- von Selbstmedikation und Vergiftung Beitrag #1
zitroneneistee
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unproblematisch – problematisch – giftig
Aus gegebenen Anlass und weil es öfter zu Verwirrung kommt hier nun ein Thread zum Thema Pflanzen, die nicht ganz unproblematisch sind und warum es unter gewissen Voraussetzungen trotzdem sinnvoll ist sie zu verfüttern.
Viele wissen bereits, dass Kaninchen aus einem Gemisch mit verschiedenen Pflanzen ganz bestimmte Pflanzen heraussuchen. Mal bevorzugen sie das eine, mal das andere, manches nehmen sie nur selten. Sie selektieren. Sie suchen sich genau das heraus, was sie gerade benötigen.
Dadurch können sie ihren Körper mit genau den Stoffen versorgen die gerade nötig sind. Das trägt zu einem gesunden Immunsystem bei, hält den Darm im Gleichgewicht und vieles mehr – kurzum, es erhält unsere Kaninchen gesund. Aber nicht nur das, es geht soweit, dass Kaninchen, die eine große Auswahl an Pflanzen haben gezielt die natürlichen Heilwirkungen einsetzen können um Leiden zu lindern noch bevor wir mitbekommen können, dass ihnen überhaupt etwas fehlt. Unsere Kaninchen sind ausgezeichnete Homöopathen! :clap:
Das bedeutet natürlich nicht, dass eine ausgewogene und naturnahe Ernährung einen Tierarzt komplett ersetzen kann wenn man ein krankes Kaninchen hat. Man kann dadurch allerdings unterstützend und vorbeugend helfen.
Leider haben viele Menschen diese Fähigkeit beinahe „verlernt“. Kaninchen beherrschen diese Kunst aber sehr gut – wenn man ihnen Gelegenheit gibt es zu erlernen.
Selektieren will gelernt sein!
Um Kaninchen an ein intensiveres und gesundes Selektieren heranzuführen stellt man ihnen mehrere, zunächst ganz unproblematische Futtermittel auf einmal zur Verfügung. Mit der Zeit erhöht man die Auswahl immer mehr. Natürlich über einen längeren Zeitraum, da ihre Verdauung sehr empfindlich ist und sich nur langsam auf neues einstellen kann.
Wenn man dann soweit ist, eine größere Auswahl anbieten zu können, kann man langsam auf „nicht ganz unproblematische Pflanzen“ herangehen. Für problematische Pflanzen lasse ich den Kaninchen tatsächlich gut und gerne eine ganze Saison (bzw. knapp ein halbes Jahr) Zeit um sich vorzubereiten. Sehr junge Kaninchen sind auch oft etwas unvorsichtig...
Jede Giftpflanze ist zugleich Heilpflanze – alleine die Menge macht das Gift
Im Prinzip kann jede Pflanze gefährlich werden, wenn sie in zu großen Mengen ohne bzw. mit zu wenig Alternativen aufgenommen wird (selbst Spitzwegerich oder Löwenzahn), schon alleine weil nicht jede Pflanze alle benötigten Stoffe in genau der Zusammensetzung hat wie es unsere Kaninchen benötigen. Noch dazu ist jedes Kaninchen ein Individuum, jedes Kaninchen reagiert etwas anders, braucht etwas anderes zu unterschiedlichen Lebenssituationen. Um einen Überschuss bzw. einen Mangel von bestimmten Stoffen zu vermeiden muss man verschiedene Pflanzen verfüttern.
Andersherum können sich Pflanzen mit starker Wirkung in kleineren Mengen auch positiv auswirken (z.B. Rainfarn – entwurmend, Efeu – bei Schnupfen)
Jede Pflanze besitzt Heilwirkungen, die eine mehr, die andere weniger.
Es geht also nicht darum stur zu bewerten und nur bestimmte Pflanzen zu füttern sondern vor allem ausgewogen und individuell zu ernähren.
