Mache mir Sorgen um meinen Hund

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Danny06

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Ich habe mich heute hier neu angemeldet weil ich langsam nicht mehr weiter weiß :(

Aber zuerst stelle ich euch meinen Hund vor und ihre Geschichte (Achtung, könnte teilweise ironisch werden ;) ):

Kimba ist eine 7 jährige deutsche Schäferhündin. Sie lebt jetzt bei mir seit einem Jahr. Eigentlich ist sie der Hund von meinem Sohn (22), da er aber arbeitsbedingt wenig Zeit hat, habe ich sie "übernommen". Das hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber Kimba hat schon einiges durchmachen müssen und ich wollte ihr das endlich mal ersparen und zeigen, was eine richtige Familie bedeutet.

Ihr erstes Herrechen war ganz "stolzer" Hundebesitzer. Hat sich auch rührend um den Hund gekümmert, hat ihr die Grundkenntnisse beigebracht wie Sitz, Platz, Pfötchen, Rolle... Naja, nur an der Leine laufen brauchte ja nicht, war ja ein großer Garten vorhanden. Und wie praktisch das es ein Weibchen war, Schäferhund-Welpen bringen ja auch noch Geld ein. Und so einen großen Hund kann man ja auch ruhig mal alleine lassen, so zwischen ein paar Stunden und Wochen. Ihr ging es ja gut im Zwinger mit den alten Möbeln. Hat sie mal was gefordert wie spielen oder so, bekam sie Steine zum spielen ( so sehen dafür auch die Zähne aus, alle kaputt) oder eins mit der Leine drüber. Und dann ist er umgezogen, hat nur irgendwie den Hund vergessen :evil:
So kam Kimba dann zu meinem Ex-Mann und meinem Sohn. Da ging es ihr soweit gut, mein Sohn hat sich um sie gekümmert, soweit es ging. Sie bekam richtige Bälle zum spielen, wurde gestreichelt und beachtet.
Dann ist mein Ex-Mann ausgezogen und hat auch was vergessen: Sohn und Hund. Und wie man eben so als Mutter ist nimmt man beides auf :D
Jetzt hat mein Sohn eine eigene Wohnung, hier bei mir in der Nähe. Kimba blieb aber hier, weil ich die Zeit dafür habe.

War am Anfang zwar nicht leicht, durch das ewige hin und her hat sie Verlust-Ängste. Sie heult dann wie ein kleines Kind. :( Ist ja auch verständlich, mittlerweile hat sie aber gelernt, hier wird sie nie alleine gelassen und falls es doch mal vorkommt nicht lange und alle sind wieder da. Auch an der Leine laufen kann sie jetzt super, ich hab ja leider auch keinen Garten wo ich sie einfach rauslassen kann. Nur darf man nicht an der Leine ziehen, da bekommt sie sofort Angst und kneift den Schwanz ein.

Und dann fingen die Krankheiten an :(
Im Februar 2014 wollte sie auf einmal nichts mehr fressen, nur noch trinken. Ansonsten keine Anzeichen, das es ihr nicht gut ging, im Gegenteil. Sie sprang rum, spielte und tollte rum, quitschfidel eben. Das Fressen hat mir trotzdem Kopf zerbrechen gemacht, also ab zum Tierarzt. Dieser konnte nichts feststellen, hat uns aber sicherheitshalber in die Tierklinik überwiesen für ein großes Blutbild (bei ihm hätten wir 2 Tage auf die Ergebnisse warten müssen) Wir also direkt zur Klinik und dann der erste Schock: Akutes Nierenversagen :( Alle Werte so schlecht das der Tierarzt keine Hoffnung mehr hatte. :022:
In dem Moment stupste Kimba mich an und wollte mich trösten, so als wollte sie sagen. Ich schaff das schon! Also sagte ich zum Tierarzt er solle alles versuchen, was geht.
Nach 2 Tagen fraß sie wieder, die Werte besserten sich, der Tierarzt hat sowas selber noch nie erlebt, wie ein Hund so kämpfen konnte um gesund zu werden. Nach 8 Tagen Klinik hatte ich meine Maus wieder zu Hause. :D Ich mußte allerdings das Futter umstellen (jetzt wird hier jeden Tag frisch gekocht für den Hund:lol:) und sie braucht seit dem Minirin Tropfen und einmal wöchentlich eine Spritze, aber alles war wieder in Ordnung.

