Hilflose Kanarienhenne

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  • Hilflose Kanarienhenne Beitrag #1
G

Gast43718

Guest
Hi ihr Lieben,

Ich mache mir Sorgen um meine Henne Hänsel(in) (*2007).
Sie lebt zusammen mit 3 anderen Hennen und einem Hahn in einer Voliere in meinem Wohnzimmer, die 24h am Tag offen steht, d.h. Dauerfreiflug. Vor allem die beiden jüngeren Hennen sind mehr draußen als drinnen anzufinden.

Seit einer Woche finde ich Hänselin jeden Tag, wenn ich von der Frühschicht gegen 15 Uhr nach Hause komme, am Boden sitzen. Sie unternimmt nicht den kleinsten Versuch, wieder zurück nach Hause zu fliegen. Auch wenn ich ihr einen der Vogelspielplätze direkt vor die Nase stelle, springt sie nicht drauf, sondern bleibt sitzen, wo sie ist. Und das schärfste: Ich kann sie mit der bloßen Hand greifen und zurück in die Voliere setzen. Sie ist, obwohl sie nie handzahm war, nicht sonderlich gestresst. Sie flattert auf den nächsten Ast, schüttelt sich mal kurz, teilt den anderen lautstark mit, dass sie wieder da ist, und stürzt sich dann sofort aufs Futter und Wasser.
Heute hatte ich frei. Als ich gerade vom Einkaufen zurückkam, saß sie schon wieder unten. Es ist 13.30, also kann ich mir ausrechnen, dass sie da, wenn ich arbeite, schon min. 1.5h so sitzt.

Nun frage ich mich einerseits, warum fliegt sie nicht zurück? Warum nutzt sie nicht den Spielplatz, der nun dauerhaft auf dem Fußboden steht? Warum lässt sie sich mit der Hand greifen?
Lohnt es sich überhaupt, Futter und Wasser aufzustellen?

Ich habe ja fast die Befürchtung, dass ihre Sehkraft nachlässt. Das würde erklären, warum sie beim Ausflug abstürzt, den Spielplatz nicht sieht, den Weg zurück nicht findet, und sich von mir greifen lässt.

Man könnte jetzt sagen, dann mach doch die Türchen zu, wenn du auf Arbeit gehst. Freilich, das wäre eine Lösung. Allerdings weiß ich genau, dass dann mindestens die beiden Junghennen Zeter und Mordio veranstalten und nach etwa einer Stunde Hetzjagden in der Voliere veranstalten. Sie sind dann fürchterlich gestresst, weil der Ausflug fehlt, und auch die drei älteren leiden darunter, sie werden oft einfach mal von der Stange geschubst.

Was kann ich tun?
 
  • Hilflose Kanarienhenne Beitrag #2
Huhu,

ich würde die Henne mal von einem vogelkundigen Tierarzt durchchecken lassen. Vielleicht bestätigt sich ja dein Verdacht, dass sie nicht mehr so gut sieht oder sie schwächelt aufgrund einer Krankheit. Dass sie so plötzlich immer auf dem Boden sitzt, kommt mir schon verdächtig vor :eusa_think:
kannst du nach vogelkundigen Tierärzten in deiner Gegend suchen.

Futter und Wasser würde ich ihr mit auf den Boden stellen. Wenn sie tatsächlich nicht mehr hoch kommt, müsste sie sonst hungern, bis du abends heimkommst. Das ist bei so kleinen Vögeln, die einen raschen Stoffwechsel haben, gar nicht gut.
 
  • Hilflose Kanarienhenne Beitrag #3
Danke Laura,

Kann man Sehschwäche u./o. Blindheit bei Vögeln überhaupt feststellen? Und wenn ja, was wäre die Konsequenz?

Ich würde gern mal nach Leipzig in die Vogelklinik. Es scheitert aber immer wieder am mangelnden Auto. :( Aber ich merks mir mal vor, ich halte schoon Ausschau.
 
  • Hilflose Kanarienhenne Beitrag #4
was wäre die Konsequenz?

Ich hoffe wirklich für dich das sie nicht Blind ist! Aber falls doch ist das noch lange kein Todes Urteil;)

Ich hab jetzt mal in einem anderen Forum nachgeschaut wegen Blindheit, da haben einige Blinde Wellis oder auch Kanarien die noch Jahre mit Blindheit leben/lebten.
Sie haben die Voliere so umgestaltet das keine Verletztungsgefahr besteht falls sie runterstürzen.

Kannst du andere auffälligkeiten feststellen? Findet sie wirklich sofort das Futter wenn du sie zurück in die Voliere setzt oder fliegt sie sehr unsicher/fliegt sie überhaupt noch ?

Ansonsten Beobachten und mit den Zug wenns nicht anders geht mal nach Leipzig in die Tierklinik fahren!
 
  • Hilflose Kanarienhenne Beitrag #5
Also persönlich habe ich keine Erfahrungen mit blinden Vögeln und habe darüber auch noch nicht besonders viel gelesen. Allerdings stützen sich Vögel genauso wie wir sehr auf ihren Sehsinn. Ich denke aber, man kann das Umfeld des Piepers so gestalten, dass er sich trotzdem orientieren und halbwegs normal leben kann. Wie der Vogel selbst damit klar kommt, müsste man dann mal schauen.
Falls es tatsächlich was mit den Augen ist, muss es ja aber nicht gleich eine komplette Erblindung sein. Es könnte z.B. auch ein grauer Star sein, sowas würde man durch eine Trübung der Linsen feststellen.
 
  • Hilflose Kanarienhenne Beitrag #7
Kannst du andere auffälligkeiten feststellen? Findet sie wirklich sofort das Futter wenn du sie zurück in die Voliere setzt oder fliegt sie sehr unsicher/fliegt sie überhaupt noch ?

Als ich sie heute zurückgesetzt habe, ist sie ein paar mal unsicher durch die Voliere geirrt und hatte subjektiv gesehen auch Probleme, den Landeplatz anzupeilen und genau zu treffen beim Springen. Sie ist aber auch teilweise geflogen, ich weiß aber nicht, ob sie nur geflattert ist, um sich zu stabilisieren. Ansonsten fliegen die 3 Alttiere kaum noch. Leider ist auch die Raumaufteilung ungünstig in der neuen Wohnung, sodass sich die Sitz-, Spiel- und Ausguckplätze nun in direkter Nähe zur Voliere befinden und nicht mehr viel geflogen werden muss, um dorthin zu kommen. Zumindest der Hahn und die andere ältere Henne (wahrscheinlich Hänselins Schwester, auf jeden Fall vom selben Züchter) sitzen gern auf dem Ausguck und schauen stundenlang aus dem Fenster.
 
  • Hilflose Kanarienhenne Beitrag #8
Heute hat Hänselin den Weg in den Vogelhimmel angetreten. Gerade noch im Napf gesessen, Körner gefuttert und Gurke gezuppelt, 5min später lag sie im Buchenholzgranulat auf dem Rücken und hatte den Übergang schon hinter sich. Sie wurde 6.5 Jahre alt.

Hänselin.JPG
 
  • Hilflose Kanarienhenne Beitrag #9
Mein Beileid :(
Aber scheinbar hatte sie ja einen sehr schnellen Tod und musste nicht lange leiden. Komm gut rüber, Hänselin :051:
 
  • Hilflose Kanarienhenne Beitrag #10
Oh nein, das tut mir leid.:|
Fühl dich gedrückt wenn du magst.
Komm gut rüber:059:
 
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