- Kreisarbeitsseminar am 30.05.10 Beitrag #1
DyingDream
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So...
Ich war ja gespannt, was da diesen Sonntag überhaupt auf mich zukommen würde.
Nun ja - Die Überschrift hört sich vermutlich interessanter an als das ich es beschreiben könnte. :uups:
Kreisarbeit = Wie sich die Kommunikation zwischen Mensch und Hund zu einem Kreis bildet.
Der Mensch führt die Aktion aus und der Hund die Reaktion. Ist es anders läuft irgendwas noch falsch.
Zudem war dann noch die Longenarbeit als weiterer Kreisarbeitspunkt dabei.
Gegen 8:30 Uhr war ich beim Hundeplatz. Noch schnell mit den Hunden einmal den Weg hoch und runter und dann auf den Platz.
Dort alle begrüßt und dann durften wir uns erst mal alle setzen.
O. (der das 'Seminar' führte) erzählte erst mal ganz allgemein mit einigen guten Beispielen etwas zur Kommunikation zwischen Hund und Mensch. In erster Linie sprach er natürlich auch so passende Beispiele an, wie das hier z.B.:
"Der tut nichts!" - Wie oft begegnen uns Hundehalter, die uns diesen Satz entgegenrufen, während ihr Hund auf uns zukommt?! Und mit der Aussage haben sie im Grunde genommen auch im weiteren Sinne auch recht - denn es bedeutet nicht mehr als: "Ich werde nichts tun. Mein Hund wird nicht kommen, wenn ich ihn rufe, also tue -ich- nichts."
Und eigentlich logisch. Kaum ein Hund von den 'Der tut nichts' würde wirklich abrufbar sein - und so tut eben der Hundeführer nichts, als seinen Hund machen zu lassen.
Oder auch dieses Beispiel:
"Die 'schicke' Leine."
Auch diese Situation wird uns allen irgendwie bekannt vor kommen. Ich forme da einfach mal sein direktes Erlebnis aus:
Wir stehen mit unserem Hund im Wald beim Parkplatz. Ein weiteres Auto kommt angefahren. Dort drin ein kleiner Hund, der uns schon lange gesehen und fixiert hat.
Frauchen steigt aus, bindet sich die wirklich schicke Leine um den Hals und geht zum Kofferraum.
Die Kofferraumtür geht auf und der kleine Waldi springt sofort raus ukommt laut bellend und knurrend auf uns zugerast. Frauchen ruft 'bellend' hinterher: "Waldi! Komm! Komm doch her! Waldi, Waldi, Waldi!" Klein Waldi hat uns inzwischen erreicht und schimpft uns böse an. Zum Glück hält er noch einen Sicherheitsabstand ein, denn mein Hund hätte sich sein 'Geschimpfe' nicht gefallen lassen.
Frauchen hat uns inzwischen erreicht und zieht Waldi hinter sich her, verschwindet in einer Kurve.
Ich warte noch, weil ich die nächste Situation schon vorausgesehen habe.
Klein Waldi kommt wieder wild kläffend angerannt, Frauchen rennt hinterher, beide schimpfen lauthals und es prallt alles auf mich.
Frauchen erreicht wieder ihren Waldi und geht mit stolz geschwellte Brust davon - ihren Waldi hat sie ja im Griff, denn sie hat ihn sogar zwei Mal zu sich zurück bekommen.
Ihr schicke Leine hat sie noch immer als modisches Accessoire um den Hals gebunden.
... Nun denn... Und so folgten noch weitere lustige und interessante Beispiele, von Fehlern in der Hundekommunikation.
Dazu machte er auf allgemeine Sachen aufmerksam, wie:
- Konsequente Erziehung bedeutet, dass wir von Anfang bis Ende unsere Kommandos durchsetzen müssen. Ausnahmen verwirren den Hund und machen uns als Hundeführer ebenso unverlässlich.
- 3 verschiedene Trainingsmethoden auf einmal funktionieren in den seltensten Fällen und man sollte zum einen bei einer bleiben und zum anderen auch seine ganz eigene für seinen Hund finden - denn was bei allen anderen Hunden funktioniert, muss beim eigenen deswegen noch lange nicht funktionieren.
- Wie oben schon mal geschrieben: Aktion - Reaktion. Sobald der Mensch auf seinen Hund reagieren muss, übernimmt der Hund die Führung.
- "In der Ruhe liegt die Kraft." Je ruhiger man selbst ist, desto ruhiger ist auch der Hund. Je mehr Pausen wir zwischen den einzelnen Kommandos machen, desto einfach wird es auch für den Hund diese auszuführen.
