Angst um Luke - Futtermittelprobleme

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  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #1
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Lobbie

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Hallo zusammen, :)
im Moment mache ich mir sehr große Sorgen um meinen Border Collie Rüden Luke, er ist 4 1/2 Jahre alt und hat bis jetzt eigentlich kaum gesundheitliche Probleme gehabt. Ich habe immer das Futtermittel "Beneful" verwendet, als ich merkte, dass dies nicht so gut ist habe ich ein besseres verwendet. Immer wenn ich das Futtermittel wechselte bekam Luke Pusteln am Bauch. Vor einigen Wochen war dies wieder der Fall. Daraufhin habe ich einen Futtermitteltest machen lassen, er ist gegen Rind, Lamm, Reis und Lach allergisch :(. Die Ärztin sagte mir aber ich soll dies nicht beachten und Beneful weiter füttern. Ich Dummerchen habe dem Arzt vertraut und das gemacht, sie hat mir auch nicht wirklich erklärt ob es richtige Allergien sind, dass hat dann der andere Arzt gemacht. Du Pusteln am Bauch waren zeitweilig besser, doch am Mittwoch musste ich zum Notdienst weil es Luke wieder so schlecht ging. Durch die Futtermittelallergien die mein Schätzchen hat, habe ich jetzt ein dickes Problem und bräuchte dringend Rat von netten Menschen die wirklich Ahnung haben (Nicht wie der alte Tierarzt). Ich höre von allen Seiten etwas anderes, Happy Dog ist super, Hills ist klasse, Wolfsblut ist das beste... Ich weiß langsam nicht mehr was ich glauben soll und habe wirklich Angst um meinen Hund. Ich will sein Bestes und endlich gutes Qualitätsfutter für ihn. Nur was soll ich Füttern? Ich habe solche Angst wieder etwas falsch zu machen, zumal Luke auch noch angeschlagen ist, weil er wohl Flohbisse hat.
Was sind euere Erfahrungen mit den Futtermitteln? Und was würdet ihr meinem Vierbeiner empfehlen?

Bitte um euere Hilfe,
Luke und Lobb :angel:
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #2
Hallo und Willkommen hier :D.

Zuerst mal zum Futter allgemein: Selbst bei gesunden Hunden scheiden sich die Geister, was nun das beste Futter ist und es grenzt schon fast an eine Wissenschaft. Man könnte jetzt auch viel in die Richtung Bedarfswerte usw. argumentieren, aber am besten fasst es wohl dieser Satz zusammen: Der Hund muss es vertragen, gerne fressen und es sollte halbwegs hochwertig sein, was die Inhaltsstoffe angeht (zum Beispiel sollte Zucker und künstliche Konservierungsstoffe gemieden werden).

Nun ist das bei einem Hund mit Futtermittelallergie aber erst einmal alles hinfällig, denn ganz oben steht erst einmal das Meiden des Allergens beziehungsweise der Allergene, wie in deinem Fall. Dazu wäre erst einmal die Frage interessant: Wie allergisch ist er denn dagegen, wie wurde das nachgewiesen und was hat der zweite TA genau empfohlen? Wie sollt ihr weiter verfahren, außer auf ein anderes Futter umzustellen?
Was mir gerade auch auffällt: Dein Hund hat Flohbisse – wurde eine Flohspeichelallergie ausgeschlossen? Das ist mit eine der häufigsten Allergien beim Hund.
Dann hast du geschrieben, dass es immer bei der Umstellung Pusteln gab, danach nicht mehr? Verschwanden die Symptome gänzlich, wenn er das Futter eine Weile bekam?

Bei Futtermittelallergien würde ich grundsätzlich zunächst zur Ausschlussdiät raten. Das hat mehrere Gründe: 1. sind Allergietests nie 100% genau, bei einer Ausschlussdiät können die Auslöser sozusagen im Praxistest genau ermittelt werden. 2. reagieren manche Hunde auch auf die Verarbeitungsweise, Futtermilben, Kombinationen von Inhaltsstoffen oder auch Konservierungsstoffe, sodass sie frisches Fleisch mit wenigen, beigemischten Komponenten komischer Weise vertragen. 3. ist eine Futtermittelallergie nichts anderes als eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems, das heißt, in deinem Hund läuft derzeit eine Immunreaktion ab. Das sollte erst einmal Zeit bekommen, um sich zu beruhigen, indem alle Auslöser gemieden und der Hund mit so wenig Komponenten wie möglich konfrontiert wird. Hinzu kommt, dass der Großteil des Immunsystems über die Darmflora funktioniert, welche durch die Allergie, den meist damit einhergehenden Durchfall und die verschiedenen Futterwechsel geschädigt wird. Auch diese sollte sich daher erst einmal erholen, sowie das gesamte Immunsystem auch gefördert werden sollte, dazu aber später mehr.