Bis Anfang Dezember. Da hat sie zwar gefressen, aber eben anders als sonst, zögerlicher und immer nur kleine Portionen. Auch bei Spaziergängen wollte sie nicht mehr so richtig rennen, sondern schnell wieder nach Hause. Ich hab also wieder besonders auf das Trinken geachtet, weil ich dachte, es wäre wieder was mit den Nieren. Trinken war aber normal, keine Veränderungen. Nur leckte sie sich öfters als sonst am After. Als ich das kontrolliert habe, hatte sie sich schon alles wund geleckt.
Wieder direkt zum Tierarzt, diesmal allerdings einen anderen, da ich kein Auto da hatte.
Dort wurde eine Entzündung der Analdrüsen festgestellt, mit einem Knoten an der Analdrüse so groß wie ein Hühnerei, nach außen aber nicht sichtbar.
Da bekam Kimba erstmal Antibiotika und Cortison. Nach einer Woche war die Entzündung weg, das wund geleckte war auch gut verheilt, nur der Knoten blieb. Also wurde das Antibiotika verstärkt. Sollte es nicht anschlagen, müßte ich mit einer OP rechnen. Nach einer weiteren Woche immer noch keine Veränderung. :(
War erstmal ein riesen Schrecken für mich, meine Maus muss operiert werden. Ich dachte mir aber, egal, hauptsache sie wird gesund. Also Tierklinik angerufen, Termin ausgemacht, 2 Tage später dahin.

Der Arzt untersucht Kimba und dann der Schock: da hilft keine OP mehr, das lohnt sich nicht. :shock::022:Ich war mit den Nerven am Ende, konnte nur noch heulen ( der Arzt hat mich bestimmt für bescheuert erklärt, so wie ich da am heulen war) Er hat dann sicherheitshalber noch ein CT gemacht zur genaueren Kontrolle, ob der Tumor gestreut hat oder noch nicht. Leider hat er, die Lymphknoten sind schon befallen. :(
Da sie aber keine Schmerzen hat und ansonsten auch fit ist wurde nichts weiter gemacht. Nur noch Tarantula verschrieben, damit der Tumor langsamer wächst.

Ich also wieder nach Hause, zu meinem Tierarzt, ihm das erzählt und erkundigt, wie es jetzt weiter geht. In der Klinik selber war ich am Ende, ich wollte nur noch Kimba nehmen und nach Hause, hab also keine großen Fragen mehr gestellt oder so.
Mein Tierarzt hat mich erstmal beruhigt, hat gesagt, Kimba geht es gut, sie hat keine Schmerzen, wir sollen die Zeit mit ihr genießen, nur eben genauer beobachten und bei den kleinsten Veränderungen sofort wieder hin kommen.

Und genau Weihnachten fing es wieder an, Kimba wollte wieder nichts fressen, schlief nur und war lustlos. Meine größte Angst ist es, sie hat Schmerzen, ich merke das nicht und quäle sie noch mehr, weil ich sie nicht gehen lassen will.
Also wieder ab zum Tierarzt. Diesmal wurde eine Magen-Darm-Grippe festgestellt. Medikamente Pantoprazol und direkt eine Spritze. Wieder Futterumstellung auf Schonkost und kleine Portionen mehrmals am Tag. Am nächsten Tag war mein Hund fit wie ein Turnschuh, hatte Hunger ohne Ende (guckte immer etwas komisch bei den kleinen Portionen :D), spielte und rannte auch draußen wieder rum, als wäre nichts gewesen.
Die ersten 2 Tage erbrach sie mal, aber mehr Wasser und Galle, Tierarzt sagte das wäre aber normal.

