Zu viel für die Henne?

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  • Zu viel für die Henne? Beitrag #1
HugoLove

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Hallo Leute,
Leider mussten wir grade feststellen, dass unsere Kanarienhenne tot auf dem Boden des Käfigs liegt. Vorhin war noch alles recht gut, sie hat gezwitschert und sah recht munter aus. Laut Schätzung der 'Vorbesitzerin' (ist etwas komplizierter, hab die Kleine nach Aussetzung gefunden und die festgestellt, dass es eine Schenkung einer guten Freundin an eine Nachbarin war) ist sie maximal 3 Jahre alt. Für einen Kanarienvogel nicht gerade alt, so weit ich weiß. Die Piepser gehören auch eigentlich unserem Sohn.
Naja, lange Rede kurzer Sinn, sie ist nicht mehr. Oft haben wir beobachtet, dass der Hahn nach dem Singen versucht hat sie zu besteigen und sie dabei ziemlich gejagt hat. Kann es sein, dass das zu viel für die Henne war?
Sollte man einen Hahn besser mit mehreren Hennen halten (wie bei Hühnern)?
Er bekommt natürlich wieder Gesellschaft, ich möchte aber ausschließen, dass durch falsche Haltung oder eben zu viel Stress noch mehr Vögelchen sterben.

Ich freue mich über jeden Tip, da ich wie gesagt keine Ahnung von dem Ganzen habe. Unser Sohn sollte sich damit auseinandersetzen, weil er die Vögel behalten wollte.

LG
HugoLove
 
  • Zu viel für die Henne? Beitrag #2
Hallo,

Möglich ist es schon, dass der Stress der Henne ein vorzeitiges Ende bereitet hat. Einen plötzlichen Tod durch Herzstillstand habe ich schon live bei einem meiner Kanaris miterlebt; allerdings ein altes, schwaches Tier, das eines Abends beim Dösen einfach von der Stange fiel und tot im Sand landete.

Um das Ausmaß des Stresslevels erfassen zu können, wären ein paar Eckdaten hilfreich. Vor allem Käfiggröße und Freiflugzeiten halte ich hier für maßgebend. Auf zu kleinem Territorium können sich Tiere nicht aus dem Weg gehen, wenn ihnen nach Ruhe ist. Das kann sich sehr schnell negativ auf Vitalität, Gesundheit und Lebenszeit auswirken.
 
  • Zu viel für die Henne? Beitrag #3
Normalerweise kümmert sich unser Sohn drum.
Der Käfig hat die Maße von 45x60x80 (TxBxH).
Freiflug haben die beiden wohl nicht gehabt, weil wir sie dann immer einfangen müssten, da sie nicht freiwillig zurück in den Käfig gehen. Und das bedeutet ja auch nur Stress für die Tiere.

LG
 
  • Zu viel für die Henne? Beitrag #4
Ganz ehrlich gesagt, wäre ich Vogel, würde ich auch nicht freiwillig in so einen winzigen Käfig zurückkehren. Der ist für die dauerhafte Haltung von Vögeln nicht geeignet. Bitte gönnt euren Vögeln eine artgerechte Voliere! Wenn sie sich darin nämlich wohlfühlen, kehren sie von ganz allein zum Schlafen und Fressen zurück.

Kein Freiflug ist indiskutabel. Ich schlage vorsichtig vor, für den verbliebenen Vogel ein neues, artgerechtes zuhause zu suchen, wenn euch der Aufwand schon jetzt zu groß ist?
 
  • Zu viel für die Henne? Beitrag #5
Hallo HugoLove,

es tut mir sehr leid, dass eure Kanarienhenne verstorben ist. Euer Sohn ist sicher sehr traurig. :(
Wenn ein Tier so plötzlich verstirbt würde ich euch raten den einsamen Hahn vorsichtshalber einen auf Vögel spezialisierten Tierarzt untersuchen zu lassen.
3 Tage Kot sammeln (Backpapier auf den Käfigboden, den Kot in einer Tierkühltüte sammeln und im Kühlschrank lagern, bis es zum Tierarzt geht) und die Untersuchung durch einen Kropfabstrich auf Pilze, Bakterien und Parasiten schließen schon die häufigsten Erkrankungen aus.

Die Sache ist nämlich die, dass Vögel sehr gut darin sind erkrankungen zu verheimlichen.
Die meisten kommen weiterhin zum Fressnapf, versuchen so zu tun als ob alles gut währe und durch ihr dichtes Gefieder sieht man ihnen kaum an, wenn sie Untergewicht haben.
Kennt dein Sohn die Krankheitsanzeichen bei Vögel? Selbst die erfahrensten Vogelhalter haben manchmal Probleme damit zu sehen, wenn eines ihrer Tiere krank ist und ich würde nicht ausschließen, dass dein Sohn vielleicht doch ein Symptom nicht richtig gesehen hat, denn das Gejage des Hahnes könnte auch ein Versuch gewesen sein, die Henne zu verscheuchen weil sie evtl. Krank und somit eine Gefahr darstellte, Feinde anzulocken.

Um den übrig gebliebenen und das zukünftig neue Tier zu schützen währe daher ein Tierarztbesuch mit dem Hahn und auch mit der neuen Henne ratsam.
Adressen findest du in den Links: ,
Beachtet da aber bitte die Erfahrungswerte der anderen Vogelhalter, sowie, dass in der Liste beim zweiten Link ein VK vor dem Tierarzt steht.

Der Käfig den ihr momentahn habt ist tatsächlich etwas zu klein, jedoch ein idealer Kranken- und Quarantäne Käfig.
Mit einer neuen Henne bräuchtet ihr einen solchen Käfig ohnehin, um sie von eurem Hahn getrennt zu halten, bis klar ist, dass auch sie gesund ist, daher bitte nicht weg schmeißen oder verkaufen.
Für das zukünftige Paar währe ein Käfig mit 80- 100cm Länge mit täglich mehrstündigen Freiflug angemessen.
Kanarienvögel sind schlau, wenn ihr nur Futter im Käfig anbietet, werdet ihr sehen, dass sie immer wieder ihren Käfig aufsuchen werden und ihr sie gar nicht einfangen braucht, um sie zurück in ihr Käfig zu bringen, denn das werden sie von ganz alleine dann tun.
Um den Freiflug sicher zu machen gibt es einiges zu beachten, gerade im Sommer weise ich aus leidvoller Erfahrung auf die gekippten oder geöffneten Fenster hin...
Weiteres kann man hier nachlesen, genauso wie man den Freiflugraum Vogelgerecht einrichten kann:
,


Liebe Grüße
Amber
 
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