Mykoplasmose. ''Am-Leben-Erhaltungs''-Prinzip durch Antibiotikatherapie bei Ausbrüchen.

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Hallo!

Meine Ratte ''Tibbels'' hat chronischen Schnupfen. Später wurde dann Mykoplasmose bei ihm festgestellt. Er konnte, neben dem chronischen Schnupfen, ohne Einschränkungen leben, bis er vor etwa einem Monat einen totalen Zusammenbruch hatte.
Flankenatmung, Mittelohrentzündung, absolut keine Orientierung mehr, vergrößertes Herz. Er konnte nicht mehr fressen, sich nicht mal mehr bewegen, lag nur da.
Wir hatten ihn alle leider schon aufgegeben, wobei meine Tierärztin meinte, wir würden ihm nun ''alles reinschiessen'', damit er irgendwie durch kommt.
Gesagt, getan. Vitamin- und noch eine weitere Aufbauspritze, die sein Immunsystem pushen sollte, Baytril und Chloramphenicol, Rheumocam, Fluimucil, Ohrentropfen, Dimazon, Prilium etc. Volles Paket.
Ich habe keine Ahnung, was sie ihm da genau gespritzt hat, jedoch war er nach (ungelogen) 2 Stunden wieder topfit. Als ob nichts gewesen wäre! Er rannte wieder normal rum, hat getobt, gefressen, die halbe Welt als laufender Kompass erkundet, wie sonst auch! Vorher lag er quasi im Sterben (sah zumindest so aus) und dann das.

Jedenfalls hat es gestern wieder angefangen. Er schwankt ziemlich hin und her, weiß nicht ganz wo er ist, roter Ausfluss, putzt sich nicht zu 100% wie er es sollte, läuft im Kreis (eher ein oval mit ein paar Ecken) und kann sein Futter nicht halten. Ganz so krass wie es nun klingt ist es nicht. Es ist (noch) kein Ausbruch, jedoch kommt diese Ataxie von ihm wieder. Von A nach B, auch wenn's über eine Etage geht, kommt er trotzdem. Glücklicherweise besitze ich Ratten, die eine kranke Ratte niemals ausschließen würden, somit bekommt er weiterhin einen Platz im Kuschelhaufen. Oder.. wird zum Kuschelhaufen für alle. Seinen Babybrei und HerbiCare schlabbert er auch ganz brav.
Heute habe ich erneut einen Termin beim Tierarzt, bevor es schlimmer wird. Wahrscheinlich bekommt er nun wieder sein Wunderpaket.

Ich habe gelesen, dass es bei Mykoplasmose Ratten zu ''erneuten Ausbrüchen'' kommen kann. Typische Begleiterscheinungen sind Ataxie und Mittelohrentzündungen. Das Ganze kann jedoch mit Antibiotikatherapien wieder ruhig gestellt werden.
Genau dies trifft auf ihn zu. Ich möchte nebenbei erwähnen, dass ich bereits zwei Ratten in letzter Zeit durch Hirntumore, teilweise in Kombination mit Mykoplasmose, verloren habe. Ich erkenne, wenn eine Ratte kaum noch Lebenswillen hat und es besser für Sie ist, zu gehen, anstatt sie unter Kortison etwas weniger Schmerzen ertragen zu lassen, nur um ein paar mehr Tage im Sterben zu liegen. Tibbels hat definitiv noch Lebenswillen. Er ist ein kleiner Kämpfer und gerad' mal 1 Jahr alt.


Meine Frage wäre - hat jemand Erfahrung mit diesen Ausbrüchen? Werden diese irgendwann schlimmer, bis gar nichts mehr zu machen ist, oder kann man solche Ausbrüche mit Medikamenten vorbeugen? Er bekommt wegen seines vergrößertem Herzens täglich Entwässerung und ACE Hemmer, bis an sein Lebensende. Man meinte, er würde irgendwann an Herzversagen zugrunde gehen, könnte jedoch auch ein gutes Alter damit erreichen, stimmt das? Mir wäre Herzversagen ehrlich gesagt lieber, als Mykoplasmose. Leider bin ich absolut verunsichert, wie viel Zeit ihm noch bleiben könnte.
Ich habe überlegt, meine Tierärztin auf eine Kombination von Doxycyclin und einem anderen AB anzusprechen, da Chloramphenicol scheinbar nicht mehr verfügbar ist, obwohl es echt gut geholfen hat. Mit welchen AB's habt ihr Sowas wieder in den Griff bekommen?

