- Einen zweiten Versuch wagen? Was meint ihr? Beitrag #1
häschen-86
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Hallo ihr Lieben.
Im Mai 2009 begann ich die Meerschweinchenhaltung: zunächst kaufte ich zwei junge 6 1/2 Wochen alte Weibchen (Geschwister) und damit es eine kleine Gruppe gab, kaufte ich noch drei erwachsene Schweinchen dazu. (Eigentlich wollte ich nur 4, aber 5 waren auch okay.)
Sie kamen aus schlechter Haltung, das Kind hatte die Lust verloren und die Mutter kümmerte sich nicht darum.
Der Kastrat (2J.) hatte die Ohren von dem Jungen abgeschnitten bekommen. Die beiden Weibchen (2 und 1 J.) waren total verstört.
Die Meerschweinchenhaltung bereitete mir sehr viel Freude. Ich baute Häuschen selber, machte ein riesen Bodengehege und lief im Winter bei Glatteis zum Supermarkt " Schweinegemüse" kaufen.
Ende Juli 2009 warf das erste der Jungen Weibchen 3 Jungtiere. Am nächsten Tag warf ihre Schwester ebenfalls 3 Jungtiere! Sie kamen bereits gedeckt zu mir!
:shock:
Es waren 2 Böckchen und 4 Weibchen. Ich ließ sie kastrieren und beschloss sie zu behalten. Zwischendurch nahm ich noch einen weiteren Kastraten aus einem Notfall auf. 8 Weibchen und 4 Kastrate!!!! Ich hatte also 4 Gruppen mit Meerschweinen.
Die 6 Schweinebabys wurden immer größer und größer und fraßen natürlich mehr (als erwartet) und machten entsprechend viel Dreck!
Ich kam trotz täglichen sauber machens und jede Menge guten Willens echt an meine Grenzen. Auf einmal hatten alle Schweine Milben, danach hatte fast alle Pilz.
Ich hatte soviel Stress, dass ich Schulterschmerzen bekam und nächtelang weinend wach lag und grübelte.
Ich beschloss einen Teil der Schweine zu vermitteln und hatte bereits eine Anzeige geschaltet. Es meldeten sich auch zwei Leute, die die Schweine wollten.
Ich verkrampfte innerlich: "ich kann meine Tiere doch nicht weggeben."
Also sagte ich, dass die Tiere schon weg sind, nur um sie zu behalten.
Ich hielt diesen "Zustand" der totalen Überforderung bis März 2012 aus, dann waren es "nur" noch 11 Schweinchen. Ein Kastrat war inzwischen verstorben.
Diesmal fassste ich den Enschluss neun Tiere wegzugeben.
Nachdem ich gute Plätze, bei kompetenten Leuten gefunden hatte, kam ich endlich zur Ruhe und der Stresspegel ging enorm zurück.
Also hielt ich nur noch Elvis (den Notfall-Peruaner) und Emil (eins der ungewollten Jungtiere), wollte nach deren Ableben jedoch die Meerschweinchenhaltung aufgeben.
Am 23.02.2015 verstarb Elvis, kurze Zeit später auch Emil.
"Jetzt hol ich mir keine Schweine mehr!", dachte ich.
Nach Emils Tod hörte ich wochenlang eine Art "Phantom-Quieken".
Anfang August war ich mit meinem Freund im Urlaub, die Leute denen das Hotel gehört, hatten Schweinchen im Außengehege.
Ich musste einfach jeden Tag nach ihnen sehen.
Jetzt denke ich seit einiger Zeit "zwei Kastraten-Schweinchen wären schon schön!"
Schaue mir fast täglich Fotos meiner Schweinchen an und denke:
"Wie sehr ich sie doch geliebt habe, bevor es zu dieser Apokalypse kam."
Ich frage mich: "Was ist nur los mit dir?"
Da verkaufe ich meine 46! Meerschweinchenbücher, die ich mühevoll gesammelt habe und jetzt das!
Im Moment steh ich mir selber im Weg, ich denke "wie schön es doch wäre, wieder Schweinchen zu halten".
Dann kommen mir folgende Gedanken in den Kopf:
-4 Schweine wollte ich, plötzlich warens 12!
-stundenlanges Misten täglich, 6 Säcke Mist, Biotonne voll
- Schulterschmerzen
-12 Schweine mit Milben, fast alle mit Pilz
-die schwierige Entscheidung, sie abzugeben und dann die Entscheidung wen man abgibt und wer bleiben darf.
Das musste ich mir mal von der Seele schreiben.