Wenn Kaninchen nicht gut selektieren können oder nicht genug Alternativen haben, kann es durchaus sein, dass es „Problempflanzen“ nicht richtig einsetzen kann und sich damit womöglich selbst Schaden zufügt. Um das zu umgehen sollen Kaninchen, wie oben beschrieben, vorher lernen wie man richtig selektiert.
Das Ziel sollte sein, seinen Kaninchen 24 Stunden täglich eine artenreiche und wechselnde Wiesenmischung zu bieten, denn genau das ist es, was sie in der Natur vorfinden. Wie weit man da nun bei problematischen Pflanzen geht bleibt jedem selbst überlassen. Jeder muss selbst entscheiden, was er seinen Kaninchen bieten will bzw. was er „riskieren“ will.
Ich versuche hier nach eigener Einschätzung und Erfahrung eine Liste zu fertigen, in der einige Pflanzen nach „Giftigkeit“ sortiert sind. Grundsätzlich gilt, dass Blättriges besser vertragen wird als Festes (z.B. Mairübenblätter sind wertvoller als deren Knolle). Die Übergänge sind fließend, daher ist es sehr schwer eine Anordnung zu finden, jeder würde vermutlich anders einteilen… Ich hab mich bei einigen Pflanzen sehr schwer getan sie zuzuordnen und habe sie mehrmals umgeworfen, gerade bei Pflanzen die ich selten oder gar nicht finde. Diese habe ich vorsichtshalber lieber als etwas "gefährlicher" eingestuft.
Ich bin kein Spezialist und habe die Kaninchenernährung nicht studiert. Ich bin lediglich ein interessierter Kaninchenhalter. Kritik, Erweiterungen usw. sind erwünscht
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit
Anfänger – unproblematische Pflanzen
Pflanzen die auch in größeren Mengen und rationiert* sehr gut vertragen werden; gut zur Futterumstellung (rationiert sollte aber nach Möglichkeit gar nicht gefüttert werden)
---
leicht Fortgeschritten – auch eher unproblematisch
lieber nur im Gemisch** anbieten, nicht für stark rationierte Fütterung geeignet, ebenfalls sehr gute Verträglichkeit
---
Fortgeschritten – starke Heilpflanzen & schwache Giftpflanzen
Nur im gutem Gemisch für Geübte; bevorzugt nur bei ad libitum Wiesenfütterung***;
Pflanzen die ich mehrmals in der Woche, aber nicht täglich und nur in Maßen gebe
---
Profis – Problempflanzen
Nur für sehr gute Selektierer, ausschließlich im sehr artenreichem Gemisch bei ad libitum Wiesenfütterung, nur in kleinen Mengen, nicht täglich
Ich gebe es nur unregelmäßig bzw. gezielt als Unterstützung für bestimmte Leiden
Glaubensfrage - Giftpflanzen
Wenn überhaupt nur in sehr geringen Mengen oder als Gartenbepflanzung im Auslauf (= nicht gezielt gefüttert), falls versehentlich gepflückt ist es in geringen Mengen nicht schlimm bei ansonsten artenreicher Fütterung
manche füttern es, andere sind strikt dagegen; spätestens hier scheiden sich die Geister
Ich verfüttere sie nicht
giftigste Pflanzen! – kein Futter
Diese Pflanzen gehören nicht auf den Speiseplan. Diese Pflanzen sollten möglichst nicht im Gartenauslauf stehen. Sie gelten als tödlich giftig.
*rationierte Fütterung = Frischfutter wird nur in Portionen angeboten. Bis zur Nächsten Fütterung bleibt meist nichts mehr übrig
**im Gemisch = mehrere Pflanzen stehen gleichzeitig zur Auswahl
*** ad libitum Wiesenfütterung = 24 Stunden jeden Tag eine größere Auswahl an frischen Wiesenpflanzen zur freien Verfügung
Diese Liste habe ich selbst erstellt, ich betone nochmals: sie könnte fehlerhaft sein und ist mit sicherheit unvollständig. Es wurden keine Texte kopiert, somit entfallen Quellenangaben
Hier geht es überwiegend darum Pflanzen ihrer Giftigkeit zuzuordnen und um das Selektionsverhalten von Kaninchen.