Schonmal vielen Dank!!
 
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  • Mykoplasmose. ''Am-Leben-Erhaltungs''-Prinzip durch Antibiotikatherapie bei Ausbrüchen. Beitrag #2
Hallo,

wenn mich nicht alles täuscht und der Stand der Forschung noch so ist wie vor Kurzem, dann kann man Mykos nur durch eine Obduktion der toten Ratte feststellen.
Hat deine Tierärztin wirklich all diese Medikamente auf einmal in die Ratte gespritzt? Das halte ich doch für ziemlich krass. :shock:

Bei Mykos hilft als last resort noch Tylan, schmeckt aber absolut eklig fürs Tier, gibts aber auch als Injektion.
Und ich bin nach all den Jahren meiner (mittlerweile nicht mehr aktiven) Rattenhaltung vollends davon überzeugt, dass Baytril bei sämtlichen Schnupfenarten kaum bis gar nicht mehr funktioniert und ich persönlich würde das auch nicht mehr verwenden. :eusa_shhh:

"Vorbeugend" würde ich einer gesunden Ratte keine Medikamente geben, nur im Krankheitsfall entsprechend damit behandeln.
Und ja, Atemwegserkrankungen sind bei Ratten sehr häufig und, zumindest habe ich die Erfahrung gemacht: hat Ratte es einmal, hat sie es für immer oder hat es immer wieder. Oft lässt es sich aber doch zufriedenstellend behandeln.
Ich hatte aber auch schon Ratten, da wurde es graduell immer schlechter, trotz steigender/stärkerer Medikation und endete letztlich mit der Einschläferung, weil man es dem Tier irgendwann nicht mehr zumuten konnte oder wollte.

Ich hoffe, dem kleinen geht es mittlerweile etwas besser! Was hat der Tierarzt beim Termin denn gesagt vorhin? :eusa_think:

Liebe Grüße!
 
  • Mykoplasmose. ''Am-Leben-Erhaltungs''-Prinzip durch Antibiotikatherapie bei Ausbrüchen. Beitrag #3
Hallo!
Wir hatten ihn aufgrund seines chronischen Schnupfens in alle Richtungen die mit Atemwegsproblemen zusammenhängen behandeln lassen. Am besten angeschlagen hat eine Behandlung speziell auf Myko. Zudem hat er diese Begleitsymptome, die ebenfalls für Myko sprechen. Auch seine Lunge und die Atemwege sind komplett in Ordnung und frei. Das alles kommt lediglich von den oberen Atemwegen, daher gingen wir erstmal von Myko aus.

Wir haben ihm lediglich 2 Aufbauspritzen geben lassen, der Rest bestand aus normalen Medis'. ;)

Der Tierarzt hat ihm nochmal Vitamine gespritzt. Ich habe erneut die besagte Palette an Medis mitbekommen. Als zweites AB ist's diesmal ''Infectomycin 200 Saft''.. eigtl sollte es ein anderes sein, jedoch gab's das nirgends in der Apotheke und dieses ist exakt dasselbe von der Dosierung und den Inhaltsstoffen. Noch nie davon gehört, aber scheinbar soll es gut bei Atemwegsproblemen anschlagen. Falls der Kleine es bis morgen schafft, werd ich's direkt abholen und ausprobieren.

