Das Problem an Durchfall ist für mich, dass er ganz unterschiedliche Ursachen haben kann.
Weiß ich zum Beispiel, dass mein Hund morgens einen Pferdeapfel gefressen hat wundert mich nicht, wenn er Abends kurz Durchfall hat. Ich stelle dann auch nichts um, da es dann mit einmal dünnerem Kot auch getan ist.
Ist der Durchfall nach einem Tag nicht weg stelle ich auf Schonkost (Reis, Pute, Gemüsebrühe, etwas Hüttenkäse und Banane) um. Aber immer vorausgesetzt, ich kann eine direkte Ursache wie das Aufnehmen von irgendwas ausschließen. Habe ich den Verdacht, dass mein Hund etwas "nicht koscheres" gefressen hat wäre der Gang zum TA u.U. früher angesagt.
Kohletabletten würde ich nur bei richtigem Wasserdurchfall geben, allerdings dann in Absprache mit dem TA, da ich eine solche Durchfallattacke schon heftig finde.
Beim TA würde ich es erst einmal mit Carnikur, wenn das auch nicht hilft (zusätzlich zur Schonkost) mit ABs versuchen.
Anders sieht es aber wieder aus wenn der Hund etwas aufgenommen hat. Wenn ich weiß, dass es nur ein paar Fusseln o.ä. sind, was leicht den Darm passieren kann, kann ich mit Sauerkraut nachhelfen. Ist es etwas anderes muss der TA es u.U. entfernen, weshalb ich wegen verschluckter Dinge auch immer zuerst den TA befragen würde, ob es seiner Meinung nach vorne oder besser hinten raus soll.
Und dann sind da eben noch Welpen, ältere und kranke Hunde. Bei einem angeschlagenen Hund würde ich bei Durchfall, der zwei Tage dauert, immer zum TA, egal was die Ursache ist, bei bestimmten Krankheiten vielleicht sogar am ersten Tag. Für Welpen sind zwei Tage Durchfall u.U. viel schlimmer als für einen gesunden, adulten Hund. Ist mein Hund fit und "mittelalt" würde ich, wenn er nichts verschluckt hat, nach drei Tagen Durchfall zum TA gehen.
Das ist allerdings nur mein "persönliches Schema". Je nach Umstand variiert das wieder. Jeder kennt seinen Hund und die Umstände des Durchfalles selbst am besten und kann daher vermutlich auch am besten entscheiden, wann ein Hausmittel und wann ein Besuch beim TA angebracht ist. Schlussendlich gilt aber: Lieber einmal mehr zum TA, bevor man selbst etwas unternimmt und nachher mehr kaputt macht als man hilft.