Die Ausschlussdiät wird klassisch mit Kartoffel und Pferd begonnen, das heißt eine Protein- und eine Kohlehydratquelle. Wichtig ist aber, dass der Hund weder noch bisher bekommen hat, ist dies der Fall, muss ein anderes Fleisch/Beilage gewählt werden. Diese Mahlzeiten werden ausschließlich (und damit meine ich wirklich nichts nebenher!) gefüttert, entweder etwa einen Monat, oder bis die Symptome abklingen. Anschließend beginnt man damit, die Rationen anzureichern, also nach und nach eine Beilage mehr, eine Proteinquelle mehr usw.. Jedes neu eingeführte Lebensmittel wird zwei bis drei Tage zugefüttert und die Reaktion dokumentiert. Tritt keine auf, wird die nächste Komponente zugegeben. Zu Gemüse und Obst muss zusätzlich etwas Öl (mit Omega 3 und 6, also kein Sonnenblumenöl) gefüttert werden, damit die Vitamine aufgenommen werden können, außerdem muss es zerkleinert oder püriert werden.
Über das ganze muss strengstens Buch geführt werden, außerdem sollte es von einem Tierarzt begleitet werden. Da die beiden bisherigen scheinbar nicht in diese Richtung tätig sind, empfehle ich dir den Besuch bei einem Dermatologen, der sollte sich damit auskennen und dich entsprechend beraten können. Von industriellen Ausschlussdiäten aus der Dose rate ich ab, weil sie meist mehrere Komponenten oder zumindest Zusatzstoffe enthalten.

Nach der Ausschlussdiät sollte der Hund dann symptomfrei sein und du solltest Klarheit haben, auf was der Hund genau reagiert. Dann kannst du entscheiden, ob du vollwertig roh füttern willst, oder ob du wieder auf ein Alleinfuttermittel umsteigst, welches die entsprechenden Komponenten allerdings nicht enthält. Ich rate mindestens zu Nassfutter, da es weniger bearbeitet ist und weniger verschiedene Komponenten enthält. Es gibt auch einige Sorten mit nur einer Fleischsorte, die sich bei Allergien anbieten, ebenso reine Fleischdosen, die Zuhause mit Beilagen aufgepeppt werden können.
Wenn du dich selbst einlesen möchtest – und das kann ich nur dringend empfehlen – solltest du dir die Bücher Natural Dog Food von Susanne Reinerth, Barf und Barf Senior von Swanie Simon. Sie handeln allgemein vom Barf und den Grundlagen, aber auch vom Barf bei Erkrankungen, welches Fleisch und Gemüse man verwenden darf, wie man die Rationen berechnet usw. – im Prinzip Grundlagen für die Ausschlussdiät. In solchen Dingen würde ich immer darauf achten, mich selbst zu informieren, und mich nicht nur auf die Rationsberechnungen anderer zu verlassen.

Zur Entgiftung, die ich oben schon angesprochen hatte: Bei der Umstellung auf Barf findet zunächst eine Art »kleine Entgiftung« statt, weswegen die Symptome auch in den ersten Tagen schlimmer werden können, auch das Fell kann zunächst stumpf werden, doch das sollte sich zügig bessern. Bleibt der Zustand bestehen bleiben, verträgt der Hund kein rohes Fleisch und ihr braucht eine Alternative. Wenn ihr mit der Diät eine Weile symptomfrei gelebt habt, kann zusätzlich über pflanzliche Futtermittelergänzungen entgiftet und gleichzeitig das Immunsystem gestärkt werden. Es gibt verschiedene Mittel und Wege, oft empfohlen werden die Algen Spirulina und Chlorella, da sie zusammen wirken, entgiften und das Immunsystem stärken. Es kann aber auch auf Vitamin C gesetzt werden (z.B. Hagebuttenschalenpulver), ebenso auf Propolis oder Aloe Vera, wobei letztere eher das Immunsystem stärken als zu entgiften. Das würde ich zu gegebener Zeit mit dem Tierarzt absprechen, so weit seid ihr leider noch lange nicht.

