Der Hund in der Stadt

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  • Der Hund in der Stadt Beitrag #1
demona

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Hallo,

nachdem ich heute mit der Gassikröte überraschend vor einem Weihnachtsmarkt stand - ja, die tauchen immer urplötzlich auf ;) - und wir keine große Wahl hatten, als ihn zu überqueren. Die Kröte hat es gut gemacht aber wirkte nicht wirklich glücklich auf mich, Schwanz unten, geduckte Körperhaltung, Ohren hinten, sehr hektisch gelaufen. Sie hing jetzt nicht röchelnd in der Leine, ließ sich auch zu mir umorientieren aber naja, das Gelbe vom Ei war es nicht. :?

Da meine neue Gassiwiese fast direkt an der Innenstadt des Ortes liegt, Straße mit Unterführung dazwischen und nen Parkplatz, werden wir wohl in Zukunft öfters mal einen kleinen Ausflug machen. Sie soll etwas relaxter in der Stadt werden, nicht auf Großstadtniveau sondern eher Richtung Kleinstadt und Mittelstadt. (klingt absolut doof:mrgreen:)

Und ich dachte mir, ich hole mir ein paar Anregungen. :D

Wie sind eure Hunde so in der Stadt? Habt ihr das irgendwie extra trainiert oder war es der alltägliche Gang? Wie baut man das Training am besten auf? Welcher Zeitraum wäre angemessen - also für die einzelnen Trainingseinheiten - fünf Minuten, 10 Minuten, etc. ?

Wie sind eure Erfahrungen mit Stadttraining? Findet ihr es überhaupt notwendig?

Ich weiß nicht ob das Thema besser in "Verhalten und ERziehung" passt, wenn ja, bitte verschieben. :D

Lg Demona
 
  • Der Hund in der Stadt Beitrag #2
Hey,

zur Dauer kann man eig. nur sagen: Wenn der Hund zu gestresst ist wird abgebrochen.

Meine Hunde können beide in der Stadt problemlos mitlaufen, allerdings müssen sie es kaum/nie.
Bei Liam habe ich relativ früh damit angefangen, dass wir am "Rand" der Innenstadt spazieren gegangen sind, zwischendurch mal "rein" und sofort wieder raus sobald er mir zu stark gestresst erschien.

Je nach Lage, ob jetzt viele Leute unterwegs waren oder, oder, oder konnte das mal 1 Minute gut gehen, mal 20 Minuten.
Inzwischen ist er was die Innenstadt angeht echt super:)

Leni lief ähnlich, wobei ich bei ihr den Fokus darauf gelegt habe, dass sie angstfrei durchgehen kann- ergo sofort raus bei minimalsten Anzeichen von Angst.

Grundsätzlich finde ich es ganz praktisch, wenn Hunde das kennen und können- auch wenn ich sie inzwischen nur selten mitnehme, weil es sich einfach selten ergibt.

Aber es ist halt auch ein schönes Training und vermittelt dem Hund Sicherheit, wenn er merkt, dass auch in stressigen Umgebungen nichts passiert:)
 
  • Der Hund in der Stadt Beitrag #3
zur Dauer kann man eig. nur sagen: Wenn der Hund zu gestresst ist wird abgebrochen.
Das mache ich anders. Sicher, aus dem gröbsten Gewummel fische ich den Hund dann heraus, aber ich setze mich immer noch an den Rand oder Ähnliches und schaue mir das Treiben an, bis der Hund von selbst entspannt. Ich will zumindest versuchen, dass der Hund merkt "okay, passiert sowieso nichts".

Die Große nehme ich nicht mit in die Stadt, kleinere Feste kennt sie aber durchaus. Ist sehr stressig für sie, sie bleibt aber ansprechbar. Sie hat das alles relativ spät kennengelernt und wurde langsam herangeführt. Für einen Hund, den schon eine normale Hauptstraße zum auszucken brachte, haben wir einiges geschafft.

Den Zwerg kümmert sowas nicht, den kann ich überall mithin schleppen und er benimmt sich auch. Er kennt es nicht anders, für ihn ist das "normal". Das hat im Welpenalter mit Turnieren, Ausstellung und dem Flughafen angefangen...

