Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun?

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Ela85

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Hallo Zusammen,

gestern bin ich mit meinem Hund spazieren gelaufen. Plötzlich hat er einen Ausfallschritt gemacht und in dem Moment ist eine Biene davon geflogen. Dachte er ist erschrocken und deswegen der Ausfallschritt.

Sind dann noch 2 km gelaufen (auf dem Weg war Blut von einem Mensch oder einem Tier, war auf einer Strasse im Feld, kann also von allen möglichen Tieren gewesen sein).

Zu Hause ist er dann gehumpelt und hat beim Sitzen eine Pfote in die Luft gehalten. (war unterwegs durch seinen Ball abgelenkt und ist deshalb wohl normal gelaufen und gerannt).

Hab mir die Pfote angeschaut und am Ballen fehlte ein Stück und er hatte etwas Blut im Fell.

Hab die Wunde dann mit Wasser gesäubert und desinfiziert, Wund-und Heilsalbe drauf gemacht und nen Verband drum.

Nun meine Frage:

Kann er sich mit irgend einer Krankheit angesteckt haben, als er mit seiner Wunde durch das Blut auf der Strasse im Feld gelaufen ist? Ist halt echt schwer zu sagen, ob das Blut von einem Mensch oder einem Tier war und vor allem was für ein Tier das war und ob das eine Krankheit hatte. Da sind auch Rehe und Wildschweine usw. unterwegs.

Ich mache mir total Sorgen.

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.

Viele Grüsse, die besorgte Ela
 
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  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #2
Hallo Ela,
natürlich können sich auch kleinere Wunden mal entzünden, allerdings glaube ich nicht, dass du dir Sorgen machen musst, weil dein Hund in fremdes Blut getreten ist mit seiner Wunde.

Selbst wenn das Blut auf dem Weg von einem anderen Tier stammt das potenziell eine ansteckende Krankheit hatte (und ich bin mir nicht mal sicher, dass hier viel in Frage kommen würde, Tollwut vielleicht aber auch das ist ja absolut unwahrscheinlich), so dürften sämtliche Erreger schnell sterben wenn das Blut an der Luft ist und anfängt einzutrocknen.

Ich denke du kannst da also ganz unbesorgt sein, schau nur die nächsten Tage ob die Wunde normal abheilt oder sich vielleicht eine Entzündung breit macht (was dann aber wohl eher allgemein auf Dreck in der Wunde hindeutet und nicht unbedingt auf die Tatsache, dass da Blut auf dem Weg war).
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #3
Säubern und etwas Bepanthen oder Vaseline drauf und alles wird gut ;)

Alles Gute

LG HM

PS: Er darf auch ruhig die Wunde lecken mit oder ohne Bepanthen bzw. Vaseline ;)
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #4
Hallo Kompassqualle und HoundMan,

danke für Eure Antworten, Ihr habt mir sehr geholfen.

Jetzt bin ich schon etwas beruhigter :)

Vorhin ist er auch schon wieder auf die Pfote aufgetreten und ist relativ normal gelaufen.

Gegen Tollwut ist er geimpft :) Allerdings schon im Herbst, aber ich glaube das hält ein Jahr lang.

LG Ela
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #5
Tollwut hält drei Jahre, also kein Stress ;). Es gibt sonst eig nur Staupe, die auch Füchse befallen kann. Aber auch dagegen ist dein Hund sicherlich geimpft. Sonst wüsste ich nix, was Mensch/Wild auf den Hund übertragen könnten.
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #6
Danke Mischling :)

Ja ich denke, dass er auch gegen Staupe geimpft ist.. Lassen ihn immer 1 Mal pro Jahr impfen.. Hoffe der Tierarzt impft das alles... Aber denke schon...

Gegen Tetanus müsste er dann auch geimpft sein oder macht man das bei Hunden nicht?

