hündin (ca. 60 cm große Mischlingsdame) funktionierte einwandfrei. Die hat von ganz alleine irgendwann gemerkt dass da was anders ist und obwohl sie eine Zicke ist, durfte der
Zwerg ganz eng an sie gekuschelt schlafen, normalerweise schlafen die nämlich getrennt ;-)
Auch hier muss man nicht nachhelfen wenn mehrere Hunde im Haus sind, die machen das alleine.
Vielleicht hat euch mein Beitrag ein bisschen Mut gemacht. Ich musste die Erfahrung, plötzlich blind, auch machen, hatte zwar das Glück dass sie nicht kplt. blind geblieben ist, aber die ersten Tage mussten wir uns arrangieren, ob wir wollten oder nicht. Der Hund muss sich auch erst daran gewöhnen, der Mensch allerdings auch! Aber mein Mäuschen hat mir gezeigt, dass ein Hund sehr gut mit dieser Behinderung weiterleben kann.

LG
 
  • Hund plötzlich erblindet Beitrag #2
auch wenn das topic alt ist. genau sowas machen wir gerade auch durch. nur das die kleene erst 4 ist. waren in ner klinik aber die chancen das was zurück kommt sind wohl schlecht. :-( bleibt nur hoffen und hoffen! in ein paar tagen müssen wir zum 2 check wo dann festgestelltwird ob es sich langsam bessert oder nicht mit den tropfen und cortison!
 
  • Hund plötzlich erblindet Beitrag #3
Oh weh das klingt ja nicht gut.
Daumen sind gedrückt das es besser wird!
Magst du weiter berichten?

LG
Schatti
 
  • Hund plötzlich erblindet Beitrag #4
Oh weh das klingt ja nicht gut.
Daumen sind gedrückt das es besser wird!
Magst du weiter berichten?

LG
Schatti

werde berichten was am dienstag raus kommt. aber zuhause macht sie leider keinen eindruck der besserung :(. muss schon zugeben das es auch für das herrchen nicht so leicht mit anzusehen ist !
 
  • Hund plötzlich erblindet Beitrag #5
Hallo,

was haben die in der Klinik denn gemeint wo die Erblindung herkommt? Wie gehts der kleinen denn jetzt?
Ich habe ganz aktuell mit meiner kleinen das nächste Augenproblem, zu hocher Augeninnendruck, leider schmerzhaft für den Hund (wie Migräne). Hat sich zwar duch die Medikamenten etwas gebessert, aber die Chancen, das ganze dauerhaft mit Medikamenten in den Griff zu bekommen stehen eher schlecht. Wenn nicht muss das Auge herausoperiet werden, hört sich furchtbar an ich weis, war auch erst geschockt, vor allem stand die Frage im Raum, sie ist jetzt 14 1/2, ob ich Ihr eine Op noch zumuten soll. Aber nach dem ersten Heulanfall:( hab ich mich wieder sortiert und das pro und contra abgewogen und bin zu dem Entschluss gekommen, da sie überhaupt keine weiteren Krankheiten hat, Herz noch fit ist etc. und noch soviel Spaß am Leben hat, möchte ich, sollte es notwendig sein, die Chance der Op nutzen wenn es ihr hinterher besser geht. Hätte sie jetzt noch andere Krankheiten (Krebs oder was in der Art) und würde sich nur noch quälen, hätte ich mich schweren Herzens entschlossen sie zu erlösen. Denn ich bin der Meinung, wer sein Tier liebt, muss seine eigenen Emotionen hinten anstellen und loslassen können, dem Tier zu liebe!

Wäre schön wenn Du mich über Deine kleine auf dem laufenden halten würdest:) ich drück Euch die Daumen.

