V.a. Melanom/ Amputation sinnvoll?

Diskutiere V.a. Melanom/ Amputation sinnvoll? im Ratten Gesundheit Forum im Bereich Ratten Forum; Liebe Forummitglieder, ich wende mich an euch, da ich vor der Entscheidung stehe Schwanz ab, ja oder nein. Die Ratte ist ca. 1 Jahr alt, fit...
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  • V.a. Melanom/ Amputation sinnvoll? Beitrag #1
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Minella

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Liebe Forummitglieder,

ich wende mich an euch,
da ich vor der Entscheidung stehe Schwanz ab,
ja oder nein.
Die Ratte ist ca. 1 Jahr alt, fit wie ein Turnschuh...

Hier meine Bedenken:

Es ist nicht sicher ob es bösartig ist (wird wegen schnellem
Wachstum aber vermutet).

Nakoserisiko, empfind ich bei Ratten recht hoch, bzw. halte nicht besonders viel von.

Wundheilung (ich kann sie zwar in einen Käfig setzen,
aber ich wüsste nicht, wie ich sie vom Schwänzel fernhalten soll.

Wie ist es dann mit Orientierung und Gleichgewicht?

Danke schonmal für Infos, Tipps und Meinungen....
 
  • V.a. Melanom/ Amputation sinnvoll? Beitrag #2
Huhu,

die Entscheidung kann dir wohl hier niemand abnehmen.
Auch wenn Melanome beim Tier meist gutartig sind und lang brauchen, bis sie streuen, mit einem Jahr hat der Tumor ja noch 1-2 Jahre, um doch zu entarten, wenn er denn noch gutartig ist.

Wo genau liegt das denn ? Wie viel vom Schwanz müsste ab ?

Ratten können den Verlust des Schwanzes meist relativ gut kompensieren. Sie sind zwar dann beim Klettern eingeschränkt und müssen neu lernen, sich auszubalancieren, aber sie schaffen das meist. Vor allem, wenn nicht der ganze Schwanz abkommt.

Die Orientierung wird nicht beeinflusst werden, damit hat der Schwanz nichts zu tun.

Bei einer gesunden Ratte und einem erfahrenem Tierarzt ist das Narkoserisiko vertretbar. Meist sind es Fehler des Arztes oder nicht bekannte Erkrankungen, die den Tieren das Leben kosten. Richtig angewandt sind die modernen Narkosen (Isofluoran plus Schmerzmedi bzw. komplett antagonisierbare Injektionsnarkose) gar nicht mehr so gefährlich wie die Steinzeit-Injektionsnarkose, wo man beten musste, dass es richtig dosiert wurde und das Tier wieder aufwacht.
Wenn ich mich nicht verzählt habe, hatten wir hier bisher 14 Narkosen, nur ein Tier ist dabei gestorben, die hatte allerdings eine Gebärmutterentzündung und die Kastration ist so schon eine heftige OP, dazu die Schwächung durch die Pyo - das Narkoserisiko war allein aufgrund des Eingriffs riesig, sie ist nach der OP nicht aufgewacht. Einzige Alternative war die Euthanasie, da die Infektion unbemerkt so weit fortschreiten konnte, dass man es mit Medikamenten nicht mehr in den Griff hätte bekommen können.
Aber wie gesagt, sie war vor der OP schon nicht gesund.

Aber wenn du eh nicht viel von Narkosen und OPs hälst, dann wird dich das womöglich auch nicht überzeugen. Jedoch sind Ratten Tiere, bei denen man mit OPs und Narkosen rechnen muss.

Ob Ratten an OP-Wunden gehen, ist nicht gesagt. Solang sie richtig mit Schmerzmitteln abgedeckt sind, gehen viele Tiere nicht an die Nähte. Und selbst wenn sie es tun, gibt es diverse Trick wie Bitterspray, Verbände (auch nur um die Bewegung einzuschränken) oder in hartnäckigen Fällen die Halskrause. Rudelmitglieder gehen in der Regel noch seltener an OP-Wunden. Eine Trennung ist in den aller wenigsten Fällen nötig. Sobald das Tier wieder sicher auf den eigenen Beinen steht und frisst, kann es zurück ins Rudel - natürlich muss man für gescheite Sauberkeit sorgen. Aber in der Gruppe haben sie weniger Stress als durch die Isolation und genesen doch eher.
 
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