Mangelerscheinungen werden bei so einer Diät oft befürchtet, allerdings braucht es Monate, bis solche auftreten, und auch wenn so eine Diät bis zu einem halben Jahr dauern kann, werden die Rationen ja immer vollwertiger, es kommen auch Innereien und Knochen dazu, sodass es zu keinerlei Problemen kommen dürfte. Nichts desto trotz sind u.a. deswegen der Tierarztbesuch und regelmäßige Kontrollen obligatorisch.

Ich hoffe, ich habe jetzt für den Anfang mal alles beantwortet :D.
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #3
Danke für die ausführliche Antwort...

Luke wurde Blutentnommen und ein Futtermitteltest im Labor wurde durchgeführt. Die erste Ärztin hat dazu nicht viel gesagt, nur das ich nichts am Futter ändern soll weil die Allergie nicht berücksichtigt werden muss. Auf dem Ergebnis vom Labor stand die dringende Empfehlung das Futtermittel so zu wechseln, dass alle Stoffe auf die er reagiert nicht mehr gefüttert werden. Auf dieser Grundlage und der vier Diagnosen des Arztes habe ich sofort gewechselt. Der neue Arzt konnte nichts genaues zur Intensität sagen, auf dem Zettel steht Rind, Lamm und Reis 1 und Lachs 2. Ich weiß nicht genau was die Werte nun bedeuten, werde am Montag im Labor anrufen und fragen da meine Ärzte offensichtlich unfähig sind. Was ich machen sollte wurde mir nicht wirklich gesagt, darum bin ich ja so verzweifelt. Ich sollte nur das Futter umstellen und Advantix verwenden, was ich auch getan habe. Zusätzlich habe ich die Textielien in meinem behandelt, Adapt oder so heißt das Spray. Eine Flohspeichelallergie wurde nicht getestet.
Nach dem Umstellen hat er immer einen entzündeten Bauch gehabt, dann hat er eine Spritze bekommen und wieder das alte Futter, nach zwei Wochen war dann alles wieder gut. Jetzt hat das aber nicht geklappt, er reagiert auch auf das alte Futter und hatte einen entzündeten Bauch, kein Wunder es war Ringfutter (langsam wird es besser, aber das liegt wohl an der Spritze).

Ich selbst habe seit Donnerstag ein anderes Futter indem weder Rind, Lamm, Reis noch Lachs enthalten sind "Happy Dog Africa". Alle Leckerlis habe ich Freunden mit Hunden gegeben, er bekommt nur noch original Hänchen- und Putenstreifen von Rinti, Spezielle Kartoffel-Truthan-Kekse, Kirschsticks vom Arzt und Schweineohren. Für ihn ist das eine gant schöne Umstellung, aber ich glaube es tut ihm gut. Wie gesagt, der Bauch ist nicht mehr so sehr rot und entzündet. Sein Kot ist vollkommen normal nur dunkler was aber wohl daran liegt dass das Futter dunkler ist. Gestern habe ich einen Sack "Wolfsblut Wild Duck" bestellt, das ist das Futtermittel welches ich als Hauptfuttermittel verwenden möchte (Happy Dog) war eher eine Notlösung da er ja was fressen musste. "Wild Duck" soll richtig gut sein, ich habe im Internet nachgeschaut. Dosenfutter bekommt er im Moment nicht, aber später ist das evtl auch eine Option. Aber wie schon gesagt, im Moment bekommt er so wenig wie möglich an verschiedenen Sachen einfach dass er wieder fit wird.
Das alles was ich gemacht habe, habe ich intuitiv gemacht. Von den Tierärzten bin ich richtig enttäuscht. Richtig geholfen hat mir keiner von denen, die haben sich nur Luke angeschaut aber mit keine wirklichen Ratschläge gegeben die mir oder ihm geholfen haben. Das ist eine echte Sauerei und macht mir sauer. Im Moment habe ich auch keinen Arzt dem ich vertraue, ich weiß noch nicht genau was ich machen werde. Was die Arztwahl angeht bin ich sehr gehemmt und auch ängstlich geworden... Leider...

