Probleme mit Zwergkanninchen

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  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #1
Knut Baumgart

Knut Baumgart

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Hallo Ihr Lieben,

ich habe 3 Zwergkaninchen.

Hasi (m), Poynti (w) und Flöckchen (w).

Seit 3 Jahren leben sie friedlich zusammen. Plötzlich fangen die 2 Mädchen einen Krieg an. Die jagen und beißen sich.
Der Tierarzt sagt, dass es eine Hormonstörung sein kann. Nur wissen wir nicht bei welchem Mädchen. Eine Kastration könnte -ist aber nicht sicher- Abhilfe schaffen. Der Vorbesitzer weiß nicht mehr welches Weibchen kastriert wurde. Bei Hasi (m), ist es klar, dass er Sterilisiert wurde.

Ich möchte jetzt aber nicht das Risiko einer Totaloperation eingehen, mit evt. Todesfolge.

Der Tierarzt sagte, dass er erst in der Narkose feststellen kann welches Mädchen kastriert wurde oder nicht.

Ehrlich gesagt, habe ich aber Angst, dass die aus der Narkose nicht mehr wach werden.

Normalerweise laufen die alle drei in der Wohnung frei herum. Ein großer Käfig mit drei Etagen ist immer offen und dort sind drei Toiletten und Futter. Ich trenne die Mädchen jetzt immer, so dass nur immer eine mit dem Hasi (m) zusammen ist und dass geht bei beiden gut.

Ein Vorsichtsmaßnahme die verhindert, dass Blut fliest.

Ich wäre Dankbar für jede Info, weil der Tierarzt auch keine Lösung hat.

Keine Telefonnummern im Forum!

LG Knut
 
  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #2
Huhu,

erstmal willkommen bei uns ;-)

Vorab direkt eine Frage: Ist es sicher das Hasi nur sterilisiert und nicht kastriert wurde? Sterilisation und Kastration sind nicht das Gleiche! Eine Sterilisation wendet man in der Regel eher bei Zuchttieren an, die nur eine längere Zuchtpause einlegen sollen. Sprich die Eileiter oder Samenleiter werden nur abgebunden und es kann später wieder rückgängig gemacht werden. Eine Kastration ist nicht mehr rückgängig machbar. Dabei werden die Hoden/ Eierstöcke komplett entnommen in der Regel. Die Kastration wird meist eben eher bei normalen Heimtieren angewandt. Bei einer Sterilisation ändert sich allerdings nicht der Hormonhaushalt, sprich könnte es sein das wenn Hasi nur sterilisiert wurde, die Weiber immer noch einen potenten Bock riechen, das könnte ein Grund sein warum die Damen sich prügeln.

Regulär dürfte dein Tierarzt aber auch per Ultraschall/ Röntgen feststellen können ob noch eine Gebärmutter vorhanden ist. Meist wird vorher ein Kontrastmittel verabreicht um die Organe sichtbar zu machen.

Zum Thema "Narkoserisiko", klar gibt es immer ein Risiko das Tiere aus einer Narkose nicht mehr wach werden. Ich muss ehrlich sagen das ich schon bei unzähligen OPs dabei war (Ex Tierarzthelferin) und dabei nie ein gesundes Tier während einer Narkose verstorben ist oder nicht mehr richtig wach geworden ist. Selbst sehr kranke Tiere haben die OP unbeschadet überstanden (meist hat man sie allerdings dann "schlafen" gelassen wenn man ihnen nicht mehr helfen konnte). Bei Nagern würde ich schauen das während einer OP eine Gasnarkose verwendet wird, die ist sehr gut zu dosieren und bleibt nicht so lange im Körper wie z.B. Injektionsnarkosen. Falls Unregelmäßigkeiten auftreten könnte man die Tiere so auch schneller wieder aus der Narkose holen.

