Die Hormonspritze ist in etwa vergleichbar mit dem Chip bei Rüden.
Die Spritze wird m.W. etwa 2-3 Monate nach der Läufigkeit gegeben und verhindert die gesamte Läufigkeit mitsamt Blutung. Allerdings muss die Spritze regelmäßig und pünktlich wiederholt werden, um die Läufigkeit auch wirklich zu unterbinden.
Setzt man die Spritze ab, wird die Hündin wieder läufig. Die Spritzen stehen auch in Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen.
Hier ist es gut zusammen gefasst:
Da Hündinnen keinen Monats-, sondern einen Halbjahres- Zyklus haben, werden ihre Eierstöcke nicht mit der "Pille", sondern mit einer langzeitwirkenden Hormonspritze ruhiggestellt. Wählt man diese Behandlungsart, muss zunächst eine Läufigkeit abgewartet werden. Zwei bis drei Monate später (in der Ruhephase der Eierstöcke) erfolgt die erste Spritze, die nächste bekommt die Hündin nach 4 Monaten, dann alle 5 Monate.
Quelle
Um also auch noch auf die Ausgangsfrage zu antworten: Vor der ersten Läufigkeit ist die Spritze nicht möglich, erst danach.
Desweiteren werden in der Quelle aber auch Nachteile genannt:
1) Die Hormonbehandlung bietet keinerlei Krebsvorsorge. In meiner Praxis sind in den letzten Jahren fast alle hormonbehandelten Patientinnen an Tumoren des Gesäuges erkrankt.
2) Die Hündin behält ihre Gebärmutter, kann also Zeit ihres Lebens scheinschwanger werden oder an einer Gebärmuttervereiterung lebensgefährlich erkranken.
3) Die Hormonspritzen müssen absolut termingenau verabreicht werden, d.h. der Besitzer muss den Terminkalender exakt führen.
4) Eine Hündin wird nach Hormonbehandlung häufig träger und zu fett, wenn sie dieselbe Futterration erhält wie vor der Behandlung. Man muss deshalb unbedingt ein kalorienreduziertes Futter füttern.
Das findet man auch in anderen Quellen aufgeführt.
Verhütet wird übrigens mit Progesteron, wie beim Menschen auch. Der Körper stellt also die natürliche Produktion des Hormons ein, da künstliches vorhanden ist, wodurch der Zyklus still gelegt wird.
Wann die Spritze genau verabreicht wird scheint aber auch vom Präparat abzuhängen:
Das bedeutet, dass die Hündin frühestens drei Monate nach der letzten Läufigkeit und spätestens einen Monat vor der nächsten Läufigkeit gespritzt werden darf. Die Abstände der folgenden „Verhütungsspritzen“ hängen vom verwendeten Präparat ab.
Quelle
Da wird auch noch ein anderes Risiko aufgeführt:
Wird bei der ersten Hormongabe der Zeitpunkt der Sexualruhe verpasst (z. B. aufgrund ungenauer Angaben oder Unregelmäßigkeiten im Sexualzyklus) und die Hündin trotzdem gespritzt, können z. T. lebensbedrohliche Krankheiten der Gebärmutter entstehen.
Die Hündin kann übrigens dennoch läufig werden, zum Beispiel wenn sie sehr engen Kontakt zu einem anderen Rüden haben. Dann müssen die Abstände der Spritzen verkürzt werden.
Als Nebenwirkungen werden außerdem Haarausfall und Hautverfärbungen an der Injektionsstelle, Fettleibigkeit, Bildung gutartiger Geschwülste im Gesäuge, Entstehung von diabetes mellitus und eine Überproduktion des Wachstumshormons (hervorstehende Augen, Zahnlücken) genannt.
EDIT: Ok, Pewee war schneller

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