Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit!

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RattenMami206

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Hallo Ihr Lieben,

ich benötige eure Hilfe.

Meine Kleine ist jetzt ca. 1,5 Jahre alt.

Es fing vor ca. 3 Wochen an, dass sie innerhalb von wenigen Tagen relativ "lustlos" und k.o. war und viel geschlafen hat. Das war zu der Zeit, wo es schlagartig sehr warm wurde, weshalb sowohl wir als auch der Tierarzt vermuteten, dass sie sich erst an die Hitze gewöhnen muss.
Allerdings besserte sich dieser Zustand auch nach einigen Tagen nicht, obwohl es wieder abkühlte und ihre Schwester schon wieder sehr aktiv war. Dann fing sie plötzlich an beim Klettern runterzufallen, beim Laufen auf dem Boden etwas wegzurutschen etc., als hätte sie keine Kraft mehr.

Daraufhin sind wir sofort wieder zum Tierarzt. Der tastete sie ab und vermutete anfangs einen Infekt. Er gab mir Antibiotika "Baytril" für 5 Tage mit. Aber nach den 5 Tagen der Einnahme, war ihr Zustand nicht besser. Im Gegenteil. Mittlerweile versucht sie gar nicht mehr zu klettern, weil sie eh nicht mehr raufkommt. Sie bleibt nur noch auf der unteren Ebene. Fällt auch ab und zu beim Putzen mal um und taumelt manchmal beim Laufen. Generell wirkt sie leicht orientierungslos und eben relativ kraftlos. Sie hat auch oft viel rötlichen Ausfluss am Näschen. Außerdem knirscht sie viel mit den Zähnen (vermutlich wegen dem Unwohlsein?) und knabbert alle Ecken an (die Zähne sind aber laut Tierarzt in Ordnung). Aber essen und trinken tut sie noch gut, soweit ich das beobachte, was mich schon mal etwas beruhigt.

Bin dann am Freitag wieder besorgt zum Tierarzt, um zu berichten, dass es nicht besser geworden ist. Daraufhin hat sie mir jetzt für 3 weitere Tage Antibiotika sowie Vitamin-K und eine hochkalorige Vitaminpaste mitgegeben, was sie täglich 1x bekommt.
Von meinem Gefühl her geht es ihr seitdem etwas besser. Sie läuft wieder mehr rum und guckt auch mal zum Käfig raus. Sie versucht auch wieder die Treppe zu erklimmen. Also ihr Wille ist wieder da und sie wirkt etw. fitter, nur ihre Motorik spielt nicht so mit. Essen tut sie ganz normal.

Mache mir wirklich Sorgen um die Kleine und möchte ihr gerne noch mehr helfen, sich zu erholen bzw. möchte sicher gehen, dass sie richtig ärztlich versorgt wird.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit solchen Symptomen? Woran kann es liegen? Und welche Medikamente wären evtl. noch sinnvoll bzw. haben bei euren Ratten hierbei geholfen?
Habe gelesen, dass bei Störungen des Nervensystems oder jegl. Entzündungen Cortison sinnvoll ist, stimmt das? Sollte vllt. auch mal ein anderes Antibiotika probiert werden?
Oder dauert es einfach so seine Zeit und muss ich mich gedulden und abwarten (+ weiter Vitamine geben)? Habe so Angst, dass sie falsch behandelt wird und dann daran stirbt...

Ich wäre euch sehr dankbar für ähnliche Erfahrungen und Ratschläge zur Behandlung!
 
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  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #2
Da ich selber noch mie Ratten hatte, kann ich dir keine wirklichen Ratschläge geben.
Aber an deiner Stelle, würde ich erstmal abwarten und sehen ob das Antibiotika wirkt.
Falls sich wirklich nicht mehr viel ändern sollte, würde ich mir nochmal Meinung eines anderen Tierarztes holen.
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #3
Huhu,

das klingt eigentlich nach 2 Möglichkeiten : Infektion des zentralen Nevensystems oder Gebärmutterentzündung. Gerade letztere wird bei den Symptomen oft übersehen, sie kann aber ähnliche Symptome hervorrufen.

Ist ihr Genitalbereich vllt etwas unsauber ?

Welches Antibiotikum bekommt sie denn ? Wieder Baytril ?
Baytril ist zwar hirngängig, aber eigentlich wäre Chloramphenicol bei neurologischen Sachen besser, weil die Hirngängigkeit besser sein soll.

