Hallo,
Es gibt Studien, die besagen, dass die Erstimpfung eigentlich etwas zu früh ist, da der Welpe noch maternale Antikörper hat. Da man aber nicht genau weiss, wie lange ein Welpe über solche Antikörper der Mutter verfügt, wird halt recht früh geimpft.
Nach erfolgreicher Grundimmunisierung, gehen immer mehr Hundehalter dazu über, eine Titerbestimmung machen zu lassen. Ich mache es auch so. Das bedeutet...meine Hunde bekommen die Impfungen, die sie wirklich brauchen.
Zur Tollwutimpfung:
Inzwischen nicht mehr jährlich, sondern alle 3 Jahre Wiederholungsimpfung. Studien in den USA besagen, dass auch das noch zu häufig ist, da die Immunität viel länger als 3 Jahre gewährleistet ist.
Zur Leptospirose-Impfung:
Deutsche Impfstoffe bieten nur gegen zwei Leptospiren-Arten Schutz, geimpfte Hunde infizieren sich aber zunehmend mit anderen Arten. Die Impfstoffe sind besonders für Welpen oft schlecht verträglich, doch auch ausgewachsene Tiere haben überdurchschnittlich häufig Nebenwirkungen. Sogar deutsche Hochschulveterinäre raten inzwischen von dieser Impfung ab. Es wird gefordert, daß die Impfstoffhersteller neue Lepto-Vakzinen entwickeln mit einem größeren Wirkspektrum und besserer Verträglichkeit.
Gegen Pi (Parainfluenza) und Borreliose würde ich überhaupt nicht impfen lassen.
Der Zwingerhusten-Impfstoff (Pi), der in vielen Kombinationsvakzinen enthalten ist, schützt nur vor einem Erreger des Zwingerhustens, dem caninen Para influenza-Virus. Die sogenannte "Hundegrippe" kann aber durch mehrere virale und verschiedene bakterielle Erreger ausgelöst und zusätzlich kompliziert und verschlimmert werden. Die Wirksamkeit dieses Impfstoffs ist daher sehr fraglich, denn geimpfte Hunde können genauso erkranken wie ungeimpfte.
Es gibt eine Studie in den USA, welche besagt, dass Zwingerhusten durch Impfungen nicht in den Griff zu bekommen ist. (Es wurden dabei viele Hunde auf engem Raum gehalten).
Trotz Impfung waren viele Hunde in dieser Studie mit Pi (Parainfluenza) infiziert und man hat ausserdem noch folgende Erreger gefunden: Canines Herpesvirus und Canines respiratorisches Coronavirus.
Also bei Einzelhaltung, oder nur kleine Gruppen nicht notwendig.
Zur Borreliose-Impfung:
Die bekanntesten Borrelien-Stämme sind:
Borrelia burgdorferi afzelii
Borrelia burgdorferi garinii
Borrelia burgdorferi valaisiana
Borrelia burgdorferi sensu stricto
Der Impfstoff, welcher hier in Deutschland angeboten wird von der Fa. Merial “Merilym”, (Dosis 0,6 mg Aluminiumhydroxid und inaktivierte Spirochäten der Gattung Borrelia burgdorferi sensu stricto)...ist nur gegen einen Borrelienstamm/Erreger (wenn überhaupt) wirksam. Und dieser eine ist der hier in Deutschland seltenere! Also...unnötig.
Ich habe das grosse Glück bei einer impfkritischen Tierärztin zu arbeiten.
Das bedeutet nun nicht, dass sie oder ich generell gegen das impfen sind, (Grundimunisierung ist notwendig), aber wenn man berücksichtigt, dass immer noch Thiomersal (Quecksilberverbindung) in den Impfstoffen enthalten ist, dieses bei Impfstoffen für den Menschen weitestgehend herausgenommen wurde, wir immer häufiger heftige Impfreaktionen in unserer Praxis haben, die wenigsten Tierärzte diese Reaktionen beim P E I melden, dazu sind sie auch nicht verpflicht, im Gegensatz zu Humanmedizinern), und sie diese auch nicht als solche (an)erkennen, dann sollte man, so meine ich jedenfalls, nur so viel wie unbedingt nötig, aber so wenig wie möglich impfen. Unsere Kinder werden auch nicht jährlich gegen alles mögliche geimpft.
Für ausführlichere Erklärungen :
http://www.tiere-in-spanien.de/Impfungen.htm
http://www.kynologische-arbeitsgemeinschaft.de/s_impfungen.html
http://www.barfers.de/impf/impfhunde.htm
LG
Bettina