Huhu,
ich würde mir vom Tierarzt ja zeigen lassen, wie die Nackenfalteninjektion geht. Während du mit Daumen und Zeigefinger die Nackenfalte hebst, kannst du notfalls mit dem Handrücken Druck auf das Tier ausüben, und es so leicht auf die Tischplatte "drücken". Mit der rechten Hand setzt du die Injektion (von vorn, sieht fies aus, wenn die Ratte die Spritze komme sieht, aber so denken nur Menschen). Aber aufpassen, dass du dich nicht selbst stichst
Man kann die Tiere sehr gut an dieses Handling gewöhnen (und z.B. mit einem Bleistift die Spritze immitieren beim Medical Training) und mit guten Nadeln (24 bzw 26G), merken sie davon kaum etwas - solang man nicht mehrfach ansetzt. Die Kanülen werden quasi sofort stumpf.
Zudem ist die Methode relativ sicher. Wenn das Tier nur irgendwie sitzt und man versucht, schnell irgendwo unter die Haut zu kommen, kann es sich bewegen und man landet an oder gar in der Muskulatur. Man sollte das Tier schon fixieren und nicht zu zimperlich sein, die Fixation dient auch der Sicherheit des Tieres, Spritzen können fiese Verletzungen geben, wenn das Tier plötzlich zappelt. Bei der Nackenfalte ist das als Einzelperson möglich.
Probleme können ein Reflux sein (wenns wieder raus kommt, daher langsam rausziehen und nicht nur 2 mm reingehen), man könnte durchstechen (daher lieber eine kurze Kanüle nehmen, es gibt eine, die kannst du komplett einführen, ohne durchzustechen). Ab und zu kann es auch bluten, wenn du ein Gefäss der Haut erwischt hast. Wenn das Tier kein Bluter ist, hört es schnell auf. Das kann bei jeder Injektion passieren, feine Blutgefässe der Haut hat es überall am Tier.