Wozu genau soll das Vitamin K sein ? Blutet sie irgendwo ?

Ansonsten, klar, bei eindeutigem Problem "im Kopf" gibt man in aller Regel ein hirngängiges Antibiotikum, Cortison zum Abschwellen und als Entzündungshemmer und dazu noch relativ hoch dosiert Vitamin B zur Regeneration der Nerven.

Ist es aber die Gebärmutter, ist Cortison wohl eher kontraproduktiv. Da hilft entweder nur die Kastration oder man versucht es mit Allizin und Antibiotika, was nicht immer klappt.
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #4
Vielen Dank für die Antwort!

Scheint als hast du mehr Ahnung von Ratten als mein TA, Nienor ;) Eigentlich traurig, aber leider kennen sich wohl nicht viele gut mit Ratten aus.

Also an ihrem Genitalbereich ist mir nichts ungewöhnliches aufgefallen. Wenn du mich fragst, gehe ich nach allem was ich gelesen habe davon aus, dass es irgendetwas mit dem ZNS zutun hat... :(

Sie bekommt seit Montag Baytril als Antibiotika. Am Freitag hat mir die TA nochmal 3 Ampulen Baytril mitgegeben, die also bis einschl. morgen reichen. Ist ja schon mal beruhigend, dass du weißt, dass Baytril hirngängig ist. Aber von Montag bis Freitag hatte das AB noch keine wirkliche Wirkung gezeigt und auch bis heute ist es nur minimal besser. :( Deshalb hab ich das Gefühl, dass mir die Zeit wegläuft um ihr zu helfen..obwohl sie ja wenigstens rauskommt und frisst.
Wie lange müsste man denn bei einem Antibiotika warten, um sagen zu können, ob es wirkt oder nicht???

Die Ärztin hat gesagt, dass wenn die Vitamine nicht helfen, wir am Mittwoch oder Donnerstag wiederkommen sollen.
Das Vitamin K bekommt sie wegen der Blutgerinnung, weil sie oft eine Blutsnase hat. Ansonsten bekommt sie noch hochkalorige Vitaminpaste. Die TA hatte erst einen Infekt vermutet und jetzt eine Blutgerinnungsstörung oder das sie gewisse wichtige Vitamine nicht aufnehmen kann. Über ZNS hat sie noch kein Wort verloren, wobei ich das nachdem ich mich Belesen habe bei den Symptomen am Passendsten finde!?!
Die TA hat übrigens auch eine Untertemperatur festgestellt.

Was rätst du mir, wie ich weiter vorgehen soll???
Soll ich mir vom TA mal Chloramphenicol, Cortison (gibt es ein bestimmtes, das du vorschlägst?) und Vitamin B geben lassen (und sie auf ZNS stupsen)? Oder soll ich erstmal schauen, ob das was ich jetzt habe was bringt und wenn ja, wie lang?

Wie verlaufen denn so ZNS-Geschichten normalerweise? :-(


PS: Was mir noch aufgefallen ist: Die Kleine hat einen totalen "Knabberdrang", sie ist ganz oft an einem Leckstein zu Gang!
Und solang sie gerade läuft sieht es schon wieder relativ gut aus. Sobald sie sich umdrehen will, rutscht ihr oft das Hinterbein weg, so ein bisschen, als wenn sie keine richtige Kontrolle oder Kraft darin hätte.
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #5
Wenn du untenrum nichts siehst, kann das heissen, dass nichts ist, dass sie sich super putzt (hatte ich hier gerade, da war der Eiter ein Zufallsfund), oder die Gebärmutter eitert geschlossen, was gefährlich ist, weils meist unentdeckt bleibt.
Die Hinterhandschwäche ist aber sehr typisch für Gebarmuttergeschichten.

Aber du hast recht, wenige Ärzte haben Ahnung von Ratten, da müssen sie sich selbst weiterbilden, das kommt im Studium kaum dran.
Die "Blutnase" spricht für wenig Ahnung, das ist Porphyrin, kein Blut. Das Sekret wird bei Krankheit produziert, die Ratt blutet nicht aus der Nase, sie ist krank, ihr geht es mies.
Das Genage spricht dafür, das tun sie oft verstärkt bei Schmerzen. Hoffentlich ist das kein Salzleckstein ?
Mit der Paste kannst du die Vitamine auch nicht richtig dosieren, da braucht es ein richtiges Vitamin B Präparat.