Gibt es ein Kaninchen was eher angriffslustiger wirkt als das andere? Durch das ständige Trennen bringst du ungewollt auch sehr viel Unruhe in das Trio. Bei jedem neuen Aufeinandertreffen versuchen die Kaninchen eine Rangordnung zu klären. Ich würde vorschlagen wenn du die OP absolut nicht willst, dass du wirklich rigoros die 3 voneinander trennst für ca. 1 Monat. Auch kein kurzes Zusammentreffen etc. Ich würde dann das schwächere Weibchen beim Bock lassen. Nach dem Monat dann auf völlig neutralem Boden eine Vergesellschaftung und schauen wie es wird. Sollte sich dann immer noch keine Besserung zeigen würde ich wirklich die OP in Erwägung ziehen (die relativ erfolgsversprechend ist, habe schon von vielen dominanten Weibchen gehört die nach der OP sanfte Lämmer in der Gruppe waren) oder nach einem Partner für das Kaninchen, was alleine ist, suchen das du dann 2 2er Gruppen hälst.
 
  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #3
Hallo,
Vielleicht ist es möglich, unter den beiden Zibben, das Tier zu ermitteln,
von der die größte Aggression aus geht.
Hier sollte man anfangen und Prüfen,
wenn es ganz sicher ist, daß nur bei einem der beiden weiblichen Tieren die Kastration durchgeführt wurde,
kann man vielleicht bei diesem noch eine OP. Narbe erkennen, die am Bauch verläuft .


Fritz.
 
  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #4
Wie alt sind die Kaninchen denn?

Ich habe erfolgreich eine 5 jährige Häsin kastrieren lassen, meine jetzige wurde bei der Vorbesitzerin mit ca. 1 Jahr erfolgreich kastriert (sie war nicht verhaltensauffällig und hatte trotzdem Veränderungen!). Ich kann aus meiner Erfahrung mit der 5 jährigen sagen: Das Verhalten ändert sich. Meine war total aggressiv, nach der Kastration das komplette Gegenteil. Sie hat nie mehr ihren Partner oder uns angegriffen. Nach der Kastra lebte sie noch 5 Jahre gemeinsam mit ihrem Partner.

Ich würde auf jeden Fall untersuchen lassen, welche kastriert ist und die unkastrierte kastrieren lassen (wenn beide unkastriert sind, dann beide kastrieren lassen. Wo habt ihr sie denn her, dass die Vorbesitzer nicht wissen, welches Tier kastriert ist... sehr seltsam... Ich kann heute noch nachschauen, welches Tier was gemacht bekommen hat, egal wie lang es schon nicht mehr unter uns ist). Problem ist nicht nur das Verhalten, sondern auch das die Gebärmutter sich oft (grade wenn sie so auffällig sind) verändert.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine nicht so alt geworden wäre, wenn sie unkastriert gewesen wäre. Die Gebärmutter war bereits verändert. Ich persönlich würde aufgrund meiner Erfahrung jede Häsin kastrieren lassen und das eher in jungen Jahren (natürlich nicht als Baby! da nur Böcke!), je älter das Tier desto schwieriger verkraftet es eine OP.
 
  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #5
Hallo Knut,

haben die Tiere auch Nachts Freilauf in der gesamten Wohnung, oder mussten sie da in den Käfig?
Wie sahen die Auseinandersetzungen zwischen den Mädels denn genau aus? Waren die Wunden so heftig oder eher nur Schrammen.

In Essen kenne ich mich nicht aus... könntest du zur Kaiserberg Klinik fahren? Dort machen sie Ulltraschalle ohne Narkose und kastrieren dort auch nur, wenn die Gebärmutter verändert ist.
Ich hab dort bei einer Häsin (6 1/2Jahre) Mammatumore, sowie 2 Eiterzähne entfernen lassen (für die Kastration währe das Narkoserisiko zu hoch geworden) und bei einem Männchen (6 Jahre) einen CT unter Narkose machen lassen.
Beide haben die Narkosen gut verkraftet.

Ansonsten kenne ich einen Tierarzt der bei Weibchen Kastrationen spitze ist, jedoch auch hier in Duisburg ist.
Ich habe bei ihm die Häsin mit der Mammatumoren-Op (bekam Gebärmutterkrebs mit 8 Jahren), sowie eine 6 Jährige ohne Krebs kastrieren lassen und beide brauchten nur eine Nacht (man gibt sie morgens gegen 11 Uhr ab und kann sie Nachmittags wieder abholen) gepäppelt werden, eher sie tagsdarauf wieder fit waren.
Wenn Kastration dann würde ich ihn dir eher ans Herz legen.

