Hallo,
im Grunde schließe ich mich HoundMan und Kompass an.
Was ich aber noch ergänzen würde - ich habe hier ein Exemplar von "altem Hund" - DSH-Mix, 11,5 Jahre alt, welches selbst so gar nicht mitbekommt, dass das Alter doch auch ab und an mal zum langsamer machen verleiten sollte...:roll::lol: Sonny ist mehr als quietschfidel und hat von meinen vier Hunden eigentlich die meiste Power...:eusa_shhh: Sie ist immer motiviert, sie will am liebsten immer Action und ist auch noch ziemlich sprunggewaltig und konditionsmäßig gut unterwegs, d.h. ich
kann mit ihr im Prinzip volles Powerprogramm fahren, sie macht es völlig begeistert und ohne Abstriche mit. Die Frage ist nur, ob ich das auch wirklich
sollte...
Ich merke, dass ihre Hüfte bzw. Hinterhand nun doch langsam aber stetig nicht mehr so funktioniert wie bisher - sie gleicht das aber mit einer enorm guten Muskulatur momentan noch problemlos aus. Ich weiß, dass ihr Herz tendenziell ein Problem werden wird - in den nächsten Monaten/Jahren. Und genau deshalb lasse ich sie auch schon jetzt nicht mehr immer so, wie sie gerne will. Es werden dann eben nur noch 4 Runden geschwommen, statt 10. Der Ball wird nur noch 3 Mal versteckt zum Suchen statt 8 Mal usw. Und ich verbringe viel mehr Zeit in Ruhe und mit Massagen/Streicheleinheiten als mit Action.
Ich denke jeder Hund ist das anders und man muss einfach individuell beobachten, was wie und wie oft noch möglich ist bzw. sinnvoll ist.
Der eine Hund hat von selbst keinen Bock mehr und man darf dann schon mal eher motivierend tätig werden, damit der Senior nicht "einrostet" - immer in guter Balance von Gesundheit, liebevollem Zwang und der Einstellung auch mal "Fünfe grade sein" zu lassen. Der andere Hund muss eher gebremst werden und man muss sich selbst bewusst machen, dass vielleicht noch alles geht, aber alles nicht mehr sinnvoll ist - eben in Hinsicht auf Gesundheit und Wohlbefinden.
Fütterungstechnisch kann man sich mit engmaschigen Gewichtskontrollen immer mal selbst überprüfen - passt die Zusammensetzung noch? Passt die Menge noch?
Manche Hunde stellen recht auffällig auf "Altersstoffwechsel" um, andere Hunde brauchen erst ganz spät eine angepasste Fütterung.
Ansonsten einfach auf das Bauchgefühl hören. Man selbst kennt seinen Hund am Besten und auch wenn manche Erkenntnis weh tut, weil man sich dann doch mit der Endlichkeit des Seins auseinander setzen muss, sollte man immer aufmerksam und kritisch bleiben im Umgang, dann macht man in der Regel alles richtig!
Ich persönlich gehe mit allen meinen Hunden (11,5 Jahre / 2x 8 Jahre / 3,5 Jahre) einmal im Jahr zum Rundum-Checkup (Blutbild etc. pp)
Mit Sonny gehe ich seit letztem Jahr im Halbjahresbstand - aber das ist auch einfach für mich, ein Muss ist es sicher nicht.
Ich fühle mich nur wohler, wenn das Herz regelmäßig abgehört wird, der Brustkorb geröngt und sowas eben, dann bemerkt man vielleicht doch noch frühzeitiger bestimmte Veränderungen.