- die Geschichte, wie Trixi und Nero zu mir kamen Beitrag #1
coolCatie
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Trixi ist jetzt 12 Jahre alt und ist schon etwas ruhiger und gemütlicher geworden.
Als sie zu mir kam, war das anders.
Zu Trixi kam ich, wie die Jungfrau zum Kind.
Ich saß zu Hause und freute mich über meinen Feierabend, als das Telefon klingelte. Meine Freundin war dran und sagte: "Du bekommst jetzt eine Katze, mach Dich fertig, ich bin in 5 Minuten bei Dir, dann holen wir sie ab".
Ich hatte keine Chance, zu protestieren.
Im Auto erklärte sie mir, daß Trixi bei einer jungen Frau in einer Ein-Zimmerwohnung lebt. Die Frau ist in Ausbildung und Trixi den ganzen Tag alleine. In der Zeit beschäftigt Trixi sich damit, umzudekorieren - Tapeten, Möbel ect.
Wenn die junge Frau dann Heim kam, bekam Trixi Schimpfe...Irgendwann hat die Frau aber eingesehen, daß sie mit der Katze nicht zurecht kommt und hat die Mama meiner Freundin informiert, deren Nachbarin sie war.
So fuhren wir also hin und holten die kleine Maus ab.
Trixi war sofort sehr anhänglich. Meine Wohnung war grösser, sie hatte mehr Auslauf. Möbel und Wände blieben unberührt.
Ich hatte ihr im Teppichmarkt einen Teppichrest gekauft, und an eine Ecke getackert - sie liebte es, wie der Blitz an der Stelle die Wand hoch zu rennen und wieder runter (Schade, daß ich damals keine Videokamera hatte).
Wenn ich aber arbeiten war, war sie sehr einsam - wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, hörte ich sie laut maunzen, also beschloß ich, mich nach einem Kameraden für sie umzusehen.
Im betriebsinternen Intranet stieß ich auf eine Anzeige einer Kollegin, die für den Katzenschutzbund arbeitet: "Wer hilft dem Kater unter dem Küchenschrank.." (oder so ähnlich). Ein Hilferuf, der mich ansprach.
Ich rief an, und fuhr direkt hin.
Ich erfuhr, daß Nero auf einer der Fütterstationen eingefangen worden war. Er war aber sofort zutraulich, so daß man vermutete, daß er nicht wirklich ein "Draußen-Kater" sein konnte. Er wurde tätowiert und kastriert, dann kam er auf eine Pflegestelle.
Von dort aus wurde er auch vermittelt, kam aber zurück.
Ein Mal mit der Begründung - er sei kein Schmusekater, ein anderes Mal haute er durchs Badezimmerfenster ab und musste erneut eingefangen werden.
Selbst bei "Tiere suchen ein zuhause" fand sich keiner, der diesen lieben Kater haben wollte - ja, der Fluch der schwarzen Katzen, sagte man mir.
So kam er also immer wieder zurück zur Pflegestelle.
Dort wohnten aber bereits 2 Kater, die es auf Nero abgesehen hatten. Sie verprügelten ihn nach Strich und Faden. Selbst dann noch, wenn Nero schon unter sich gemacht hatte.
Er war nur noch ein Häufchen Elend
.
Als ich kam, sagte mir die Frau, daß es sein könne, daß ich Nero gar nicht zu Gesicht bekommen würde, weil er so eingeschüchtert und scheu sei.
So setzten wir uns aufs Sofa und tranken Kaffee.
Nach einer Weile kam Nero aber dann doch vor und schaute mich an. Er setzte sich vor mich und guckte.
Die Frau meinte, daß er das noch nie getan hätte und daß sie ihn baldmöglichst zu mir bringen würde. Sie wolle ihm nur nicht zumuten, ihn wieder zu jagen und würde daher warten, bis er von alleine in seine Transportbox geht.
Ich stellte mich auf eine längere Wartezeit ein.
Nach 3 Tagen klingelte das Telefon: "Nero sitzt in der Box, ich komme jetzt sofort!".
So kam Nero zu mir.
Ich satnd zu dem Zeitpunkt kurz vor meinem Umzug - ok, das Timing hätte besser sein können, aber es ging eben nicht anders.
Trixi war nicht begeistert davon, jetzt nicht mehr die Prinzessin zu sein, und so flogen die ersten Nächte die Fetzen.
Nero verkroch sich abermals unters Sofa.