Eine Liste mit Bildern findet ihr unter: https://www.tierforum.de/t173589-wilde-kraeuter-und-co-liste.html
Für Pflanzenbestimmungen wendet euch an: https://www.tierforum.de/t173527-wilde-kraeuter-und-co-diskussions-und-bestimmungsthread.html
Wer weitere Heilwirkungen erfahren möchte wird hier sicher fündig: www.heikraeuter.de
so jetzt dürft ihr mich zerreissen
Aus gegebenen Anlass und weil es öfter zu Verwirrung kommt hier nun ein Thread zum Thema Pflanzen, die nicht ganz unproblematisch sind und warum es unter gewissen Voraussetzungen trotzdem sinnvoll ist sie zu verfüttern.
Viele wissen bereits, dass Kaninchen aus einem Gemisch mit verschiedenen Pflanzen ganz bestimmte Pflanzen heraussuchen. Mal bevorzugen sie das eine, mal das andere, manches nehmen sie nur selten. Sie selektieren. Sie suchen sich genau das heraus, was sie gerade benötigen.
Dadurch können sie ihren Körper mit genau den Stoffen versorgen die gerade nötig sind. Das trägt zu einem gesunden Immunsystem bei, hält den Darm im Gleichgewicht und vieles mehr – kurzum, es erhält unsere Kaninchen gesund. Aber nicht nur das, es geht soweit, dass Kaninchen, die eine große Auswahl an Pflanzen haben gezielt die natürlichen Heilwirkungen einsetzen können um Leiden zu lindern noch bevor wir mitbekommen können, dass ihnen überhaupt etwas fehlt. Unsere Kaninchen sind ausgezeichnete Homöopathen! :clap:
Das bedeutet natürlich nicht, dass eine ausgewogene und naturnahe Ernährung einen Tierarzt komplett ersetzen kann wenn man ein krankes Kaninchen hat. Man kann dadurch allerdings unterstützend und vorbeugend helfen.
Leider haben viele Menschen diese Fähigkeit beinahe „verlernt“. Kaninchen beherrschen diese Kunst aber sehr gut – wenn man ihnen Gelegenheit gibt es zu erlernen.
Selektieren will gelernt sein!
Um Kaninchen an ein intensiveres und gesundes Selektieren heranzuführen stellt man ihnen mehrere, zunächst ganz unproblematische Futtermittel auf einmal zur Verfügung. Mit der Zeit erhöht man die Auswahl immer mehr. Natürlich über einen längeren Zeitraum, da ihre Verdauung sehr empfindlich ist und sich nur langsam auf neues einstellen kann.
Wenn man dann soweit ist, eine größere Auswahl anbieten zu können, kann man langsam auf „nicht ganz unproblematische Pflanzen“ herangehen. Für problematische Pflanzen lasse ich den Kaninchen tatsächlich gut und gerne eine ganze Saison (bzw. knapp ein halbes Jahr) Zeit um sich vorzubereiten. Sehr junge Kaninchen sind auch oft etwas unvorsichtig...
Jede Giftpflanze ist zugleich Heilpflanze – alleine die Menge macht das Gift
Im Prinzip kann jede Pflanze gefährlich werden, wenn sie in zu großen Mengen ohne bzw. mit zu wenig Alternativen aufgenommen wird (selbst Spitzwegerich oder Löwenzahn), schon alleine weil nicht jede Pflanze alle benötigten Stoffe in genau der Zusammensetzung hat wie es unsere Kaninchen benötigen. Noch dazu ist jedes Kaninchen ein Individuum, jedes Kaninchen reagiert etwas anders, braucht etwas anderes zu unterschiedlichen Lebenssituationen. Um einen Überschuss bzw. einen Mangel von bestimmten Stoffen zu vermeiden muss man verschiedene Pflanzen verfüttern.
Andersherum können sich Pflanzen mit starker Wirkung in kleineren Mengen auch positiv auswirken (z.B. Rainfarn – entwurmend, Efeu – bei Schnupfen)
Jede Pflanze besitzt Heilwirkungen, die eine mehr, die andere weniger.
