Auf den Hund gekommen

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JoyHaily

JoyHaily

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Anno 1997: Der Wunsch muss kämpfen
Dies war das Jahre in dem ich begann mich mit zarten 9 Jahren für Hunde stärker zu interessieren.
Stärker bedeutete: Ich wollte einen Hund und zwar so schnell wie möglich! Das "die blöden Eltern" das einem Kind natürlich nicht gleich mit Freudenstränen in den Augen erfüllen, ist klar.
Klar ist auch das ich mich erst beweisen musste. Beweisen heißt in meinem Falle, dass ich an die 20 Hundebücher studiert habe (Rasse, Erziehung, Verhalten, Wölfel, Spiele etc.), dass ich angefange habe mit allen Hunden aus der Nachbarschaft spazieren zu gehen, dass ich Geburtshelfer und Aufzugshelfer von 3 Yorkshire-Shih-Tzu-Welpen war (Bubi, Püppi und Krümel), zwei davon dann erzogen habe und das ich Stammkunde beim Fressnapf war und mir schonmal alles geholt habe, was man später mal brauchen könnte.
Wie man sieht, ehrgeizig bin ich und lasse nicht unversucht um mein Ziel zu erreichen.
Knappe 3 Jahr hielt ich das durch.

Wie ich schließlich zu meinem eigenen kam?

Anno 2000:Er zieht ein

Nun ja ich muss sagen, dass ich gut im überrumpeln bin. Das habe ich schon als Baby geübt und im Kleinkindalter perfektioniert.
Eines Tages gingen meine Mutter und ich zum Fressnapf um für unsere Katzen Streu zu holen. Natürlich wurde der Gang durch den Laden unauffällig von der nun schon 12 Jährigen manipuliert. Dort wurde die Mutter sanft nach rechts geschoben, da wieder bissl nach links, dann noch vorne und huch? Na wie kommen wir denn hier hin?
Die Pinnwand mit den Hundeanzeigen.
Was für ein Zufall, dass an diesem Tag eine Anzeige hing:

"Süße, reinrassige Jack Russel Terrier Welpen aus geprüfter Zucht zu verkaufen."

Darunter die Bilder der 4 Goldstücke.
Na wie kanns anders sein, die 11-Jährige schlug vor nur mal vorbei zu schauen.

Gesagt. Getan. Paar Wochen später erhielt ich dann meinen ersten kleinen Hund nur für mich alleine!
Eigentlich erwartet man nun, dass ich vor Freude in die Luft gesprungen bin oder?
Bin ich auch! Allerdings habe ich schrecklich geweint, als wir dann meinen kleinen Welpen vom Züchtern holten.
Es war ja auch gemeint! Der Winzkerl zitterte vor Angst, Kälte (es war Mitte November) und Aufregung.
Nachdem ich aber sah, dass der kleinen "Archie von Walddorf" (wir nennen ihn Shiloh...) unbekümmert in seinem neuen Zuhause rumstapste und dort und hier mal schnupperte und pinkelte, war der Schreck vorbei und der Spaß fing an.

Allerdings. Der Spaß fing an. Die ersten Wochen kann ich sagen, war das schrecklichste was ich jemals erlebt habe. Unser Kleiner litt schwer an Durchfall und machte unseren Teppich völlig zunichte. Denn auch wenn er meinte, dass braune Flecken super auf einem beigen Teppich aussehen, wir waren nicht der Meinung. Also wurde kurzerhand das ganze Zimmer über Nacht mit einer Plane ausgelegt.
Schön war nun, dass man jedesmal wie eine Eins im Bett saß wenn der Kleine Shiloh der Meinung war, dass er um halb drei Uhr morgens nun unbedingt mit der so toll spielenden Plane spielen musste.