Ob er Ulltraschalle aber ebenfalls ohne Narkose macht, weiß ich nicht.
Bisher musste ich bei ihm immer nur Röntgen lassen und dafür setzt er die Tiere unter Narkose.
Jedoch wird er dir definitiv zur Kastration raten, egal ob die Gebärmutter verändert ist oder nicht. Er ist nämlich befürwörter der Weibchen Kastrationen, weil es leider oft zum Krebs kommt.


Liebe Grüße
Amber
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #6
Hallo Winona,
besten Dank für deinen Beitrag.

Die Problematik lag schon in der Übernahme der Lieben. Ich habe sie von einem Bekannten bekommen, der selber ständig im Krankenhaus ist, wegen einer sehr seltenen Krankheit.

Er hat natürlich keine Aufzeichnungen, darum weiß ich nicht was genau mit Hasi (m) gemacht wurde. Er weiß auch nicht welches Mädchen kastriert wurde, weil er die Mädchen von jemanden geschenkt bekommen hat. Alles sehr verworren.

Eine Trennung ist nicht möglich, weil das Wohnzimmer jetzt ihre Spielstube ist. Ich müsste dann ein Mädchen ins Schlafzimmer umquartieren.

Du hast mir aber Mut mit der OP gemacht. Ich glaube, dass wird es wohl bringen.

Besten Dank von Knut
 
  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #7
Hallo Jenny,

besten Dank für deinen Beitrag.

Die Problematik lag schon in der Übernahme der Lieben. Ich habe sie von einem Bekannten bekommen, der selber ständig im Krankenhaus ist, wegen einer sehr seltenen Krankheit.

Er hat natürlich keine Aufzeichnungen, darum weiß ich nicht welches Mädchen kastriert wurde, weil er die Mädchen von jemanden geschenkt bekommen hat. Alles sehr verworren.

Die drei müssten jetzt so um die 4 - 5 Jahre alt sein.

Du hast mir Mut mit der OP gemacht. Ich glaube, dass wird es wohl bringen.

LG von Knut
 
  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #8
Hallo Amber,
besten Dank für deinen Beitrag.

Die drei können 24 Std. in der ganzen Wohnung umherlaufen. Nur jetzt habe ich die kleinste in den Käfig gesperrt. ich versuche sie auch immer wieder zusammen zu bringen, aber nach einer gewissen Zeit jagen sie sich wieder.

Es sind zum Glück noch keine Wunden entstanden. Es geht so schnell und die drehen sich umeinander und wollen sich beißen. Bis jetzt sind nur Fellhaare geflogen. Die jagen sich und dann verzieht sich die Kleine in den Käfig.

Kannst du mir die Adresse von dem Tierarzt geben? Es hört sich sehr vielversprechend an.

LG Knut
 
  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #9
Hallo Fritz,

besten Dank.

Werden wir machen.

LG Knut
 
  • Probleme mit Zwergkanninchen Beitrag #10
Hallo Knut,

das verhalten was du beschreibst ist ganz normales Kaninchenverhalten.
Das Fell fliegen kommt oft durch den Stress zustande, aber das Gejage gehört dazu und wird auch dann statt finden, wenn das Mädchen kastriert wurde.

Wenn du sie jetzt schon immer wieder zusammen läst, könnten ein paar Hütten mit mehreren Eingängen die Situation etwas entspannen, aber da müssen alle drei einfach durch und dauert oft auch gar nicht lang.
Man muss es nur aussitzen und wirklich erst dann eingreifen, wenn schwere Wunden entstehen.

Den Tierarzt schick ich dir Pn, aber die Notwendigkeit einer Kastration sehe ich bei dem Tier ehrlich nicht.
Sie verhält sich ganz typisch ihrer Art.


Liebe Grüße
Amber
 
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