- Mykoplasmose. ''Am-Leben-Erhaltungs''-Prinzip durch Antibiotikatherapie bei Ausbrüchen. Beitrag #1
A
Aqua_
- Beiträge
- 3
- Punkte Reaktionen
- 0
Hallo!
Meine Ratte ''Tibbels'' hat chronischen Schnupfen. Später wurde dann Mykoplasmose bei ihm festgestellt. Er konnte, neben dem chronischen Schnupfen, ohne Einschränkungen leben, bis er vor etwa einem Monat einen totalen Zusammenbruch hatte.
Flankenatmung, Mittelohrentzündung, absolut keine Orientierung mehr, vergrößertes Herz. Er konnte nicht mehr fressen, sich nicht mal mehr bewegen, lag nur da.
Wir hatten ihn alle leider schon aufgegeben, wobei meine Tierärztin meinte, wir würden ihm nun ''alles reinschiessen'', damit er irgendwie durch kommt.
Gesagt, getan. Vitamin- und noch eine weitere Aufbauspritze, die sein Immunsystem pushen sollte, Baytril und Chloramphenicol, Rheumocam, Fluimucil, Ohrentropfen, Dimazon, Prilium etc. Volles Paket.
Ich habe keine Ahnung, was sie ihm da genau gespritzt hat, jedoch war er nach (ungelogen) 2 Stunden wieder topfit. Als ob nichts gewesen wäre! Er rannte wieder normal rum, hat getobt, gefressen, die halbe Welt als laufender Kompass erkundet, wie sonst auch! Vorher lag er quasi im Sterben (sah zumindest so aus) und dann das.
Jedenfalls hat es gestern wieder angefangen. Er schwankt ziemlich hin und her, weiß nicht ganz wo er ist, roter Ausfluss, putzt sich nicht zu 100% wie er es sollte, läuft im Kreis (eher ein oval mit ein paar Ecken) und kann sein Futter nicht halten. Ganz so krass wie es nun klingt ist es nicht. Es ist (noch) kein Ausbruch, jedoch kommt diese Ataxie von ihm wieder. Von A nach B, auch wenn's über eine Etage geht, kommt er trotzdem. Glücklicherweise besitze ich Ratten, die eine kranke Ratte niemals ausschließen würden, somit bekommt er weiterhin einen Platz im Kuschelhaufen. Oder.. wird zum Kuschelhaufen für alle. Seinen Babybrei und HerbiCare schlabbert er auch ganz brav.
Heute habe ich erneut einen Termin beim Tierarzt, bevor es schlimmer wird. Wahrscheinlich bekommt er nun wieder sein Wunderpaket.
Ich habe gelesen, dass es bei Mykoplasmose Ratten zu ''erneuten Ausbrüchen'' kommen kann. Typische Begleiterscheinungen sind Ataxie und Mittelohrentzündungen. Das Ganze kann jedoch mit Antibiotikatherapien wieder ruhig gestellt werden.
Genau dies trifft auf ihn zu. Ich möchte nebenbei erwähnen, dass ich bereits zwei Ratten in letzter Zeit durch Hirntumore, teilweise in Kombination mit Mykoplasmose, verloren habe. Ich erkenne, wenn eine Ratte kaum noch Lebenswillen hat und es besser für Sie ist, zu gehen, anstatt sie unter Kortison etwas weniger Schmerzen ertragen zu lassen, nur um ein paar mehr Tage im Sterben zu liegen. Tibbels hat definitiv noch Lebenswillen. Er ist ein kleiner Kämpfer und gerad' mal 1 Jahr alt.
Meine Frage wäre - hat jemand Erfahrung mit diesen Ausbrüchen? Werden diese irgendwann schlimmer, bis gar nichts mehr zu machen ist, oder kann man solche Ausbrüche mit Medikamenten vorbeugen? Er bekommt wegen seines vergrößertem Herzens täglich Entwässerung und ACE Hemmer, bis an sein Lebensende. Man meinte, er würde irgendwann an Herzversagen zugrunde gehen, könnte jedoch auch ein gutes Alter damit erreichen, stimmt das? Mir wäre Herzversagen ehrlich gesagt lieber, als Mykoplasmose. Leider bin ich absolut verunsichert, wie viel Zeit ihm noch bleiben könnte.
Ich habe überlegt, meine Tierärztin auf eine Kombination von Doxycyclin und einem anderen AB anzusprechen, da Chloramphenicol scheinbar nicht mehr verfügbar ist, obwohl es echt gut geholfen hat. Mit welchen AB's habt ihr Sowas wieder in den Griff bekommen?
