keine kastration???

Diskutiere keine kastration??? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; hallo!!! ich habe eine boxerdame(1 und halb jahre).sie war schon 2 mal läufig und ich wollte sie jetzt kastrieren lassen.der tierarzt hat mir...
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  • keine kastration??? Beitrag #1
Klara

Klara

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hallo!!!
ich habe eine boxerdame(1 und halb jahre).sie war schon 2 mal läufig und ich wollte sie jetzt kastrieren lassen.der tierarzt hat mir jedoch davon abgeraten,weil sie schon sehr wild ist und er meinte,sie würde dadurch vielleicht noch wilder werden.dabei dachte ich immer,der hund ist danach ruhiger:?: dann hat er noch gesagt,dass das gegen sämtliche tumoren nicht helfen würde,weil die jetzt eh schon da wären.was meint ihr,soll ich meine hündin trotzdem kastrieren lassen:?:
 
  • keine kastration??? Beitrag #2
Wenn du keine Welpen von ihr willst warum nicht?
Die Aussagen von deinem TA kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn nach einer Kastration sind keine Gebährmutter und Eierstöcke mehr vorhanden,also auch nichts mehr da wo sich Krebs oder Tumore ansiedeln könnten.
Dass sie nach einer Kastration wilder wird ist nicht gesagt, woher will er das wissen?
Und selbst wenn, du hast danach noch die Sicherheit, dass keine evtl. Fehlbedeckung mehr zustande kommt.
Ich würde sie kastrieren lassen. Es beugt auch einer evtl. Scheinträchtigkeit vor, was für Hündinnen sehr unangehneme Konsequenzen nach sich ziehen kann.
 
  • keine kastration??? Beitrag #3
Wenn du keine Welpen von ihr willst warum nicht?
Die Aussagen von deinem TA kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn nach einer Kastration sind keine Gebährmutter und Eierstöcke mehr vorhanden,also auch nichts mehr da wo sich Krebs oder Tumore ansiedeln könnten.
Dass sie nach einer Kastration wilder wird ist nicht gesagt, woher will er das wissen?
Und selbst wenn, du hast danach noch die Sicherheit, dass keine evtl. Fehlbedeckung mehr zustande kommt.
Ich würde sie kastrieren lassen. Es beugt auch einer evtl. Scheinträchtigkeit vor, was für Hündinnen sehr unangehneme Konsequenzen nach sich ziehen kann.
also:er meinte,dass sich z.B. mamatumoren schon angesiedelt haben könnten und wenn man die gebärmutter entfernt das trotzdem da sein würde da dass so was wie brustkrebs ist.
er weiß es natürlich nicht,aber da es ein boxer ist und der auf platz 1 bei diesen nebenwirkungen steht(bei über 60 %)ist es ziemlich wahrscheinlich.
das mit der scheinträchigkeit hat er auch als positiven punkt genannt!
 
  • keine kastration??? Beitrag #4
Was auf jeden Fall stimmt ist das die Kastration nach der zweiten Läufigkeit in Bezug auf Mammatumorvorbeugung so gut wie nichts mehr bringt. Statistisch gibt es kaum einen Unterschied zwischen Hündinnen die spät kastriert wurden und unkastrierten, was die Tumorhäufigkeit angeht. Da hilft nur eine Kastration vor der ersten Läufigkeit oder spätestens vor der zweiten.

Was natürlich trotzdem mit der Kastration wegfällt ist das Risiko für Gebärmuttervereiterung, und halt die Läufigkeit und eventuelle Scheinträchtigkeit danach.

Was das Verhalten angeht, Hündinnen werden nicht umbedingt ruhiger durch die Kastration. Bei agressiven sehr dominanten Hündinnen kann sich das leider sogar Verstärken. Das meint wahrscheinlich dein TA.
 
  • keine kastration??? Beitrag #5
Mit Kastration wäre meine Hündin nicht so schwer krank geworden!

Hallo Klara,

die Aussage des Tierarztes kann auch ich (wie sweetroke) nicht nachvollziehen!

Ich kann nur jedem Hundebesitzer ans Herz legen seine Hündin kastrieren zu lassen und das aus folgenden Gründen:

Die Gefahr von Scheinträchtigkeit, Tumoren, Gebärmutterentzündung und Diabetes (Insulinspritzen) wird drastisch reduziert bzw. ganz ausgeschaltet.

Bei Rüden gibt es ganz selten (etwa 10 Prozent) einen Diabetes.
Bei Hündinnen kommt Diabetes sehr häufig vor, was auch von den weiblichen Hormonen negativ beeinflusst wird.

Ich hatte mit mehreren Tierärzten Gespräche geführt, als meine Nina noch sehr jung war. Alle waren derselben Meinung gewesen, nämlich dass eine Kastration für ein langes gesundes Leben der Hündin wichtig ist.

Leider hatte ich mich trotzdem gegen eine Kastration entschieden, was ich heute sehr bereue!