Sprich den Arzt (oder besser einen anderen mit mehr Erfahrung mit Ratten) morgen explizit auf eine Gebärmuttererkrankung und die Infektion im ZNS an und lass dir genau erklären, wieso er das ausschliesst oder warum er so behandelt, wie er es tut, obwohl andere Rattenhalter von anderen Behandlungsmethoden berichten, die die Tiere retten.

AB sollte binnen einiger Tage eine Besserung bringen, bei ZNS-Problemen kann es etwas länger dauern, weil Besserungen meist sehr minim sind zunächst.
Wenn es ein Gebärmutterentzündung ist, muss der Eiter defintiv raus, sonst kommt es nicht gut. Entweder samt Gebärmutter oder durch Allizin.
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #6
Okay, dann werde ich wohl noch mal hinmüssen. Dieses Mal werde ich aber einen ratten-fachkundigen TA verlangen (ist eine Tierklinik mit vielen Ärzten)! Denn rumgedoktort auf meine Kosten und die der Kleinen haben sie jetzt genug! -.- Vor allem, weil die Ärztin zwar viel spekuliert hat, aber sich nicht mal richtig anhört, was ich genau alles für Symptome beobachtet habe! Habe das Gefühl, dass sie meine Ratte schlechter kennt, als ich selbst.
Werde den TA dann und gezielt auf ZNS und Gebärmutter ansprechen und mir die von dir empfohlenen Medis geben lassen!

Dass die Kleine so viel knabbert, um Schmerzen zu "kompensieren", habe ich schon vermutet :-( Bisher bekommt sie noch kein Schmerzmittel, sollte ich das geben lassen?
Ihr akutes Unwohlsein merkt man auch dadurch, dass sie ständig am "meckern" ist, also mit den Zähnen knirscht.

Gibt es denn eine Möglichkeit ZNS oder Gebärmutterentzündungen festzustellen? Bringt eine Blutabnahme hierbei was, um zu diagnostizieren? Bisher wollte die Ärztin das vermeiden wegen der Narkose und wollte es erstmal so versuchen...

PS: Heute morgen hat meine Süße sich schon wieder auf die erste Stufe der Treppe gewagt :) aber mir ist der Fortschritt wirklich zu minimal, dafür, dass sie heute schon 8 Tage AB bekommt...bin wirklich verzweifelt :( Aber sie kann doch noch wieder gesund werden, oder?
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #7
Huhu,

Zähneknirschen kann auch auf massive Schmerzen hindeuten.
Vermutlich ist ein Schmerzmittel nicht schlecht. Wenn es Cortison gibt, dann aber kein Metacam, die beiden zusammen erhöhen die Gefahr von Magenblutungen.

Die Gebärmutter kann man durch Tastbefund und "ausmassieren" erstmal kontrollieren. Wenn da noch kein Eiter kommt, kann Röntgen und oder Ultraschall helfen - letzterer ist eher genauer.
Wenn die Gebärmutter absolut unauffällig ist, dann muss man eher von einer ZNS Geschichte ausgehen.
Also erst diagnostizieren lassen, dann auf die Medikamente ansprechen, die sonst üblich bei dieser Art der Erkrankung gegeben werden und wenn sie es nicht geben wollen, erklären lassen. Manchmal wissen sie selbst nicht, warum sie was nicht geben wollen :roll:

Bevor man Blut zapft, könnte man mal den Urin mit einem Teststreifen kontrollieren, Nieren- und Leberwerte bekommt man da schon etwas mit. Ist zwar nicht sooo aussagekräftig, aber viel leichter gemacht, denn pinkeln tun sie ja meist .. Organschaden hat meine Ärztin mal bei ZNS-Symptomen vermutet, als nichts mehr anschlug. Wirkliche Fallberichte habe ich nicht gefunden, aber unmöglich ist das sicher auch nicht, da Leber und Niere ja auch entgiften und Vergiftungen das ZNS betreffen können.