Es geht also nicht darum stur zu bewerten und nur bestimmte Pflanzen zu füttern sondern vor allem ausgewogen und individuell zu ernähren.
Wenn Kaninchen nicht gut selektieren können oder nicht genug Alternativen haben, kann es durchaus sein, dass es „Problempflanzen“ nicht richtig einsetzen kann und sich damit womöglich selbst Schaden zufügt. Um das zu umgehen sollen Kaninchen, wie oben beschrieben, vorher lernen wie man richtig selektiert.
Das Ziel sollte sein, seinen Kaninchen 24 Stunden täglich eine artenreiche und wechselnde Wiesenmischung zu bieten, denn genau das ist es, was sie in der Natur vorfinden. Wie weit man da nun bei problematischen Pflanzen geht bleibt jedem selbst überlassen. Jeder muss selbst entscheiden, was er seinen Kaninchen bieten will bzw. was er „riskieren“ will.
Ich versuche hier nach eigener Einschätzung und Erfahrung eine Liste zu fertigen, in der einige Pflanzen nach „Giftigkeit“ sortiert sind. Grundsätzlich gilt, dass Blättriges besser vertragen wird als Festes (z.B. Mairübenblätter sind wertvoller als deren Knolle). Die Übergänge sind fließend, daher ist es sehr schwer eine Anordnung zu finden, jeder würde vermutlich anders einteilen… Ich hab mich bei einigen Pflanzen sehr schwer getan sie zuzuordnen und habe sie mehrmals umgeworfen, gerade bei Pflanzen die ich selten oder gar nicht finde. Diese habe ich vorsichtshalber lieber als etwas "gefährlicher" eingestuft.
Ich bin kein Spezialist und habe die Kaninchenernährung nicht studiert. Ich bin lediglich ein interessierter Kaninchenhalter. Kritik, Erweiterungen usw. sind erwünscht
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit
Anfänger – unproblematische Pflanzen
Pflanzen die auch in größeren Mengen und rationiert* sehr gut vertragen werden; gut zur Futterumstellung (rationiert sollte aber nach Möglichkeit gar nicht gefüttert werden)
| Acker-Hellerkraut |
| Alle Disteln - Achtung Verletzungsgefahr! Wenn sie jung sind, sind sie weniger pieksig oder Disteln verweden die wenig bis nicht stechen z.B. Gänsedisteln |
| Alle Obstbäume - Blätter und Äste, auch Blätter und Äste von Steinobst sind völlig unbedenklich |
| alle Süßgräser |
| Bärenklau / Wiesen-Bärenklau - evtl. Verwechslunsgefahr mit Riesenbärenklau, kann bei Sonneneinstrahlung Hautreizungen verursachen, gute Hilfe bei E.C. |
| Basilikum |
| Biebernelle (Pimpinella) - Achtung evtl. Verwechslungsgefahr mit anderen giftigen Doldenblütlern! |
| Braunelle |
| Breitwegerich - bei Schnupfern, Verdauung, natürliches Entwurmungsmittel |
| Chicorée |
| Dill - bei Verdauungsproblemen |
| Eichblattsalat |
| Eisbergsalat - kaum Nährstoffe, eher uninteressant |
| Endivie |
| Erdbeere und Walderdbeere Blätter - Früchte nur gelegentlich |
| Esparsette |
| Feldsalat - auch wilder Feldsalat, auch blühend |
| Fenchel - fördert Milchbildung, gut für Verdauung |
| Ferkelkraut - leicht zu verwechseln mit Pippau |
| Flockenblumen |
| Franzosenkraut - auch Knopfkraut genannt |
| Frühlingsfingerkraut |
| Gänseblümchen - gut für Verdauung |
| Gänsefingerkraut - bei Durchfall, allgemein Verdauung, entzündete Mundschleimhäute |
| Gedenkemein |
| Gelbklee |
