Hi Markus!
Du könntest Deinem Vater z. B. mal die Seite
www.diebrain.de empfehlen.
Farbmäuse haben nur noch äußerlich Ähnlichkeit mit Wildmäuschen... Sie sind durch jahrzehntelange Haltung in Laboren etc. so empfindlich geworden, dass sie in der freien Natur nicht mehr überlebensfähig wären.... Sie sind also auf die Hilfe des Menschen angewiesen, um zu überleben.
Prinzipiell hat Dein Vater natürlich Recht - die Tierchen in Käfige zu sperren ist natürlich nicht 100%ig artgerecht. Einer Farbmaus könnte man aber meiner Meinung nach nur ein "artgerechtes" Leben ermöglichen, wenn man ihr ein Rudel von ca. 4-10 Mäuschen zur Verfügung stellt, dazu eine permanente Gehegegröße von mindestens 10-20 Quadratmetern mit reichlich Versteck-, Kletter- und Spielmöglichkeiten... (Ähnliches würde aber auch für alle anderen Haustiere gelten - Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten, Hamster, ja selbst Hunde und Katzen dürfte man dann nicht als Haustiere halten...)
Von daher denke ich, dass Farbmäuse durchaus ein glückliches Mäuseleben haben können, wenn man ihnen einen Käfig bietet, der ordentlich groß ist - unsere Mäuschen z. B. wohnen auf 100x50 Grundfläche und 190cm Höhe, dazu ein 40x40x80-Anbau... Das heißt, sie haben insgesamt mit den ganzen Zwischenebenen eine Grundfläche von etwas über 3 Quadratmetern - hört sich vielleicht immer noch nicht riesig an, aber die Tierchen flitzen ohne Ende und fühlen sich offensichtlich wohl. Wenn Mäuse nicht in Käfige gehören (was ich prinzipiell nachvollziehen kann), dann gehört kein anderes Haustier in Menschenhaltung...
LG, seven