Sowas wie Hepatitis oder Aids gibt es bei Hunden bzw. Füchsen, Wildschweinen usw. nicht, was er bekommen könnte oder? Aids haben ja nur Menschen und es gibt glaube ich auch Katzen Aids, aber damit können Katzen keine Hunde anstecken oder?
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #7
Wenn der TA einmal im Jahr impft, dann vermutlich volle Dröhnung (Tollwut, Parvo, Staupe, Hepatitis, Zwingerhusten und Lepto). Die ersten vier hat er sicher und die halten eig auch drei Jahre.

Tetanus kann man inzwischen wohl auch beim Hund impfen, das empfiehlt aber soweit ich weiß niemand. Es ist einfach selten. Das wird auch nicht über Blut, sondern Stallmist oder Erde übertragen (bzw. die entsprechenden Sporen, die sich darin befinden). Da steigt also durch das Blut auf dem Weg kein Risiko für.

Katzenaids ist umgangssprachlich für eine Immunschwächeerkrankung, die durch FIV (Feline Immundefizienz-Virus) ausgelöst wird. Das Virus befällt Hunde nicht.
(Wild-)Schweine können den Erreger für Pseudowut (Aujezsky-Virus) tragen. Die Infektion erfolgt allerdings durch die orale Aufnahme von rohem Schweinefleisch.

Also alles in allem: wenn die Wunde sauber ist (und auch mit dem Reinigen bitte nicht übertreiben und 10 Mal täglich auswaschen o.ä.) - erstmal keine Panik ;).
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #8
Sollte ich dann lieber zum Tierarzt gehen und ihm ne Tetanusspritze geben lassen? Der ist ja noch 2 km gelaufen, weil ich es ja nicht bemerkt hatte mit seiner Pfote. Da kann ja ne Menge "Dreck" in die Wunde gekommen sein.

Muss ich ihn dann garnicht jedes Jahr impfen lassen? Wenn das 3 Jahre hält? Ich muss den nächstes Mal genauer interviewen, was der alles impft und warum jedes Jahr.

Hab die Wunde nur gestern direkt danach mit Wasser abgespült und desinfiziert, danach nicht mehr. Heute morgen hat er dann daran geschleckt, nachdem ich den Verband weggemacht habe.

Dankeschön Mischling :)
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #9
Das reicht völlig. Ich wüsste von keinem Hund, der je ne Tetanusspritze bekommen hat. Und kleinere Wunden hatten wir allein hier schon mehr als genug :lol:.
Solange es nicht warm oder feucht wird oder sonst irgendwie ne ungute Farbe oder Struktur annimmt ist alles ok. Wenn nicht gehst zum TA, aber selbst dann bekommt der Hund bestimmt keine Tetanusspritze ;).
Solange es noch offen oder empfindlich ist würde ichs allerdings beim Laufen einpacken, damit er es nicht wieder aufreißt.

Zum Impfen: schau mal hier, besonders "welche Impfschemata gibt es?":
Kurzfassung: in deinem Impfpass steht, was verabreicht wurde (mit Abkürzungen wie im Thread aufgelistet), und die vier wichtigsten Impfstoffe halten drei Jahre (mindestens, nach Studie von Schultz auch länger).
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #10
Also ich hab mal einen Menschen mit Tetanus-Erkrankung erlebt und bin daher sehr empfindlich-sensibilisiert, was diese Erkrankung bzw. die Impfung betrifft. Meine Familie und mein Pferd wird IMMER geimpft und es wird auch rechtzeitig aufgefrischt. Als wir unseren Hund angeschafft haben, habe ich mich mit dem TA aus Sorge gerade wegen meiner Vorerfahrungen und Ängste über Tetanus unterhalten. Er versicherte mir aber, dass ein Hund normalerweise eben nicht an Tetanus erkrankt. Nur in absoluten Ausnahmefällen käme so etwas vor und es sei nicht nötig, zu impfen, wie Mischling ja auch schreibt.

