- Mastines: Züchter versus Schäfer Beitrag #1
Elkecita
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Ich habe mich interessenhalber über Facebook mal in verschiedene Interessengruppen "Mastin Español" eingeschrieben. Da beobachte ich einen tiefen Interessenkonflikt zwischen den Verfechtern des ursprünglichen Mastín Español, der Urform, die seit Jahrhunderten von Schäfern genutzt werden, und den offiziellen Züchtern des MEO, Mastín Español Oficial, der schon teilweise in tiefste Diskussionen und Anfeindungen ausartet.
Zur Veranschaulichung mal zwei Fotos:
Mastín Español de Trabajo (Arbeitshund, wie er bei Schäfern üblich ist) (Titelfoto aus dem Blog "El Mastin del Campo" http://elmastindecampo.blogspot.de/)
Mastín Español Oficial (Aus Facebook-Gruppe "Mastin Español")
Der MEO wird so in dieser Art und Weise nach den ofiziellen, für diese Rasse festgelegten Schönheitsidealen (grosser mächtiger Kopf mit überdimensionalem Gehänge am Hals, lange grosse Hängeohren, schwerer Körper, mächtige Erscheinung, Gewicht ausgewachsener Rüden zwischen 80 und 100 kg) gezüchtet und auf Ausstellungen gewertet.
Die Viehhalter und Schäfer hingegen lehnen sich entsetzt gegen diese Überzüchtung auf und verfechten bis aufs Blut, den Namen Mastin Español für den authentischen iberischen Wolfs-/Hütehund zu reservieren. Ein echter Mastin hat eine schmalere Schnauze, absolut KEIN Gehänge am Hals (nur hinderlich), ist schmaler, schlanker, für die Arbeit viel wendiger, schneller und ausauernder, hat kleine Ohren und einen Schwanz, der meist hochgeringelt ist - im ganzen eine eher wolfsähnliche Erscheinung. Sie fordern, dass der Name Mastin Español nicht weiterhin für die überzüchteten Exemplare verunglmpft wird.
Nun haben aber Schäfer und Landwirte alles, nur keine Züchterlizenz, kein Pedigree, etc. Auf dem Land erfolgt die Auswahl der Tiere, die für die Nachzucht in Frage kommen nach Leistung, dh. Tiere, die sich bei der tagtäglichen Arbeit mit dem Vieh und im Schutz gegen Wölfe oder andere Bedrohungen für die Herde auszeichnen, werden zur Nachzucht ausgewählt. Man achtet sehr darauf, dass die Hündinnen nich ständig werfen und ausgelaugt werden, sie werden ja auch weiterhin zur Arbeit benötigt. Die Welpen werden meist verschenkt oder gegen eine kleine finanzielle Hilfe für den Aufwand (Fressen, veterinäre Auslagen) weitergegeben, bevorzugt an Schäfer oder Viehhalter, ungern an Privatleute.
Die ofiziellen Mastines sind teilweise schon so gross und unbeweglich, dass ein Schäfer mit denen schonmal gar nichts anfangen könnte. Sie sind schwer, unbeweglich, kurzatmig und lethargisch. Und so wie ich jetzt mit der Zeit mitverfolgen konnte, ist es unter Züchtern durchaus üblich, die gleiche Hündin zweimal pro Jahr werfen zu lassen.
Ja: unglaublich aber wahr. Eingetragene ofizielle Züchter verwandeln ihre Hündinnen in Wurfmaschinen. Man kann das ganz gut per Internet mitverfolgen, man gibt nur den Namen einer preisgekrönten Hündin ein und sucht deren Würfe. Da ist es ganz normal, dass da zwei Würfe pro Jahr zusammenkommen, immer mal wieder von anderen Rüden.
