- Ein Hype und MEINE Gedanken dazu! Beitrag #1
Fini
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Er ist EINE Rasse von mehr als 350 anerkannten, eine Rasse von vielen Hütehunden, eine Rasse die vor allem äusserlich viele Menschen anspricht (bunt, mittelgross usw.). Ja ich kann es ja verstehen, aber warum ist dieser optische Punkt meistens so viel wichtiger als alles andere?
Wollen tatsächlich plötzlich alle Menschen einen arbeitswütigen, extrem temperamentvollen, teilweise auch selbstständig arbeitenden Hund, der sich auf einem Grad zwischen Genie und Wahnsinn bewegt? Ernsthaft? Oder glaubt man das nur, weil man sich zwingend und auf biegen und brechen seinen Traum erfüllen will? Dann soll es plötzlich nur einer in blue oder red merle sein..
Ich habe schon einige Welpen- und Junghunde-, sowie Theoriekurse durchgeführt und dort mit sehr vielen zukünftigen Hundehaltern gesprochen, irgendwie kann ich mich nicht erinnern, dass besonders viele einen sportlichen Arbeitshund wollten, als ich sie fragte was sie sich vorstellten. Der überwiegende Teil wollten einen tollen, verlässlichen, netten Hund, der sie auf Spaziergänge begleitet. Wenn man jetzt mal diese Zahl hier auf das Forum überträgt scheint da was nicht zu stimmen. Kommt es nur mir so vor, oder haben hier überproportional viele Leute einen Aussie bzw. noch mehr wollen demnächst einen. Ich glaube gerne, das zu einigen diese Rasse gut passt, aber zu Jedem? Nicht wirklich. Ich will gar nicht über andere urteilen, da ich sie nicht persönlich kenne, ich will auch gar nicht unterstellen zu wem ja und zu wem nein. Ich will nur mal festgehalten haben, dass irgendwo etwas nicht stimmt. Wo, dass werden wir hier kaum herausfinden können, will ich auch nicht. Und es tut mir auch sehr leid, für die Leute, die das wirklich Top machen und sich damit vielleicht auch mit angesprochen fühlen. Ich will gar nicht alle in einen Topf werfen.
Aber mal eine andere Überlegung von mir, ist das mit den Aussies in anderen Foren genau so? oder häuft sich das hier, weil einfach schon viele einen haben? Ich kenne es aus allgemeinen Foren eigentlich ganz und gar nicht so. Dort sind Neuzugänge Rassen wie Lagotto, Tibet Terrier, Kromforländer, Pudel, verschiedene Terrier usw. Und in den Aussieforen in denen ich mit lese ist es ja klar.
Vielleicht wisst ihr ja, wie sehr mir diese Rasse am Herzen liegt und wie oft ich dann genau solche Dinge mit bekomme (nicht hier im Forum!). Das will jemand unbedingt einen Aussie, bereitet sich sogar gut vor, war sich sicher das man es schafft usw. und trotzdem genügt das am Ende nicht. Am Ende ist es wieder der Hund der leidet.
Man will einen Hund um Agility zu machen, sofort wird der Aussie genannt. Aussie = Agility, das scheint ja schon zusammen zu gehören. Dabei finde ich gar nicht, dass ein Aussie unbedingt Agi machen muss. Und mal nebenbei, wie viele Rassen gibt es ausserdem noch die sportlich sind, mittelgross und schnell lernen?
Es gibt aber noch eine andere Seite, die diesen Hype unterstützt und die ist, finde ich, sogar noch schlimmer. Der „Markt“ (klingt schrecklich ist aber so) an Aussies, vor allem die der unseriösen Zuchten, ist derzeit dermassen gesättigt. Man bekommt ja mittlerweile an jeder Ecke Aussies. Was kein Wunder ist, wenn immer wieder „neue Züchter“ wie Pilze aus dem Boden spriessen, bei denen schon Grundwissen schlicht fehlt. Es werden so viele Aussies „produziert“ das es doch langsam schwer werden dürfte immer den richtigen, geeigneten Besitzer zu finden. Wird da wirklich noch so GENAU geschaut, wenn der Vermeherer um die Ecke immer neue Würfe hat und die eigenen Käufer immer mehr ausbleiben? Und so gehen HEUTE vielleicht auch mehr Aussies an Menschen, die nicht so unbedingt dafür geeignet sind.
