Problem mit Krankheit

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  • Problem mit Krankheit Beitrag #1
paintDragon

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Hallo!
Ich habe ein Problem mit meinen Guppys die eine seltsame Krankheit haben. Es sind 3 schon gestorben ( heute einer). Die ersten zwei magerten schnell ab und man konnte einen ,,Säbelrücken" erkennnen. Sie lagen (auch der dritte) am Boden und konnten ihren Schwanz/Flosse nicht bewegen, es sah ziemlich steif aus als währe die Flosse versteinert gewesen. Sie hatten auch schleimigen Kot. Meine restlichen Guppys lassen die Schwänze/Flossen auch schon hängen ( was das Vorzeichen ist). Einer lag auch schon am Boden, hatte sich aber zum Glück wieder aufgerappelt. Noch zu den Verstorbenen: Sie hatten wenig angefranste Schwanzflossen (Zufall?).

Zum Aquarium:

es fasst 90l...
ist etwa seit Ende August eingerichtet...
alle 2 Wochen Wasserwechsel(~30l) dazwischen Scheiben säubern...
habe Kiesboden...
Wasserwerte; pH 7,5 KH 8-10 NH4 0,05 NO2 0,05 NO3 40 ...
24°C Temperatur...
Dekorationen von Fressnapf...
keine Düngung ...
Etwa vor 4Wochen letze Filterreinigung ...
Futter in der Woche; Mo ein NavoTab und paar Krümmel NanoFit (Farbfutter) Mi Aufbereiter(EasyLife)/Filterbakteriern(EasyLife) Sa gefrorene Mückenlarven und alle 2 Wochen 1 Welschip (von Sera)...
Standort; in einen Schrank eingebaut...
Aufälligkeiten: die krankheit ( versucht zu Behandeln mit eSHa 2000) sonst nichts...
es wurde in letzter zeit nur paar pflanzen gestutz und wenig umbesetzt...
Zum Besatz: 7 Guppys(alle M) 10Kupfersalmer(7M 3W) 10Neonsalmer (???) 2 kleine Zierbinder Zwergschilderwelse (Bin nicht sicher, weil wir sie einen Bekannten abgekauf haben und nicht mehr wusste wie die Fische hießen)


Hoffe das wahr genug Info! Es geht mir haupsächlich darum wie ich ihnen helfen kann wieder Gesund zu werden (Zoohändeler meint das es eine bakterielle Erkrankung ist).
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #2
Hallo,

schau mal das du auf wöchentliche Wasserwechsel umstellst und hier ruhig 50% immer tauscht. Dein Nitrat spricht eigentlich dafür dass zu wenig gewechselt wird.

Möglich das es bakteriell ist. Da du ja schon mit ESHA behandelst müsste ja ersichtlich sein ob es hilft. Es könnte aber auch sein dass die Guppys einfach alt sind?

BG
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #3
Meine Mutter mein das sie alt sind, weil sie etwa 5cm groß sind und eigentlich reißige Flossen haben wenn sie mit alten Fotos vergleicht...
Woran sehe ich das denn genau das die Fische alt werden??? Und wie kann ich allgemein Bilder einfügen, die sind angeblich immer zu groß?
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #4
Bei kaputten Flossen, wäre Flossenfäule auch noch eine Möglichkeit.
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #5
Erklärt das denn auch das starke Abmagern, den schleimigen Kot und den scheinbar steifen Schwanz und das die Guppys nicht mehr vom Boden wegkomme, auch wenn sie es versuchen? Wenn ja, bi ich deiner Meinung!
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #6
Nein, tut es nicht. Er würde die kaputten Flossen erklären. Die ganzen Symptome klingen für mich auch nicht nach nur einer Krankheit. Da scheinen mehrere bakterielle Infektionen vorhanden zu sein. Möglicherweise auch Parasiten... Aber das sind nur Spekulationen. Schau dir die Tiere an und vergleich sie mit Bildern von Krankheitssymptomen, um herauszufinden, was deine Fische haben.

Aber auch ich rate dir zu mehr Wasserwechseln.
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #7
ok trotzdem vielen Dank!
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #8
Es ist immer schwierig aus der Ferne eine Diagnose zu stellen, vor allem ohne Bilder. Ich an deiner Stelle würde die Beckenhygiene verbessern, also mehr Wasserwechsel und den Boden immer gut absaugen, damit da nichts vor sich hin gammeln kann. Seemandelbaumblätter im Wasser wirken antibakteriell und können ebenfalls helfen.
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #9
Die Sache mit den Huminsäuren (z.B. aus SMBB) wollte ich auch grad anbringen. Heute bin ich über eine Studie gestolpert, die sich mit den Auswirkungen dieser Säuren auf die Unterwasserwelt beschäftigen:

Weltweit sind huminstoffreiche Gewässer mit pH-Werten unter 7 der am häufigsten vorkommende Gewässertypus und die Humsinstoffe spielen aufgrund ihrer Menge eine überragenden Rolle im Kohlenstoffkreislauf von Fauna und Flora. Kein natürlicher Lebensraum unserer Aquarienbewohner ist frei von Huminstoffen, daher müsse man sich die Frage stellen, ob die Haltung von Garnelen, Schnecken, Fischen und Co. in einem Aquariumwasser, das frei von Huminstoffen ist, überhaupt deren Ansprüchen gerecht wird und was dies für die Tiere bedeutet.
Zunächst seien Huminstoffe für z.B. Fische zwar eher etwas "ungemütlich", allerdings beeinflussen sie auf vielfältige Weise das Leben und die Gesundheit der aquaristischen Fauna. Prof. Dr. Steinberg hat besonders in huminstoffreichen Gewässern eine üppige Fischfauna angetroffen und die hohe Artenvielfalt ließ ihn aufhorchen. So hat er z.B. herausgefunden, dass es den Fischen offenbar gelingt, besonders in Anwesenheit von Huminsäuren, Kalzium aufzunehmen und im Körper zu halten. Gleichzeitig blockiert die Säure dann offenbar wieder Wege, durch die Kalzium üblicherweise verloren geht. Anhand eigener Studien konnte Steinberg auch aufzeigen, dass Huminsäuren das Immunsystem der Tiere verbessert. Offenbar hängt dies damit zusammen, dass das Immunsystem durch die Huminsäuren leicht "gestresst" und dadurch trainiert wird. Dies wiederum lässt das Immunsystem dann anderen Stress, z.B. durch Schwermetalle, Bakterien, Viren etc. deutlich besser verkraften. Auch Krankheiten und Wunden heilen unter Einfluss von Huminsäuren erheblich besser. Es geht sogar soweit, dass diese huminstoffbedingte Stressresistenz an die Nachkommen weitervererbt wird.
Angesichts der Bemühungen vom Zoofachhandel, sowie aber auch der Aquarianer selbst, um eine art- und tierschutzgerechte Haltung im Aquarium, müsse die Bedeutung von Huminstoffen neu bewertet werden. Sie hätten das Potenzial die Haltungsbedingungen für die Bewohner im Aquarium maßgeblich zu verbessern. Und so stellte Steinberg am Ende seines Referates auch die provokante Frage: "Aquarien ohne Huminstoffe sind Quälerei für die Tiere darin, oder?"
(Prof. Dr. Christian Steinberg von der Humboldt Universität zu Berlin
Quelle: )

Huminsäuren sind aber nicht nur im Seemandelbaum enthalten, sondern ebenfalls in heimischer Botanik wie Erle, Eiche und Walnuss. Etwas Laub bzw. Rinde im Becken kann so maßgeblich zur Gesundheit der Bewohner beitragen und helfen, Krankheiten zu verhindern und zu bekämpfen.
 
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  • Problem mit Krankheit Beitrag #10
Ganz erlich ich finde super das ich so viele Tipps bekomme! Wenn ich richtig verstehe könnte ich in einen Wald gehen und etwas Laub sammelt für das Aquarium? Wenn ja, dann einfach rein mit dem Laub oder erstmal mit Wasser abspülen???
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #11
Ja, so einfach kann das funktionieren. Ich überbrühe das Laub vor dem Verfüttern kurz (max. 5 sec). Vielleicht ist es eher der Aberglaube als das heiße Wasser, das eventuelle Keime abtötet. Hat aber bisher all die Jahre gut funktioniert. Jetzt ist mit Sammeln freilich schon bissl spät, aber an einigen Buchen und Eichen hängt noch bissl was dran, und vielleicht findet sich ja auch ein Gartenbesitzer, der unter seinem Walnussbaum noch nicht allzu gründlich geharkt hat. Ansonsten kannst du dir erstmal mit Erlenzapfen behelfen, was die Huminsäuren angeht, die reifen grad aus und man kann sie direkt vom Baum pflücken.
 
  • Problem mit Krankheit Beitrag #12
Da das ja immer noch nicht auskuriert ist,...

Mach mal Fotos und schau mal, ob du die Symptome identifizieren kannst.

EDIT: Habe mir den Thread nochmal durchgelesen. Abmagern, schleimiger Kot... klingt nach Darmparasiten (Nematoden, Würmer). Hängt den Fischen was aus dem After? Die Parasiten kannst du z.B. mit Nedol von JBL behandeln.
Die eingerissenen Flossen kommen vielleicht noch durch eine zusätzliche Flossenfäule (oder die Fische beißen sich), dass müstest du mal anhand von Fotos überprüfen.
 
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