Bin gespannt auf eure Meinung dazu.
Liebe Grüße =)
Im Mai 2009 begann ich die Meerschweinchenhaltung: zunächst kaufte ich zwei junge 6 1/2 Wochen alte Weibchen (Geschwister) und damit es eine kleine Gruppe gab, kaufte ich noch drei erwachsene Schweinchen dazu. (Eigentlich wollte ich nur 4, aber 5 waren auch okay.)
Sie kamen aus schlechter Haltung, das Kind hatte die Lust verloren und die Mutter kümmerte sich nicht darum.
Der Kastrat (2J.) hatte die Ohren von dem Jungen abgeschnitten bekommen. Die beiden Weibchen (2 und 1 J.) waren total verstört.
Die Meerschweinchenhaltung bereitete mir sehr viel Freude. Ich baute Häuschen selber, machte ein riesen Bodengehege und lief im Winter bei Glatteis zum Supermarkt " Schweinegemüse" kaufen.
Ende Juli 2009 warf das erste der Jungen Weibchen 3 Jungtiere. Am nächsten Tag warf ihre Schwester ebenfalls 3 Jungtiere! Sie kamen bereits gedeckt zu mir!
:shock:
Es waren 2 Böckchen und 4 Weibchen. Ich ließ sie kastrieren und beschloss sie zu behalten. Zwischendurch nahm ich noch einen weiteren Kastraten aus einem Notfall auf. 8 Weibchen und 4 Kastrate!!!! Ich hatte also 4 Gruppen mit Meerschweinen.
Die 6 Schweinebabys wurden immer größer und größer und fraßen natürlich mehr (als erwartet) und machten entsprechend viel Dreck!
Ich kam trotz täglichen sauber machens und jede Menge guten Willens echt an meine Grenzen. Auf einmal hatten alle Schweine Milben, danach hatte fast alle Pilz.
Ich hatte soviel Stress, dass ich Schulterschmerzen bekam und nächtelang weinend wach lag und grübelte.
Ich beschloss einen Teil der Schweine zu vermitteln und hatte bereits eine Anzeige geschaltet. Es meldeten sich auch zwei Leute, die die Schweine wollten.
Ich verkrampfte innerlich: "ich kann meine Tiere doch nicht weggeben."
Also sagte ich, dass die Tiere schon weg sind, nur um sie zu behalten.
Ich hielt diesen "Zustand" der totalen Überforderung bis März 2012 aus, dann waren es "nur" noch 11 Schweinchen. Ein Kastrat war inzwischen verstorben.
Diesmal fassste ich den Enschluss neun Tiere wegzugeben.
Nachdem ich gute Plätze, bei kompetenten Leuten gefunden hatte, kam ich endlich zur Ruhe und der Stresspegel ging enorm zurück.
Also hielt ich nur noch Elvis (den Notfall-Peruaner) und Emil (eins der ungewollten Jungtiere), wollte nach deren Ableben jedoch die Meerschweinchenhaltung aufgeben.
Am 23.02.2015 verstarb Elvis, kurze Zeit später auch Emil.
"Jetzt hol ich mir keine Schweine mehr!", dachte ich.
Nach Emils Tod hörte ich wochenlang eine Art "Phantom-Quieken".
Anfang August war ich mit meinem Freund im Urlaub, die Leute denen das Hotel gehört, hatten Schweinchen im Außengehege.
Ich musste einfach jeden Tag nach ihnen sehen.
Jetzt denke ich seit einiger Zeit "zwei Kastraten-Schweinchen wären schon schön!"
Schaue mir fast täglich Fotos meiner Schweinchen an und denke:
"Wie sehr ich sie doch geliebt habe, bevor es zu dieser Apokalypse kam."
Ich frage mich: "Was ist nur los mit dir?"
Da verkaufe ich meine 46! Meerschweinchenbücher, die ich mühevoll gesammelt habe und jetzt das!
Im Moment steh ich mir selber im Weg, ich denke "wie schön es doch wäre, wieder Schweinchen zu halten".
Dann kommen mir folgende Gedanken in den Kopf:
-4 Schweine wollte ich, plötzlich warens 12!
-stundenlanges Misten täglich, 6 Säcke Mist, Biotonne voll
- Schulterschmerzen
-12 Schweine mit Milben, fast alle mit Pilz
-die schwierige Entscheidung, sie abzugeben und dann die Entscheidung wen man abgibt und wer bleiben darf.
Das musste ich mir mal von der Seele schreiben.
Bin gespannt auf eure Meinung dazu.
Liebe Grüße =)