- Mäuse? Ratten? Katzen? Welche Tierart ist die beste? Beitrag #1
seven
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Hallo Ihr Lieben,
hab´ ja wirklich schon lange keinen Blog-Eintrag mehr verfasst und fürchte, dieser hier wird etwas länger
Wie viele von Euch wissen, sind wir seit ca. einem Jahr stolze Dosenöffner für zunächst zwei, seit Juni diesen Jahres für vier Katzen.
Zuvor hatten wir von 08/2005 bis 04/2008 insgesamt 31 Farbmäuse und von 06/2007 bis 10/2008 insgesamt 4 Ratten.
Leider scheiterte die Mäuse- und Rattenhaltung an meiner bescheuerten Allergie, die sich bereits im Herbst 2006 bemerkbar machte und dann leider nicht nur die Mäuse, sondern eben auch die Ratten betraf.
Ich mochte schon als Kind Mäuse und Katzen, hatte aber nie Tiere; die Mäuse waren quasi meine ersten Haustiere, mit denen ich Erfahrung sammeln konnte. Im Tierheim über die arme Einzelratte Chiqui gestolpert, habe ich mich aber auch sofort in die Ratten verliebt.
Am liebsten würde ich weiterhin Mäuse und Ratten halten, aber wegen der Allergie geht das leider nicht
Unsere Katzen sind einfach wundervoll, und dennoch vermisse ich ganz doll die Mäuschen und noch mehr die Ratten...
Daher wollte ich einfach mal meine Gedanken zu dem Thema hier niederlegen, denn mich plagte längere Zeit schon ein schlechtes Gewissen, dass ich die Mäuse und Ratten "einfach" durch Katzen ersetze.
Aber so ist es ja nicht. Die Mäuse und Ratten durften, so lange es ging, bei uns bleiben. Ich habe ein Jahr lang im Schlafzimmer gewohnt, und wir haben die letzten verbliebenen Tiere erst zu einem späten Zeitpunkt weggegeben - aber zum Glück niemanden alleine, und zum Glück allesamt in sehr liebevolle Hände...
Im Nachhinein muss ich sagen - so sehr ich die Mäuschen und die Ratten vermisse, so war es doch auch eine anstrengende Zeit. Mit unserer zeitweise 24köpfigen Farbmausrasselbande waren wir fast ein Jahr lang wöchentlich beim Tierarzt, haben jeden Monat mindestens eine Maus einschläfern lassen müssen oder tot im Käfig gefunden, einmal waren es sogar gleich fünf auf einen Streich, die ihren letzten Gang antreten mussten - da war sogar die TÄ ganz bestürzt....
Auch bei den Ratten war die Lebenserwartung ja leider sehr kurz, unser Zoom hat die Tumor-OP nicht überlebt, und dieser ständige Umgang mit Krankheit und Tod ist doch sehr kräftezehrend. Um jedes Tier habe ich geheult wie ein Schlosshund - bei einigen (Seven, Kami, Chiqui) war es ganz extrem, bei anderen weniger - aber es war jedes Mal sehr traurig...
Nun haben wir die Katzen... Ich finde es toll, dass man sie nicht in Käfigen halten muss, sondern dass sie sich frei in der Wohnung bewegen können, mit Katzenklappe auch die Terrasse jederzeit nutzen können. Und sie dürfen in unserer Wohnung wirklich alles nutzen, sie dürfen auch auf die Tische, Schränke, Arbeitsplatten. Sie haben hier ganz viele Freiheiten, die sie auch nutzen (und als Dank verschonen sie unsere Tapeten, machen nix kaputt und sind überhaupt - bis auf gelegentliche Streitereien - sehr brav
.)
Um ehrlich zu sein, genieße ich es, nicht mehr jede Woche bei der TÄ auf der Matte zu stehen, nicht mehr mindestens einmal im Monat von einem geliebten Tier Abschied nehmen zu müssen, die Tiere nicht hinter Gitter sperren zu müssen und ihnen nur zu bestimmten Zeiten erlauben zu können, zwischen unseren Füßen herumzuwuseln...
(Klar, in der Wohnung bzw. mit Terrasse sind die Katzen immer noch irgendwie "eingesperrt" - aber das ist was anderes, als sie in so einem Gitterkäfig zu sehen, und sei er noch so groß....)
Ich weiß noch nicht, wie das einmal sein wird, wenn eine unserer Katzen über die Regenbogenbrücke gehen wird.... ich denke, je länger man ein Tier hat, umso intensiver ist auch die Bindung - wie gesagt, ich habe auch bei Sosyal, der Maus, die nur 2 Monate bei uns leben durfte, Rotz und Wasser geheult - aber der Schmerz vergeht irgendwie schneller.... Trotzdem bleiben sie natürlich unvergessen, und ich weiß immer noch genau, welche Maus welche Eigenarten hatte
Wenn ich mir jetzt aber vorstelle, dass ich 10 oder 15 Jahre mit einem Tier verbringe, und muss mich dann verabschieden.... nein, ich mag noch nicht dran denken....
Joar - und was soll der Sermon jetzt?
Ich wollt´s mir eigentlich einfach nur mal von der Seele schreiben... Ich freue mich, dass wir zwei Streunerbabies und zwei ausgesetzte TH-Fundtiere hier beherbergen, ich hätte auch gern wieder Mäuse und/oder Ratten (lieber noch Ratten
) - aber es soll ja leider nicht sein....
