Mastzellentumor

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  • Mastzellentumor Beitrag #1
C

cady7

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hallo zusammen......
ich habe einen 13 jährigen deutschen pinscher... leider mussten wir im dezember 06 eine schwierige und grosse Operation mit Hautransplantation machen, da er am Vorderbein beim Ellenbogen einen grossen MAstzellentumor hatte. der arzt hab absichtlich grossräumig operiert um "alles" zu erwischen.... nun 6 monate später wachsen durch die transplantierte haut wieder solche "Bückelchen", der Tierarzt meint es sei aufgrund von Metastasen dass dies wieder wachse... ansonsten ist mein Hund echt fit für sein Alter.... Was kann man tun? Welche Therapie kann man anwenden, wenn man nicht mehr operieren kann? Kann man das Wachstum des Tumors stoppen oder verlangsamen? bitte um Antwort Grüsse Cady​
 
  • Mastzellentumor Beitrag #2
Hallo Cady!

Leider neigen Mastzellentumore dazu nach dem Entfernen wiederzukommen. Wurde der entfernte Tumor genau untersucht (eingeschickt)? Das wird normalerweise gemacht, um so sehen ob die Ränder des Stücks das entfernt wurde Tumorzellenfrei sind. Wenn sie das nicht sind, wird noch mal nachgeschnitten und noch mehr entfernt (wenn möglich, in deinem Fall war es anscheioned schon knapp, ausserdem ist der Ellbogen eine blöde Stelle, heilt schlecht weil dauernd in Bewegung).
Weisst du welcher Grad der Tumor war? Das wird auch durch Untersuchung des Tumors herausgefunden. Je nach Grad ist die Prognose günstiger oder schlechter.

Das Problem bei Mastzellentumoren ist das sie Histamin produzieren, und zuviel Histamin führt zu Magengeschwüren. Das bekommen nicht alle Hunde mit Mastzellentumor, aber etwa 25%. Oft bekommen Hunde mit Mastzellentumor deswegen Anthistaminika und/oder Magenschutzpräparate, zumindestens wenn sie schlecht fressen, erbrechen...

13 Jahre ist schon ein gutes Alter. Ob sich in dem Alter noch eine zweite Op lohnt, dafür das der Tumor eventuell trotzdem wiederkommt, ist fraglich.
Chemotherapie ist auch bei Hunden möglich, aber wird normalerweise so niedrig dosiert das Nebenwirkungen vermieden werden. Das Ziel einer Chemo bei Tieren ist also weniger eine komplette Heilung sondern eher das Leben zu verlängern und das Auftreten von Symptomen zu verzögern. Aber ob eine Chemo eine Möglichkeit ist, kommt auf den Tumor an, auf den Hund, auf die Gesamtsituation... Das kann am besten dein TA entscheiden.

Ein Medikament was routinemässig bei Mastzellentumoren eingesetzt wird ist Prednisolon, ein Cortikoid. Das hat zwar auch Nebenwirkungen, scheint aber das Auftreten von Metastasen zu verzögern oder vermindern und wirkt Appetitanregend, viele Hunde mit Tumoren fressen schlecht. Ausserdem symptomatisch gegen die Histaminwirkung.
Kommt aber auch auf den Einzelfall an.

Ich wünsche deinem Hund viel Glück!
 
  • Mastzellentumor Beitrag #3
Meinung gefragt...

hallo cosili

besten dank für deine ausführliche antwort…

der entfernte tumor wurde eingeschickt und analysiert. ich wollte dir hier den text reinkopieren, funktioniert aber leider nicht... kann dir dies aber gerne mailen....

Die operation war kein zuckerschlecken und da zu wenig haut vorhanden war musste er vom oberkörper etwas runtertransplantieren….. von einer weiteren operation wird ganz sicher abgesehen…. Auch weil ich meinem hund dies nicht mehr antun möchte….

