Tierheimhunde

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  • Tierheimhunde Beitrag #1
Lucy May

Lucy May

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Hallo alle zusammen

Mich würde mal interessieren wer von Euch einen Hund aus dem Tierheim hat .
Wie habt ihr zueinander gefunden und wie ist Eurer kennenlernen verlaufen ?
Gabs anfangs Probleme oder lief von Anfang an alles glatt ?

Mich interessiert Eure Tierheimhunde Geschichten .
 
  • Tierheimhunde Beitrag #2
Huhu,

mein erster Hund kam aus dem Tierheim. Damals war ich noch lange nicht geboren :)
Meine Eltern gingen damals auf die Suche nach einem neuen Hund. Ursprünglich sollte es ein Welpe werden, aber als sie ins Tierheim kamen, sahen sie den süßen Andy in einem Nebenraum. Er war noch recht schwach, ausgemergelt und hatte auch einige Wunden, da er damals ausgesetzt und erst nach einiger Zeit gefunden wurde. Es war offensichtlich Liebe auf den ersten Blick, denn eigentlich war er noch gar nicht zur Vermittlung freigegeben. Meine Eltern fanden ihn aber so toll, dass sie ihn gleich mitnehmen wollten. Andy war damals 8 Monate und hatte natürlich durch seine Vergangenheit einige Macken. Spielzeug nutzte er Zeit seines Lebens nie, er pinkelte es nur an ;) Er mochte keine Böllerei, abends konnte man ihn nicht so gut allein lassen (da hatte er Angst), das legte er erst nach einigen Jahren ab. Er war ein großer Essensdieb - man durfte nichts offen stehen lassen, er hat es sofort gefuttert. Damals waren meine Eltern noch nicht so hinterher mit der Erziehung, weil er sonst ein guter Hund war.
Ein Kuschler war er auch nie, auch war er eher Einzelgänger, aber er liebte es mit mir durch die Wälder zu rennen, als ich noch klein war.
Das meiste schieben wir auf fehlende, richtige Sozialisierung und eben die Macken durch das Aussetzung (und die vermutlichen Misshandlungen), aber er war nie ein ängstlicher oder unsicherer Hund.

Aber er war sonst ein sehr guter, lieber und gutmütiger Hund. Trotz seiner Macken. Er liebte uns Kinder (vor allem, wenn wir ihn mit Schokopudding und Spaghetti fütterten :eusa_doh:) und war so flexibel und anpassungsfähig und ich glaube, er hatte ein gutes Leben bei uns - auch wenn wir damals noch nichts von Clickern oder Dummytraining wussten und es nur lange, ausgedehnte Spaziergänge und Tobereien mit uns Kindern gab ;)

Ansonsten lebte er sich recht schnell ein nach Aussage meiner Eltern und auch uns Kinder nahm er sofort an. Es gab keine Eifersüchteleien. Er wusste sofort wo sein Platz ist und hat es nie angezweifelt. War er einfach nicht der Typ für.

so... viel blabla, aber bei Andy werd ich immer so sentimental :uups::)

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Tierheimhunde Beitrag #3
Nachdem ich daheim ausgezogen war haben sich meine Eltern wieder einen Hund angeschafft, auch aus dem Tierheim.
Einzige Vorgabe: Mit anderen Hunden verträglich und schon etwas älter durfte er sein.

Die aus dem Tierheim gab ihnen Rolf, einen dunklen Collie, 8 Jahre alt. Beim Probegassi haben sie schon gemerkt, dass er nicht wirklich verträglich mit anderen Hunden ist, er hat es aber trotzdem in ihr Herz geschafft :)
Als sie nach dem Spaziergang wieder kamen, hat eine feste Mitarbeiterin vom TH schon gesagt "oh Gott, der doch nicht" :D Aber sie wollten ihn dann trotzdem haben also kam er mit nach Hause.