| Giersch - sehr beliebt, Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern |
| Glockenblume |
| Günlilie nur Blätter - Samen (ich glaube auch die Blüten) sind giftig |
| Gurke Blätter und Frucht - enthält viel Wasser (interessant bei längeren Aufenthalten in der Transportbox), kein nennenswerter Nährwert |
| Habichtskraut |
| Haselnuss - Blätter und Äste |
| Heidelbeeren - Beeren nur gelegentlich |
| Himbeere - Frucht nur gelegentlich |
| Hirtentäschel - nicht bei Trächtigkeit |
| Hohlzahn - manchmal etwas pieksig |
| Hopfenklee |
| Hornklee |
| Hornkraut |
| Kamille echte-, geruchlose-, römische-, strahlenlose-,… - gut bei Erkältungen, chronischen Schnupfen |
| Karotten |
| Kerbel/Wiesenkerbel - Erkennungsmerkmal würziger Geruch und Kerbe im Blattstiel, Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern |
| Klee / Weißklee / Rotklee - eiweißreich, bei langanhaltenden Regen weniger geben, Thema "Saponinen" |
| Kopfsalat - kaum Nährstoffe, eher uninteressant |
| Labkraut echtes-, Wiesen-, Klettlabkraut - Verwechslungsgefahr mit Waldmeister |
| Leinkraut echtes |
| Lichtnelke |
| Lollosalat |
| Löwenzahn - gute Auswirkungen bei Blasenbeschwerden |
| Mädesüß - Rheuma, meist am Wasser |
| Mairüben Blätter und Knolle |
| Malve |
| Margerite |
| Melde (Weißer Gänsefuß) - Achtung evtl. Verwechslung mit Nachtschattengewächsen! |
| Minze und Melisse - alle Arten |
| Mittelwegerich - wird leicht mit anderen Wegerichen verwechselt |
| Möhrengrün - viel Kalzium, bei Blasenproblemen meiden |
| Nelkenwurz - Samen hängt sich gerne im Fell ein |
| Oregano |
| Paprika - nur Frucht da Nachtschattengewächs, enthält viel Vitamin C |
| Pastinake - Grün und Knolle |
| Petersilie (Grün&Wurzel) - nicht bei Trächtigkeit |
| Pippau - leicht zu verwechseln mit Ferkelkraut |
| Reiherschnabel |
| Romana |
| Rosen - Verletzungsgefahr durch Dornen, vorher evtl abmachen |
| Salbei - alle Arten, gut bei Erkältungen, chronischen Schnupfen |
| Schafgarbe - Blähungen, Galle, Verdauung allgemein, Rheuma |
| Schaumkraut |
| Sellerie - Stangen- und Knollensellerie, besonders geeignet sidn die Blätter |
| Sonnenblumen - die ganze Pflanze, Kerne sind Dickmacher daher nur gelegentlich in Maßen |
| Spitzwegerich - entzündungshemmend, gut bei Schnupfern, auch bei Blasenproblemen da harntreibend |
| Steckrübe |
| Sternmiere - Verwechslungsgefahr mit Acker-Gauchheil |
| Storchschnäbel - alle Storchschnäbel sind fressbar, Achtung! Verwechslungsgefahr mit giftigen Eisenhut (stark giftig!) nur pflücken wenn man sich sicher ist! |
| Taubenkropf-Leinkraut |
| Taubnessel rote und weiße |
| Topinambur - ganze Pflanze |
| Veilchen |
| Vogelmiere - Verwechslungsgefahr mit Acker-Gauchheil! |
| Weidenröschen |
| Wicke - Erkennungsmerkmal: Ranken; Verwechslungsgefahr mit Kronwicke ohne Ranken |
| Wiesenknopf (=Pimpernelle) |
| wilde Möhre - Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern |
| Zucchini ganze Pflanze - Achtung bei eigenen Nachzuchten, wenn es sehr bitter schmeckt ist es giftig! |
---
leicht Fortgeschritten – auch eher unproblematisch
lieber nur im Gemisch** anbieten, nicht für stark rationierte Fütterung geeignet, ebenfalls sehr gute Verträglichkeit