- "Kommandos nur bei Aufmerksamkeit" - Es lohnt sich nicht dem Hund ein Kommando zu sagen, wenn er seine Aufmerksamkeit überall hat - nur nicht bei uns. Also lieber den Hund erst mal auf uns aufmerksam machen als ein Kommando doppelt und dreifach zu sagen.
- Ohne Druck auf den Hund arbeitet es sich besser. Zum Beispiel kann der Hund nun das 'Sitz'. Wir entfernen uns und wollen, dass sich der Hund auch aus 3 Metern Entfernung hinsetzt. Stellen wir uns also jetzt in der Entfernung auf, sagen unser Sitz erst einmal und es funktioniert nicht, wiederholen wir unser Sitz meist in anderer Stimmlage oder gehen auf den Hund zu, um den Befehl zu wiederholen - dabei erzeugen wir schon wieder Druck auf den Hund. Besser wäre es, die Entfernung in kleinen Schritten aufzubauen. Falls es nicht klappt lieber 2 Schritte zurück gehen als mit den Druck ein Kommando durchzuführen.
- Belohnung - Wie kann man den Hund alles Loben. Ob nun mit Klicker, Stimme, Worte, Geräuschen, Futter, Spiel, etc. ... Vorteile und Nachteile von allem. ...
- Und so weiter eben...
Auf dem Platz machten wir dann die ersten Schritte für die Arbeit an der Longe mit unserem Hund.
Auch hier wurde auf die 'Ruhe' von uns geachtet.
Es ging also erst mal an den Kreis ran. Hund setzte sich. Warten. Wir machten die Schleppleine/Führleine ran und unsere Leine ab. Warten. Wir gingen in den Kreis. Warten.
Dann ging es mit einem "Go" los. Erst der Mensch dicht innerhalb des Kreises am Flatterband und der Hund außen. Sobald er schaute wurde er bestätigt. Sprang er in den Kreis, wurde er ruhig korrigiert und zurück auf die Außenseite des Kreises gebracht.
Erst ging es dann nur links rum, dann ging es mal mit einem Wechsel und dann rechts rum.
Danach wurde mal ein Sitz, Platz, Steh dazu noch eingebaut. Die Entfernung wurde nur langsam und je nach Hund gesteigert. Hunde die also noch häufig in den Kreis sprangen oder unaufmerksam am Boden langschnüffelten, blieben erst noch länger etwas dichter beim Hundeführer. Wobei auch hier sich der Hundeführer vom Hund entfernt und nicht umgekehrt. Bei Hunde die schon außen blieben und aufmerksam waren, konnten sich die Hundeführer auch schon weiter in die Mitte begeben.
Geendet hat es immer indem der Hund außen 'Sitz' machte. Warten. Zum Hund gehen. Warten. Leine wechseln. Warten. Und Hund ausspielen.
Belohnung erfolgt natürlich immer außerhalb des Kreises und innerhalb ist eine Tabuzone für den Hund.
Ist der Hund sicher kommt natürlich auch die Leine ab. Und im weiteren Sinne ist das Ziel die Longenarbeit auch ohne abgesteckten Kreis machen zu können.
Hindernisse oder weitere Kommandos kann man natürlich auch noch einbauen.
*blub*
--
In der Mittagspause machte ich dann noch einen Spaziergang mit 1 1/2 anderen. Die Halbe Person, weil sie auf halbem Weg schon wieder umgedreht hatte.
Nach der Mittagspause hatten wir noch eine kleine Dogdance-Vorführung - und hui, klappte -bei mir- auch alles sehr gut. *g*
--
Am Ende durfte Tacka dann noch mal wieder mit zwei Hunden spielen und eine hatte auch noch einen Kuchen mitgebracht.
Ja... *blub*
Ich fand das alles auf jeden Fall interessant und es wurde natürlich noch mehr erzählt und gemacht als ich jetzt beschrieben habe.
Gegen 16 Uhr war ich dann wieder zu Hause.
Da war ich noch knapp 2 Stunden draußen und habe Tacka und Pepsi von Fell befreit. *aaahhh* ... Tacka haarte schon wieder so entsetzlich mit ihrer ganzen dicken Unterwolle. ...und Pepsi wartete ja schon sei Wochen auf ihre 'Frühlingsfrisur'. Aber *hach* ... *schwärm* - das ist so ein extremer Unterschied bei Pepsi. Das lange struppelige, helle und graue Fell, was auch relativ rau ist und jetzt dieses so weiche Fell, was noch weicher ist als das von meinen Kaninchen und die meisten grauen Haare sind wieder raus und ihre braunen Stellen sind wieder so richtig schon kräftig und *aaahh* ...kann meine Finger im Moment kaum von ihr lassen, weil sie sich so schön weich-Kuschelig anfühlt. *lach* <3
Bli-Bla-Blub...
