Mit Kastration wäre meine Hündin nicht so schwer krank geworden!
Hallo Klara,
die Aussage des Tierarztes kann auch ich (wie sweetroke) nicht nachvollziehen!
Ich kann nur jedem Hundebesitzer ans Herz legen seine Hündin kastrieren zu lassen und das aus folgenden Gründen:
Die Gefahr von Scheinträchtigkeit, Tumoren, Gebärmutterentzündung und Diabetes (Insulinspritzen) wird drastisch reduziert bzw. ganz ausgeschaltet.
Bei Rüden gibt es ganz selten (etwa 10 Prozent) einen Diabetes.
Bei Hündinnen kommt Diabetes sehr häufig vor, was auch von den weiblichen Hormonen negativ beeinflusst wird.
Ich hatte mit mehreren Tierärzten Gespräche geführt, als meine Nina noch sehr jung war. Alle waren derselben Meinung gewesen, nämlich dass eine Kastration für ein langes gesundes Leben der Hündin wichtig ist.
Leider hatte ich mich trotzdem gegen eine Kastration entschieden, was ich heute sehr bereue!
Am Dienstag muss meine Nina operiert werden, weil sie inzwischen einen großen Mammatumor hat. Gleichzeitig wird sie unter dieser OP wegen des Tumors, aber vor allem wegen des Diabetes, kastriert. Nach der letzten Laufzeit waren die Blutzuckerwerte wegen der Hormonproduktion nicht mehr richtig einstellbar gewesen. Wir mussten bis vor kurzem sogar die dreifache Dosis Insulin (ausgehend vom Körpergewicht) spritzen und trotzdem waren die Werte noch zu hoch!
Jetzt besteht für meine Nina die Gefahr in einen Unterzuckerungsschock zu fallen, nämlich wenn sich die Hormonproduktion wieder reduziert. Also darf ich sie z. Zt. nicht allein lassen und muss tagsüber (manchmal auch nachts) den Blutzucker überwachen, so auch die Bitte unserer Tierärztin.
Alles in allem hätte ich meiner Hündin die ganze Tortur mit dem Spritzen, der Pikserei im Ohr (Blutzuckerbestimmung) und dem gefährlichen Tumor ersparen können, wenn ich damals die richtige Entscheidung getroffen hätte!
Sollte ich mir noch mal eine Hündin anschaffen ist die Entscheidung jetzt klar, weil die Vorteile einer Kastration überwiegen!
Worüber man nicht gern spricht, weil man sein fusseliges Familienmitglied sehr liebt, ist der finanzielle Faktor.
Ich möchte trotzdem einmal erwähnen, dass unsere Nina in den letzten drei Monaten durch das teure Insulin, die Spritzen, die Kanülen, die Teststreifen, und das Diätfutter monatlich mehr als 200,- €
gekostet hat. Hinzu kommen natürlich auch die regelmäßigen Arztbesuche.
Ich hoffe, dass Dir meine Schilderung der möglichen gesundheitlichen Probleme einer nicht kastrierten Hündin geholfen hat!
Liebe Grüße
Struwwelliese