Vom TH wurde vermutet, dass er bisher als "Zuchtrüde" gehalten wurde, der nur aus seinem Zimmer durfte, wenn er decken musste. Würde auch erklären, warum er einfach kaum Muskeln hatte und am Anfang auf dem Laminat öfter einfach umgekippt ist.

Ansonsten... er hatte seine Macken... er hat aus dem 4. Stock (Wintergarten) auch mal Leute oder Hunde angebellt, die ihm nicht passten. Ich hatte am Anfang Angst vor ihm, weil er einfach auch geknurrt hat, wenn er etwas toll fand (kraulen am Schwanzansatz o.ä.).
Meine Eltern haben ihn aber einfach noch geistig etwas gefördert, ausgedehnte Touren in den Wald unternommen und gar nicht groß versucht, ihn noch zu verändern sondern einfach genommen wie er ist. Und genauso ist er mir noch in Erinnerung. Ein älterer Hund, der zwar seine Macken hat, im Grunde aber ein toller Kerl ist.
So konnte er zum Beispiel von Anfang an frei oder super an der Leine laufen.

Von daher... gute Erfahrung :D Hätte das TH von meinen Eltern mehr gewollt, hätten sie ihn nicht genommen und er hätte kein schönes Ende mehr gefunden.
So konnte er noch 4 tolle Jahre bei meinen Eltern verbringen.

Im Endeffekt ist es aber wie immer: Wenn man einfach das annimmt, was man bekommt und versucht, nicht jede kleine Macke aus dem Hund rauszuerziehen... dann schließt man das irgendwann ins Herz ein.
 
  • Tierheimhunde Beitrag #4
Hallo alle zusammen

Dann will ich auch mal erzählen wie Gonzo und wir zusammen gefunden haben .

Wir haben eine große Mischlingshündin namens Laika .
Sie lebte früher mit ihrer Mutter zusammen die aber vor ein paar Jahren gestorben ist .
Seid Laika alleine ist ist sie etwas "einsam" geworden , man merkte einfach das sie Hundegesellschaft vermisste .
Deshalb haben wir beschlossen uns einen Zweithund zu zulegen .
Also haben wir alle Tierheime im Internet durchgeklickt die es in NRW gibt .
Wir haben bestimmt 20 Tierheime durchgeklickt aber irgendwie war nicht so das passende dabei .
Mal war er zu alt , dann nur als Einzelhund oder Kinder unverträglich oder sonst irgendwas . Irgendwas war immer gewesen .
Dann sind wir auf das Tierheim in Gelsenkirchen gestoßen .
Dort sahen wir einen Dackelmischling der uns interressierte .

Leider entpuppte sich der Mischling als sehr Kinderunfreundlich und man riet uns ab ihn in einem Haushalt zu nehmen in dem Kinder lebten .
Etwas enttäuscht liefen wir die Gänge des Hundehauses ab und dann sahen wir ihn : Gonzo !
Ein schwarzer Mischling so groß wie unsere Laika .
Ich weiß nicht was es war aber er hat mich , meinem Sohn und meinem Mann sofort verzaubert .
Während alle anderen Hunde im Hundehaus kläffend die Gitter hochsprangen , saß er einfach nur ganz ruhig da und beobachtete das Geschehen .
Wir erkundigten uns nach ihm und erfuhren das er erst seid 2 Tagen im Tierheim wäre .
Wir fragten nach seinem Charakter und es war ein Treffer ins schwarze .
Man kann ihn einige Stunden alleine lassen , er ist stubenrein , Kinder und Hundefreundlich und ein ganz ruhiger Vertreter .
Also haben wir eine Runde mit ihm durch den Wald gedreht .
Gonzo ist einfach nur eine coole Socke . Immer wenn uns Hunde entgegen kamen hat er sie vollkommen ignoriert , was mir sehr gut gefallen hat .
Er hat auch nicht unangenehm gezogen , er ist ganz locker gelaufen .
Da Gonzo ein sehr ruhiger Zeitgenosse ist habe ich meinem Sohn auch mal die Leine gegeben und er ist mit Gonzo ein stück gerannt .
Und wer hätte das gedacht : Gonzo fing an aufzuleben . Er rannte mit und fing plötzlich an mit meinem Sohn zu spielen .
Beide hatten sehr viel spass zusammen .
Für meinem Mann und mich war klar : Jetzt haben wir unseren Hund gefunden .
Auch wenn er ein bisschen abgemagert aussieht und das Fell stumpf und struppig war , das spielte keine Rolle . Den nehmen wir mit .
Wir waren hinterher noch mit ihm im Auslauf wo er frei rumlaufen konnte und er erfreute sich einfach nur das sich endlich wieder jemand mit ihm beschäftigte .
Der Hundehausleiter sagte uns das wenn wir ihn für 4 Wochen zur Probe mit nachhause nehmen könnten .
Das ist vom Tierheim so eine Probezeit um zu sehen ob der Hund in die Familie passt .