Ob sie wieder gesund wird, ist schwer zu sagen.
Gebärmutterentzündungen und ZNS-Erkrankungen sind oft sehr kritisch und enden nicht selten tötlich. Die Bakterien in der Gebärmutter vergiften den Körper, daher kommen die ZNS-Symptome und die Schwäche. Da man die Gebärmuttererkrankung häufig nicht mit Medikamenten los wird, muss dann eine Bauch-OP ran, damit die Gebärmutter raus kommt. Bauch-OPs sind enorm risikoreich und enorm invasiv. Dazu kommt, dass eine entzündete Gebärmutter auch (beim Hantieren, aber auch ohne OP) platzen kann, dann hat man die Bakterien im ganzen Bauch. Das ist schon beim Hund enorm kritisch, bei so einem kleinen Tier wie einer Ratte ist das nicht minder gefährlich. Dazu kommt, dass Ratten gerne Nähte auffressen und wenn dann plötzlich der Bauchraum offen ist, dann ist das nicht mehr lustig ..
Hinter ZNS-Symptomen kann aber auch durchaus mal ein Tumor stecken - den kann man meist nur durch Obduktion diagnostizieren (oder man macht nen Hirnscan in der Röhre, aber das macht kaum ein Arzt, es bringt auch nicht viel, ausser Gewissheit). Das ist am Ende die Ausschlussdiagnose, wenn die Gebärmutter normal ist und auch sonst keine Therapie anschlägt. Aber eben, das ist das Letzte, man sollte sich zunächst auf das konzentrieren, was man diagnostizieren und/oder behandeln kann.
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #8
So, ich möchte mal berichten, wie der Stand der Dinge ist und mich mit einem anderen Problem erneut an euch wenden :(

Also wir waren letzten Montag mit Finja erneut beim TA, habe nach einem rattenkundigen TA verlangt und daraufhin auch eine andere, sehr nette Ärztin bekommen. Habe sie gezielt auf Gebärmutter und ZNS angesprochen. Die Kleine wurde dann geröngt und anschließend schloss die TA Gebärmutter aus, da das Bild wohl normal aussah. Sie hat auch glücklicherweise keine Tumore im Körper gesehen :) Das Einzige, wo wir keinen Tumor ausschließen konnten, war im Kopf (dazu hätte extra geröngt werden müssen, was wohl um die 300€ kosten würde).

Jedenfalls gab die TA der Kleinen dann eine 3-tägige Cortison-Spritze, um zu testen, ob es besser wird und ich bekam Vitamin B mit. Antibiotika bekommt sie seitdem nicht mehr, da die TA meinte, dass es ja nach 8 Tagen keine Besserung gebracht habe.
Durch das Cortison und Vitamin B ging es Finja schon innerhalb von 24 Std. etwas besser. Am Donnerstag sind wir dann nochmals hin und sie hat auf Grund der eingetretenen Besserung eine 14-tägige Cortison-Spritze bekommen und weiteres Vitamin B.

Stand der Dinge heute nach 5-tägiger Cortison-Einnahme:
Finja geht es wesentlich besser als noch vor einer Woche, bevor sie Cortison bekam. Sie läuft wieder mehr rum und auch nicht mehr ganz so taumelnd, nimmt das Essen wieder in die Hände. Ab uns zu klettert sie sogar mal kurz am Käfiggitter oder die Leiter hoch (richtige, wenn auch seltene, Erfolgserlebnisse für mich ;)).

Allerdings ist das noch weit von ihrer sonstigen Aktivität (vor allem bzgl. des Kletterns) entfernt. Ist das normal, dass es nur schleppend besser wird? Wann kann ich in etwa damit rechnen, dass sie wieder richtig fit ist?
Morgen ist auch die letzte Vitamin B Dosis leer, soll ich nochmal neue holen oder reicht eine Woche?
Gebe ihr außerdem weiterhin 1x tägl. einen halben Teelöffel kochkalorige Futterpaste, weil sie doch einiges abgenommen hat.

Jetzt meine neue Sorge :(:

Beide Ratten haben am Kopf einige kahle Stellen, wenige sogar etwas aufgekratzt. Bei Zoey habe ich es bisher eher nicht bemerkt, aber bei der eh angeschlagenen Finja konnte ich heute meiner Meinung nach einen vermehrten Juckreiz feststellen bzw. ist sie sich relativ oft am Kratzen.
Was kann das nun wieder sein und kann es sein, dass es mit den o.g. Dingen zusammenhängt??? Was kann ich dageben tun? Kann ich irgendwas vom TA dagegen holen und wenn ja, was genau ist dabei sinnvoll?

