doch Allergie!

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hadschihalef

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Baby und Mama sind fit!
Sie werden ab und zu gewogen, nehmen zu, lassen sich bereitwillig knuddeln.
Nach wie vor wohnen sie in der Altpapierkiste in der Küche, in der sie auch geworfen wurden.
Auch wir halten und hier große Teile des Tages auf und nach einiger Zeit zeigt sich das Befürchtete: unsere jüngere Tochter zeigt allergische Atembeschwerden. Besonders in Ruhephasen pfeift sie wie ein alter Wasserhahn, bei körperlicher Belastung kriegt sie Probleme, sie kann bald nicht mal mehr einen schnellen Schritt gehen, ihre sportlichen Leistungen knicken ein. Ich sehe schon unsere kleine Familie in irgendein Tierheim ausquartiert, was ich auf keinen Fall will, aber mir fällt im Moment keine kluge Lösung ein. Wenn wir einen Arzt konsultieren, wir der uns als Erstes raten, den Allergieauslöser zu entfernen....diese Antwort können wir uns auch selbst geben. Ich, die ich der Hausarbeit gewöhnlich aus dem Weg gehe, wische und sauge jeden Tag, um keinem Katzenhaar auch nur eine Chance zu geben. Mutter und Kinder werden aus der Küche in eine stillgelegte Dusche ausquartiert (ist sowieso gemütlicher weil ruhiger), der Katzenkontakt wird für unsere Tochter reduziert. Mein Mann, der auf der Suche nach den richtigen Präparaten oft einen guten Riecher hat, findet in der Versandapo Chromohexal Inhalat, das wir bestellen, das aber eine gewisse Vorlaufzeit braucht. Geduldig beginnen wir mit der Behandlung.....und freuen uns wie verrückt, als eine Besserung eintritt! Gottseidank!!

Inzwischen haben die Zwerge längst ihre Augen geöffnet, hin und wieder ist mal eines ein bisschen verklebt, Tapsi betreibt aber eine gute Augenpflege und nach einem Tag ist dies meist erledigt.

Der Rand der Duschwanne ist irgendwann kein Hinderungsgrund mehr, die Kleinen möchten schon auf Expedition gehen...Spot und Laila haben den meisten Tatendrang, sie klettern über den Rand und stürzen sich kopfüber nach draußen....aua!
Da wir noch nicht möchten, dass die Zwerge unkontrolliert durch die Gegend krabbeln (ab und zu setzen wir sie mal auf den Teppich und sie dürfen ihre Ausdauer testen. Spirit und Captain Jack wollen gleich zurück zu Mama, Laila ist ein bisschen mutiger und guckt ein wenig herum.
Zur Sicherheit bauen wir ein Brett vor den Duschausgang, dies hält aber nicht lange vor, so dass wir doch irgendwann den Freigang gewähren müssen.
Tapsis Versuche, ihre Familie in irgendwelche Ecken, hinter alte Öfen usw. auszuquartieren, ersticken wir im Keim.....ich brauch' das nicht, dass sie hinter Schränke kriechen und uns in die Ecken pieseln...:D
Stattdessen finden sie bald unsere kleinen Babyklos und machen's schön der Mutter nach.

Irgendwann trauen sie sich auch an das von uns liebevoll ausgesuchte Nassfutter. Schmusy mit Thunfisch vom Finger ablecken ist schon was Feines! Scot und Captain Jack sind die ersten, die nennenswerte Mengen zu sich nehmen, Spirit und Laila folgen und Bossi mäkelt rum....nuckelt lieber bei Mama. Ich bin sehr erstaunt, als Tapsi die ihr zugeteilten Hühnerherzen an die Zwerge verteilt, die auch tapfer kauen (da sind sie so zwischen 6 und 7 Wochen alt). Zwar finde ich immer noch Reste hinter der Altpapierkiste aber insgesamt sind die Herzen der Hit und ich gebe gerne großzügig davon. Man hört richtig das Knatschen, wenn die kleinen Zähne in das fest Muskelfleisch eindringen. Spätestens jetzt kann man sich vorstellen, dass dies der Zahnpflege dient.

Tapsi hat sich angewöhnt, die Milchbar, die trotz des leckeren Futters weiterhin geöffnet bleibt, immer mal wieder woanders hin zu verlegen:
- mitten in den Flur
- auf ein abgelegtes Stuhlkissen von IKEA
- auf den obersten Treppenabsatz voll im Durchgangsverkehr
- auf einen Küchenstuhl

Wo auch immer sie im Weg rumliegt, sie zeigt ihren Standort durch ein heimeliges Gurren an, damit wir beizeiten drum herum laufen können...auch nachts, immer zuverlässig!

Das Wetter ist warm und sonnig, so lasse ich jetzt einmal öfter die Haustür auf, damit die Kleinen ihre Nasen in die frische Luft halten können. Ganz vorsichtig erkunden sie das überschaubare Terrain, der Bereich vor der Haustür ist abgeteilt und überschaubar, wir positionieren uns trotzdem an drei verschiedenen Ecken, damit uns niemand entwischt. Mein kleiner Minigarten wird zum Abenteuerspielplatz, viele aufrechte Pflanzen findet man in dieser Zeit nicht mehr....macht nix! Ihnen beim Toben zuzusehen, ist eine Schau!

Jetzt ist es langsam an der Zeit, sich nach neuen Familien für unsere Zwerge umzusehen. Unsere Nachbarn eine Straße höher wollten nach längerer Zeit mal wieder eine Katze, eine Freundin von uns möchten ihren drei Mädels den Gefallen tun und auf diese Weise ihre eigenen Ängste vor allem was Fell hat, bearbeiten.
Eine Kollegin von mir möchte zwei, deren kleine Nachbarin meldet sich irgendwann per eMail und will auch ganz unbedingt!
Angesichts der Tatsache, dass ich alle fünf auf keinen Fall behalten kann, stelle ich an die Halter nicht so hohe Ansprüche, auch Schutzverträge habe ich nicht in Betracht gezogen. Allerdings kennt man sich gut und wir werden weiterhin miteinander in Kontakt sein, so dass ich wissen werde, wie es unseren Zwergen geht. Sie sind zeitgerecht geimpft, entwurmt, tierärztlich untersucht, gut genährt und haben im Familienverbund Benimm gelernt.
Ich bin zufrieden mit uns.

Wegelagerei ist nun bei uns an der Tagesordnung. Wo man geht und steht, wir man überfallen, auch gegenseitig ersparen sie sich nichts. Immer aus dem Hinterhalt und dann volles Mett...auf ihn/sie mit Gebrüll....oder eher leise aber mit wilder Entschlossenheit. Nicht selten klettern sie uns am Hosenbein hoch bis auf die Schulter....echte Kletterkünstler sind sie und auch die Schränke sind vor ihnen nicht sicher.
Laila hat sich angewöhnt, die Fliegen in der Küche auf der Fensterbank zu fangen...sie macht das toll! Ohne viel Anstrengung! Nur aufsammeln muss ich die Leichen hinterher selber - das nennt man Arbeitsteilung.
Wo ich am Anfang noch genau das Rückenmuster ansehen musste, um sie unterscheiden zu können, erkenne ich sie jetzt schon im Vorbeiflitzen, wir sind zusammengewachsen.
 
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