Lebershunt beim Welpen

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  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #1
Flat-Mia

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Hallo!
Heute wurde bei meiner 16 Wochen alten Flat-Coated Hündin Lebershunt diagnostiziert. Hat jemand erfahrung damit? Gibt es bestimmtes Futter für solche Hunde?
 
  • Lebershunt beim Welpen

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  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #2
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #4
Huhu,

bei meiner Hündin wurde mit dem zweiten Lebensjahr ein Lebershunt diagnostiziert. Wie wurde der bei euch denn herausgefunden, hat man euch gar keine Futterproben mitgegeben? Oder möchtest du das ganze eher barfen?

Wir sind damals sehr gut mit dem Royal Canin Leberdiätfutter zurecht gekommen. Happys Links ist sehr gut, der war für mich auch die erste Anlaufstelle zur Information und was ich frisch füttern kann. Wenn du irgendwelche Fragen hast, kannst du sie gerne stellen. Ich denke... zum Leidwesen aller Beteiligten Hunde und Menschen in meiner Familie, bin ich bestens informiert :| Wenn du also zwecks OP oder Behandlung wissen möchtest, kann ich u.U. helfen. Vielleicht magst du ja ein bisschen was erzählen. Ist er nach außen oder nach innen verlagert und kann er operiert werden? Dass es einen Flat erwischt, ist ja wirklich sehr selten. Meistens triffts Hunde aus der Terrierfamilie oder Pudel.

Ich habe damals für meine Hündin einen Thread angelegt. Die ersten Seiten sind viel bla bla, weil ich erst im Laufe der Zeit herausgefunden habe, was meine Hündin hatte. Aber so ab Seite 4-5 müsste es mit dem Shunt losgehen, wenn du dich bissi belesen möchtest:

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #5
Hier handelt es sich um einen Geburtsfehler, wofür der Züchter verantwortlich zeichnet, dieser ist zu informieren und mit in's Boot zu holen in Fragen der Gewährleistung.
Ich gehe mal davon aus, das es sich nicht um einen FCI/VDH handelt, denn normaler Weise müssen solche Elterntiere aus der Zucht.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #6
Flats gehören nicht gerade zur Rasse, bei denen diese Krankheit üblich ist. Ich gehe davon aus, dass die Eltern nie darauf getestet wurden. Selbst bei Rassen, wo es üblicher ist, wird das manchmal nicht verlangt. Von daher würde ich jetzt nicht einfach so darauf schließen, dass die Zucht nicht seriös ist oder der Dachverband fehlt. Oder gibt es bei Flats diese Vorgabe?
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #7
Darum geht es nicht, sondern es ist ein wissenschaflich, nachgewiesener Erbdefekt/Erbkrankheit. Ob getestet oder nicht, muss auch nicht verlangt werden, oder unzureichendes Zuchtmanagement ist völlig egal, der Züchter zeichnet in jeden Fall verantwortlich, außer er kann nachweisen alles getan zu haben incl. sorgfältiger Zuchtauswahl. Behauptet er, es sei das erste Mal ist auch OK, trotzdem muss er Gewährleistung geben wie Ersatz, Umwandlung Kaufvertrag oder "Reparatur", was in diesen Fall ja nicht möglich ist.
Nach FCI/VDH habe ich nur gefragt wegen der problemloseren Gewährleistung seitens des Züchters, ansonsten wird jeder andere Züchter, darf ruhig auch ein Vermehrer sein, automatisch vom Gericht als Züchter eingestuft, wenn die Voraussetzungen vorliegen, also regelmäßig jedes Jahr usw. usw.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #8
Hast du eine Quelle für den "nachgewiesenen Erbdefekt" (wenns geht, die entsprechende Studie. Die oben verlinkte Seite referiert das auch, aber auch da fehlt mir leider die Ursprungsquelle, die eine Theorie aufstellt)? Als ich das mit Hanna vor 2 Jahren durchhatte, war es laut Ärzten noch eine Vermutung, dass es vererbt wird. Mich würde das sehr interessieren, gerade weil das bei vielen Rassen immer noch nicht genug beachtet wird. Flats sind nach wie vor keine typische Rasseg für einen Shunt, von daher sehe ich tatsächlich keine Pflicht, die Defektfreiheit nachweisen zu müssen. Man kann nicht jede potentielle Krankheit nachprüfen - auch die Zucht hat ihre Grenzen, was die Gesundheit angeht. Die Eltern und Geschwister meiner Hündin hatten den Lebershunt übrigens auch nicht. Daher bleibt nach wie vor die Frage, ob es zwangsweise eine Erbkrankheit ist oder ob man auf die Krankheitsgeschichte der Großeltern zurückgehen muss, um den Ursprung zu finden. Wenn die Eltern des Hundes der TE keinen Shunt haben/hatten, würde ich ihnen tatsächlich keinen Vorwurf machen, dass sie eine Krankheit nicht haben abchecken lassen, die für die Rasse nicht typisch ist.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #9
Das ist naturgemäß ein Defekt/Geburtsfehler der Welpen, keine Krankheit in dem Sinne, der TA weiß es, der Züchter weiß es und der, der sich damit befasst weiß es.
Wenn Deine TÄ das vermuten, ist das mehr als schwach und falsch sowieso. Vielleicht sollten sie sich mal mit der Entstehung des Föten beschäftigen, dann passt's.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #10
Fiesta, du könntest ja auch einfach eine Quelle nachreichen, wenn das so sicher ist und ich kann mich dann selbst davon überzeugen. :roll: "man weiß es" ist ja nun absolut keine glaubwürdige Aussage. Wenn du keinen Beleg hast, ist das kein Problem. Dann sag es einfach. Dann wissen die User und ich wenigstens, wie wir deine Aussagen zu bewerten haben und finden ggf. selbst etwas. Ich befasse mich damit und "weiß" es trotzdem nicht, was du als gesicherte Aussage hinstellst. Von daher kann ich den ersten Teil deines Posts schonmal verneinen.