Möchte wirklich ungern am Montag schon wieder mit beiden zum Arzt, da ich bei den letzten 4-5 Besuchen mit Finja nun wirklich genug Geld dagelassen habe, und mir das langsam in dem Maße nicht mehr erlauben kann, da ich noch in der Ausbildung bin und vorrangig auch Wohnung, Auto etc. bezahlen muss.
War wirklich froh, dass es nun endlich aufwärts geht mit ihr und habe gehofft, dass ich so schnell nicht mehr hinmuss, höchstens in 2 Wochen nochmal zum Nachspritzen oder wegen Folgemedis. Bin jetzt langsam echt verzweifelt...
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #9
Huhu,

es ist schön zu hören, dass es ihr einigermassen besser geht =)
Und auch, dass die Gebärmutter augenscheinlich in Ordnung ist.

Jedoch finde ich es ein wenig bedenklich, dass Cortison allein (okay, Vitamin B gibt es auch, aber das ist meist eher Unterstützung) eine Besserung bringt.
Das spricht irgendwo ein wenig für einen Hirntumor (es sei denn, die Besserung wäre nun nach Abheilen einer Infektion allein gekommen - aber selbst dann ist oft mit Folgeschäden bei der Koordination zu rechnen) und sowas ist unberechenbar. Wann und ob sie wieder "wie früher" wird, kann dann niemand sagen. Cortison wirkt ja abschwellend und kann so dafür sorgen, dass ein möglicher Tumor etwas weniger auf die Umgebung drückt, zusätzlich unterdrückt es die Entzündungen um den Hirntumor. Das Wachstum kann es scheinbar auch etwas hemmen, aber es kann keine Tumore heilen.

Kahle Stellen können auf Pilz- oder Parasitenbefall hindeuten, das sollte sind definitiv ein Veterinär ansehen und entsprechende Behandlung einleiten.
Da beide Tiere betroffen sind, ist es unwahrscheinlich, dass die neurologischen Probleme damit zu tun haben.
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #10
Die Antwort gefällt mir um ehrlich zu sein gar nicht, aber macht natürlich irgendwie Sinn.
Also sie versucht viel mehr, aber es ist noch weit von normal entfernt. Heute ist sie wieder die Treppe hoch, aber oben dann doch runtergefallen :(
Kann es denn sein, dass das Antibiotika (Baytril - 8tägig) nur nicht geholfen hat, weil es das Falsche war oder hätte man zumindest eine Besserung merken müssen?
Da müssen wir jetzt wohl abwarten wie es weitergeht...wie gesagt, die Cortison Spritze wirkt noch fast 2 Wochen und dann mal sehen wie es ihr geht. Bei einem Tumor wäre ihr ja eh kaum zu helfen, ist dann nur schön, dass sie jetzt wenigstens ein halbwegs angenehmes Leben hat :(
Soll ich ihr nochmal Vitamin B geben lassen???

Also von meinem Gefühl her kratzt sich Finja sehr viel und wesentlich mehr als ihre Schwester. Kann das Kratzen denn auch mit dem ZNS zu tun haben??? Will sie nicht unnötig mit anderen Medis belasten, die nicht nötig wären.

Werden wohl nicht drum rumkommen, morgen nochmal hinzugehen mit Beiden deswegen :? Aber danach muss dann wirklich erstmal Schluss sein...


PS: Die Beiden sind erst 1 1/2 Jahre...viel zu früh für einen möglichen Tumor :|
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #11
Zu den kahlen Stellen: wenn sie bei Beiden sind (so wie du meintest) und auch mit aufgekratzten Stellen, dann kommt das nicht vom ZNS, sondern spricht für einen Pilz bzw Parasiten. Da wirst du wohl nicht drum herum kommen, mit den Zweien hin zu gehen, zumal sowas unheimlich juckt und damit nicht grad für Wohlbefinden sorgt.

Zum AB: Es gibt auch noch Nuflor, das ist ein Antibiotikum, welches gespritzt wird, muss alle 2 Tage neu gesetzt werden, ist hirngängig und wirkt dem Baytril sehr ähnlich und es ist ein reines Ratten-Antibiotikum. Das hat meine Mogli bekommen, als noch fraglich war, ob es nicht doch "nur" eine Infektion im ZNS ist. Nuflor sollte jedenfalls dann recht schnell wirken und eine Besserung bringen.