Ich würde es immer wieder so machen.
 
  • Der Hund in der Stadt Beitrag #4
Das mache ich anders. Sicher, aus dem gröbsten Gewummel fische ich den Hund dann heraus, aber ich setze mich immer noch an den Rand oder Ähnliches und schaue mir das Treiben an, bis der Hund von selbst entspannt. Ich will zumindest versuchen, dass der Hund merkt "okay, passiert sowieso nichts".

Ein gewisses Maß an Stress ist ja auch durchaus förderlich, aber wenn ich ein sabberndes Häufchen Elend vor mir habe wird abgebrochen:p Bzw. so weit sollte es halt gar nicht kommen. Stress ja, aber nicht übertreiben:)
 
  • Der Hund in der Stadt Beitrag #5
Ich meide die Innenstadt oder belebte Orte.
Buffy ist 12, sieht leider etwas schlecht und hat ne "unpraktische" Größe. Ich muss sie dauernd aus dem Schussfeld ziehen, da die Menschen einfach nicht hinschauen und regelmäßig auf sie drauf oder sie im Laufen treten würden. Sie läuft schon sehr dicht bei mir. Tragen kann und mag ich sie aber auch nicht die ganze Zeit, 12kg sind auf dauer einfach zu schwer:lol:

Deshalb kommt sie nicht mit
 
  • Der Hund in der Stadt Beitrag #6
Hi,

erst mal DAnke für eure Antworten. :D

Nein, ein Häufchen Elend habe ich nicht an der Leine, eher sehr aufgeregt. Sie lebt nach dem Motto "Mensch - Nur auf der Welt um mich zu knuddeln" und in der Stadt sind logischerweise wesentlich mehr Menschen als auf einsamen Feldwegen. Da hat unser Training "Wir rennen nicht zu jedem Menschen hin" angefangen und da klappt es sehr gut. Aber in der Stadt will sie halt zu jedem hin, es riecht überall gut, es ist alles interessant und zack, Stress.

Ins größte GEwusel geh ich schon alleine nicht gerne rein, mit der Kröte schon mal gar nicht. Auch weil viele Leute nicht gucken wo sie hinlaufen und dann über den kniehohen Hund stolpern oder drauf treten. :?

Wir werden heute mal den ersten Ausflug in die Innenstadt machen. Wobei Innenstadt übertrieben ist, das ist ein Platz und zwei STraßen mit Geschäften drum herum, mehr ist das schon nicht. Nicht wirklich viel frequentiert, bis auf Dienstag, da ist immer so ein Bio- und Bauernmarkt auf dem Platz und da muss ich ja nicht hin.

Mal schauen ob ich sie ruhig bekomme mit am Rand hinsetzen und gucken. Habe gerade extra ein Blech Thunfischleckerlies im Ofen zum Belohnen. :mrgreen: Muss sich ja lohnen.

LG Demona
 
  • Der Hund in der Stadt Beitrag #7
Inka nehme ich praktisch nie mit in die Stadt. Sie ist dort extrem gestresst. Obwohl wir schon im Welpen/Junghundalter mit ihr geübt haben.
Aber fremde Menschen sind nicht so ihres.
Inzwischen kann sie es. Sie läuft auch meist an durchhängender Leine. Aber begeistert sieht tatsächlich anders aus.:eusa_think:

Bosse dagegen kann ich überall mit hinnehmen. Er ist total entspannt. Er freut sich über jeden - bleibt aber bei mir und dackelt vor sich hin.
Im Lokal geht er unter den Tisch und fällt kaum weiter auf.
Wenn die Fußgängerzone zu voll ist - klemme ich ihn mir eben unter den Arm. (Bei 6kg Hundegewicht ist das durchaus hin und wieder möglich)
Das kam bisher aber erst ein- oder zweimal vor.
 