Noch hoffe ich, dass mein Weg jetzt in Ordnung war. Aber ich wusste nicht weiter und es musste ja etwas passieren... -.-
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #4
Ich würde noch eine Tierheilpraktikerin aufsuchen, die mit der klassischen Homöopathie arbeitet.

Da bestehen gute Chancen, die Allergie komplett zu heilen.
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #5
Verzweiflung

Hallo nochmal,
so langsam weiß ich nicht mehr weiter... Ich mache mit solche Sorgen um Luke!!! Die letzten Tage ist der Ausschlag fast ganz weg gewesen und ich hatte so sehr Hoffnung. Heute schaue ich seinen Bauch an und wieder entzündet... -.- Noch sieht es nicht so schlimm aus, aber der Gewohnheit nach wird es schlimmer... Hatte einer von euch schon solche Probleme?
Was soll ich bitte noch tun? Die Tierärzte sagen kaum etwas und ich stehe dumm da mit einem kranken Hund...
Sein Fell schuppt jetzt auch extremer und er verliert sooo viele Haare...
Hab ein Bild mit dabei...

Bitte ich brauche dringend Hilfe...
 

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  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #6
Hallo Lobbie,
ich würde dir wirklich die von Mischling empfohlene Ausschluss Diät durch ziehen....am besten fängst du gleich heute noch an.

Und schau mal ob du in deiner Gegend einen guten Tierheilpraktiker findest.....und zur Not gehst du mal in eine größere, gute Tierklinik....

Auf den Bauch könntest du Aloevera geben - ich habe mir einige Pflanzen (Kakteen) gekauft, davon breche ich bei Bedarf ein 2Blatt" ab, zerteile es und schmiere es auf meine Haut und auch auf Rosis Haut wenn sie etwas gestochen hat oder sie einen Ausschlag hat. Das kühlt, lindert den Juckreiz und wirkt desinfizierend . ist aber nur eine Erleichterung und keine Heilung.

Zitat Mischling:
Die Ausschlussdiät wird klassisch mit Kartoffel und Pferd begonnen, das heißt eine Protein- und eine Kohlehydratquelle. Wichtig ist aber, dass der Hund weder noch bisher bekommen hat, ist dies der Fall, muss ein anderes Fleisch/Beilage gewählt werden. Diese Mahlzeiten werden ausschließlich (und damit meine ich wirklich nichts nebenher!) gefüttert, entweder etwa einen Monat, oder bis die Symptome abklingen. Anschließend beginnt man damit, die Rationen anzureichern, also nach und nach eine Beilage mehr, eine Proteinquelle mehr usw.. Jedes neu eingeführte Lebensmittel wird zwei bis drei Tage zugefüttert und die Reaktion dokumentiert. Tritt keine auf, wird die nächste Komponente zugegeben. Zu Gemüse und Obst muss zusätzlich etwas Öl (mit Omega 3 und 6, also kein Sonnenblumenöl) gefüttert werden, damit die Vitamine aufgenommen werden können, außerdem muss es zerkleinert oder püriert werden.
Über das ganze muss strengstens Buch geführt werden, außerdem sollte es von einem Tierarzt begleitet werden. Da die beiden bisherigen scheinbar nicht in diese Richtung tätig sind, empfehle ich dir den Besuch bei einem Dermatologen, der sollte sich damit auskennen und dich entsprechend beraten können. Von industriellen Ausschlussdiäten aus der Dose rate ich ab, weil sie meist mehrere Komponenten oder zumindest Zusatzstoffe enthalten.


LG Suno
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #7
Danke...
Ich weiß nicht ob das mit der Ausschluss Diät für ihn geeignet ist... Laut test Reagiert er nicht direkt sondern erst später auf die Futtermittel... Also müsste ich ihm Wochenlang das gleiche zu Fressen geben, dass kann keine gesunde Ernährung sein... Ich hab ihm jetzt Wolfsblut gekauft, also heute und ich weiß eben nicht ob das klappt... Vielleicht sollte ich wirklich in eine Klinik... Mir ist einfach nur noch nach Heulen...
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #8
Naja, gesunde Ernährung sei dahin gestellt.
Es ist ja nunmal auch nicht besser, deinem Hund jetzt immer etwas zu füttern, auf das er uU allergisch reagiert.
Und nur wegen 6-8 Wochen das selbe füttern wird er so schnell auch keine Mangelerscheinungen haben.