Benny geht es im moment eigentlich gut….. er springt herum und hat seinen elan nicht verloren……

ich war gestern noch einmal beim Tierarzt um noch einmal zu punktieren…… damit wir sicher sind, ob es der gleiche Tumor ist…. Er sagte, dass wir den Hund nicht mehr heilen können, dass es einfach jetzt darum geht das Wachstum und die Metasierung zu stoppen…

der TA hat mit mir auch über verschiedene Therapien geredet……. Irgendwie fühlte ich mich gestern beim TA nicht wirklich „aufgehoben“. Ich weinte rotz und wasser und er ignoriert das ganze total. Wäre toll wenn du mir deine meinung zu den vorgeschlagenen therapien mitteilen würdest.


Die Misteltherapie wurde angesprochen, was mich eigentlich auch ansprechen würde, wenn da nicht das ganze drum und dran wäre…….. ich müsste 3x wöchtentlich über 10 Wochen zum TA fahren (30km) um Benny eine spritze zu machen und das geht mir total gegen den strich….. nicht wegen meines aufwandes….. du musst wissen, dass mein hund nicht gerne autofährt (also die ganze fahrt nur winselt und heult) und zum TA geht er auch nicht besonders gerne…. Also ich möchte ihm erlich gesagt dies erspahren…… erkundige mich aber ob dies ein TA in meiner Nähe auch durchführen würde, das wäre eine andere ausgangslage…… denn selber spritzen darf ich ja leider nicht…….

Dann wurde eben auch das Cortison (Prednisolon) angesprochen……was ich ihm zu hause verabreichen könnte…… . Kennst du da die möglichen nebenwirkungen? Und könnte dies helfen?

Es ist für mich echt schwer mich für eine therapie zu entscheiden…. Doch ich tendiere eher damit das cortison auszuprobieren, da dies wohl für meinen hund weniger stressig wäre… es geht mir darum ihm alles so angenehm wie nur möglich zu gestalten……

Was meinst du dazu? Wäre echt toll deine meinung zu hören….. du kannst mir aber auch eine mail schreiben [email protected]

Besten dank
cady
 
  • Mastzellentumor Beitrag #4
Zur Misteltherapie... Naja, das kommt eher aus der alternativmedizinischen Ecke. Was aber nichts schlechtes bedeuten muss.
Der Grundsatz der Misteltherapie ist das die Mistel eine parasitär wachsende Pflanze ist, und der Krebs praktisch das Tier/Mensch ebenfalls "parasitiert", und deshalb die Mistel warum auch immer das Krebswachstum stoppen soll. Die Wirksamkeit wurde nie eindeutig erwiesen und beruht eher auf Erfahrungsberichten von (menschlichen) Krebspatienten. Allerdings wurde auch nie wirklich untersucht ob die Mistel nicht doch irgendwelche Wirksubstanzen gegen Tumorzellen enthält, bzw sind solche Studien (noch) nicht zu einem eindeutigem Ergebnis gekommen.
Ob du es probieren willst musst du letztendlich entscheiden, aber, ich weiss wirklich nicht ob der Stress dreimal wöchentlich nicht mehr schadet als die Therapie nützt :eusa_think:
Nicht alle Tumore sprechen gleich gut (wenn überhaupt) auf Misteltherapie an. Ausserdem, Mastzellen sind Zellen des Inmunsystems. Und Mistel soll inmunstimulierend wirken. Soweit ich weiss gibt es dazu keine Untersuchungen, aber rein logisch gedacht, nuja :eusa_eh: Aber da kenne ich mich wirklich nicht aus.

Prednisolon wird fast routinemässig bei Mastzellentumoren eingesetzt. Nebenwirkungen sind die typischen Cortison-Nebenwirkungen: Gewichtszunahme, Hund pinkelt und trinkt mehr, manchmal Durchfall und Erbrechen, viele Hunde werden ruhiger und schlafen mehr... Aber das kommt immer auch auf die Dosis bzw Dauer der Threapie an, und nicht alle Hunde vertragen das Medikament gleich gut.
Heilen tut das auch nicht, es ist eher "Chemo-light" und wirkt lebensverlängernd.

Hast du schon mal eine zweite Meinung eingeholt? Eventuell von einem TA der auf Onkologie spezialisiert ist?
 
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