Ich fütterte ihn dort und stellte das Katzenklo direkt davor. Immer, wenn ich meine Hand runter hielt, stupste er mich an, so daß ich ihn kraulen konnte - er schnurrte.
Das ging ca. 4 Wochen so.
Der Umzug stand nun kurz bevor, das Schlafzimmer war bereits abgebaut und ich schlief auf dem ausgeklappten Schlafsofa.
Eines Morgens wurde ich wach und traute meinen Augen kaum: Nero lag neben meinem Kopfkissen und fing direkt an zu schnurren, als er merkte, daß ich wach war - ich konnte es kaum fassen!
In den kommenden Tagen erkundete er das Revier, Trixi zog sich ins Schlafzimmer zurück, Nero lebte hauptsächlich im Wohnzimmer.
Dann zogen wir um.
Die neue Wohnung hatte 4 Zimmer und war fast doppelt so groß wie die Alte - und siehe da - die Beiden vertrugen sich! Keine Kloppereien mehr, kein Gezanke!
Sie spielten Nachlaufen, aber sie kuscheln nicht zusammen (jedenfalls nicht so, daß ich es mitbekommen würde).
Sie akzeptieren sich und kommen miteinander klar - mehr wollte ich nicht.
Daß Nero kein Schmusekater war, machte mir nichts aus. Er sollte es gut haben, Trixi sollte nicht mehr so alleine sein - das genügte mir.
Inzwischen sind wir noch 2 Mal umgezogen - und jeder Umzug tat den Beiden gut. Inzwischen ist Nero der Oberschmusekater! (Gut, ich habe mir Bachblüten nachgeholfen, um ihm die Angst zu nehmen).
Seit wir in der jetzigen Wohnung sind, kommt er sogar ab und an auf den Schoß gesprungen - das ist jetzt ganz neu.
Den Stress der aktuell vergangenen Wochen schreibe ich jetzt auch den Bachblüten zu. Die hatte ich wieder angesetzt, weil der Hund dazu gekommen war - eben um auch hier wieder die Angst zu nehmen.
Ich glaube, daß Nero jetzt einen Schwung Selbstbewusstsein dazu bekommen hat, und daher sie Grenzen nochmal neu abstecken wollte.
Seit 2 Tagen ist jetzt Ruhe, Trixi und Nero vertragen sich wieder...
Als sie zu mir kam, war das anders.
Zu Trixi kam ich, wie die Jungfrau zum Kind.
Ich saß zu Hause und freute mich über meinen Feierabend, als das Telefon klingelte. Meine Freundin war dran und sagte: "Du bekommst jetzt eine Katze, mach Dich fertig, ich bin in 5 Minuten bei Dir, dann holen wir sie ab".
Ich hatte keine Chance, zu protestieren.
Im Auto erklärte sie mir, daß Trixi bei einer jungen Frau in einer Ein-Zimmerwohnung lebt. Die Frau ist in Ausbildung und Trixi den ganzen Tag alleine. In der Zeit beschäftigt Trixi sich damit, umzudekorieren - Tapeten, Möbel ect.
Wenn die junge Frau dann Heim kam, bekam Trixi Schimpfe...Irgendwann hat die Frau aber eingesehen, daß sie mit der Katze nicht zurecht kommt und hat die Mama meiner Freundin informiert, deren Nachbarin sie war.
So fuhren wir also hin und holten die kleine Maus ab.
Trixi war sofort sehr anhänglich. Meine Wohnung war grösser, sie hatte mehr Auslauf. Möbel und Wände blieben unberührt.
Ich hatte ihr im Teppichmarkt einen Teppichrest gekauft, und an eine Ecke getackert - sie liebte es, wie der Blitz an der Stelle die Wand hoch zu rennen und wieder runter (Schade, daß ich damals keine Videokamera hatte).
Wenn ich aber arbeiten war, war sie sehr einsam - wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, hörte ich sie laut maunzen, also beschloß ich, mich nach einem Kameraden für sie umzusehen.
Im betriebsinternen Intranet stieß ich auf eine Anzeige einer Kollegin, die für den Katzenschutzbund arbeitet: "Wer hilft dem Kater unter dem Küchenschrank.." (oder so ähnlich). Ein Hilferuf, der mich ansprach.
Ich rief an, und fuhr direkt hin.