Wolfsblut ist ein gutes Futter, aber wenn du nicht weißt auf was er reagiert kannst du auch damit gegen die Wand fahren.
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #9
Laut test reagiert er auf Rind, Lamm, Lachs und Reis... Im WB Wild Duck soll nichts davon drin sein...
Ich überlege im Moment ob es wirklich nur vom Futter kommt... Vllt ist es doch was anderes... Aber ich fahre nachher noch in die Klinik und hoffe mehr Infos zu bekommen, werde dann schreiben was die gesagt haben... Danke...
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #10
Du meinst nehme ich an eine Allergie Typ vier, das heißt den verzögerten Typen. Beim Hund kommen fast nur dieser sowie der Soforttyp (Typ 1) vor, Mischformen sind möglich (zum Beispiel bei der Flohspeichelallergie).
Das heißt aber nicht, dass eine Reaktion grundsätzlich nach Monaten folgt. Typ 4 bedeutet, dass beim ersten Kontakt mit dem Allergen meist nichts passiert, zumindest äußerlich. Erst beim zweiten Kontakt kommt es zur Reaktion mit Symptomen. Das heißt nicht, dass du wochenlang Pferd mit Kartoffel füttern musst, die Ausschlussdiät ist durchaus auch für Typ 4 geeignet.
Versteh mich nicht falsch, Wolfsblut ist ein gutes Futter, aber ich bin nicht sicher, ob ihr damit Erfolge erzielt. Nun musst du das aber auch einige Wochen füttern, um wirklich zu sehen, ob die Symptome abklingen, das ist leider nicht besser.
Ein Mangel stellt sich erst über mehrere Monate ein, die Ausschlussdiät dauert maximal sechs Monate und sollte etwa ab der Hälfte ausgewogen sein. Nach spätestens vier Wochen, eher früher, steigst du ja bereits auf alle zwei bis drei Tage eine neue Komponente um. Ich würde das auf jeden Fall in der Tierklinik ansprechen und wie gesagt auch einen Dermatologen aufsuchen. Und wenn du in die TK fährst sprich auf jeden Fall die Flohspeichelallergie an, zumal dein Hund scheinbar welche hat/hatte.

Der Tipp von suno mit der Aloe ist übrigens sehr gut, besonders wenn du eine frische Pflanze dafür nimmst. Das Gel kühlt wunderbar und da würde ich mir auf jeden Fall eine Pflanze oder ein Gel aus der Apotheke besorgen.

Alles Gute!
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #11
Danke für die Antworten... :)
Am Donnerstag war ich in der Tierklinik und endlich eine Ärztin die nicht nur zuschaut und meine Angst versteht. Sie sagt, dass der Ausschlag nicht vom Futtermittel kommt, da die Allergie zu gering ist. Jeder sagt etwas anderes wie mir langsam klar wird. Sie hat aber auch festgestellt, dass seine Ohren sehr, sehr, sehr entzündet sind. Sie tipt nicht unbedingt auf Flöhe, eher etwas mit Milben. Gestern wurde mein Schatzi operiert, sie haben ihm einiges an Blut für unendlich viele Tests geklaut und Hautproben genommen, die Ohren behandelt und ein tumorartiges Gebilde am Brustkorb entfernt. Nach der OP war er echt fertig mit der Welt und hat nur geschlafen, heute ist er aber recht fit. Die Blutwerte sind okay, die Ergebnisse von den Laboren kommen aber erst nächste Woche. Solange soll ich Happy Dog weiter füttern. Mein Hund hat in den letzten Wochen fast drei Kilo abgenommen, das beschäftigt mich irgendwie. Von 22 Kilo ist er auf 19 runter. Aber im Moment geht es ihm danke Medikation gut. Langsam muss aber wirklich ein Ergebnis und eine Lösung her... Also heißt es jetzt Wunde pflegen und am Montag zur Nachuntersuchung...