  • Der Hund in der Stadt Beitrag #8
Mit Max waren wir erst einmal in der Stadt, aber das hat er erstaunlich gut gemacht. Wir hatten in dem Fall keine Wahl und mussten ihn mitnehmen, da aber weder Monatsanfang noch Monatsende war, gabs keinen großen Menschenauflauf und das war schon okay so. Max wollte von weitem an jedem schnuffeln, aber hat lieber die Nase gereckt und körperlich Abstand gehalten. Alle möglichen Gegenstände mussten jedoch ausgiebig erkundet werden. Er ist aber allgemein kein Hund, der zu jedem hinrennen muss, sondern eher höflich-reservierten Abstand hält.

Fazit: Wenn in der Innenstadt nicht viel los ist, kann man ihn ruhig mal mitnehmen, aber das muss er nicht regelmäßig mitmachen.
 
  • Der Hund in der Stadt Beitrag #9
Hallo,
mein Mädel ist ein echter Allround Hund. Wir fahren mit dem Fahrrad in die Stadt-Mitte, bei all den Fahrradwegen kein Problem....Strassenbahn, Restaurants, Fussgängerzone...zu Fuss , zu Bike.....alles mit Schäferhund. Rosi und Jimmy machen das souverän. Interessanter weiser ist der Rüde in der Stadt ein wahres Lämmchen - nicht aus Angst - nur wegen all dem Interessanten.
Weihnachtsmarkt würde gehen -aber das gönne ich mir mal ganz alleine mit Freundinnen.....

MEIN FEHLER:
Ich hatte Rosi beim Fussball WM Spiel (privat View in einem alten Kino) dabei und sie hat die ganze Aufregung und Ohhhs und Ahhs und den "Stress" mit bekommen - wirklich laut waren wir (also keine Tröten oder so) nicht nur eben "erregt"...nunja seit dem kann man mit Rosi kein Fussball mehr (Medial) schauen - auch nicht alleine auch nicht wenn ich mich nicht dabei bewege oder rege.......sie versucht sofort alle und alles und mich zu beruhigen und gerät unter Sress. Live geht das problemlos.....


was ich sagen will.....so eine "Stressfaktor - Akzeptanz oder Inakzeptanz" muss nicht heißen, daß der Hund anschließend auf andere Einflüsse positiver reagiert.....

Mach einfach was dein (Hunde-) Herz dir so ansagt....

und PS. Biiiite Berichte was dir da so alles passiert....unter Bemerkenswerte.....du weißt schon

LG Suno
 
  • Der Hund in der Stadt Beitrag #10
Hi,

Sorry, vergessen zu berichten. :uups:

Erster Versuch in der Mini-Innenstadt.

Relativ positiv, wir haben uns auf ne Bank gesetzt und die Leute beobachtet, und die Autos. Außer, dass ich mir den Popo abgefroren habe, gibt es nicht viel zu berichten. Kröte war brav, ist nicht hektisch rumgerannt sondern saß lieb vor mir und hat sich alles angesehen.

Bei zwei Teenagermädels ist sie hochgesprungen und wollte hin, weil die gequitscht haben. :roll:Gab dann ein "Nein" und "Schau" und zack, hatte ich ihre Aufmerksamkeit wieder. Brave Kröte. :)

Restaurants sind gar kein Problem, zumindest wenn wir sitzen, da liegt sie sinnlos rum und guckt dumm oder mampft ihre Rinderkopfhaut. Das "Problem" ist, zu dem Platz zu kommen. Sie will halt zu allen hin, jeder Mensch ist toll, jeder Mensch muss es einfach mögen wenn ihm 18 kg Hund auf den Schoss springen wollen. :eusa_doh:

Ich hoffe darauf, dass sie ruhiger wird wenn wir öfters in die Stadt gehen. Dass sie merkt, da sind zwar Menschen aber ich darf eh nicht hin also kann ich es auch sein lassen. Wie gesagt, ich hoffe es.

Morgen geht es zum ruhigen Sonntagsbummel in der Mini-Innenstadt. Da dürfte kaum was los sein aber ein paar Menschen werden schon da sein und das ist perfekt zum üben. :D

Lg Demona

PS: @Suno: Die Gegend ist gerade nicht sehr berichtenswert aber hey, ich werde wohl nächste Woche das Fahrradfahren mit Hund anfangen und da kommt garantiert wieder was zusammen. :mrgreen:
 
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