Status epelepticus

Diskutiere Status epelepticus im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen wir haben unseren großen Hund aus der spanischen Tötungsstation jetzt seit 2 1/2 Monaten. Nach 4 Tagen hatte er den ersten Status...
  • Status epelepticus Beitrag #1
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Rubi2014

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Hallo zusammen
wir haben unseren großen Hund aus der spanischen Tötungsstation jetzt seit 2 1/2 Monaten.
Nach 4 Tagen hatte er den ersten Status epelepticus aus dem Schlaf heraus. Wir wussten nicht was er hat und hatten Todesangst um ihn. Seit dem hat er jede Woche einen Anfall , fast immer einen Status epelepticus von über einer Stunde . Er ist erst ein Jahr alt und der perfekte Hund in den wenigen Tagen wo er fit ist. Er hat als erstes Pexion bekommen. Die Anfälle wurden schwächer aber nicht seltener. An Weihnachten hatte er dann 2 Anfälle wärend dem Tag. Die Dosis wurde nach und nach auf das Doppelte erhöht . Zusätzlich bekommt er Dibro-Be. Mittlerweile bekommt er auch noch Phenobapthil. Trotz allem hat er seit 3 Wochen nur noch status epelepticus. Diazepan hat er immer sofort bekommen, weil immer einer aus der Familie bei ihm bleibt (bis zu 5 Stück) die helfen aber auch überhaupt nichts mehr. Heute hatte er einen Anfall während dem Spazieren gehen. Der Tierarzt hat gesagt es sieht aus als sei er therapieresistent. Da die Anfälle jede Woche sind und so extrem heftig (in den 2 1/2
Monaten hatte er 8 mal einen status) muss man ihn wahrscheinlich einschläfern. Das wollen wir auf keinen Fall wir probieren vorher alles aus. Unser zweiter Hund und wir sind total fertig. Wir reagieren zwar schon total routiniert und ruhig, aber trotzdem ist es der Horror weil man jedes mal denkt diesmal überlebt er es nicht . Wir wissen nicht mehr weiter .. Weiß irgendjemand vielleicht was irgendwie helfen kann ?? Oder hat einen ähnlichen Fall erlebt ?
Vielen Dank schon mal
 
  • Status epelepticus Beitrag #2
Leider kann ich Dir nicht helfen.

Unser damaliger Hund war innerhalb und nach einen Anfall hochgradig aggressiv und sollte nur noch mit Maulkorb gehalten werden.
Ich habe mich entschieden unseren damaligen Hund einschläfern zu lassen und eine Autopsie machen lassen.
Unser Hund wurde nur etwas über 3 Jahre alt.
Jedoch wollte ich eine Klärung wieso aus einen ganz lieben Hund innerhalb kurzer Zeit ein gefährlicher Hund werden konnte.
Deshalb auch die Autopsie.
 
  • Status epelepticus Beitrag #3
Huhu,

also so "früh" würde ich die Hoffnung auch noch nicht aufgeben. Freunde von uns haben auch einen Hund mit hochgradiger Epilepsie (musste teilweise sogar ins Koma gelegt werden, damit er sich erholen kann und er kontrolliert aufwachen kann) und haben es nach unglaublich vielen Ärzten und Kliniken doch mal geschafft, ihn so einzustellen, dass das Leben (wieder) lebenswert ist.

Darf ich fragen, wo du wohnst? Nach der Aussage meiner Freunde hat die Tierklinik in Hofheim mittlerweile eine Spezialabteilung mit entsprechenden Tierärzten für Epilepsie-Fälle. Die konnten ihnen dann schließlich auch helfen. Ist natürlich keine Garantie, aber so einen schweren Fall wie den Hund unserer Freunde habe ich bis dato noch nicht erlebt. Und wenn diesem geholfen werden konnte, habe ich zumindest Hoffnung, dass deinem vielleicht auch geholfen werden kann.
 