Liebe Grüße, Luke und Lobb
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #12
Hallo nochmal,

das klingt ja nach einer ganzen Menge :(. Wie gesagt, der Allergietest muss nicht zuverlässig sein. Die dort gezeigten Reaktionen können auch aus einer Immunschwäche heraus resultieren.
Wann bekommt ihr denn die Ergebnisse und sollt ihr bis dahin wirklich nichts tun?
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #13
als ich das Foto sah,hab ich auch erst an Milben gedacht. So sahs aus als meine Cindy Grasmilben hatte
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #14
Die Ergebnisse kommen nächste Woche... Bis dahin bleibt alles beim alten... Ohne Diagnose kann man nichts machen...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Was hast du bei dem milbenproblem dann gemacht?
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #15
Erste Ergebnisse

Hallo nachmal,
die ersten Ergebnisse sind da. Luke hat eine Milbenallergie! Endlich ein Ergebnis womit wir wirklich etwas anfangen können. Morgen geht es zur Nachuntersuchung und genaueren Besprechung wie es eben weiter geht...

LG Lobbie
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #16
Huhu,

schade, dass ich den Thread erst jetzt sehe, so sieht mein Jerry nämlich auch aus. Teils noch schlimmer, weil er alles aufkratzt. Ich bin allerdings etwas irritiert, dass ihr so einen Marathon gebraucht habt, damit mal einer auf die Idee kam, dass Milben ein Problem sein könnten :eusa_eh: Sry, aber dann zweifel ich ganz arg an den Fähigkeiten deiner Tierärzte, aber gut - sei mal so dahingestellt.

Wurde gesagt, auf welche Milben dein Hund reagiert? Und wie genau wurde das festgestellt? Wenn es nur Grasmilben sind, ist das Problem in ein paar Wochen erledigt. Bei Hausstaubmilben könnte es schwieriger werden. Da halte ich aber auch die Diagnose immer für sehr schwierig, weil diese komischen Allergietests das in fast allen Fällen diagnostizieren (und teilweise stimmts nicht einmal).

Ein kleiner Tipps für die Zukunft: Frag IMMER nach, was sie deinem Hund geben oder spritzen. Mir ist schon oft aufgefallen, dass Tierärzte immer was geben, ohne dem Kunden überhaupt zu sagen, was sie verabreichen. Ganz oft ist das nämlich Antibiotikum oder Cortison oder irgendwelche Vitaminspritzen. Das sind zum einen nicht nur richtige Brummer für den Körper, sie behandeln zum anderen nur die Symptome. Der Halter denkt dann, es wird besser und in Wahrheit kommt der Mist dann in ein paar Wochen wieder und man beginnt eine Odysee mit zich Futtersorten, Allergietests o.ä., anstatt gleich nach dem Ursprung zu suchen. Ich bin auch etwas verwundert, dass sich offensichtlich lange keiner von den Ärzten mal die Ohren angeschaut hat, dass erst eine Tierärztin viel später dann die Entzündung gefunden hat. Das darf eigentlich auch nicht sein... Hast du auch mal zwischen den Pfötchen geguckt? Wenn es wirklich Milben sind, dann sitzen sie auch oft dazwischen.

Ich würde mich freuen, wenn du uns erzählst, was die Tierärzte nun für Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen. Du solltest sie auf jeden Fall auf eine mögliche Immunkur ansprechen, die auch schon Mischling angedeutet hat. Eine Linderung der Symptome und eine Behandlung sind wesentlich erfolgreicher, wenn das Immunsystem in Ordnung ist. Da gibts verschiedene Möglichkeiten, aber da warten wir vielleicht besser mal ab, was der Tierarzt sagt. Es bieten sich beispielsweise wunderbar Darmkuren an (da sitzt das Immunsystem) z.B. Enterogelan. Oder auch Kräuterchen und Säfte wie z.B. Hagebuttenschalenpulver, Aloe Vera (Saft) oder Bierhefeflocken (gegen die schuppige Haut).

Ich wünsche gute Besserung.