Und heute morgen werde ich wach, weil Kimba sich wieder übergeben hat. Hatte direkt ein komisches Gefühl im Bauch, bin sofort hin zu ihr und geguckt. Das Erbrochene war bräunlich und dickflüssiger. Also dachte ich, mach ich heute mal noch kleinere und mehrere Portionen, hat sie auch soweit alles gut vertragen, springt auch rum und spielt. Dann abends wieder erbrochen, diesmal dunkelbraum und richtig schleimig. Mit Brocken vom Futter, so als wäre es nicht verdaut (letztes mal hatte sie aber vor 2 Stunden gefressen)

So und nun sitze ich hier, beobachte den Hund, achte auf jede Kleinigkeit und zerbreche mir wieder den Kopf. Hat sie Schmerzen? Ist es wieder was neues? Muß ich sie jetzt endgültig gehen lassen?

Entschuldigt bitte, das es solang geworden ist, aber ich weiß langsam echt nicht mehr weiter. Ich schlafe kaum noch aus Angst es passiert was und wenn ich schlafe dann nur mit Alpträumen, meine Nerven liegen echt blank.
Ich weiß, das ich meine Maus gehen lassen muß, auch wenn es schwer fällt. Ich will nicht das sie leidet, das hat sie genug in ihrem Leben. Ich hänge eben an ihr, sie ist wie ein Kind von mir. Kimba ist so ein toller und lieber Hund, freundlich zu jedem, Kinderlieb und selbst Bekannte, die Angst vor Hunden haben spielen und tollen mit ihr rum. Nur woran merke ich, ob sie leidet? Ob sie Schmerzen hat? Ich möchte einfach, das sie glücklich ist.
 
  • Mache mir Sorgen um meinen Hund Beitrag #2
Hallo Danny06!

Kimba ist bestimmt sehr glücklich darüber, dass ihr zwei euch gefunden habt und so wie es sich anhört, hat sie bisher sicher ein schönes Leben bei dir gehabt!
Ich kann deine Gedanken nachvollziehen. Bei Tieren ist es manchmal schwer festzustellen, ob sie schmerzen haben und leiden, weil sich das nicht so äußert wie bei Menschen. Ich denke auch das ist aber von Hund zu Hund anders. Ich denke du solltest dir wirklich Gedanken über ihren Zustand machen, sobald sie lustlos wird, aufhört zu spielen, weniger frisst etc. Da genau merkt man ja, dass etwas nicht stimmt. Wenn dein Hund jedoch weiterhin noch Energiegeladen und Spaß am spielen hat, würde ich nicht unbedingt sagen, dass sie schmerzen hat.
Also achte auf ihr Verhalten. Sobald sie ihre Bewegungen etc. einschränkt ab nochmal zum Tierarzt und eine ärztliche Meinung zu dem Thema holen.

Ich hoffe das ihr noch eine schöne Zeit zusammen haben könnt!
Liebe Grüße
 
  • Mache mir Sorgen um meinen Hund Beitrag #3
Hallo Danny06,
deine Story ist sehr ergreifend, aber so ist es halt im Leben. Ich kann dazu nur sagen, dass es immer schwer ist los zu lassen und man sollte nicht den Fehler machen, aus "falscher Liebe" deinen Hund leiden zu lassen. Ich lese aber aus deinen Zeilen heraus, dass es weniger damit zu tun hat sondern eher um den richtigen Zeitpunkt "GEHEN ZU LASSEN" und da wird es eigentlich schwierig. Ich bin persönlich der Meinung, solange es auch mit Medikamenten möglich ist, Schmerzen etc. so zu mindern, dass die Lebensqualität nicht nur aus Leiden besteht, kann man es soweit laufen lassen. Ob ein Hund schmerzen hat, ist halt auch ein schwieriges Thema, aber ich denke das sieht man dem Hund auch an und muss da wahrscheinlich intuitiv handeln.
Ich sage es mal ganz salopp, das Ende kommt so oder so, es geht nur darum einen Zeitpunkt zu finden, ein Tag früher ist besser als ein Tag zu spät mit Qual und Schmerz. Ich wünsche Dir alles an Stärke die Du brauchst diesen Weg zu gehen. Sie wird in euren Herzen immer weiter leben und ihr in ihrem Herzen.

LG HM
 
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