Schonmal vielen Dank!!
Meine Ratte ''Tibbels'' hat chronischen Schnupfen. Später wurde dann Mykoplasmose bei ihm festgestellt. Er konnte, neben dem chronischen Schnupfen, ohne Einschränkungen leben, bis er vor etwa einem Monat einen totalen Zusammenbruch hatte.
Flankenatmung, Mittelohrentzündung, absolut keine Orientierung mehr, vergrößertes Herz. Er konnte nicht mehr fressen, sich nicht mal mehr bewegen, lag nur da.
Wir hatten ihn alle leider schon aufgegeben, wobei meine Tierärztin meinte, wir würden ihm nun ''alles reinschiessen'', damit er irgendwie durch kommt.
Gesagt, getan. Vitamin- und noch eine weitere Aufbauspritze, die sein Immunsystem pushen sollte, Baytril und Chloramphenicol, Rheumocam, Fluimucil, Ohrentropfen, Dimazon, Prilium etc. Volles Paket.
Ich habe keine Ahnung, was sie ihm da genau gespritzt hat, jedoch war er nach (ungelogen) 2 Stunden wieder topfit. Als ob nichts gewesen wäre! Er rannte wieder normal rum, hat getobt, gefressen, die halbe Welt als laufender Kompass erkundet, wie sonst auch! Vorher lag er quasi im Sterben (sah zumindest so aus) und dann das.
Jedenfalls hat es gestern wieder angefangen. Er schwankt ziemlich hin und her, weiß nicht ganz wo er ist, roter Ausfluss, putzt sich nicht zu 100% wie er es sollte, läuft im Kreis (eher ein oval mit ein paar Ecken) und kann sein Futter nicht halten. Ganz so krass wie es nun klingt ist es nicht. Es ist (noch) kein Ausbruch, jedoch kommt diese Ataxie von ihm wieder. Von A nach B, auch wenn's über eine Etage geht, kommt er trotzdem. Glücklicherweise besitze ich Ratten, die eine kranke Ratte niemals ausschließen würden, somit bekommt er weiterhin einen Platz im Kuschelhaufen. Oder.. wird zum Kuschelhaufen für alle. Seinen Babybrei und HerbiCare schlabbert er auch ganz brav.
Heute habe ich erneut einen Termin beim Tierarzt, bevor es schlimmer wird. Wahrscheinlich bekommt er nun wieder sein Wunderpaket.
Ich habe gelesen, dass es bei Mykoplasmose Ratten zu ''erneuten Ausbrüchen'' kommen kann. Typische Begleiterscheinungen sind Ataxie und Mittelohrentzündungen. Das Ganze kann jedoch mit Antibiotikatherapien wieder ruhig gestellt werden.
Genau dies trifft auf ihn zu. Ich möchte nebenbei erwähnen, dass ich bereits zwei Ratten in letzter Zeit durch Hirntumore, teilweise in Kombination mit Mykoplasmose, verloren habe. Ich erkenne, wenn eine Ratte kaum noch Lebenswillen hat und es besser für Sie ist, zu gehen, anstatt sie unter Kortison etwas weniger Schmerzen ertragen zu lassen, nur um ein paar mehr Tage im Sterben zu liegen. Tibbels hat definitiv noch Lebenswillen. Er ist ein kleiner Kämpfer und gerad' mal 1 Jahr alt.
Meine Frage wäre - hat jemand Erfahrung mit diesen Ausbrüchen? Werden diese irgendwann schlimmer, bis gar nichts mehr zu machen ist, oder kann man solche Ausbrüche mit Medikamenten vorbeugen? Er bekommt wegen seines vergrößertem Herzens täglich Entwässerung und ACE Hemmer, bis an sein Lebensende. Man meinte, er würde irgendwann an Herzversagen zugrunde gehen, könnte jedoch auch ein gutes Alter damit erreichen, stimmt das? Mir wäre Herzversagen ehrlich gesagt lieber, als Mykoplasmose. Leider bin ich absolut verunsichert, wie viel Zeit ihm noch bleiben könnte.
Ich habe überlegt, meine Tierärztin auf eine Kombination von Doxycyclin und einem anderen AB anzusprechen, da Chloramphenicol scheinbar nicht mehr verfügbar ist, obwohl es echt gut geholfen hat. Mit welchen AB's habt ihr Sowas wieder in den Griff bekommen?
Schonmal vielen Dank!!