- Pit ist endlich da! Beitrag #1
JaniPanther
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Nach langem Hin und Her, haben wir gestern endlich Pit abgeholt.:eusa_dance:
Er ist ein schwarzer Löwenkopfwidder und sein Alter kann nur geschätzt werden, 7-8 Jahre.
Aber am besten erzähle ich die Geschichte von vorne:
In den Osterferien ging ich mit dem Hund der Schwester einer Freundin täglich Gassi, da diese im Urlaub war. Ich habe mich gefreut, da ich Hund über alles liebe und selber keinen halten kann. Ich wusste schon vorher, dass Tiere es bei ihnen nicht sonderlich gut hatten, weshalb ich auch immer den ganzen Tag mit dem Hund draußen blieb, so dass er sich einmal richtig austoben konnte. Angeblich war er ein sehr unruhiger Hund der nicht hört, doch er hat super gehört und ich konnte nicht verstehen was sie hatten, für mich war er ein perfekter Hund. Nach einer Woche habe ich ihn dann auch das erste Mal von der Leine gelassen und er hat immer noch gehört. :eusa_eh:
Aber nun zurück zu Pit. Ich wusste bis vor einigen Monaten nicht einmal, dass in diesem Haushalt überhaupt ein Kaninchen sein Zuhause hat, doch meine Freundin erzählte mir von dem Kaninchen ihrer Schwester und wie verwarlost es war und gehalten wurde.
Ich wusste genau, dass ich ihm zu diesem Zeitpunkt noch kein artgerechtes Zuhause bieten konnte, denn er müsste vorerst von meinen Kaninchen getrennt sein. Also musste ich ihn leider Gottes erstmal dort lassen, was mir jeden Tag aufs neue das Herz zerriss.:022:
Eine Beschreibung seines Lebens und seines Wohnraumes wäre denke ich ganz angebracht um mich zu verstehen.
Ein Stall draußen im Garten, wenn man das Stall nennen kann. 40cmx40cm, er konnte sich gerade so einmal um sich selbst drehen, wirklich schrecklich! Das Einstreu war nur milimeterdünn aufgetragen und Heu wäre ja purer Luxus gewesen, also auch nicht vorhanden, geschweige denn Trinkwasser, denn Kaninchen nehmen ja genug Wasser über die Nahrung auf:roll: *hust*.
Als Futter bekam er alte Brötchen und verschimmelten Kohl. Es klingt unglaublich, ist aber so, ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen.
Ist natürlich klar was meine ersten Maßnahmen waren. Brötchen & vergammelten Kohl raus und ab in den Mülleimer. In einer Tüte habe ich ihm dann am nächsten Tag Heu mitgebracht und ihn auch langsam an Frischfutter gewöhnt, was nicht schon uralt und vergammelt war. Das Heu hat er erst gar nicht angerührt, vielleicht weil er es nicht kannte. Eine Schale Trinkwasser habe ich ihm auch hineingehangen, doch auch das rührte er leider nicht an.
Meine Freundin hatte mir erzählt, dass ihre Schwester sich sowieso nicht um das Tier kümmert, obwohl sie mir das gar nicht hätte sagen brauchen, denn ich habe es gesehen. Ich bat sie ihre Schwester zu fragen und genau das tat sie.
Man sollte ja meinen mit 18 ist jemand schon reif, doch nicht sie! Wie ein Kind antwortete sie auf die Frage ob sie Pit abgeben würde, wenn sie sich eh nicht um ihn kümmert: "Nö brauch' ich noch!". Am liebsten wäre ich an die Decke gegangen, aber ich konnte mich beherrschen. Ich nahm es hin, doch nur äußerlich, denn ich hatte mir ein Ziel gesetzt: Er MUSS da raus:!:
Er war vielleicht nicht das süßeste Kaninchen, aber das heißt noch lange nicht, dass er nicht auch ein schönes Zuhause verdient hat.
Meine Freundin schlug vor ihre Mutter zu fragen, denn immerhin wohnt ihre Schwester ja noch bei ihr und genau das tat sie dann auch. Und als ob ich auch einmal Glück haben sollte, sagte sie ich könne ihn gerne haben, da sich sowieso keiner um ihn schert. Ich war so glücklich, das ist unbeschreiblich.
Wenige Wochen vergingen und sobald meine Voliere fertig war wusste ich:
Jetzt ist der Zeitpunkt wo du ihn zu dir nehmen kannst!