Zu Tofu - sein Zustand hat sich ziemlich verschlimmert. Er sieht auch wirklich nicht gut aus und liegt nur da, mit rotem Ausfluss und nach vorne gestreckten Pfötchen. Atemnot hat er nicht, zumindest keine Flankenatmung, jedoch ''rotzt'' er ziemlich viel und laut rum, phasenweise solche kleinen Niessanfälle..
Und mir ist aufgefallen, dass sein Penis draussen war und vorne etwas ganz komisch ''weiss'' ist..
Habe ihm nochmal Schmerzmittel und Schleimlöser gegeben und auf Nachfrage die AB Gabe erhöht. Inhaliert hat er ebenfalls schon, Wasser per Spritze ins Maul, damit er nicht dehydriert.. Wärmelampe und eine Wolldecke hat er ebenfalls.. Ich weiß leider nicht was ich tun kann.. :(

Morgen geht's wohl wieder zum Tierarzt. Ich spreche ihn dann mal auf Tylan und vllt auch auf Kortison an, wobei ich damit kaum Erfahrung habe.. :roll:
 
  • Mykoplasmose. ''Am-Leben-Erhaltungs''-Prinzip durch Antibiotikatherapie bei Ausbrüchen. Beitrag #4
Hallo,

zu Tofu: Das an seinem Penis ist vermutlich Smegma, das solltest du mit einem feuchten Taschentuch entfernen, damit er nicht noch einen Harnwegsinfekt dadurch bekommt. Zu starke Verkrustungen an der Nase und den Pfoten würde ich ebenfalls mit einem feuchten Taschentuch entfernen, wenn er es zulässt, wenn sie zu extrem eingetrocknet sind auch mit einem etwas nassen Waschlappen. Offensichtlich schafft er es gar nicht mehr, sich überhaupt zu putzen. Und wir kennen es alle: wir fühlen uns krank, können nicht duschen und fühlen uns dadurch nur noch elender, deswegen habe ich das immer entfernt. Hoffentlich gehts dem kleinen Fratz bald wieder besser! :(

Und hoffen wir, dass es dem anderen auch bald wieder gut geht! Infecto ist Erythromycin, das habe ich selbst noch nicht gegeben, glaube ich, drücke aber die Daumen, dass es wirkt!

Ich hatte eine Zeit lang noch CaniPulmin für die dicken, das wurde mir damals von Nienor empfohlen und half besonders bei noch sehr leichten Infekten ohne AB und wirkt zudem auch schleimlösend. Bonus war: den Ratten hat das Zeug super geschmeckt und das Rumgerotze nahm dadurch auch sehr schnell ab.

Ich drück die Daumen für deine Fellbälle! :angel:
 
  • Mykoplasmose. ''Am-Leben-Erhaltungs''-Prinzip durch Antibiotikatherapie bei Ausbrüchen. Beitrag #5
Es handelt sich in ''beiden Fällen'' um dieselbe Ratte, also Tofu. Ich hatte die Namen verwechselt. ;)
Ich halte das hier mal n bisschen aktuell, falls irgendwer mal so einen Vorfall haben wird und den Beitrag hier findet, oder Sowas. ^^'

Jedenfalls musste ich Donnerstag Nacht mit ihm zum Notdienst. Tofu hat mit dem Mäulchen nach Luft geschnappt und drohte zu ersticken. Er konnte sich kein bisschen mehr bewegen und sabberte / röchelte vor sich hin.
Der Tierarzt warf lediglich einen Blick auf Tofu und meinte ''der liegt schon im Sterben und erstickt bald, da können wir nichts mehr tun, ausser ihn einzuschläfern'', was auch irgendwo wirklich so aussah. Ich weiß, ich bin ein grausamer und egoistischer Mensch, aber ich hatte in dem Moment keinen klaren Kopf und wollte nicht unüberlegt ein Leben aufgeben, vorallem nicht ohne Absprache mit meiner richtigen Tierärztin.
Er bekam eine Spritze, die seine Bronchien erweitert. Danach bin ich ingesamt 48 Std wach geblieben. Die Nacht durch bekam er all seine Medikamente, einige nach Absprache mehrmals und eine Holzkiste mit Wolldecke und Wärmelampe, wobei ich ihn zwischendrin immer wieder hab Inhalieren lassen (Salzwasser oder Cortison)
Am nächsten Morgen war ich erneut beim Tierarzt. Ihm ging es besser. Immer noch kritisch, da er Atemprobleme hatte, jedoch keine Atemnot mehr. Gespritzt wurde Vitamin A + Zucker, Dimazon, Vitamin B und das zur Bronchienerweiterung.