Inzwischen ist Gonzo 2 Wochen bei uns und er ist einfach nur ein Schatz .
Er liebt es Ball zu spielen und im See schwimmen zu gehen .
Er ist sehr kontaktfreudig was andere Hunde angeht .
Er verträgt sich wirklich mit jeder Rasse oder jedem Mischling .
Mit Laika hat es auch von anfangan super geklappt , wir hatten keinerlei Probleme .

Wir wissen das wir mit Gonzo sehr viel glück gehabt haben und er wird bei uns für den Rest seines Lebens ein schönes zuhause haben .
 
  • Tierheimhunde Beitrag #5
mein erster tierheimhund war amstaff luca. er hatte die ersten 5 jahre seines lebens nur im tierheim verbracht.
ich hab damals dort angefragt und fotos mit beschreibung zugeschickt bekommen. rein optisch hat luca mir gar nicht gefallen, wollte eigentlich einen schwarzen und luca war braun aber da die charakterbeschreibung so gut gepasst hat hab ich mich für ihn entschieden. er wurde mir dann von freunden (= die vermittler) gebracht und als er aus dem auto ausgestiegen ist war klar: DAS ist MEIN hund und der passt zu mir wie die faust aufs auge. und so war es dann auch 7 jahre lang :)

anfangs hatten wir schon schwierigkeiten, die 1. nacht war horror da er ohne box nicht schlafen konnte und ich das nicht wusste :( am nächsten tag haben wir uns dann eine box organisiert und anfangs musste er darin immer eingesperrt werden damit er überhaupt zur ruhe kam. er wusste auch nicht wie man sich in einer wohnung benimmt und hat mir erstmal sämtliche ecken und türrahmen markiert. wir mussten mit der stubenreinheit also komplett von vorne beginnen was aber kein wirkliches problem war. luca kam samstag zu mir und dufte montags drauf schon mit mir zur arbeit. die boxensache haben wir irgendwann so hinbekommen dass er gar keine mehr brauchte sondern die nur offen als rückzugsmöglichkeit im wohnzimmer stand.

leider musste ich meinen herzenshund am 22.06. mit 12 jahren wegen eines hirntumors über die RBB gehen lassen und ich vermisse ihn sehr :(

nu hab ich leyla, die ist von einer familie die leider keine zeit mehr für sie hatten. ich habe sie über willhaben.at gefunden und die beschreibung hatte perfekt gepasst. jo und so perfekt passt es auch immernoch :) sie war anfangs extrem ängstlich weil sie wohl nicht viel kannte, aber das wird von tag und tag besser und stellt auch nicht wirklich ein problem dar. ansonsten ist sie sehr brav, bellt kaum und bleibt brav alleine wenn ich arbeiten bin.
nur an der stubenreinheit arbeiten wir noch da sie bei den vorbesitzern auf ein kistchen gehen konnte und noch nicht zu 100% verstanden hat dass sie das bei mir nicht mehr muss/darf. aber es läuft schon ganz gut :)

EDIT: meine anderen hunde hab ich als welpen bekommen daher hab ich deren geschichte jetzt mal weggelassen ;)
 
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