Einige Tage später, nachdem sein Käfig für die Quarantäne(mit Auslauf, keine Sorge ^^) zu meiner besten Freundin gebracht wurde (von uns beiden xD), wir ihn eingeräumt hatten (mit meinem selbstgebauten Haus mit integrierter Heuraufe *stolz*), holten wir ihn sofort.
Er weigerte sich zuerst etwas, doch es war nur zu seinem Besten. Nach einer kurzen Busfahrt war er in seinem Zuhause für sechs Wochen.
Bei mir konnte er nicht unterkommen, da meine Kaninchen die gesamte Wohnung beanspruchen, außer ein Zimmer und meine Mutter erlaubt nicht überhaupt ein Kaninchen dort hinein zu lassen.
Wir ließen ihn in seinen Käfig und zu unserem Erstaunen war er auf einmal gar nicht mehr so träge und desinteressiert wie in seinem Käfig.:tier3:
Er fing sofort an alles zu erkunden und zu markieren. Ihr glaub nicht was DAS für ein schönes Gefühl war, am liebstzen hätte ich geweint vor Freude.
Jetzt ist er seit gestern bei meiner Freundin und er ist so aufgeweckt und neugierig und freut sich über jede Streicheleinheit die er bekommen kann.
Heute war erstmal Intensivpflege dran, was auch wirklich nötig war. Er sah ziemlich verwahrlost aus, aber gestern wollte ich ihn damit nicht mehr stressen. Seine Krallen waren unbeschreiblich lang und eine war sogar total verdreht, das tat bestimmt weh.:silence:
Also wurden heute Krallen geschnitten, doch das war das geringste Übel. Sein Fell war teilweise am Bauch und After total verfilzt und mit Kot verlebt. So gut es ging haben wir es rausgewaschen, doch einige hartnäckige Stellen mussten wir herausschneiden(keine Sorge das Kaninchen ist noch heile
). Erstaunlicherweise nahm der Kleine mir das überhaupt nicht übel.
Nur leider frisst er nicht ganz so viel, was mir ein bisschen Sorgen bereitet.
Aber Donnerstag geht es zum Tierarzt. Vorsorgeuntersuchung, allgemeiner Durchcheck und wenn alles gut ist gleich zur Kastration. Da es ein sehr erfahrener Tierarzt ist vertraue ich ihm voll und ganz und habe auch keinerlei Bedenken.:clap:
Ich hoffe alles läuft gut, ich melde mich wieder wenn es etwas neues gibt,:angel:
Liebe Grüße,
eine überglückliche Janine
Er ist ein schwarzer Löwenkopfwidder und sein Alter kann nur geschätzt werden, 7-8 Jahre.
Aber am besten erzähle ich die Geschichte von vorne:
In den Osterferien ging ich mit dem Hund der Schwester einer Freundin täglich Gassi, da diese im Urlaub war. Ich habe mich gefreut, da ich Hund über alles liebe und selber keinen halten kann. Ich wusste schon vorher, dass Tiere es bei ihnen nicht sonderlich gut hatten, weshalb ich auch immer den ganzen Tag mit dem Hund draußen blieb, so dass er sich einmal richtig austoben konnte. Angeblich war er ein sehr unruhiger Hund der nicht hört, doch er hat super gehört und ich konnte nicht verstehen was sie hatten, für mich war er ein perfekter Hund. Nach einer Woche habe ich ihn dann auch das erste Mal von der Leine gelassen und er hat immer noch gehört. :eusa_eh:
Aber nun zurück zu Pit. Ich wusste bis vor einigen Monaten nicht einmal, dass in diesem Haushalt überhaupt ein Kaninchen sein Zuhause hat, doch meine Freundin erzählte mir von dem Kaninchen ihrer Schwester und wie verwarlost es war und gehalten wurde.
Ich wusste genau, dass ich ihm zu diesem Zeitpunkt noch kein artgerechtes Zuhause bieten konnte, denn er müsste vorerst von meinen Kaninchen getrennt sein. Also musste ich ihn leider Gottes erstmal dort lassen, was mir jeden Tag aufs neue das Herz zerriss.:022:
Eine Beschreibung seines Lebens und seines Wohnraumes wäre denke ich ganz angebracht um mich zu verstehen.
Ein Stall draußen im Garten, wenn man das Stall nennen kann. 40cmx40cm, er konnte sich gerade so einmal um sich selbst drehen, wirklich schrecklich! Das Einstreu war nur milimeterdünn aufgetragen und Heu wäre ja purer Luxus gewesen, also auch nicht vorhanden, geschweige denn Trinkwasser, denn Kaninchen nehmen ja genug Wasser über die Nahrung auf:roll: *hust*.