Edit: Derzeit bei einem grossen Online-Tiermarkt ist der Aussie die 5. häufigste angebotene Rasse, noch VOR dem Deutschen Schäferhund und dem Golden Retriever!! Wo sollen die den alle hin? Bestimmt nicht in Top geeignete Hände.
Eigentlich wollte ich gar nicht erst darüber schreiben, denn auch das lenkt nur weiter Aufmerksamkeit auf die Rasse.
Nein, der Auslöser für diesen Beitrag ist nicht das aktuelle Thema dazu. Das gab nur den Anstoss. Ich beobachte das schon weit länger, nicht nur hier, sondern auch in meiner Umgebung, bei Bekannten und in anderen Foren. Mir liegt das schon sehr lange auf dem Herzen und ich stolpere immer wieder darüber. Über die Zeit habe ich einfach schon zu viel negatives in dem Zusammenhang erlebt, als das ich da locker ran gehen könnte und sagen „ja, probiers doch mal mit einem Aussie“. Ja, vielleicht lasse ich das Thema auch zu nah an mich ran. Ist dann halt so, mir kann das nicht egal sein.
Und zum Schluss noch, in den richtigen Händen und in der Richtigen Umgebung sind das tolle Hunde! Aber die Arbeit die dahinter steckt wird oft weit unterschätzt! Ich war vorbereitet, hatte sogar meine Trainerausbildung gerade beendet und abgeschlossen. Und trotzdem war Kira eine sehr grosse Herausforderung, die mich oft an meine Grenzen gebracht hat! Damit ihr jetzt nicht sagen könnt, ich berichte nur schöne Dinge.
Ja, Kira war das erste Jahr ein kleines Teufelchen.
Es passt vielleicht nicht jedem was ich hier sage, aber das musste raus.
Wollen tatsächlich plötzlich alle Menschen einen arbeitswütigen, extrem temperamentvollen, teilweise auch selbstständig arbeitenden Hund, der sich auf einem Grad zwischen Genie und Wahnsinn bewegt? Ernsthaft? Oder glaubt man das nur, weil man sich zwingend und auf biegen und brechen seinen Traum erfüllen will? Dann soll es plötzlich nur einer in blue oder red merle sein..
Ich habe schon einige Welpen- und Junghunde-, sowie Theoriekurse durchgeführt und dort mit sehr vielen zukünftigen Hundehaltern gesprochen, irgendwie kann ich mich nicht erinnern, dass besonders viele einen sportlichen Arbeitshund wollten, als ich sie fragte was sie sich vorstellten. Der überwiegende Teil wollten einen tollen, verlässlichen, netten Hund, der sie auf Spaziergänge begleitet. Wenn man jetzt mal diese Zahl hier auf das Forum überträgt scheint da was nicht zu stimmen. Kommt es nur mir so vor, oder haben hier überproportional viele Leute einen Aussie bzw. noch mehr wollen demnächst einen. Ich glaube gerne, das zu einigen diese Rasse gut passt, aber zu Jedem? Nicht wirklich. Ich will gar nicht über andere urteilen, da ich sie nicht persönlich kenne, ich will auch gar nicht unterstellen zu wem ja und zu wem nein. Ich will nur mal festgehalten haben, dass irgendwo etwas nicht stimmt. Wo, dass werden wir hier kaum herausfinden können, will ich auch nicht. Und es tut mir auch sehr leid, für die Leute, die das wirklich Top machen und sich damit vielleicht auch mit angesprochen fühlen. Ich will gar nicht alle in einen Topf werfen.