LG
 
  • Hund plötzlich erblindet Beitrag #6
Hallo,

was haben die in der Klinik denn gemeint wo die Erblindung herkommt? Wie gehts der kleinen denn jetzt?
Ich habe ganz aktuell mit meiner kleinen das nächste Augenproblem, zu hocher Augeninnendruck, leider schmerzhaft für den Hund (wie Migräne). Hat sich zwar duch die Medikamenten etwas gebessert, aber die Chancen, das ganze dauerhaft mit Medikamenten in den Griff zu bekommen stehen eher schlecht. Wenn nicht muss das Auge herausoperiet werden, hört sich furchtbar an ich weis, war auch erst geschockt, vor allem stand die Frage im Raum, sie ist jetzt 14 1/2, ob ich Ihr eine Op noch zumuten soll. Aber nach dem ersten Heulanfall:( hab ich mich wieder sortiert und das pro und contra abgewogen und bin zu dem Entschluss gekommen, da sie überhaupt keine weiteren Krankheiten hat, Herz noch fit ist etc. und noch soviel Spaß am Leben hat, möchte ich, sollte es notwendig sein, die Chance der Op nutzen wenn es ihr hinterher besser geht. Hätte sie jetzt noch andere Krankheiten (Krebs oder was in der Art) und würde sich nur noch quälen, hätte ich mich schweren Herzens entschlossen sie zu erlösen. Denn ich bin der Meinung, wer sein Tier liebt, muss seine eigenen Emotionen hinten anstellen und loslassen können, dem Tier zu liebe!

Wäre schön wenn Du mich über Deine kleine auf dem laufenden halten würdest:) ich drück Euch die Daumen.

LG

ja der augenspezialist war sich nicht wirklich sicher muss ich zugeben. er hat wirklich eine menge menge tests gemacht. und es war wohl zu sehen das das auge entzündet war . die blindheit kam jedoch zumindestens für mich merklich innerhalb von 1-2 tagen. die symptome passen leider auch nie zu 100% zu einer erkankung. die hat große pupillen werden reagieren komischerweise nur bei sonnenlicht. augeninnendruck war bei 2 tests zu verschiedenen zeiten ok. ihre art (vor den jetzt gegebenen medikamenten) völlig normal aufgedreht. ich selbst hab leider auch absolut keine erfahrungen mit augenleiden bei hunden. weil wir hatten glaube schon fast alles bei hunden.aber nie was mit den augen . der arzt agte auch das die netzhaut von anfangan ehr dünn gewesen sein muss. und in einem auge der sehnerv halb weg sei. sie hatte jedoch nie bechwerden am auge.kein reiben kein tränen nix. (bin da auch für tipps offen was krankheiten und ideen rund um das auge angehen)

das stimmt der schock hier war und ist immernoch recht groß muss ich sagen. uiui na dann euch auch mal die daumen gedrückt das er dann noch eine unbeschwerte zeit hat.

ps. du hast völlig recht das man nicht seine emotionen in vordergrund stellen darf. sondern das wohl des tiers! lg
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hund plötzlich erblindet Beitrag #7
Ja ab heute ist es fest. Leider hat sich die komplette Netzhaut aufgelöst. :( Wie auch immer das so sein kann. Der Augenarzt sagte er könne nun auch nicht zu 100% sagen wo es genau herkommt.Kann ne alte Entzündung sein oder auch auch PRA . Da müsste man weitere Tests machen. Und wir haben nun auch keine Infos über ihre Eltern.Da PRA ja erblich ist. Nun ja jetzt gilt es selbst zu lernen damit man nicht so viel falsch macht mit ihr und sie gut leben kann damit.
Aber irgendwie macht man sich auch gedanken ob man irgendwo was verpasst hat in der vergangenheit. :(
 
Thema:

Hund plötzlich erblindet

Hund plötzlich erblindet - Ähnliche Themen

Hund torkelt seit bakterieller Mandelentzündung?: Vor 1.5 Wochen hatte unser Hund (2.5 Jahre alt, 26kg) angefangen zu husten / würgen und sich irgendwie komisch zu verhalten, auch leicht zu...
Meine Kleinen Lieblinge: Vor etwas mehr als einem Jahr seid ihr bei mir eingezogen. Ab dem ersten Tag habe ich euch sechs geliebt und alles dafür getan, dass es euch gut...

FIP

FIP: Hallo ihr lieben, ich wollte euch heute Mal von unseren letzten 4 Wochen erzählen, vielleicht hilft es dem ein oder anderem in Zukunft und kann...
Durchfall und Erbrechen beim Hund: Hallo liebe Mitglieder, ich bin neu hier und brauche eure Hilfe. Ich gehe öfter mit einem Hund Gassi (nicht mein Hund) aber der arme Kerl ist...
Weihnachten ohne Gina: Gina Heute ist der Vierte Advent und der Schneeregen und kalte Wind spiegeln unsere Stimmung. Seit 34 Tagen ist unser Familienmitglied, die...
Oben