Als Futter bekam er alte Brötchen und verschimmelten Kohl. Es klingt unglaublich, ist aber so, ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen.
Ist natürlich klar was meine ersten Maßnahmen waren. Brötchen & vergammelten Kohl raus und ab in den Mülleimer. In einer Tüte habe ich ihm dann am nächsten Tag Heu mitgebracht und ihn auch langsam an Frischfutter gewöhnt, was nicht schon uralt und vergammelt war. Das Heu hat er erst gar nicht angerührt, vielleicht weil er es nicht kannte. Eine Schale Trinkwasser habe ich ihm auch hineingehangen, doch auch das rührte er leider nicht an.
Meine Freundin hatte mir erzählt, dass ihre Schwester sich sowieso nicht um das Tier kümmert, obwohl sie mir das gar nicht hätte sagen brauchen, denn ich habe es gesehen. Ich bat sie ihre Schwester zu fragen und genau das tat sie.
Man sollte ja meinen mit 18 ist jemand schon reif, doch nicht sie! Wie ein Kind antwortete sie auf die Frage ob sie Pit abgeben würde, wenn sie sich eh nicht um ihn kümmert: "Nö brauch' ich noch!". Am liebsten wäre ich an die Decke gegangen, aber ich konnte mich beherrschen. Ich nahm es hin, doch nur äußerlich, denn ich hatte mir ein Ziel gesetzt: Er MUSS da raus:!:
Er war vielleicht nicht das süßeste Kaninchen, aber das heißt noch lange nicht, dass er nicht auch ein schönes Zuhause verdient hat.
Meine Freundin schlug vor ihre Mutter zu fragen, denn immerhin wohnt ihre Schwester ja noch bei ihr und genau das tat sie dann auch. Und als ob ich auch einmal Glück haben sollte, sagte sie ich könne ihn gerne haben, da sich sowieso keiner um ihn schert. Ich war so glücklich, das ist unbeschreiblich.
Wenige Wochen vergingen und sobald meine Voliere fertig war wusste ich:
Jetzt ist der Zeitpunkt wo du ihn zu dir nehmen kannst!
Einige Tage später, nachdem sein Käfig für die Quarantäne(mit Auslauf, keine Sorge ^^) zu meiner besten Freundin gebracht wurde (von uns beiden xD), wir ihn eingeräumt hatten (mit meinem selbstgebauten Haus mit integrierter Heuraufe *stolz*), holten wir ihn sofort.
Er weigerte sich zuerst etwas, doch es war nur zu seinem Besten. Nach einer kurzen Busfahrt war er in seinem Zuhause für sechs Wochen.
Bei mir konnte er nicht unterkommen, da meine Kaninchen die gesamte Wohnung beanspruchen, außer ein Zimmer und meine Mutter erlaubt nicht überhaupt ein Kaninchen dort hinein zu lassen.
Wir ließen ihn in seinen Käfig und zu unserem Erstaunen war er auf einmal gar nicht mehr so träge und desinteressiert wie in seinem Käfig.:tier3:
Er fing sofort an alles zu erkunden und zu markieren. Ihr glaub nicht was DAS für ein schönes Gefühl war, am liebstzen hätte ich geweint vor Freude.
Jetzt ist er seit gestern bei meiner Freundin und er ist so aufgeweckt und neugierig und freut sich über jede Streicheleinheit die er bekommen kann.
Heute war erstmal Intensivpflege dran, was auch wirklich nötig war. Er sah ziemlich verwahrlost aus, aber gestern wollte ich ihn damit nicht mehr stressen. Seine Krallen waren unbeschreiblich lang und eine war sogar total verdreht, das tat bestimmt weh.:silence:
Also wurden heute Krallen geschnitten, doch das war das geringste Übel. Sein Fell war teilweise am Bauch und After total verfilzt und mit Kot verlebt. So gut es ging haben wir es rausgewaschen, doch einige hartnäckige Stellen mussten wir herausschneiden(keine Sorge das Kaninchen ist noch heile
Nur leider frisst er nicht ganz so viel, was mir ein bisschen Sorgen bereitet.
Ich hoffe alles läuft gut, ich melde mich wieder wenn es etwas neues gibt,:angel:
Liebe Grüße,
eine überglückliche Janine