So viel also zu unserem Sonntag.
~§~
Ich war ja gespannt, was da diesen Sonntag überhaupt auf mich zukommen würde.
Nun ja - Die Überschrift hört sich vermutlich interessanter an als das ich es beschreiben könnte. :uups:
Kreisarbeit = Wie sich die Kommunikation zwischen Mensch und Hund zu einem Kreis bildet.
Der Mensch führt die Aktion aus und der Hund die Reaktion. Ist es anders läuft irgendwas noch falsch.
Zudem war dann noch die Longenarbeit als weiterer Kreisarbeitspunkt dabei.
Gegen 8:30 Uhr war ich beim Hundeplatz. Noch schnell mit den Hunden einmal den Weg hoch und runter und dann auf den Platz.
Dort alle begrüßt und dann durften wir uns erst mal alle setzen.
O. (der das 'Seminar' führte) erzählte erst mal ganz allgemein mit einigen guten Beispielen etwas zur Kommunikation zwischen Hund und Mensch. In erster Linie sprach er natürlich auch so passende Beispiele an, wie das hier z.B.:
"Der tut nichts!" - Wie oft begegnen uns Hundehalter, die uns diesen Satz entgegenrufen, während ihr Hund auf uns zukommt?! Und mit der Aussage haben sie im Grunde genommen auch im weiteren Sinne auch recht - denn es bedeutet nicht mehr als: "Ich werde nichts tun. Mein Hund wird nicht kommen, wenn ich ihn rufe, also tue -ich- nichts."
Und eigentlich logisch. Kaum ein Hund von den 'Der tut nichts' würde wirklich abrufbar sein - und so tut eben der Hundeführer nichts, als seinen Hund machen zu lassen.
Oder auch dieses Beispiel:
"Die 'schicke' Leine."
Auch diese Situation wird uns allen irgendwie bekannt vor kommen. Ich forme da einfach mal sein direktes Erlebnis aus:
Wir stehen mit unserem Hund im Wald beim Parkplatz. Ein weiteres Auto kommt angefahren. Dort drin ein kleiner Hund, der uns schon lange gesehen und fixiert hat.
Frauchen steigt aus, bindet sich die wirklich schicke Leine um den Hals und geht zum Kofferraum.
Die Kofferraumtür geht auf und der kleine Waldi springt sofort raus ukommt laut bellend und knurrend auf uns zugerast. Frauchen ruft 'bellend' hinterher: "Waldi! Komm! Komm doch her! Waldi, Waldi, Waldi!" Klein Waldi hat uns inzwischen erreicht und schimpft uns böse an. Zum Glück hält er noch einen Sicherheitsabstand ein, denn mein Hund hätte sich sein 'Geschimpfe' nicht gefallen lassen.
Frauchen hat uns inzwischen erreicht und zieht Waldi hinter sich her, verschwindet in einer Kurve.
Ich warte noch, weil ich die nächste Situation schon vorausgesehen habe.
Klein Waldi kommt wieder wild kläffend angerannt, Frauchen rennt hinterher, beide schimpfen lauthals und es prallt alles auf mich.
Frauchen erreicht wieder ihren Waldi und geht mit stolz geschwellte Brust davon - ihren Waldi hat sie ja im Griff, denn sie hat ihn sogar zwei Mal zu sich zurück bekommen.
Ihr schicke Leine hat sie noch immer als modisches Accessoire um den Hals gebunden.
... Nun denn... Und so folgten noch weitere lustige und interessante Beispiele, von Fehlern in der Hundekommunikation.
Dazu machte er auf allgemeine Sachen aufmerksam, wie:
- Konsequente Erziehung bedeutet, dass wir von Anfang bis Ende unsere Kommandos durchsetzen müssen. Ausnahmen verwirren den Hund und machen uns als Hundeführer ebenso unverlässlich.
- 3 verschiedene Trainingsmethoden auf einmal funktionieren in den seltensten Fällen und man sollte zum einen bei einer bleiben und zum anderen auch seine ganz eigene für seinen Hund finden - denn was bei allen anderen Hunden funktioniert, muss beim eigenen deswegen noch lange nicht funktionieren.
- Wie oben schon mal geschrieben: Aktion - Reaktion. Sobald der Mensch auf seinen Hund reagieren muss, übernimmt der Hund die Führung.
- "In der Ruhe liegt die Kraft." Je ruhiger man selbst ist, desto ruhiger ist auch der Hund. Je mehr Pausen wir zwischen den einzelnen Kommandos machen, desto einfach wird es auch für den Hund diese auszuführen.