Schaden kann Vitamin B jedenfalls nicht, stärkt das Immunsystem. Aber das würde ich mit deiner Tierärztin mal besprechen.
Genauso wie die Frage, ob es wirklich ein Tumor ist.
Cortison hemmt das Tumorwachstum, wirkt abschwellend, aber es macht den Tumor nicht weg. Klar, die Symptome können erstmal weggehen, aber du musst dich drauf einstellen, dass sie wieder kommen, wenn es tatsächlich einer ist. Denn wie gesagt, das Wachstum ist gehemmt, aber nicht still gelegt.

Und zu deinem Alter der Nasen: Meine Mogli ist 8 Monate alt und hat einen seit 2 (glaube ich sind es jetzt) Monaten über Ausschlussverfahren diagnostizierten Hirntumor. Bei ihr müsste er am Kleinhirn sitzen, sie schwankt häufiger mal auffällig und zeigt auch immer mal Verhaltensveränderungen. Ihr gehts Phasenweise sehr sehr schlecht (sind bisher nur einzelne Tage), sonst aber sehr gut. Auch Mogli hatte sehr stark abgenommen, hab sie dann wieder aufgepäppelt mit viel viel vie Paste, Babybrei etc. Sie hält nun wieder ohne solche Dickmacher ihr Gewicht. Mogli zb hat auch Haarausfall phasenweise. Bei sind es definitiv keine Milben oder ein Pilz, alles schon gucken lassen.
Wie sich Cortison bei Mogli auswirken würde, kann ich die aber leider nicht sagen, da sie auf Cortison allergisch reagiert.

Also: Um einen Tierarztbesuch zur Abklärung der kahlen Hautstellen bei Beiden wirst du nicht rum kommen. Sprich sie dann noch mal drauf an, ob sie damit den Hirntumor "sicher" übers Ausschlussverfahren diagnostiziert hat, und frag sie ob ihr weiter das Vitamin B geben sollt.

Und viel Glück euch
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #12
PS: Die Beiden sind erst 1 1/2 Jahre...viel zu früh für einen möglichen Tumor :|

Auf alles andere gehe ich jetzt nicht ein, dazu fehlt mir auch die Kenntnis und Nienor hat schon sehr treffend geantwortet.
Aber was das Alter und Tumore betrifft, muss ich Dich leider schwer enttäuschen. Unsere Nezumi bekam damals mit knapp einem Jahr einen Tumor, der recht schnell nach außen aufbrach und dann operiert wurde - leider hat Nezumi diese OP nicht überlebt....
Bei Mäusen und Ratten ist das Alter da oft nicht ausschlaggebend :(

Ich drücke aber natürlich alle verfügbaren Daumen, dass Deine Ratzis Dir noch lange erhalten bleiben und wieder gesund werden!

LG, seven
 
  • Meine Ratte taumelt u.ä. - Bitte teilt mir eure Erfahrungen hierzu mit! Beitrag #13
Huhu,

das vermehrte Kratzen bei deiner Patientin könnte vom Cortison mit bedingt sein - Cortison hemmt das Immunsystem, somit haben Parasiten noch leichteres Spiel. Aber es ist nicht die Ursache, wenn beide Tiere betroffen sind. Zumal Cortison auch juckreizhemmend ist.

Weil das Cortison das Immunsystem hemmt, ist eigentlich bei einer Infektion nach einer gewissen Zeit eine Verschlechterung zu erwarten - eben weil das Immunsystem runter gefahren ist und einem möglichen Erreger nichts mehr entgegen setzt.
Das ist der Grund, warum bei Cortisongabe meist ein Antibiotikum mit gegeben wird - einfach zur Sicherheit.
Deine Tierärztin hat aber bewusst das Antibiotikum abgesetzt - ich denke und hoffe, sie wird sich etwas dabei gedacht haben.
Die Verbesserung spricht auch eher dafür, dass es keine Infektion mehr ist.

Anstatt jeden zweiten Tag Nuflor spritzen zu lassen, was immer das Risiko einer Spritzennekrose und womöglich eines Fibrosarkoms mit sich bringt, kann man es auch mit Chloramphenicol probieren, das gibt es zweimal täglich oral und als Chloropal Tropfen wird das von so ziemlich jeder Ratte freiwillig vom Löffel geschleckt.

Meine Cleo hatte auch mit 9 Monaten ihre erste Tumor-OP, ab einem Jahr fängt es in aller Regel an und nur sehr wenige Tiere haben keine Tumore.
 
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