Unser Hund hatte im Laufe der Jahre schon diverse Schrammen inklusive mehrmals Pfotenverletzungen - und das ist immer problemlos abgeheilt. Lediglich einmal vor Jahren hatte sich eine Wunde etwas entzündet - weil der Hund bei eine getackerten Wunde seitlich am Bein nachts heimlich den vermeintlich unkaputtbaren Verband runter gemacht und aufgebissen hatte (seitdem kommt gnadenlos ein Trichter drauf:eusa_shhh:) Aber auch das ist dann im zweiten Anlauf gut abgeheilt.
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #11
Ein Tetanus ist sowohl bei Hunden als auch bei Menschen sehr, sehr selten (in Deutschland gibt es weniger als 20 Fälle pro Jahr mit durchschnittlich einem Todesfall (und dabei handelt es sich in der Regel um alte Menschen mit schlechtem Immunsystem)).
Diese Zahlen sind seit etwa den 80ern stabil (trotz angeblich schlechter, aktueller Impfquoten und angeblich Millonen Menschen ohne ausreichenden Impfschutz).

Das Tetanii Bakterium kommt praktisch überall vor. Es befindet sich in aller Regel auch im Darm von Säugetieren, von daher kommt es oft in Pferdemist vor, allerdings trägt auch der Mensch es in sich, weswegen ein Tetanus auch bei gedeckten Wunden entstehen kann. Das Bakterium ist meist beteiligt wenn nektrotische Vorgänge in einer Wunde vorkommen. Das Bakterium selbst ist aber auch nicht gefährlich, sonder das Toxin welches es unter anoxischen Bedingungen auscheiden kann (eine Wunde ist nicht anoxisch (=unter Abschluss von Sauerstoff) weil sie geschlossen ist, sondern nur wenn Gewebe abstirbt (nektrotisch wird), in lebendem Gewebe befindet sich immer auch freier, gelöster Sauerstoff). Das Toxin befällt die Nervenbahnen und führt zu den typischen Krämpfen die der Krankheit den Namen geben.

Tetanus ist eine potenziell tödliche Krankheit, allerdings sind die Fallzahlen in Deutschland wie gesagt verschwindend gering und selbst von den Betroffenen überleben fast alle ( wohl auch durch unterstützende Behandlung mit Anti-Toxinen). In Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen und dort wo Menschen einen schlechten Allgemeinzustand haben kommt Tetanus auch heute noch häufig vor und führt oft zum Tod (im zweiten Weltkrieg kam es auch in Mitteleuropa noch sehr häufig vor - übrigens trotz der seit Ende der 20er Jahre verfügbaren Impfung).

Der Impfung gegenüber bin ich skeptisch, da ein durchlebter Tetanus normalerweise nicht zur Antikörperbildung führt. Tetanus ist eine Vergiftung und der menschliche Körper sieht nicht vor gegen Gifte Antikörper zu bilden. Da das Durchleben einer Wildinfektion nicht zur Immunität führt (man kann theoretisch sofort nach einem überlebten Tetanus wieder eine Infektion bekommen) frage ich mich wie eine Impfung mit entwirktem Toxin dies tun soll. Für mich vollkommen unverständlich. Leider habe ich bisher weder von Ärzten noch aus Fachbüchern eine befriedigende Antwort auf diese Frage bekommen, was aus meiner Sicht (zusammen mit einigen anderen Fragepunkten) den Nutzen der vorsorglichen Tetanusimpfung (nicht den Nutzen der Antitoxin-Behandlung im Falle einer akuten Erkrankung) in Frage stellt.
 
  • Hund ist mit offener Wunde durch fremdes Menschen- oder Tierblut gelaufen. Was tun? Beitrag #12
@Ela85, deine Bedenken in allen Ehren, aber hast Du dich mal mit der Keimzahl in deinem Spültuch oder Schwamm in der Küche befasst ? Die Gefahr, dass Du oder Dein Hund von dem eine Infektion bekommt ist 100 x höher als das was geschehen ist :)
Also entspann dich, dein Hund ist wesentlich robuster als Du denkst ;)

LG HM
 
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