Etwas konfuse Grüße,
seven
hab´ ja wirklich schon lange keinen Blog-Eintrag mehr verfasst und fürchte, dieser hier wird etwas länger
Wie viele von Euch wissen, sind wir seit ca. einem Jahr stolze Dosenöffner für zunächst zwei, seit Juni diesen Jahres für vier Katzen.
Zuvor hatten wir von 08/2005 bis 04/2008 insgesamt 31 Farbmäuse und von 06/2007 bis 10/2008 insgesamt 4 Ratten.
Leider scheiterte die Mäuse- und Rattenhaltung an meiner bescheuerten Allergie, die sich bereits im Herbst 2006 bemerkbar machte und dann leider nicht nur die Mäuse, sondern eben auch die Ratten betraf.
Ich mochte schon als Kind Mäuse und Katzen, hatte aber nie Tiere; die Mäuse waren quasi meine ersten Haustiere, mit denen ich Erfahrung sammeln konnte. Im Tierheim über die arme Einzelratte Chiqui gestolpert, habe ich mich aber auch sofort in die Ratten verliebt.
Am liebsten würde ich weiterhin Mäuse und Ratten halten, aber wegen der Allergie geht das leider nicht
Unsere Katzen sind einfach wundervoll, und dennoch vermisse ich ganz doll die Mäuschen und noch mehr die Ratten...
Daher wollte ich einfach mal meine Gedanken zu dem Thema hier niederlegen, denn mich plagte längere Zeit schon ein schlechtes Gewissen, dass ich die Mäuse und Ratten "einfach" durch Katzen ersetze.
Aber so ist es ja nicht. Die Mäuse und Ratten durften, so lange es ging, bei uns bleiben. Ich habe ein Jahr lang im Schlafzimmer gewohnt, und wir haben die letzten verbliebenen Tiere erst zu einem späten Zeitpunkt weggegeben - aber zum Glück niemanden alleine, und zum Glück allesamt in sehr liebevolle Hände...
Im Nachhinein muss ich sagen - so sehr ich die Mäuschen und die Ratten vermisse, so war es doch auch eine anstrengende Zeit. Mit unserer zeitweise 24köpfigen Farbmausrasselbande waren wir fast ein Jahr lang wöchentlich beim Tierarzt, haben jeden Monat mindestens eine Maus einschläfern lassen müssen oder tot im Käfig gefunden, einmal waren es sogar gleich fünf auf einen Streich, die ihren letzten Gang antreten mussten - da war sogar die TÄ ganz bestürzt....
Auch bei den Ratten war die Lebenserwartung ja leider sehr kurz, unser Zoom hat die Tumor-OP nicht überlebt, und dieser ständige Umgang mit Krankheit und Tod ist doch sehr kräftezehrend. Um jedes Tier habe ich geheult wie ein Schlosshund - bei einigen (Seven, Kami, Chiqui) war es ganz extrem, bei anderen weniger - aber es war jedes Mal sehr traurig...
Nun haben wir die Katzen... Ich finde es toll, dass man sie nicht in Käfigen halten muss, sondern dass sie sich frei in der Wohnung bewegen können, mit Katzenklappe auch die Terrasse jederzeit nutzen können. Und sie dürfen in unserer Wohnung wirklich alles nutzen, sie dürfen auch auf die Tische, Schränke, Arbeitsplatten. Sie haben hier ganz viele Freiheiten, die sie auch nutzen (und als Dank verschonen sie unsere Tapeten, machen nix kaputt und sind überhaupt - bis auf gelegentliche Streitereien - sehr brav
Um ehrlich zu sein, genieße ich es, nicht mehr jede Woche bei der TÄ auf der Matte zu stehen, nicht mehr mindestens einmal im Monat von einem geliebten Tier Abschied nehmen zu müssen, die Tiere nicht hinter Gitter sperren zu müssen und ihnen nur zu bestimmten Zeiten erlauben zu können, zwischen unseren Füßen herumzuwuseln...
(Klar, in der Wohnung bzw. mit Terrasse sind die Katzen immer noch irgendwie "eingesperrt" - aber das ist was anderes, als sie in so einem Gitterkäfig zu sehen, und sei er noch so groß....)
Ich weiß noch nicht, wie das einmal sein wird, wenn eine unserer Katzen über die Regenbogenbrücke gehen wird.... ich denke, je länger man ein Tier hat, umso intensiver ist auch die Bindung - wie gesagt, ich habe auch bei Sosyal, der Maus, die nur 2 Monate bei uns leben durfte, Rotz und Wasser geheult - aber der Schmerz vergeht irgendwie schneller.... Trotzdem bleiben sie natürlich unvergessen, und ich weiß immer noch genau, welche Maus welche Eigenarten hatte
Joar - und was soll der Sermon jetzt?
Ich wollt´s mir eigentlich einfach nur mal von der Seele schreiben... Ich freue mich, dass wir zwei Streunerbabies und zwei ausgesetzte TH-Fundtiere hier beherbergen, ich hätte auch gern wieder Mäuse und/oder Ratten (lieber noch Ratten
Etwas konfuse Grüße,
seven