Jetzt frage ich mich: Hier im Forum wird doch immer vertreten, dass man entweder in Tierheimen suchen oder Hunde von ofiziellen Züchtern kaufen soll, keineswegs von privaten Vermehrern. In Hinsicht auf das, was ich jetzt so mitbekomme bei der Zucht von Mastines, komme ich - jedenfalls hier in Spanien - jetzt aber doch ins Grübeln.
Würde gerne mal Eure Meinung dazu hören. Danke.
Zur Veranschaulichung mal zwei Fotos:
Mastín Español de Trabajo (Arbeitshund, wie er bei Schäfern üblich ist) (Titelfoto aus dem Blog "El Mastin del Campo" http://elmastindecampo.blogspot.de/)
Mastín Español Oficial (Aus Facebook-Gruppe "Mastin Español")
Der MEO wird so in dieser Art und Weise nach den ofiziellen, für diese Rasse festgelegten Schönheitsidealen (grosser mächtiger Kopf mit überdimensionalem Gehänge am Hals, lange grosse Hängeohren, schwerer Körper, mächtige Erscheinung, Gewicht ausgewachsener Rüden zwischen 80 und 100 kg) gezüchtet und auf Ausstellungen gewertet.
Die Viehhalter und Schäfer hingegen lehnen sich entsetzt gegen diese Überzüchtung auf und verfechten bis aufs Blut, den Namen Mastin Español für den authentischen iberischen Wolfs-/Hütehund zu reservieren. Ein echter Mastin hat eine schmalere Schnauze, absolut KEIN Gehänge am Hals (nur hinderlich), ist schmaler, schlanker, für die Arbeit viel wendiger, schneller und ausauernder, hat kleine Ohren und einen Schwanz, der meist hochgeringelt ist - im ganzen eine eher wolfsähnliche Erscheinung. Sie fordern, dass der Name Mastin Español nicht weiterhin für die überzüchteten Exemplare verunglmpft wird.
Nun haben aber Schäfer und Landwirte alles, nur keine Züchterlizenz, kein Pedigree, etc. Auf dem Land erfolgt die Auswahl der Tiere, die für die Nachzucht in Frage kommen nach Leistung, dh. Tiere, die sich bei der tagtäglichen Arbeit mit dem Vieh und im Schutz gegen Wölfe oder andere Bedrohungen für die Herde auszeichnen, werden zur Nachzucht ausgewählt. Man achtet sehr darauf, dass die Hündinnen nich ständig werfen und ausgelaugt werden, sie werden ja auch weiterhin zur Arbeit benötigt. Die Welpen werden meist verschenkt oder gegen eine kleine finanzielle Hilfe für den Aufwand (Fressen, veterinäre Auslagen) weitergegeben, bevorzugt an Schäfer oder Viehhalter, ungern an Privatleute.
Die ofiziellen Mastines sind teilweise schon so gross und unbeweglich, dass ein Schäfer mit denen schonmal gar nichts anfangen könnte. Sie sind schwer, unbeweglich, kurzatmig und lethargisch. Und so wie ich jetzt mit der Zeit mitverfolgen konnte, ist es unter Züchtern durchaus üblich, die gleiche Hündin zweimal pro Jahr werfen zu lassen.
Ja: unglaublich aber wahr. Eingetragene ofizielle Züchter verwandeln ihre Hündinnen in Wurfmaschinen. Man kann das ganz gut per Internet mitverfolgen, man gibt nur den Namen einer preisgekrönten Hündin ein und sucht deren Würfe. Da ist es ganz normal, dass da zwei Würfe pro Jahr zusammenkommen, immer mal wieder von anderen Rüden.
Jetzt frage ich mich: Hier im Forum wird doch immer vertreten, dass man entweder in Tierheimen suchen oder Hunde von ofiziellen Züchtern kaufen soll, keineswegs von privaten Vermehrern. In Hinsicht auf das, was ich jetzt so mitbekomme bei der Zucht von Mastines, komme ich - jedenfalls hier in Spanien - jetzt aber doch ins Grübeln.
Würde gerne mal Eure Meinung dazu hören. Danke.