Aber mal eine andere Überlegung von mir, ist das mit den Aussies in anderen Foren genau so? oder häuft sich das hier, weil einfach schon viele einen haben? Ich kenne es aus allgemeinen Foren eigentlich ganz und gar nicht so. Dort sind Neuzugänge Rassen wie Lagotto, Tibet Terrier, Kromforländer, Pudel, verschiedene Terrier usw. Und in den Aussieforen in denen ich mit lese ist es ja klar.
Vielleicht wisst ihr ja, wie sehr mir diese Rasse am Herzen liegt und wie oft ich dann genau solche Dinge mit bekomme (nicht hier im Forum!). Das will jemand unbedingt einen Aussie, bereitet sich sogar gut vor, war sich sicher das man es schafft usw. und trotzdem genügt das am Ende nicht. Am Ende ist es wieder der Hund der leidet.
Man will einen Hund um Agility zu machen, sofort wird der Aussie genannt. Aussie = Agility, das scheint ja schon zusammen zu gehören. Dabei finde ich gar nicht, dass ein Aussie unbedingt Agi machen muss. Und mal nebenbei, wie viele Rassen gibt es ausserdem noch die sportlich sind, mittelgross und schnell lernen?
Es gibt aber noch eine andere Seite, die diesen Hype unterstützt und die ist, finde ich, sogar noch schlimmer. Der „Markt“ (klingt schrecklich ist aber so) an Aussies, vor allem die der unseriösen Zuchten, ist derzeit dermassen gesättigt. Man bekommt ja mittlerweile an jeder Ecke Aussies. Was kein Wunder ist, wenn immer wieder „neue Züchter“ wie Pilze aus dem Boden spriessen, bei denen schon Grundwissen schlicht fehlt. Es werden so viele Aussies „produziert“ das es doch langsam schwer werden dürfte immer den richtigen, geeigneten Besitzer zu finden. Wird da wirklich noch so GENAU geschaut, wenn der Vermeherer um die Ecke immer neue Würfe hat und die eigenen Käufer immer mehr ausbleiben? Und so gehen HEUTE vielleicht auch mehr Aussies an Menschen, die nicht so unbedingt dafür geeignet sind.
Edit: Derzeit bei einem grossen Online-Tiermarkt ist der Aussie die 5. häufigste angebotene Rasse, noch VOR dem Deutschen Schäferhund und dem Golden Retriever!! Wo sollen die den alle hin? Bestimmt nicht in Top geeignete Hände.
Eigentlich wollte ich gar nicht erst darüber schreiben, denn auch das lenkt nur weiter Aufmerksamkeit auf die Rasse.
Nein, der Auslöser für diesen Beitrag ist nicht das aktuelle Thema dazu. Das gab nur den Anstoss. Ich beobachte das schon weit länger, nicht nur hier, sondern auch in meiner Umgebung, bei Bekannten und in anderen Foren. Mir liegt das schon sehr lange auf dem Herzen und ich stolpere immer wieder darüber. Über die Zeit habe ich einfach schon zu viel negatives in dem Zusammenhang erlebt, als das ich da locker ran gehen könnte und sagen „ja, probiers doch mal mit einem Aussie“. Ja, vielleicht lasse ich das Thema auch zu nah an mich ran. Ist dann halt so, mir kann das nicht egal sein.
Und zum Schluss noch, in den richtigen Händen und in der Richtigen Umgebung sind das tolle Hunde! Aber die Arbeit die dahinter steckt wird oft weit unterschätzt! Ich war vorbereitet, hatte sogar meine Trainerausbildung gerade beendet und abgeschlossen. Und trotzdem war Kira eine sehr grosse Herausforderung, die mich oft an meine Grenzen gebracht hat! Damit ihr jetzt nicht sagen könnt, ich berichte nur schöne Dinge.
Es passt vielleicht nicht jedem was ich hier sage, aber das musste raus.