Am Dienstag muss meine Nina operiert werden, weil sie inzwischen einen großen Mammatumor hat. Gleichzeitig wird sie unter dieser OP wegen des Tumors, aber vor allem wegen des Diabetes, kastriert. Nach der letzten Laufzeit waren die Blutzuckerwerte wegen der Hormonproduktion nicht mehr richtig einstellbar gewesen. Wir mussten bis vor kurzem sogar die dreifache Dosis Insulin (ausgehend vom Körpergewicht) spritzen und trotzdem waren die Werte noch zu hoch!

Jetzt besteht für meine Nina die Gefahr in einen Unterzuckerungsschock zu fallen, nämlich wenn sich die Hormonproduktion wieder reduziert. Also darf ich sie z. Zt. nicht allein lassen und muss tagsüber (manchmal auch nachts) den Blutzucker überwachen, so auch die Bitte unserer Tierärztin.

Alles in allem hätte ich meiner Hündin die ganze Tortur mit dem Spritzen, der Pikserei im Ohr (Blutzuckerbestimmung) und dem gefährlichen Tumor ersparen können, wenn ich damals die richtige Entscheidung getroffen hätte!

Sollte ich mir noch mal eine Hündin anschaffen ist die Entscheidung jetzt klar, weil die Vorteile einer Kastration überwiegen!

Worüber man nicht gern spricht, weil man sein fusseliges Familienmitglied sehr liebt, ist der finanzielle Faktor.

Ich möchte trotzdem einmal erwähnen, dass unsere Nina in den letzten drei Monaten durch das teure Insulin, die Spritzen, die Kanülen, die Teststreifen, und das Diätfutter monatlich mehr als 200,- €
gekostet hat. Hinzu kommen natürlich auch die regelmäßigen Arztbesuche.

Ich hoffe, dass Dir meine Schilderung der möglichen gesundheitlichen Probleme einer nicht kastrierten Hündin geholfen hat!

Liebe Grüße

Struwwelliese ;)
 
  • keine kastration??? Beitrag #6
Also ich versteh deinen Tierarzt nicht. Ich würde die Hündin auch kastrieren lassen. Vor allem kannst du sie mal frei laufen lassen, ohne dass du dauernd gucken musst, dass sie besprungen wird.
In den meisten fällen ist es so, dass Hunde nach der Kastra ruhiger sind. Kann natürlich ab und an mal das gegenteil auftreten.
Ich persönlich würd mich für die Kastra entschieden.

Hol dir am besten noch den rat von einem zweiten Tierarzt dazu.
 
  • keine kastration??? Beitrag #7
Hi Klara,

dein TA hat schon nicht so ganz Unrecht, also erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner TA-Wahl (gibt zu wenige, die so wohlüberlegt beraten!).
Jetzt zu den bisher angesprochenen Punkten:
1. Bei Hündinnen, die zur Dominanz neigen, kann sich dieses Verhalten nach der Kastration wesentlich verschlimmern.
2. gegen Mammatumore hilft eine Kastration nach der 2. Hitze gar nichts mehr. Außerdem geht man eher davon aus, dass Krebsleiden genetisch disponiert sind und sich an der "schwächsten" Stelle des Körpers entwickeln. Würde also bedeuten, dass (bei fehlender Gebärmutter) sich eben an anderer Stelle der Krebs entwickelt (bei entsprechender Disposition).
3. Die Angst vor einer Fehlbelegung kann ich ja verstehen, aber nicht die Aussage, wenn man keine Welpen will, dann sollte man kastrieren. Da finde ich aufpassen in den Stehtagen wesentlich sinnvoller. Ist ja nicht so, dass man 365 Tage im Jahr Angst haben müsste.
4. Neigt eine Hündin zur Scheinträchtigkeit, ist - wenn alle anderen Mittel nicht greifen (homöopathisch kannst du da einiges bewirken!) - eine Kastration sinnvoll, da die Belastung während der Scheinträchtigkeit schon enorm ist. In einem solchen Fall ist auch die medizinische Indikation für eine Kastration gegeben.
5. Das gleiche gilt auch für eine Pyometra. Ich halte es aber für selbstverständlich, bei einer Hündin auf entsprechende Anzeichen zu achten.

Noch ein paar andere Punkte, über die du nachdenken solltest.
Nach einer Kastration verändert sich der Stoffwechsel, eventuell musst du also beim Füttern ganz schön aufpassen.
Was ich ganz wichtig finde: Gerade bei Boxern ist die Gefahr einer Inkontinenz nach Kastration schon relativ hoch. Das kann den Alltag ungemein belasten.

Eine Kastration ist schon ein schwerwiegender Eingriff, vergiss das nicht. Du veränderst den Hormonhaushalt so unnatürlich und hast nicht die Möglichkeit, das wieder rückgängig zu machen!
Aus diesem Grund sind Kastrationen ohne medizinische Indikation auch verboten. Ich finde es super, dass du dir Gedanken machst und nicht einfach schnippeln lässt. Hat denn deine Hündin irgendwelche Schwierigkeiten vor, während oder nach der Hitze?

Noch was, wenn du dich für die Kastration entscheidest, achte UNBEDINGT darauf, dass genau zwischen zwei Hitzen kastriert wird. Sonst hast du womöglich eine Hündin, die für Rüden ständig gut riecht. Das dürfte dann der wahre Alptraum sein.
 
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