- "Kommandos nur bei Aufmerksamkeit" - Es lohnt sich nicht dem Hund ein Kommando zu sagen, wenn er seine Aufmerksamkeit überall hat - nur nicht bei uns. Also lieber den Hund erst mal auf uns aufmerksam machen als ein Kommando doppelt und dreifach zu sagen.
- Ohne Druck auf den Hund arbeitet es sich besser. Zum Beispiel kann der Hund nun das 'Sitz'. Wir entfernen uns und wollen, dass sich der Hund auch aus 3 Metern Entfernung hinsetzt. Stellen wir uns also jetzt in der Entfernung auf, sagen unser Sitz erst einmal und es funktioniert nicht, wiederholen wir unser Sitz meist in anderer Stimmlage oder gehen auf den Hund zu, um den Befehl zu wiederholen - dabei erzeugen wir schon wieder Druck auf den Hund. Besser wäre es, die Entfernung in kleinen Schritten aufzubauen. Falls es nicht klappt lieber 2 Schritte zurück gehen als mit den Druck ein Kommando durchzuführen.
- Belohnung - Wie kann man den Hund alles Loben. Ob nun mit Klicker, Stimme, Worte, Geräuschen, Futter, Spiel, etc. ... Vorteile und Nachteile von allem. ...
- Und so weiter eben...
Auf dem Platz machten wir dann die ersten Schritte für die Arbeit an der Longe mit unserem Hund.
Auch hier wurde auf die 'Ruhe' von uns geachtet.
Es ging also erst mal an den Kreis ran. Hund setzte sich. Warten. Wir machten die Schleppleine/Führleine ran und unsere Leine ab. Warten. Wir gingen in den Kreis. Warten.
Dann ging es mit einem "Go" los. Erst der Mensch dicht innerhalb des Kreises am Flatterband und der Hund außen. Sobald er schaute wurde er bestätigt. Sprang er in den Kreis, wurde er ruhig korrigiert und zurück auf die Außenseite des Kreises gebracht.
Erst ging es dann nur links rum, dann ging es mal mit einem Wechsel und dann rechts rum.
Danach wurde mal ein Sitz, Platz, Steh dazu noch eingebaut. Die Entfernung wurde nur langsam und je nach Hund gesteigert. Hunde die also noch häufig in den Kreis sprangen oder unaufmerksam am Boden langschnüffelten, blieben erst noch länger etwas dichter beim Hundeführer. Wobei auch hier sich der Hundeführer vom Hund entfernt und nicht umgekehrt. Bei Hunde die schon außen blieben und aufmerksam waren, konnten sich die Hundeführer auch schon weiter in die Mitte begeben.
Geendet hat es immer indem der Hund außen 'Sitz' machte. Warten. Zum Hund gehen. Warten. Leine wechseln. Warten. Und Hund ausspielen.
Belohnung erfolgt natürlich immer außerhalb des Kreises und innerhalb ist eine Tabuzone für den Hund.
Ist der Hund sicher kommt natürlich auch die Leine ab. Und im weiteren Sinne ist das Ziel die Longenarbeit auch ohne abgesteckten Kreis machen zu können.
Hindernisse oder weitere Kommandos kann man natürlich auch noch einbauen.
*blub*
--
In der Mittagspause machte ich dann noch einen Spaziergang mit 1 1/2 anderen. Die Halbe Person, weil sie auf halbem Weg schon wieder umgedreht hatte.
Nach der Mittagspause hatten wir noch eine kleine Dogdance-Vorführung - und hui, klappte -bei mir- auch alles sehr gut. *g*
--
Am Ende durfte Tacka dann noch mal wieder mit zwei Hunden spielen und eine hatte auch noch einen Kuchen mitgebracht.
Ja... *blub*
Ich fand das alles auf jeden Fall interessant und es wurde natürlich noch mehr erzählt und gemacht als ich jetzt beschrieben habe.
Gegen 16 Uhr war ich dann wieder zu Hause.
Da war ich noch knapp 2 Stunden draußen und habe Tacka und Pepsi von Fell befreit. *aaahhh* ... Tacka haarte schon wieder so entsetzlich mit ihrer ganzen dicken Unterwolle. ...und Pepsi wartete ja schon sei Wochen auf ihre 'Frühlingsfrisur'. Aber *hach* ... *schwärm* - das ist so ein extremer Unterschied bei Pepsi. Das lange struppelige, helle und graue Fell, was auch relativ rau ist und jetzt dieses so weiche Fell, was noch weicher ist als das von meinen Kaninchen und die meisten grauen Haare sind wieder raus und ihre braunen Stellen sind wieder so richtig schon kräftig und *aaahh* ...kann meine Finger im Moment kaum von ihr lassen, weil sie sich so schön weich-Kuschelig anfühlt. *lach* <3
Bli-Bla-Blub...
So viel also zu unserem Sonntag.
~§~