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #17
Hast man schon eine Hautkultur gemacht oder eine Blutabnahme?? Unsere alte Hündin hatte sowas. Das ging soweit dass sie kurz vor dem Einschläfern war - sie hatte kaum mehr fell - ihre haut war schuppig und rot - teilweise mit eitrigen Bläschen. Sie hatte damals eine vo Zecken übertragene Krankheit... Borreliose war es nicht - es war irgendwas spezielles. Bei ihr war es genauso - es hiess Lebensmittelallergie, wir haben den Hund wirklich über einen Monat nur mit Straussenfleisch gefüttert - kein Reis - kein Gemüse - die Haut wurde nicht besser.
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #18
Hast man schon eine Hautkultur gemacht oder eine Blutabnahme?? Unsere alte Hündin hatte sowas. Das ging soweit dass sie kurz vor dem Einschläfern war - sie hatte kaum mehr fell - ihre haut war schuppig und rot - teilweise mit eitrigen Bläschen. Sie hatte damals eine vo Zecken übertragene Krankheit... Borreliose war es nicht - es war irgendwas spezielles. Bei ihr war es genauso - es hiess Lebensmittelallergie, wir haben den Hund wirklich über einen Monat nur mit Straussenfleisch gefüttert - kein Reis - kein Gemüse - die Haut wurde nicht besser.


Das hört sich nach Anasplasmose an
 
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #19
Ich weiss echt nicht mehr was das war - 14 Tage AB oder Penicillin und der Hund war wieder wunderschön, und das nach 6 Monaten diversterster Kuren, von Cortison bis hin zu Anabolika... Nur war das eben auch erst der 5te Tierarzt (der jedoch nach einem Blick sofort die Diagnose hatte- und nach einer weiteres Blutabnahme mit "langzeitkultur" hatte er dann auch die Bestätigung) - der das Diagnostiziert hat - alle anderen waren dafür das Tier aufgrund des Juckreizes und des baldigen Zusammenbrechens des Immunsystems erlösen zu lassen... Ist wohl relativ selten und wir haben alle von dem noch nie was gehört - weil das ganze im Winter begonnen hat - und sich dann bis Anfang Juni gezogen hat (da denkt ja auch keiner wirklich an Zecken). Deshalb unbedingt auch auf Zeckenkrankheiten untersuchen lassen und zwar alle.

Wobei bei unserer Hündin wirklich nur die Haut befallen war - sie hatte wirklich schmerzen und Juckreiz - sie hatte überall offene Wunden. Ich haben nun nocheinmal gegoogelt - sie hatte Erythema chronicum migrans, oder war es Lymphozytom - es ist mehr als 10 Jahre her...

Die Zecken übertragen nicht nur Borreliose, FSME und ähnliches sondern wirklich zig andere Krankheiten - die mitunter ziemlich lange dauern bis sie auftreten und dann auch noch gefährlich werden können.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Angst um Luke - Futtermittelprobleme Beitrag #20
Hallo nochmal,
das sind ja alles sehr traurige Geschichten... :(
Luke scheint es zum Glück besser zu gehen. Welche Allergie es genau ist bekomme ich am Montag gesagt, das Labor ist langsam. Aber Luke hatte an der Seite einen kleinen Knubbel, das war ein starkes Bakterienbebilde. Er muss sich als er kleiner war irgendwas unter die Haut gekratzt haben. Im Moment sieht es so aus, als hätte der Körper nur mit diesen Bakterien ein Problem gehabt, denn die Allergie soll wohl nicht so stark sein. Sein Fell ist viel besser, aber er bekommt auch eine FM-Ergänzung für den Stoffwechsel der Haut und des Fells. Die Ohren werden 2 Mal am Tag etwas gereinigt und dann mit einer Ohrcreme versorgt. Zu allem Übel hat er auch schon mehrere Wochen eine Bindehautentzündung, aber auch dafür hat er jetzt Medikamente. Am Montag kommt die große Nachkontrolle und hoffentlich die letzten Ergebnisse.
Was die vorherigen Tierärzte angeht, das sind einfach unfähige Vollidioten! Entschuldigt die Wortwahl aber man darf ja nicht lügen. Die eine ist einfach nur ein Hobby- Möchtegern- Arzt. Die Nächst übernimmt deren Diagnosen, welche alle vier vollkommen falsch waren! Die Ohren wurden als "leichte Entzündung" dargestellt und die Augen ganz vergessen. Ich hatte einen Hund der in einem gesundheitlich absolut schlechten Zustand war und wurde einfach weg geschickt, ich solle warten. Das ist eine große Sauerei, schade, dass man diese Ärzte nicht anzeigen darf!
In der Klinik fühle ich mich medizinisch und menschlich so viel besser! :D
Und ich danke auch euch für euere Anteilnahme... Das hat mir sehr geholfen...

Liebe Grüße, Lobbie und Luke

PS.Soll ich die genaue Beschreibung des Knubbels hochladen?
 
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