  • Status epelepticus Beitrag #4
Hallo Pewee,
vielen Dank für die super Informationen.
Hofheim ist von mir nur bisschen länger wie eine Stunde entfernt !
Wir wollen unseren Hund auf keinen Fall aufgeben, aber meine Eltern können ihn nicht so Leiden sehen jede Woche und die Hoffnung schwindet natürlich wenn der Hund auf nichts anschlägt .
Vielen Dank das macht mir echt Hoffnung dass so ein schlimmer Fall doch behandelt werden konnte
 
  • Status epelepticus Beitrag #5
Also ich kann das echt gut verstehen. Wenn ich gehört habe, wie krass das teilweise beim Hund der Freunde ablief. Hab ja auch hin und wieder mit [USER]Knopfstern[/USER] gesprochen, die da Spezi ist und wir waren uns eigentlich recht schnell einig, dass der Hund kein lebenswertes Leben mehr hat. Zumal einfach keine Klinik helfen konnte und der Hund von allein nicht mehr aus den Anfällen aufgewacht ist (ganz am Anfang ist er sogar kurzzeitig "tot" gewesen und musste zurückgeholt werden). Hofheim war dann auch wirklich deren letzter Versuch und haben unglaublich Glück gehabt, dass sie jemanden gefunden haben, der helfen konnte. Man muss natürlich auch ganz klar sagen, dass auch die beste Einstellung keine Wunder wirkt. Der Hund ist keine 6 Jahre, ist unglaublich "alt" geworden - also sehr ruhig - und hat auch teilweise schon graue Haare, weil der Körper da wirklich gezehrt hat. Immerhin hatte er aber das Glück, dass es weder auf das Gehirn noch das Herz geschlagen ist - nur deswegen wurde es überhaupt nochmal probiert. Es ist auf jeden Fall kein Vergleich zu vorher, aber die Leiden wollte ich keineswegs gehabt haben und ich hätte dem Hund vermutlich auch nicht so viele Chancen gegeben - ist wirklich immer ein schmaler Grat. Was geht noch und was ist zu viel? Die Qual der Euthanasie-Freiheit. Ich denke, da liegen dann auch irgendwo meine Grenzen und zumindest meine Hündin ist gesundheitlich gesehen auch nicht der einfachste Hund bisher gewesen, weswegen ich mich mit dem Thema auch schon auseinandersetzen musste.

Ich würde auf jeden Fall besagte Knopfstern mal anschreiben. Vielleicht hat sie auch noch den ein oder anderen Tipp, was man noch ganz allgemein machen kann oder vielleicht Medikamente nennen, auf die man den Arzt ansprechen könnte. Vielleicht gibts da ja auch ein Spezi-Forum. Die Freunde von mir sollten damals auch ein Video von dem Anfall machen, damit man das ganz genau eingrenzen konnte. Die Option würde ich mir auch mal lassen, falls ihr nach Hofheim fahrt und die sich das angucken wollen. Die sind in ihrer Diagnose sehr genau und untersuchen wirklich auf Mark und Knochen.
 
  • Status epelepticus Beitrag #6
Ja genau so ist es ...
Wir haben nächste Woche schon einen Termin in Hofheim :)
vielen vielen Dank nochmal das war wirklich genau zur richtigen Zeit
 
  • Status epelepticus Beitrag #7
Oh, das ging fix :) Ich wünsche viel Erfolg! Halte uns doch bitte auf dem Laufenden!
 
  • Status epelepticus Beitrag #8
Hallo ihr lieben,
Ich melde mich auch mal zu Wort. ;) :)

Leider kann ich Dir nicht helfen.

Unser damaliger Hund war innerhalb und nach einen Anfall hochgradig aggressiv und sollte nur noch mit Maulkorb gehalten werden.
Ich habe mich entschieden unseren damaligen Hund einschläfern zu lassen und eine Autopsie machen lassen.
Unser Hund wurde nur etwas über 3 Jahre alt.
Jedoch wollte ich eine Klärung wieso aus einen ganz lieben Hund innerhalb kurzer Zeit ein gefährlicher Hund werden konnte.
Deshalb auch die Autopsie.
Der Hund war während und nach einem Anfall Aggressiv?
Und danach war er wieder ganz normal?

Was kam bei der Autopsie raus?