| Ackersenf - Evtl. Verwechslungsgefahr mit anderen Kreuzblütler? |
| Ackerwinde |
| Ahorn |
| Amarant - manchmal werden Samen im Supermarkt angeboten auch diese können in geringen Mengen verfüttert werden |
| Ampfer / Sauerampfer, Blutampfer etc. - enthält Oxalsäure, nicht zu viel geben |
| Arnika |
| Aubergine - nur reife! Nur Frucht (Achtung Nachtschattengewächs!) |
| Baldrian - bei Unruhe, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Ängste etc. |
| Bärlauch - Achtung Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen und Herbstzeitlose! |
| Beifuß - Galle, Verdauung, Unruhe, Muskeln und Nerven |
| Beinwell - steht unter Verdacht leicht krebserregend zu sein, leichter verträglich nach Trocknung, meist unbeliebt, hilft bei Rheuma |
| Berufkraut einjähriges- unterstützend bei Erkältungen, nur schwache Heilwirkungen |
| Berufkraut kanadisches - Rheuma, natürliches Entwurmungsmittel, harntreibend |
| Birke - Rheuma, Nierensteine, Blasenprobleme |
| Blutweiderich - blutstillend, harntreibend, wächst gerne am Wasser |
| Bocksbart |
| Borretsch |
| Brennnessel - halbe Stunde anwelken lassen, harntreibend, besonders beliebt getrocknet im Winter |
| Brunnenkresse |
| Buche - enthält viel Oxalsäure, nicht zu viel geben |
| Dost |
| Eberesche/Vogelbeere - Blätter und Äste, Achtung! die Beeren sind giftig! |
| Ehrenpreis Faden-, Feld-, Gamander-, persischer- etc. |
| Eiche - in Maßen gut für Verdauung |
| Eisenkraut |
| Erle |
| Esche |
| Eselohr - oft unbeliebt |
| Felsenbirne |
| Frauenmantel - gut bei Frauenleiden, meist unbeliebt |
| Fuchsschwanz |
| Ginster |
| Goldnessel - oft unbeliebt |
| Goldrute kanadische - hartreibend, Diabetes, Rheuma |
| Gundermann - wirkt sich bei Schnupfen positiv aus |
| Günsel |
| Hainbuche |
| Huflattich - oft unbeliebt |
| Hungerblümchen |
| Johanniskraut - Stimmungsaufheller |
| Karde wilde - Achtung auch die Blätter pieksen (Unterseite) |
| Klette - eher unbeliebt |
| Knoblauchsrauke |
| Knöterich - japanischer Staudenknöterich enthält viel Oxalsäure, nicht zu viel geben! |
| Kohl - der Einfachheit sind hier alle Kohlsorten gemeint, die man im Supermarkt kaufen kann; Kohl sollte langsam angefüttert werden (wegen blähender Wirkung), gutes Winterfutter, besonders wertvoll ist Grünkohl und andere blättrige Arten |
| Königskerze - eher unbeliebt; Achtung Verwechslungsgefahr mit stark giftigem Fingerhut! |
| Kümmel - gut für Verdauung, wird oft weniger gut akzeptiert |
| Kürbis - Blätter und Frucht |
| Lavendel - beruhigende Wirkung |
| Linde - harntreibend |
| Lungenkraut geflecktes - oft unbeliebt, gut bei Erkältungen |
| Luzerne - sehr eiweißreich |
| Mais Körner & Blätter - Körner nur wenig, sehr viel Energie, macht schnell dick, Achtung vor gespritzten Feldern (bitte werdet nicht zum Dieb! Fragt vorher den Besitzer!) |
| Mangold - enthält viel Oxalsäure |
| Mirabellen Blätter und Äste - Früchte nur gelegentlich in Maßen |
| Nachtkerze - Achtung Verwechslungsgefahr mit stark giftigem Fingerhut! |
| Odermennig |
| Pappel |
| Pfeilkresse |
| Rainkohl |
| Ranunkel |
| Raps - verirrt sich gelegentlich von Feldern und wächst wild, sehr beliebt (wie anderen Kohl vorher anfüttern) |
| Rettich Blätter |
