Nachdem ich daheim ausgezogen war haben sich meine Eltern wieder einen Hund angeschafft, auch aus dem Tierheim.
Einzige Vorgabe: Mit anderen Hunden verträglich und schon etwas älter durfte er sein.
Die aus dem Tierheim gab ihnen Rolf, einen dunklen Collie, 8 Jahre alt. Beim Probegassi haben sie schon gemerkt, dass er nicht wirklich verträglich mit anderen Hunden ist, er hat es aber trotzdem in ihr Herz geschafft
Als sie nach dem Spaziergang wieder kamen, hat eine feste Mitarbeiterin vom TH schon gesagt "oh Gott, der doch nicht"

Aber sie wollten ihn dann trotzdem haben also kam er mit nach Hause.
Vom TH wurde vermutet, dass er bisher als "Zuchtrüde" gehalten wurde, der nur aus seinem Zimmer durfte, wenn er decken musste. Würde auch erklären, warum er einfach kaum Muskeln hatte und am Anfang auf dem Laminat öfter einfach umgekippt ist.
Ansonsten... er hatte seine Macken... er hat aus dem 4. Stock (Wintergarten) auch mal Leute oder Hunde angebellt, die ihm nicht passten. Ich hatte am Anfang Angst vor ihm, weil er einfach auch geknurrt hat, wenn er etwas toll fand (kraulen am Schwanzansatz o.ä.).
Meine Eltern haben ihn aber einfach noch geistig etwas gefördert, ausgedehnte Touren in den Wald unternommen und gar nicht groß versucht, ihn noch zu verändern sondern einfach genommen wie er ist. Und genauso ist er mir noch in Erinnerung. Ein älterer Hund, der zwar seine Macken hat, im Grunde aber ein toller Kerl ist.
So konnte er zum Beispiel von Anfang an frei oder super an der Leine laufen.
Von daher... gute Erfahrung

Hätte das TH von meinen Eltern mehr gewollt, hätten sie ihn nicht genommen und er hätte kein schönes Ende mehr gefunden.
So konnte er noch 4 tolle Jahre bei meinen Eltern verbringen.
Im Endeffekt ist es aber wie immer: Wenn man einfach das annimmt, was man bekommt und versucht, nicht jede kleine Macke aus dem Hund rauszuerziehen... dann schließt man das irgendwann ins Herz ein.