Seither bekommt er Tylan bzw Tylogran + Infectomycin als AB, Rheumocam, Prilium und Dimazon, Fluimucil und wenn er's brauch Floxal oder Cortison auf die Nase getropft. Ausserdem inhaliert er regelmäßig Cortison/Salzwasser, wird sauber + warm gehalten und bekommt HerbiCare / Babybrei. Laut Tierarzt ist die Menge an Cortison, die er lediglich in die Atemwege und in geringerer Dosis als bei Spritzen, bekommt, nicht gefährlich zusammen mit Rheumocam.

Heutiger Stand: Die Antibiotika fangen an zu wirken! Das röcheln und knuspern ist nur noch ab und an. Etwa.. 5min/Std, Atemnot ist nicht mehr vorgekommen. Im Prinzip atmet er wieder recht normal, wie eine Ratte mit eingedämmtem chronischen Schnupfen. Der Schleim in seiner Nase ist auch deutlich weniger geworden und vorallem das sabbern. Er reagiert auch besser auf alles, was ich ihm ins Mäulchen gebe. Ein bisschen bewegen und putzen tut er sich auch.
Das Schlucken tut ihm trotzdem noch etwas weh, er putzt sich nicht genug und hat noch roten Ausfluss. Das meiste was mir Sorgen macht ist, dass sein Immunsystem durch die ganzen Medikamente total unten ist, wirklich komplett, wodurch er extrem schwach ist und viel abgenommen hat. Das muss alles wieder etwas hochgepusht werden.

Ich würde das, was ich getan habe, wohl niemandem raten. Die meisten hätten ihre Ratte schon längst einschläfern lassen. Man darf mich deshalb auch ruhig kritisieren, weil ich selbst weiß, dass es verantwortungslos war. :silence:
Jedoch geht es momentan wirklich bergauf mit ihm. Ich will mir nicht allzu viele Hoffnungen machen, aber ich denke, dass er mittlerweile echt gute Chancen hat, wenn's so weiter geht.

@Lydina Kennst du dich mit der Dosierung von Tylan aus? Ich habe nun 2g krümeliges Pulver mitbekommen und soll 2x täglich jeweils 1 Krümel in einer Spritze mit Wasser aufziehen. Mir erscheint ein so 'n kleiner Krümel wirklich sehr wenig. Irgendwo stand etwas von 5mg/2xtgl.. aber ich kann absolut nicht einschätzen, wieviel das in Krümeln sein soll. Vorallem weil sich das Zeug patu nicht in Wasser auflösen lässt und der Krümel meist auch irgendwo in der Spritze hängen bleibt, gebe ich immer minimal mehr.. genau wie bei dem Infectomycin. 2 Tropfen, 2x täglich.. da gebe ich momentan 0,03ml.
Das erscheint mir alles wirklich sehr wenig.. :eusa_think:
 
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  • Mykoplasmose. ''Am-Leben-Erhaltungs''-Prinzip durch Antibiotikatherapie bei Ausbrüchen. Beitrag #6
Hallo,

ich drücke die Daumen, dass er sich weiterhin berappelt und wieder auf die Beine kommt! Das klingt ja alles wirklich sehr unschön für den armen Drops. :(
Ob man sein Tier behandeln/einschläfern/sonstwas lässt, das muss man selbst entscheiden und im Zweifelsfall eben auch mit sich selbst ausmachen, ob du in diesem Moment richtig oder falsch gehandelt hast, vermag ich nicht zu bewerten oder zu beurteilen.

Ich glaube ich habe das Tylan spritzen lassen, eben weil das wohl auch wirklich, wirklichwirklichwirklich abartig schmecken muss. Aber du kannst diesen "Krümel" auch einfach in Babybrei rühren/aufziehen und ihm das dann hinstellen oder via Spritze wegschlabbern lassen.
Also wenn es das Pulver ist, was ich denke was du meinst, hat das 900g Tylosin auf 1000g Pulver. Dann müsste man von dem Pulver theoretisch 5mg geben, um 4,5mg Wirkstoff zu verabreichen (ich bin in Mathe extrem schlecht, die Rechnung könnte also vollkommener Humbug sein). Ich habe absolut gar keine Größenvorstellung wie viel das sein soll. :?

Finde das auch sehr eigenartig mit Tropfen und Krümel etc. Also bei mir gabs immer nur Mililiter. :102:
 
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