Ich weiß auch nicht, was du glaubst, in welcher Lage du dich befindest, über "meine" Ärzte zu urteilen? Die haben mich während der ganzen Shunt-Sache begleitet und forschen durchaus in diesem Feld. Die stellen eben nichts als Tatsache hin, was noch nicht ausreichend belegt ist - wie man das in der Wissenschaft eben tun sollte, was aber in der Forenwelt offensichtlich immer noch nicht angekommen ist. Von daher kann ich deinen herablassenden Ton gerade nicht besonders ernst nehmen, da du dich nicht einmal bemühst, Quellen zu posten.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #11
Welche Quelle ? Die Entwicklung eines Föten und Geburt eines Lebewesens, hier des Hundes ist doch bekannt, mithin dass die Leber später/ab Geburt naturgemäß einsetzt zu arbeiten, nicht im Leib der trächtigen Hündin, wenn sie außerhalb nicht funktioniert, also mit der Geburt, gilt das angeboren, (dazu gibt es verschiedene Stadien und Formen), das wäre die gesicherte Aussage, vielleicht ist es so verständlicher.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #12
Aber angeboren ist doch nicht gleich erblich bedingt. Ein Hund kann einen Fehler haben, ohne dass es durch das Erbgut der Eltern/Großeltern weitergegeben wurde. Es gibt ja auch Shunts, die erst durch Lebererkrankungen entstehen. Damit sind die noch von anfang an da, sondern kommen erst und wären demnach nicht angeboren. Verstehst du mein Problem? Es wird häufig geschrieben, dass man vermutet, es sei erblich bedingt, aber es fehlt die weiterführende Quelle.

Klar, ist es in diesem Fall angeboren, da der Kleene ja noch ein Welpe ist. Aber ich sehe nicht die Notwendigkeit auf eine erbliche bedingte Missbildung schließen zu müssen.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #13
Aber angeboren ist doch nicht gleich erblich bedingt.

"Angeboren" ist ein missverständlicher Begriff für Merkmale die "angeboren aber nicht genetisch" und "angeboren und genetisch" bedingt sind.


Ein Hund kann einen Fehler haben, ohne dass es durch das Erbgut der Eltern/Großeltern weitergegeben wurde. Es gibt ja auch Shunts, die erst durch Lebererkrankungen entstehen. Damit sind die noch von anfang an da, sondern kommen erst und wären demnach nicht angeboren. Verstehst du mein Problem? Es wird häufig geschrieben, dass man vermutet, es sei erblich bedingt, aber es fehlt die weiterführende Quelle.
Klar, ist es in diesem Fall angeboren, da der Kleene ja noch ein Welpe ist. Aber ich sehe nicht die Notwendigkeit auf eine erbliche bedingte Missbildung schließen zu müssen.