Machen wir einen weiteren Sprung. Der Kleine Shiloh hat das Welpenalter verlassen und ist nun zu einem stattlichen Junghund geworden. Frech wie Oskar, aber gelehrig wie ein Streber.
Nun kam er täglich zu den zwei Stunden Ausritten zu Pferd mit und lief auch nach 3 Stunden noch weit vorraus von wegen: "Könnt ihr mal schneller machen? Mir schlafen schon die Füße ein!"
Danach wurde eine halbe Stunde geschlafen und dann der Ball gesucht, denn man den ganzen Tag schon nicht gesehen hatte. Dazu wachte er schlagartig aus seinem Koma-Schlaf auf, rannte zu seinem Spielzeugkorb und zerrte unsanft seinen Ball heraus. Schließlich wurde dieser vor die Füße des Menschen geworfen, der gerade am nähsten war und dann erwartungsvoll und mit wedelden Schwanz in das Gesicht geguckt.

Natürlich kann man so einer niedlichen Aufforderung nicht stand halten. Mein Gott, ist der süüüüüüüüüüüüüüüüß.

So hatten wir am Ende seines 3. Lebensjahres nicht nur einen Bodybuilder, Langstreckenläufer, Aufforderer, sondern auch einen Balljunkie.
Immerhin war er anders als sie meisten Jack Russel Terrier: nämlich relativ ausgelastet, ruhig, erzogen und Hundefreundlich.

Anno 2005: Dobermannwunsch
Etwa in diesem Jahr keimte der Wunsch in meinem Kopf auf, einen weiteren Hund dazu zu holen. Ich wusste das Shiloh gut mit anderen Hunden auskam. Ich nahm immer noch fremde Hund zur Auslastung mit auf meine langen Spaziergänge.
Schon bevor ich Shiloh hatte schwärmte ich für den Dobermann, aber erst in diesem Jahr, war der Fanatistmus stärker geworden.
Wieso? Keine Ahnung. War halt so.
Alllerdings kam mir das blöde Abi und danach schließlich die blöde Ausbildung in die Quere.
Also musste ich warten bis ich Zeit, Reife und Geld dafür hatte.

Anno 2009: Infos sammeln

Nächstes Jahr sollte ich fertig werden mit meiner Ausbildung und da könnte ich mir endlich meinen heiß ersehnten Wunsch erfüllen.
Ich guckte mit mehrere Züchter an und machte den besten aus. Dort wollte ich meinen Hund holen.
Das sollte, das war auch schon immer klar, ein Dobermannweibchen namens Joy werden.
Ich suchte und fand einen Züchter der mir absolut zusagte.

Anno 2010: Sie kommt auf die Welt
Zack! Ein halbes Jahr später wurde ich dann informiert, dass die Hündin trächtig sei. Weitere qualvolle 63 Tage später, kamen dann unglaubliche 15 Welpen auf die Welt.
Ich war fast genauso aufgeregt, als würde ICH ein Kind bekommen.
Aber die Qual ging weiter, zwischen meinen Abschlussarbeiten fuhr ich mehrmals 220 km zu meinem Welpen um diesen zu besuchen.
Langsam aber sicher konnte man einen Veränderung feststellen: aus den kullernden Würsten, wurden stauchelnde Klößchen, dann tapsige hundeförmige Wesen und schließlich was man gar nicht mehr gedacht hatte, wirkliche Welpen!

Anno 19.06.2010:Sie kommt
DAS war der beste Tag in meinem Leben.
Bis jetzt zumindest. Bestimmt hat man den Satz schon öfter gesagt und nie so gemeint. Aber ich werde mich immer daran erinnern, wie ich sie zusammen mit meinem Freund nach Hause gefahren habe.
Es war einfach der Hammer wie lieb sie war.
Sie schlief die ganzen zwei Stunden im Auto druch und machete in den ersten zwei Tagen auch nicht in die Wohnung. Ließ die Katzen in Ruhe, akzeptierte ihr Körbchen sofort und bedrängte Shiloh auch nicht.
Da ich es so nicht erwartet habe, war ich überwältigt, sprachlos.

Doch man weiß ja das nicht so ist wie es scheint.
Nein, ich habe jetzt keine Schocknachricht.
Aber ich denke es wird nicht so idyllisch bleiben. Ich werde es sehen und ich bin schon so gespannt es zu erleben!
Öfter werde ich mit ihr streiten oder auseinandersetzungen haben. Wenn das nicht der Fall ist? Nun gut, dann ist gut, aber ich werde auch ein klein bisschen entäuscht sein ;)
 
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