| Ringelblume |
| Rosmarin |
| Rote Beete - enthält viel Oxalsäure, nicht zu viel geben |
| Schlehe |
| Seifenkraut - wächst am Wasser (schäumt, wurde früher häufig statt Seife verwendet |
| Sonnenhut |
| Spinat - enthält viel Oxalsäure |
| Steinklee weißer und gelber |
| Stiefmütterchen - auch wilde Form |
| Studentenblume |
| Sumpfschafgarbe - mag es feucht |
| Thymian |
| Tomaten - nur Frucht (Achtung Nachtschattengewächs!) |
| Ulme |
| Wegwarte |
| Weide - schmerzlindernd |
| Weißdorn - gut für Herz-,Kreislauf; Achtung Verletzungsgefahr durch Dornen, evtl. vorher abmachen |
| Zaunwinde |
| Zuckerrüben - Blätter können öfter gegeben werden, Knolle wegen hohen Zuckergehalt nur wenig |
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Fortgeschritten – starke Heilpflanzen & schwache Giftpflanzen
Nur im gutem Gemisch für Geübte; bevorzugt nur bei ad libitum Wiesenfütterung***;
Pflanzen die ich mehrmals in der Woche, aber nicht täglich und nur in Maßen gebe
| Ackerschachtelhalm - nur wenig, guter Zahnabrieb; Verwechslungsgefahr mit Sumpfschachtelhalm |
| Alant |
| Bohnenkraut - jung unbedenklich, ausgewachsen sparsam verwenden |
| Champignons - Pilze sind allgemein eher unbeliebt, kein großer Nährwert |
| Engelwurz - Verdauung, Achtung Verwechslungsgefahr mit anderen giftigen Doldenblütlern! |
| Färber-Wau |
| Feuerdorn - Achtung Verletzungsgefahr, Dornen vorher evtl. abmachen |
| Gilbweiderich |
| Goldgarbe |
| Hahnenfuß - verliert die Giftigkeit bei der Trocknung, kann auch frisch in Maßen gegeben werden |
| Hibiskus - Blüten, Blätter und Äste |
| Holunder NUR Blüten und Beeren - Blätter gelten als giftig! |
| Hopfen |
| Ingwer - besonders gut bei Erkältungen, viele Heilkräfte |
| Klatschmohn - Achtung KEIN Schlafmohn! |
| Lupine |
| Mistel |
| Porree - natürliches Entwurmungsmittel |
| Radieschen - leicht scharf |
| Rainfarn - natürliches Entwurmungsmittelm, Verdauung, Rheuma |
| Rettich Knolle - nur wenig |
| Rhabarber - enthält sehr viel Oxalsäure, Sparsam verwenden |
| Riesenbärenklau - Achtung bei Kontakt mit UV-Licht (=Sonneneinstrahlung) entstehen "Brandblasen" sehr Schmerzhaft! Handschuhe/Schutzkleidung anziehen! |
| Rosskastanien Blätter und Äste - ohne Frucht in Maßen |
| Sauerklee |
| Scharbockskraut - vor der Blüte unproblematisch, ab der Blüte lieber nur in Maßen |
| Schneeball - habe selbst keinerlei Erfahrung, finde dazu nur wenig |
| Schöllkraut - gut bei Kokzidien |
| Schwarzwurzel - nur geschält, nur wenig |
| Sedum |
| Spargel - stark harntreibend, nur kleine Mengen |
| Springkraut kleines |
| Tanne - nur echte Tannen, keine gespritzten Weihnachtsbäume; Achtung Verwechslungsgefahr mit Eibe! |
| Waldmeister |
| Walnuss Blätter und Äste |
| wilder Wein - meines Wissens nach lieber ohne Frucht |
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Profis – Problempflanzen
Nur für sehr gute Selektierer, ausschließlich im sehr artenreichem Gemisch bei ad libitum Wiesenfütterung, nur in kleinen Mengen, nicht täglich
Ich gebe es nur unregelmäßig bzw. gezielt als Unterstützung für bestimmte Leiden
| Astilbe - ich weiß nicht so recht wo ich es einordnen soll... |
