Hallo gold_fish,
Hüftgelenksdysplasie, kurz HD genannt, ist eine häufig vorkommende Erkrankung/Fehlstellung des Hüftgelenks (Hüftgelenkspfanne und Oberschenkelkopf passen nicht korrekt ineinander). Hier gibt es auch einseitige Hüfgelenksdysplasie, was bedeutet, dass die eine Hüfte ok ist, die andere eine Fehlstellung aufweist. Die HD wird nach Schweregrad eingeteilt in leichte, mittlere und schwere HD (A, B, C, D, E). A = HD-frei. Manche Rassehundezuchtvereine haben eine Übergangsform (B), d.h. noch keine leichte HD, aber auch nicht mehr 100 % in Ordnung. (vereinfacht gesagt). Das ist jedoch wichtig im Hinblick auf die Zucht.
Mittels einer Schablone und meist mit zwei Röntgenaufnahmen (gestreckt und gebeugt) wird von einem Gutachter gemessen bzw. ausgewertet, ob der Hund Abweichungen hat.
Die meisten mittelgrossen bis grossen Rassehunde werden ab Vollendung des ersten Lebensjahres (besser etwas später, da erst dann die Wachstumsfugen wirklich geschlossen sind und es keine Verschiebung mehr geben wird), geröngt. Oft wird jedoch „vorgeröngt, wenn z.B. das Gangwerk des Hundes auffällig erscheint. Da zeigt sich dann meist schon ein „lockeres“ Hüftgelenk auf dem Röntgenbild.
Viele Hunde mit leichter HD laufen Zeit ihres Lebens beschwerdefrei, es sind mir einige Fälle bekannt, bei denen man auch eine mittlere HD äusserlich (Gangwerk) nicht erkennen konnte.
Das eigentliche Problem einer HD ist jedoch, dass die Hunde ihre Sehnen und Bänder falsch belasten.
Auffällig finde ich auch, dass zu stark gewinkelte oder zu steil gewinkelte Hunde da häufig Probleme haben. Ebenso zu schwere Rassen oder zu grosse.
Aber auch da gibt es natürlich Ausnahmen.
Es wird davon ausgegangen das die HD vererblich ist, wobei auch hier gesagt werden muss, das „frei“ mit „frei“ gepaart nicht immer HD-freie Hunde ergibt. Man geht von einem polygenen (mehrere Gene) Erbgang aus, was bedeutet, das auch Gene von Ahnen da mit eine Rolle spielen.
Ausserdem spielt auch das Futter eine entscheidende Rolle.
Beispiel: Übergewicht und vor allen Dingen ein zuviel an Kalk (Vitakalk, Calcipott u.ä.) Die Besitzer meinen es gut, möchten das der Kleine „Knochen wie ein Elefant“ bekommt, (O-Ton eines Rottweiler-Besitzers). Ich erwiderte damals, dass er sich dann einen Elefanten hätte anschaffen sollen. Dieses zuviel an Kalk setzt sich in den Gelenken ab. Die Futtermittelindustrie hat praktisch für jede Rasse (Endgröße/Gewicht) Erwachsene Hunde und Welpen das richtige Futter und ein zufüttern von Ergänzungsmitteln ist nur in Ausnahmefällen wirklich notwendig.
Wenn man „barft“ sieht das ganze dann wieder etwas anders aus.
Gruss
Bettina
Solltest du noch Fragen haben...gib mal bei google Hüftgelenksdysplasie ein. Da kannst du auch Bilder von fehlgebildeten Hüftgelenken sehen.