Ich verstehe Dein Problem, aber Du musst unterscheiden zwischen Erbkrankheit/Erbdefekten und "erworbenen Krankheiten/Defekten", z.B. gibt es die Patella als Erbkrankheit aber auch als erworbene Krankheit, analog bei Lebershunt. Was genbedingt und was erworben ist, kann Dir in aller Regel der TA sagen.

Fast vergessen: Das Institut für Genetik in Bern arbeitet an einem Gentest für Lebershunt, da einige Rassen davon betroffen sind und es geht eigentlich nur darum, das Lebershunt sehr komplex vererbt wird und nicht wie früher angenommen rezessiv, monogen, autosomal, hier ein kleiner Link:
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #14
Danke für den Link, den schaue ich mir Zuhause mal an! Leipzig scheint da auch dran zu forschen.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #15
Hallo!
Sie hat einen intrahepatischen Lebershunt. Nicht operierbar! Jetzt bekommt sie Hills l/d und Tabletten. Mittlerweile geht es ihr ganz gut.
Weiss jemand wie lange der Hund damit leben kann?

Die Symtome waren bei ihr:
nächtliches Umherirren, Scheinblindheit, Zerstörungswut, jaulen....

War erst mit ihr in einer Augenklinik aber die Augen waren völlig in Ordnung und als ich die restlichen Symtome geschildert habe, kam schnell der Verdacht auf Shunt.

Sie ist jetzt 16 Wochen und hatte bisher ein furchtbares Leben. Der Züchter behauptet einfach mal das Mutter und Vater gesund sind.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #16
Hallo.
ich war jetzt einfach neugierig, was ein Lebershunt eigentlich ist. Und bin da auf eine sehr informative Seite gestoßen:



...auf der im übrigen auch gesagt wird, dass und wo ein "intrahepatischen Lebershunt" durchaus operabel ist, ich zitiere und kann euch vielleicht einwenig Hoffnung machen?

Die Shunt OP erfordert in der Regel einen stationären Klinikaufenthalt von ca. 4 Tagen. Nach der OP wird der Hund intensivmedizinisch überwacht.Die Kosten für die Operation eines extrahepatischen Shunts liegen bei ca. 2000 € .
Intrahepatische Shunts sind schwieriger zu finden und zu schließen, als extrahepatische Shunts.
[.....]
An der Uni Gießen wurde ein minimalinvasives Verfahren entwickelt, bei dem eine odere mehrere Spiralen “Coils” im Shuntgefäß verankert werden und dieses verschließen sollen. Es handelt sich um eine aufwendige und teure Methode, die aber beim intraheptischen Shunt Vorteile bringt und eine sehr gute Alternative darstellt.

Cotta B. (2013): "Lebershunt", URL
http://www.lebershunt.info/html/behandlung.html, [Stand 1.8.2014 ]

LG Suno
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #17
Danke für die Info aber weder die Tiho Hannover oder die Klinik in Gießen können das operieren. Der Hund wurde bereits vorgestellt.
 
  • Lebershunt beim Welpen Beitrag #18
Wie lange ein Hund damit leben kann ist sehr verschieden. Das kommt auch ein bisschen darauf an, wie viele Shunts der Hund hat und wie er verläuft. Es gibt 8 mögliche Shuntstellen. Intrahepatische sind in der Tat komplizierter.

Meine Hündin hatte einen extra extrahepatischen. Es kam mit 2 Jahren heraus und mehrere Ärzte gaben Uhr zu dem Zeitpunkt nur noch ein halbes Jahr, da es täglich schlimmer wurde.

Wenn ich dir einen Tipp geben darf: such weitere Kliniken auf! Mein Ta empfahl mir damals die Kliniken in Berlin und Hofheim. Ich entschied mich für Hofheim und bereue es nicht. Auch Leipzig soll zu dem Thema sehr bewandert sein. Zumindest forschen sie dadran.

Gießen ist gut für die Diagnostik (wir waren dort auch), aber sie ist nicht für ihre Chirurgie bekannt.

Hier gab es mal eine Userin, deren Hund ebenfalls einen Shunt hat, der nicht operiert werden kann und er lebt immer noch. Sie müsste auch was in meinem Thread geschrieben haben, wenn ich mich recht erinnere.
 
Thema:

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