| Efeu - bei Erkältungen, chronischen Schnupfen |
| Erdrauch - wird oft giftiger eingeschätzt als es ist, wurde früher als Heilpflanze eingesetzt, gegen Würmer, für Galle, Migräne, harntreibend |
| Flieder |
| Hartriegel |
| Knoblauch - stärkt das Immunsystem, gut bei Erkältungen |
| Kronwicke bunte - gilt allgemein als Giftig, Giftigkeit für Kaninchen ist umstritten |
| Leberbalsam |
| Schmetterlingsflieder |
| Steinbrech dreifingriger - leider gibt es nur wenig Erfahrungsberichte |
| Sumpfschachtelhalm - für viele andere Tiere giftig, Kaninchen vertragen es |
| Thuja - bei Erkältungen, chronischen Schnupfen |
| Waldschachtelhalm |
| Wurmfarn - stark gegen Parasiten und Wurmbefall, Verwechslungsgefahr mit anderen Farn |
| Zwiebelgewächse |
Glaubensfrage - Giftpflanzen
Wenn überhaupt nur in sehr geringen Mengen oder als Gartenbepflanzung im Auslauf (= nicht gezielt gefüttert), falls versehentlich gepflückt ist es in geringen Mengen nicht schlimm bei ansonsten artenreicher Fütterung
manche füttern es, andere sind strikt dagegen; spätestens hier scheiden sich die Geister
Ich verfüttere sie nicht
| Ackelei |
| Acker-Gauchheil - Erkennungsmerkmal rote Blüten, sieht Vogelmiere ähnlich |
| Buchs |
| Buschwindröschen |
| Essigbaum |
| Faulbaum |
| Holunder Blätter |
| Hundspetersilie |
| Kälberkropf |
| Kreuzkraut |
| Lerchensporn |
| Paprika grüne Teile - Achtung evtl. Verwechslungsgefahr mit anderen Nachtschattengewächsen! |
| Tomate grüne Teile - Achtung evtl. Verwechslungsgefahr mit anderen Nachtschattengewächsen! |
| Vierblättrige Einbeere |
| Waldrebe |
| Wolfsmilchgewächse |
giftigste Pflanzen! – kein Futter
Diese Pflanzen gehören nicht auf den Speiseplan. Diese Pflanzen sollten möglichst nicht im Gartenauslauf stehen. Sie gelten als tödlich giftig.
| Aronstab |
| Bilsenkraut |
| bittersüßer Nachtschatten |
| Brechnuss |
| Eibe - wird manchmal von Wildkaninchen verzehrt, sollte man trotzdem nicht verfüttern! |
| Eisenhut |
| Engelstrompete |
| Fingerhut |
| gefleckter Schierling |
| Goldregen |
| Herbstzeitlose |
| Oleander |
| Rittersporn |
| schwarzer Nachtschatten |
| Stechapfel |
| Wasserschierling |
| Wunderbaum |
*rationierte Fütterung = Frischfutter wird nur in Portionen angeboten. Bis zur Nächsten Fütterung bleibt meist nichts mehr übrig
**im Gemisch = mehrere Pflanzen stehen gleichzeitig zur Auswahl
*** ad libitum Wiesenfütterung = 24 Stunden jeden Tag eine größere Auswahl an frischen Wiesenpflanzen zur freien Verfügung
Diese Liste habe ich selbst erstellt, ich betone nochmals: sie könnte fehlerhaft sein und ist mit sicherheit unvollständig. Es wurden keine Texte kopiert, somit entfallen Quellenangaben
Hier geht es überwiegend darum Pflanzen ihrer Giftigkeit zuzuordnen und um das Selektionsverhalten von Kaninchen.
Eine Liste mit Bildern findet ihr unter: https://www.tierforum.de/t173589-wilde-kraeuter-und-co-liste.html
Für Pflanzenbestimmungen wendet euch an: https://www.tierforum.de/t173527-wilde-kraeuter-und-co-diskussions-und-bestimmungsthread.html
Wer weitere Heilwirkungen erfahren möchte wird hier sicher fündig: www.heikraeuter.de
so jetzt dürft ihr mich zerreissen
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