Mein Hund war auch nach seinen Anfällen aggressiv, so bald sein Blutzucker aber wieder normal war, war mein Hund auch wieder normal.
Man sollte bedenken, das so etwas ein enormer Stressfaktor für Hunde ist.
Die Hunde wissen nicht, was ihnen da passiert und wie ihnen geschieht, wenn sie umkippen und danach aus einem anfall wieder langsam wach werden.
Grade dann, wenn der Zuckerspiegel abgesunken ist.
Wir haben unserem nach seinem Anfall immer ein paar Frikadellen gegeben.
Wichtig ist auch, das es dunkel und leise im Raum ist, sofern dies möglich ist.

Epilepsie kann sehr gut in griff bekommen werden. Man braucht dafür aber Geduld und nen guten Tierarzt.

Ich kann mich hier Pewees Meinung nur anschliessen.;)

Was du mal machen kannst, das du drüber nachdenkst, welche Stress Situationen euer Hund hatte. Wann kommen die Anfälle?
War an dem Tag irgendwas aufregendes?
Hat er einen "Feind"getroffen, einen Hund, welchen er nicht mag/leiden kann?
Irgendwelche besonderen aufreger? auch bei dem anfall draussen.
Hier ist es am besten, wenn man ein Tagebuch führt und alles aufschreibt.
Dann ist die Ernährung auch ein wichtiger Faktor, was füttert ihr?
Welche Untersuchungen wurden bisher gemacht?
Wenn der Hund aus Spanien kommt, wurde er auf Mittelmeerkrankheiten Untersucht?
Hatte der Hund in Spanien in der Tötung keine Anfälle? Wovon ich jetzt ausgehe, weil er vermutlich dann direkt eingeschläfert worden wäre.
Habt ihr immer die Medikamente gegeben?Das ist sehr wichtig, die dürfen nicht aussetzen.

Ich drücke euch erst einmal fest die Daumen, das sich die Anfälle legen und es ne Besserung gibt.
 
  • Status epelepticus Beitrag #9
Auf jeden Fall :)
 
  • Status epelepticus Beitrag #10
knopfstern,
der Hund war auch vor einen Anfall aggressiv und hat alle angeknurrt die ihm zu nah kamen.
Wie sich herrausstellte war sein Gehirn total entzündet und auch vergrößert.
Der Sehnnerv war bereits in Mitleidenschaft gezogen !
Das war der Grund warum er alle anknurrte, der Hund erkannte uns nicht mehr durch sehen.
Ein Anfall dauerte etwa 10 minuten und der Hund lief davor und danach wie ein eingesperrtes Tier rum.
Nach einen Anfall war er etwa eine Stunde neben sich.

Ich denke nicht das ich unseren Hund leichtfertig erlösen ließ.
Meine Kids haben auch erst verurteilt, aber später begriffen das sie ein Leben mit Maulkorb dem Hund auch erspart hätten.
Zumal mein Sohn ein GdB von 70 hatte.
 
  • Status epelepticus Beitrag #11
Hallo knopfstern
ich habe gerade erst gesehen dass du geschrieben hast .. Hab schon versucht dich zu finden um nachzufragen wie deinem Hund geholfen werden konnte .
Wir versuchen ihm einen ruhigen geregelten Tagesablauf zu bieten. Da wir auf einem Hof abseits von jeder Straße wohnen hat er es eigentlich ganz entspannt. Die Tabletten bekommt er auch auf die Minute genau
mir ist aufgefallen, dass er die Anfälle nach längeren Spaziergängen oder wenn Besuch da war am folgenden Tag hatte.
Er verträgt wirklich ga keinen Stress und ist so sensibel.
Zur Zeit bekommt er ein getreidefreies Trockenfutter ohne irgendwelche Zusatzstoffe.Ich glaube bei der Ernährung könnte man noch etwas optimieren oder er ist vielleicht auf irgendwas allergisch oder etwas mit dem Stoffwechsel .
Ich hoffe in der Klinik in Hofheim können etwas feststellen.
Musste bei deinem Hund ein MRT gemacht werden ?
 
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