Ich erfuhr, daß Nero auf einer der Fütterstationen eingefangen worden war. Er war aber sofort zutraulich, so daß man vermutete, daß er nicht wirklich ein "Draußen-Kater" sein konnte. Er wurde tätowiert und kastriert, dann kam er auf eine Pflegestelle.
Von dort aus wurde er auch vermittelt, kam aber zurück.
Ein Mal mit der Begründung - er sei kein Schmusekater, ein anderes Mal haute er durchs Badezimmerfenster ab und musste erneut eingefangen werden.
Selbst bei "Tiere suchen ein zuhause" fand sich keiner, der diesen lieben Kater haben wollte - ja, der Fluch der schwarzen Katzen, sagte man mir.
So kam er also immer wieder zurück zur Pflegestelle.
Dort wohnten aber bereits 2 Kater, die es auf Nero abgesehen hatten. Sie verprügelten ihn nach Strich und Faden. Selbst dann noch, wenn Nero schon unter sich gemacht hatte.
Er war nur noch ein Häufchen Elend
Als ich kam, sagte mir die Frau, daß es sein könne, daß ich Nero gar nicht zu Gesicht bekommen würde, weil er so eingeschüchtert und scheu sei.
So setzten wir uns aufs Sofa und tranken Kaffee.
Nach einer Weile kam Nero aber dann doch vor und schaute mich an. Er setzte sich vor mich und guckte.
Die Frau meinte, daß er das noch nie getan hätte und daß sie ihn baldmöglichst zu mir bringen würde. Sie wolle ihm nur nicht zumuten, ihn wieder zu jagen und würde daher warten, bis er von alleine in seine Transportbox geht.
Ich stellte mich auf eine längere Wartezeit ein.
Nach 3 Tagen klingelte das Telefon: "Nero sitzt in der Box, ich komme jetzt sofort!".
So kam Nero zu mir.
Ich satnd zu dem Zeitpunkt kurz vor meinem Umzug - ok, das Timing hätte besser sein können, aber es ging eben nicht anders.
Trixi war nicht begeistert davon, jetzt nicht mehr die Prinzessin zu sein, und so flogen die ersten Nächte die Fetzen.
Nero verkroch sich abermals unters Sofa.
Ich fütterte ihn dort und stellte das Katzenklo direkt davor. Immer, wenn ich meine Hand runter hielt, stupste er mich an, so daß ich ihn kraulen konnte - er schnurrte.
Das ging ca. 4 Wochen so.
Der Umzug stand nun kurz bevor, das Schlafzimmer war bereits abgebaut und ich schlief auf dem ausgeklappten Schlafsofa.
Eines Morgens wurde ich wach und traute meinen Augen kaum: Nero lag neben meinem Kopfkissen und fing direkt an zu schnurren, als er merkte, daß ich wach war - ich konnte es kaum fassen!
In den kommenden Tagen erkundete er das Revier, Trixi zog sich ins Schlafzimmer zurück, Nero lebte hauptsächlich im Wohnzimmer.
Dann zogen wir um.
Die neue Wohnung hatte 4 Zimmer und war fast doppelt so groß wie die Alte - und siehe da - die Beiden vertrugen sich! Keine Kloppereien mehr, kein Gezanke!
Sie spielten Nachlaufen, aber sie kuscheln nicht zusammen (jedenfalls nicht so, daß ich es mitbekommen würde).
Sie akzeptieren sich und kommen miteinander klar - mehr wollte ich nicht.
Daß Nero kein Schmusekater war, machte mir nichts aus. Er sollte es gut haben, Trixi sollte nicht mehr so alleine sein - das genügte mir.
Inzwischen sind wir noch 2 Mal umgezogen - und jeder Umzug tat den Beiden gut. Inzwischen ist Nero der Oberschmusekater! (Gut, ich habe mir Bachblüten nachgeholfen, um ihm die Angst zu nehmen).
Seit wir in der jetzigen Wohnung sind, kommt er sogar ab und an auf den Schoß gesprungen - das ist jetzt ganz neu.
Den Stress der aktuell vergangenen Wochen schreibe ich jetzt auch den Bachblüten zu. Die hatte ich wieder angesetzt, weil der Hund dazu gekommen war - eben um auch hier wieder die Angst zu nehmen.
Ich glaube, daß Nero jetzt einen Schwung Selbstbewusstsein dazu bekommen hat, und daher sie Grenzen nochmal neu abstecken wollte.
Seit 2 Tagen ist jetzt Ruhe, Trixi und Nero vertragen sich wieder...